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Montag, 27. Mai 2024

Zamarod

 

Anfang des Jahres zwischen Januar-März dieses Jahres las ich im Bund (Schweizer Zeitung) über ein afghanisches Restaurant, welches im April in Wabern seine Türe öffnen sollte: das Zamarod. Da wusste ich schon, dass ich das früher oder später besuchen würde. Nun war es Ende Mai so weit: wir gingen zu dritt dort essen. Das Restaurant ist eher klein und eine Reservation wird, auch auf der Homepage, empfohlen. Diese wurde bestätigt. Ich hatte noch nie afghanische Küche und daher war es eine interessante Erfahrung. Ich spürte nun zwar die Nachwirkungen meines Schlafmankos (fünf Nächte arbeiten, nur 3.5 geschlafen, ab nach Zürich, auch in dieser Nacht nur ca. drei Stunden geschlafen…), aber als ich im Restaurant ankam, war die Müdigkeit wie verflogen. Zuvor holte ich mir auf der Post noch spontan das bestellte Geburi-Geschenk eines Kollegen ab. Das hatte ich morgens vergessen zu holen und ich wollte noch Geld abheben für das Restaurant. Löblich, die Dame am Postschalter hat mir sogar eine Tragtasche geschenkt.

Die Kellnerin hatte leicht Mühe mit dem Deutsch. So kam es beim Bestellen der alkoholischen Getränke (meine Begleitung bestellten dies) zu Missverständnissen. Statt Cola bekam ich Pepsi, wobei ich auf der Karte sehe, dass sie scheinbar gar kein Cola haben und sie Cola wohl synonym für Pepi brauchen. Ich fand das nicht weiter tragisch und hatte Verständnis. Die Kellnerin war fleissig und motiviert, oft musste sie halt ihren Kollegen (= den Inhaber) fragen gehen, wenn sie bei Fragen keine Antwort wusste. Ich bestellte:

 

als Vorspeise: Bolani

Frittierter Brotteig gefüllt mit Kartoffeln, garniert mit verschiedenen Sprossen, Chutney und Joghurt

14 CHF

 

als Hauptgang: Zamarod Palau

Gedämpfter Reis gefärbt mit Lebensmittelfarbpulver, serviert mit Kalbsragout an einer rassigen Sauce

34 CHF

 

Kardamomglace mit Schokoladenkuchen

10 CHF

  

Andere Gerichte hätten mich auch noch interessiert. Da meine Begleitungen z.T. andere Gerichte nahmen, konnten wir voneinander probieren und ich muss sagen, dass das Essen wirklich sehr gut war. Gute Portionen, nicht zu viel oder zu wenig, lagen gut im Magen und die Würzmischung war der Wahnsinn. Super Geschmack. Das galt sowohl für die Vorspeise wie auch den Hauptgang. Ragout, welches ich seit 2017 nicht mehr ass, war ein absoluter Traum. Super zart. Zarter geht nicht! Unglaublich fein! Das Essen hat mich, von der Zusammenstellung und dem Geschmack, ans Essen im nepalesischen Restaurant Pokhara Nepali Kitchen und Take Away erinnert. Einzig beim Reis (der war gut, aber nichts Aussergewöhnliches) und beim Dessert (der Schokoladenkuchen war nicht mein Fall und schmeckte nicht frisch) muss ich Abstriche machen. Die Begleitung (Kollegin und ihr Freund) waren auch begeistert. Dessen Wein war jedoch relativ teuer, so dass wir auf einen Rechnungsbetrag von gesamthaft 220 CHF kamen. Ein Restaurant, welches ich sicher noch einmal, je nach Begleitung, besuchen werde, um weitere Menüs davon zu testen.

 

 

Fazit:

 


Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend










Sonntag, 26. Mai 2024

Brauerei Steinfels

 

Ende des Monats war Abendessen und Kino in Zürich angesagt. Der Kinobesuch war die Idee des Kollegen. An dem Tag sollte Furiosa: A Mad Max Saga in den Schweizer Kinos anlaufen. Einen Film, den ich irgendwie nicht auf dem Plan hatte. Dennoch sagte ich zu. Ich arbeitete diesen Monat mehr = konnte weniger Filme schauen. Seit Dezember bin ich mehr als zehn Mal eingesprungen, praktisch immer mehr als meine Soll-Zeit arbeitend und aktuell auf über 90 Stunden Überzeit. Da genoss ich das Frei. Ich arbeitete fünf Nächte am Stück und am «Ausschlaftag» ging es am Nachmittag nach Zürich. Obwohl ich fünf Nächte gearbeitet und am Morgen nur 3.5h geschlafen hatte, war ich, und das überrascht mich, den ganzen Tag und auch abends, relativ fit. Auch im Kino schlief ich nicht ein und/oder wurde müde.

