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Dienstag, 10. Januar 2023

Flower and Snake 2 Review

Japanuary 2023

Flower and Snake 2

Story:

 

Shizuko Tôyama (Kaori Asô) hat Schulden und inszeniert ihre Entführung. Als ihre verhasste Stiefmutter Kyôko Tôyama (Mami Fujimura) mit dem Lösegeld auftaucht, wird diese gefangen genommen, ausgezogen, missbraucht und fotografiert, als plötzlich Gangster mit Hilfe Kyôkos Fahrer auftauchen und Tochter und Stiefmutter dann tatsächlich entführen und mit ihnen diverse sexuelle Praktiken, gegen ihren Willen versteht sich, durchführen…

 

Meine Meinung:

 

Flower & Snake hat mir letztes Jahr zum Japanuary sehr gut gefallen. Ich ging mit den Erwartungen an die Fortsetzung (teilweise wird auch von Remake gesprochen), dass diese wohl aus der Sammlung fliegt. Aber Pustekuchen: Flower and Snake 2, nicht mehr mit dem grossen Star des Originals (Naomi Tani), weniger provokativ und künstlerisch in Szene gesetzt, hat irgendwie herrlich schweinisch viel Spass gemacht!

 

Die kurze Laufzeit von nur 69 Minuten tut ihr übriges! Flower and Snake 2 war kurzweilig, spassig, unterhaltsam und bot praktisch pausenlos "Erotik" von Anfang bis zum Ende. Der Plot spielt zu 90% nur in einem Haus in einem Raum. Man kann fast von einem Kammerspiel sprechen. Obwohl die Nikkatsu-Studios Mitte der 80er Jahre schon fast tot waren (Kinofilme), überzeugte mich der Film. Es sei gesagt, dass Flower and Snake 2 deutlich lustiger als der Vorgänger ist.

 

Der Plot ist simpel und bietet Inhalte, die Fans schon aus dem ersten Teil kennen: S/M, Rape, Bondage, Einläufe etc. Schockierend ist der Film aber praktisch nie, da wirklich frei- oder unfreiwillig komisch in Szene gesetzt. Die typisch japanische Fogging-Zensur wird gekonnt ausgelassen, da die Kamera die verbotenen Teile nie zeigt. Dies ist also ästhetischer und weniger störend, als wenn immer Balken oder Pixel-Zensur zu sehen ist. Zudem sorgen die Sex-Szene dazu, dass die Beziehungen der Figuren am Ende gestärkt werden (à la Visitor Q).

 

Es gibt dementsprechend viele nackte Haut und das Hauptthema (Inzest) um Tochter und Stiefmutter, beide recht hübsch anzusehen (vor allem Kaori Asô fand ich sehr hübsch und niedlich), wird gekonnt provokativ aber auch erotisch und sexy in Szene gesetzt. Sobald der Film ins Haus der Gangster wechselt, folgt pausenlose "Action" bis zum skurrilen Ende, in dem es sogar Tote, spektakuläre Feuer-Stunts und als Füll-Szenen Striptease-Einlagen mit Rock-Musik zu sehen gibt. Muss man gesehen haben!

 

Fazit: Für Fans der Nikkatsu-Erotikfilme zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Flower & Snake 3

 

Infos:

 

O: Hana to hebi: Jigoku-hen

 

Japan 1985

 

R: Shôgorô Nishimura

 

D: Kaori Asô, Mami Fujimura, Jôji Nakata, Kayo Kiyomoto, Akemi Nagisa, Mari Somei, Sei Hiraizumi

 

Laufzeit der HK-DVD: 69:19 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Panorama Entertainment vor = Gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Japanischer O-Ton, englische Subs. Gibt es über Österreich von Japan Shock in Japanisch mit deutschen Subs (DVD). Eine Blu-Ray scheint es nicht zu geben (Stand: Jan. 2023).

Montag, 9. Januar 2023

Lone Wolf & Cub Teil 4 - Die tätowierte Killerin Review

Japanuary 2023

Lone Wolf & Cub Teil 4 - Die tätowierte Killerin

Story:

 

Itto Ogami (Tomisaburô Wakayama) und sein Sohn Daigoro (Akihiro Tomikawa) beschreiten weiterhin den Pfad der Hölle. Itto Ogami bekommt es mit einem ehemaligen Widersacher (Yoichi Hayashi) zu tun, während er selbst angeheuert wird, eine tätowierte Killerin (Michi Azuma) zu töten. Das Chaos nutzt Ittos Erzfeind Yagyu Retsudo (Tatsuo Endô), um diesen endlich zu töten…

 

Meine Meinung:

 

Lone Wolf & Cub Teil 4 - Die tätowierte Killerin lässt den dritten Teil qualitativ hinter sich und ist, bis vielleicht auf ein schwächeres Finale, nahezu perfekt. Auf ihren Weg und Mission bekommen es Itto Ogami, einmal mehr stark von Tomisaburô Wakayama verkörpert, und sein Film-Sohn Daigoro mit mehreren Abenteuern zu tun. Die Hauptgeschichte wird an sich wenig fortgesetzt, aber es sollten ja noch zwei Fortsetzungen folgen. Am Ende gibt es eine Konfrontation zwischen Itto Ogami und seinem Erzfeind Yagyu Retsudo.

 

In Rückblenden bekommen wir mehr Infos, wie sich die Fehde zwischen den beiden zugetragen hat, die Ausgangspunkt und Motiv für die Ereignisse im ersten Film (Okami – Das Schwert der Rache) waren. Das Bindeglied ist die neue Figur gespielt von Yoichi Hayashi. Dies ist einer von zwei Sub-Plots im Film. Das Duell zwischen Itto und Yoichi Hayashi ist toll anzusehen. Schön gefilmt, blutig, spannend. Allgemein sei gesagt, dass der nicht langweilige Film (nur 80 Minuten Laufzeit) spannend gehalten ist.

 

Den neuen Figuren wird Zeit eingeräumt. Diese werden gut charakterisiert. Auch die tätowierte Killerin (eigentlich ein Rape & Revenge Sub-Plot) ist stark gespielt. Besonders mit ihr fühlt der Zuschauer (und sogar Itto) mit. Dass der Film solche Emotionen wecken kann, ist schon klasse. Besonders das Duell zwischen ihr und ihrem Vergewaltiger ist erste Sahne: habe ich sogar applaudiert! Die Schwertkampfszenen sind ultrablutig in Szene gesetzt (bis vielleicht die Szenen im Finale, wo es erneut eine Django Hommage gibt). Eine Szene stand sichtlich Pate für Kill Bill: Vol. 1 (Massaker im Finale). Sehr gespannt, wie es im 5. Teil weitergehen wird!

 

Fazit: Starke Fortsetzung und Fans der Reihe uneingeschränkt zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Lone Wolf & Cub Teil 5 - Der weisse Pfad der Hölle

 

Infos:

 

O: Kozure Ôkami: Oya no kokoro ko no kokoro

 

Japan 1972

 

R: Buichi Saito

 

D: Tomisaburô Wakayama, Akihiro Tomikawa, Yoichi Hayashi, Michi Azuma, Tatsuo Endô

 

Laufzeit der deutschen DVD: 80:57 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Siehe Okami – Das Schwert der Rache.