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Freitag, 14. Oktober 2022

Strange Hostel of Naked Pleasures Review



 
Horroktober 2022

Strange Hostel of Naked Pleasures

Story:

In einem Hostel, welches von Coffin Joe (José Mojica Marins) betrieben wird, geht es nicht mit rechten Dingen zu. Noch feiern die Gäste fröhlich, aber im Verlauf der Nacht sollte sich dies ins Negative ändern…

Meine Meinung:

Strange Hostel of Naked Pleasures sah ich einmal als Jugendlicher als DVD-R Kopie, welche ich, wenn ich nicht irre, über ein dazumal Online gestelltes Schweizer-Filmforum bekam. Seither sah ich den Film nicht mehr. Strange Hostel of Naked Pleasures kann, wie bereits The Strange World of Coffin Joe, nicht an die Klassiker von José Mojica Marins (At Midnight I'll Take Your Soul, This Night I Will Possess Your Corpse) heranreichen. Daher überrascht es auch nicht, dass der Film ausserhalb Brasiliens weniger bekannt ist als die zwei genannten Filme.

José Mojica Marins, der hier an der Seite von Marcelo Motta Regie führte und eine der Hauptrollen spielt, macht dies souverän. Dem Coffin Joe guckt man einfach gerne zu. Der Film beginnt ganz interessant, flacht dann aber ab. Budget war wohl nur wenig vorhanden. Der Plot ist zahm und Effekte oder richtiger Horror dürfen kaum erwartet werden. Interessant ist hingegen, dass ziemlich viel nackte Haut zu sehen ist.

Den Film würde ich, hätte ich den einzeln und nicht in einer Box, aus der Sammlung verbannen. Denke nicht, dass ich den Film je wieder schauen würde. Ein Totalausfall ist Strange Hostel of Naked Pleasures dank den letzten 20 Minuten dennoch nicht geworden, denn erst dort kommen die wirklich guten Szenen vor. Da gibt es dann auch viele Tiere (Schlagen, Spinnen etc.), Aufnahmen einer echten Herz-OP (bzw. eines schlagenden Herzens) und simple Blut-Effekte zu sehen. Von der Optik und dem Spiel der Farben (glaub rot und blau) fühlte ich mich an Bava und Co. erinnert.

Fazit: Nur für Hardcore Coffin Joe Fans zu empfehlen! Alle anderen bleiben bei At Midnight I'll Take Your Soul & This Night I Will Possess Your Corpse

Infos:

O: A Estranha Hospedaria dos Prazeres

Brasilien 1976

R: José Mojica Marins, Marcelo Motta

D: José Mojica Marins, Cacador Guerreiro, Maribeth Baumgarten, Luiza Zaracausca, Marino, Alfredo Almeida

Laufzeit der UK-DVD: 79:04 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Siehe The Strange World of Coffin Joe!

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Ring 2 Review


 

 

Horroktober 2022

Ring 2

Story:

Reiko (Nanako Matsushima) und dessen Sohn Yôichi (Rikiya Ôtaka) bleiben nach den Ereignissen aus Ring verschollen. Derweil finden mehrere Personen, die mit dem Fall zu tun hatten, den Tod (u.a. Hiroyuki Sanada). Ein Reporter-Kollege (Yûrei Yanagi) von Reiko, eine Studentin (Miki Nakatani) des verstorbenen Ryûji, die Polizei (Fumiyo Kohinata) und ein Wissenschaftler versuchen, den Fall zu lösen…

Meine Meinung:

Ringu sah im am diesjährigen Japanuary und war nach dessen 2. Sichtung begeistert. Nur das offene Ende liess mich etwas unbefriedigend zurück. Nun war ich also gespannt, wie es in Ring 2 weitergeht. Der Plot knüpft ans offene Ende aus Teil eins an. Nanako Matsushima und Hiroyuki Sanada sind jedoch nicht mehr die Hauptfiguren. Mehr Nebenrollen. Aber die neuen Figuren (Reporter, Studentin, Wissenschaftler, Polizist) machen ihren Job auch sehr ordentlich.