Der Kumpel hat im mir unbekannten Restaurant Brauerei Steinfels reserviert. Dieses ist nahe der Hardbrücke, wo auch das Kino lag. Dort gingen wir 2023 auch Talk to Me schauen und ebenfalls essen (Nooch Asian Kitchen). Das Wetter in Zürich war besser als in Bern. Wärmer und vor allem Sonne und kein Regen. In Bern war es diesbezüglich schlecht bestellt die letzten Wochen. Düster, nass, bewölkt, wechselhaft. Ich denke, der Sommer wird nicht so trocken und heiss werden, wie letztes Jahr. Sieht nach mehr Regen aus dieses Jahr. Ich habe mich schon zu Hause entschieden, was ich essen würde. Ich las auch die schlechten Google-Rezessionen, las mich davon aber nicht beeindrucken. Das Restaurant war voll, aber nicht überfüllt. Der Lärmpegel war angenehm und wir mussten nicht lange warten. Der Kumpel konnte auf dem Screen sogar noch das Ende von einem Hockeyspiel schauen. Dieses zog scheinbar mehrere Gäste ins Lokal. Das Brauerei Steinfels ist auch bei Bier-Fans beliebt. Ich verzichtete auf eine Vorspeise und nahm:

 

als Hauptgang: Smoked Pulled Beef ca. 600g mit BBQ-Sauce

79 CHF

 

als Beilage: Sweet potato fries

8 CHF

 

als Nachspeise: Original NY Cheesecake

14.50 CHF

 

 

600g Pulled Beef werden dort scheinbar als Rekord gesehen und wird scheinbar a) nicht viel bestellt und b) wohl von den meisten nicht zu Ende gegessen. Da kamen auch Sprüche vom Kellner mit grossem Gelächter, als er das Essen serviert hat. Das Pulled Beef war gut und schön saftig, aber, und das muss ich sagen, auf Dauer relativ eintönig. Da hätte ich besser die kleinere Menge bestellt. Die Sweet potato fries hingegen waren richtig gut. Ich nahm mir zum Essen Zeit. Die Kinovorstellung würde erst um 20.30 Uhr beginnen (Review folgt). Und ich ass die ganzen 600g. Am Ende war das Essen zwar kalt, aber durch das langsame Essen ging es gut, die Menge zu verzehren. Der Keller war sichtlich schockiert, als er sah, dass ich alles gegessen hatte (der Gesichtsausdruck war unbezahlbar). Sogar geklatscht und gratuliert hat er. Fand ich amüsant. Der Cheesecake war relativ gut, aber nicht perfekt. Da hatte ich schon bessere.

 

 

Fazit:

 


Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend











Samstag, 25. Mai 2024

To Kill a Mastermind

 

To Kill a Mastermind

Story:

Der Chi Sha Clan (u.a. Johnny Wang Lung-Wei, Yuen Wah) ist den Behörden ein Dorn im Auge, da sich auch kriminelle Elemente im Clan verstecken. Wer der Clan Anführer ist, weiss niemand. Die Regierung versucht, den Clan unschädlich zu machen. Dazu werden Spione genutzt, die den Clan von innen infiltrieren sollen. Doch diese werden nach und nach dezimiert…

Meine Meinung:

To Kill a Mastermind ist einer jener «unveröffentlichten Shaw Brothers» Titel à la Misfire, Curse of Evil oder Revenge of the Corpse d.h. die es nur in der Ziieagle-Box gibt. Insgesamt gibt es weitere «unveröffentlichte Shaw Brothers» Titel. In eine Kategorie gehören noch Shaw Brothers Titel, die es z.B. auf VHS oder LD gibt, aber nicht auf VCD, DVD, Blu-Ray und auch nicht in der Ziieagle-Box. In diese Kategorie fallen Titel wie Schweig oder stirb, Lovers Blades (liegt noch ungesehen als VHS aus Südkorea rum) oder Shadow Girl. In die dritte Kategorie «unveröffentlichter Shaw Brothers» Titel gehören schliesslich Filme wie The Psychopath oder Godfather's Fury, die gar nie (ausser dem Kino-Release) veröffentlicht wurden.