Ring 2 war spannend, gut gespielt, baut eine morbide Stimmung auf und ich bekam mehrere Male Gänsehaut = perfekt! Genau das wünschte ich mir und bekam ich auch. Irgendwie kann ich mich aber auch sehr gut auf diese Art Film einlassen. Andere mögen den vielleicht stinklangweilig und nicht gruselig finden, ich fand den hingegen toll! Das Ende lässt Raum für eine weitere Fortsetzung, welche es dann auch gab. Diesmal empfand ich das Ende jedoch als sehr gelungen.

Einziges Manko: dass der Junge so ne Art "Superhelden" Kräfte zu haben scheint. Zumindest zeigt er dies in 1-2 Szenen, als er vom Polizisten verfolgt wird. Das fand ich irgendwie doof, befremdlich und unpassend. Im Grossen und Ganzen würde ich aber sagen, dass es die 1. Fortsetzung mit dem starken Vorgänger aufnehmen kann. Beide sind etwa gleich gut und lohen sich, geschaut zu werden!

Gefolgt von: Ring: Spiral

Infos:

O: Ringu 2

Japan 1999

R: Hideo Nakata

D: Nanako Matsushima, Rikiya Ôtaka, Miki Nakatani, Hiroyuki Sanada, Hitomi Satô, Fumiyo Kohinata, Yûrei Yanagi

Laufzeit der deutschen DVD: 91:21 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Siehe Ring!

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Martyrs Review

 
Horroktober 2022

Martyrs

Story:

Lucie (Mylène Jampanoï), vor 15 Jahren als Kind aus den Fängen von Folterern entkommen, sucht nun zusammen mit ihrer Kollegin Anna (Morjana Alaoui) die damaligen Täter auf, um Rache zu nehmen…

Meine Meinung:

Martyrs hat die 2. Sichtung nicht bestanden und fliegt aus der Sammlung. Der Film kommt bei weitem nicht an andere franz. Genre-Filme wie Inside oder High Tension heran. Der Film ist in meinen Augen eine Art «Pseudo-Schocker» à la A Serbian Film = total überbewertet und nicht wirklich schockierend oder spezifisch gut. Dem Hype wird der Film nicht gerecht, auch wenn später (2015) gar ein US-Remake folgte.

In der 1. Hälfte nervt das hysterische Dauergeflenne, Geschreie und selbst verletzende Verhalten seitens Lucie. Das "Monster", welches sie sieht, ist doof und raubt dem Film Spannung und Glaubhaftigkeit. Erinnert zu stark an japanische Gruselfilme, ohne aber gruselig zu sein. In der ersten Hälfte gibt es nur zwei positive Szenen: das Massaker an der Familie und als sich Lucie tötet = endlich nervt sie nicht mehr!

Pascal Laugier, den ich allgemein für überbewertet halte (nachfolgende Filme wie The Tall Man oder Ghostland waren ebenso enttäuschend und viel Anderes kam da nicht mehr), geht in der 2. Hälfte des Filmes ins Torture Porn Genre à la Hostel und Co. über. Diese Hälfte ist lahm, langweilig und unterhält nicht. Hat mich an Stranger Things erinnert (Experimente an fast Glatze tragendem Mädchen minus die Schläge oder Häutung). Die Motive der Organisation sind an Lächerlichkeit nicht zu überbieten, und dann ist es noch todernst gemeint und so inszeniert. Plot und Ende sind total hohl und werden den Internetdiskussionen nicht gerecht.

Fazit: Don't Believe the Hype!

Infos:

O: Martyrs

Frankreich, Kanada 2008

R: Pascal Laugier

D: Morjana Alaoui, Mylène Jampanoï, Catherine Bégin, Robert Toupin, Patricia Tulasne, Juliette Gosselin, Xavier Dolan, Isabelle Chasse

Laufzeit der CH-DVD: 95:12 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die Schweizer DVD von Frenetic Films vor = Uncut, Deutsch/Franz. Mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es auch auf Blu-Ray.