To Kill a Mastermind ist ein sehr guter Shaw Brothers Beitrag und Fans nur zu empfehlen. Es gibt verhältnismässig wenig Plot und das Szenario ist immer das Gleiche: nach und nach werden Mitglieder des Chi Sha Clan getötet. Auch echte Mitglieder, die für Spione gehalten werden. Dem wahren «Mastermind» ist das sogar egal. Und wer der wahre Boss des Clans ist, ist eigentlich auch kein Geheimnis: Johnny Wang Lung-Wei spielt den weisshaarigen Bösewicht und mysteriösen Clan-Boss, dessen Identität niemand kennt. Und ihn als Bösewicht zu sehen, macht immer Spass. Und weisshaarige Bösewichte sind im Kung Fu Film immer cool, da schwer zu besiegen.

So auch hier. Nicht nur durch seine Präsenz glänzt er, sondern auch durch sein Talent in Sachen Kampffähigkeiten. Die Choreographie ist allgemein stark und sehenswert. Die Kämpfer haben unterschiedliche Waffen und Gimmicks und es wird, wie zu besten Chang Cheh Zeiten, blutig gestorben. Regie führt Sun Chung, der schon mehrere sehenswerte Filme wie The Avenging Eagle, Rendezvous with Death, Human Lanterns, My Rebellious Son oder A Fist Full of Talons inszeniert hat. Der 2. bekannte Name ist Yuen Wah (Eastern Condors). Der Star aus späteren Golden Harvest Produktionen spielt hier die Nr. 2 des Clans. Er bekommt viele tolle Kampfszenen spendiert. In Nebenrollen sind u.a. Dick Wei (The Champions), Ku Feng (The Devil & the Ghostbuster) und Walter Tso Tat-Wah (Aces Go Places V) zu sehen.

Fazit: Pflichtprogramm für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Qi Sha

HK 1979

R: Sun Chung

D: Johnny Wang Lung-Wei, Yuen Wah, Yuen Bun, Dick Wei, Ku Feng, Walter Tso Tat-Wah

Laufzeit der ZiiEagle Fassung: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Mai 2015 / Neusichtung am: 11.03.24 / 3. Sichtung (Blu-Ray): 23.09.24

Fassungen: Die 2. Sichtung erfolgte via ZiiEagle-Box = im Vorspann durchschnittliche, danach gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Abgesehen davon wurde der Film bisher nicht veröffentlicht d.h. es gibt weder eine VCD noch DVD noch Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung (Stand: März 2024). Nachtrag Sept. 2024: Es folgte eine 3. Sichtung als UK Blu-Ray von 88 Films. 88 Films haben mit ihrer Vö für eine Vö des Jahres 2024 gesorgt. Von To Kill a Mastermind gab es weltweit keine VHS, Betamax, VCD, LD, DVCD, DVD oder Blu-Ray. Nur die ZiiEagle Fassung und Kopien davon (und ggf. HD-Fassungen auf asiatischen Pay-TV Sendern = Celestial Print). 88 Films haben sich nun um den Celestial Print bemüht und dem Film eine Blu-Ray spendiert. Löblich. Der Eastern von Sun Chung macht auch nach der 3. Sichtung Freude: abwechslungsreiche Studio-Kulissen, toller Cast (Ku Feng, Yuen Wah, Johnny Wang Lung-Wei, Dick Wei) und vor allem viele Kampfszenen. Dabei haben die Kämpfer unterschiedliche Waffen und Gimmicks. Johnny Wang Lung-Wei spielt natürlich den Bösewicht. Die Kämpfe im Finale sind stark. Ebenso die letzten Szenen von Yuen Wah: er kämpft lange gegen mehrere und macht das sehr gut. Dabei hat er diverse Waffen, u.a. eine Eisenkralle à la Ku Feng aus The Avenging Eagle. Die Anzahl Kampfszenen sind sehr hoch. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Es gibt O-Ton, englische Subs, die Uncut-Fassung und ein Schuber inklusive Wendecover (= Originalfilmplakat). Dazu gibt es Postkarten. Als Bonusmaterial gibt es nur eine Bildergalerie.