Zu Ehren von Ku Feng, der am 27.03.25 verstarb, gab es eine Sichtung und damit ein neues Review zu:
Bei folgenden Reviews gab es Neusichtungen und somit neu hochgeladene Bilder und Nachträge unter Fassungen:
RIP
Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
Zu Ehren von Ku Feng, der am 27.03.25 verstarb, gab es eine Sichtung und damit ein neues Review zu:
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RIP
Mighty Peking Man
Story:
Eine Crew aus Hong Kong (u.a. Danny Lee und Ku Feng) finden auf einer exotischen Insel einen Riesen-Affen. Diesen entführen sie und wollen damit in Hong Kong das grosse Geld machen. Eine im Dschungel aufgewachsene Frau namens Ah Wei (Evelyne Kraft) begleitet sie. In Hong Kong läuft der Affe Amok, als Ah Wei fast von Lu Tien (Ku Feng) vergewaltigt wird…
Meine Meinung:
Mit Mighty Peking Man sprangen die Shaw Brothers 1977 auf den Kaiju- sowie Tokusatsu-Zug auf und präsentierten ihre Antwort auf Godzilla, King Kong und Co. In diese Richtung gingen die Shaw Brothers schon mit The Snake Prince (Schlangen-Monster) und vor allem mit The Super Inframan (auch mit Danny Lee in der Hauptrolle). Aber auch andere asiatische Länder wie Indien (Gogola), Südkorea (The Prince of Dragon King, Young-Gu and Dinosaur Zu-Zu), Nordkorea (Pulgasari) oder Taiwan (The Boy and a Magic Box, Mars Men, Calamity) oder Thailand (The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army) waren in der Hinsicht fleissig.
Der Film wurde zu Ehren von Shaw Brothers Legende Ku Feng (The Boxer from Shantung, Killer Constable, Black Magic) angesehen, der im stolzen Alter von 94 (oder 95, je nach Quelle) Ende März (27.03.25) Zuhause im Kreis seiner Familie (überraschend) verstarb. In Mighty Peking Man spielt er nebst Danny Lee (The Killer, Dr. Lamb, The Shanghai Thirteen) und der Schweizerin Evelyne Kraft die Hauptrolle. In einem Gastauftritt ist noch Norman Tsui (The Secret, Das Schwert, Sea Wolves) zu sehen. Evelyne Kraft spielte auch in der Shaw Produktion Die Todesengel des Kung Fu mit. Ku Feng macht seiner Rolle alle Ehre. Mit anderen Worten: perfekt gecastet!
Danny Lee ist sehr solide und Evelyne Kraft bringt einen Hauch Sex-Appeal in den Film. Der Plot, der sich nahezu 1:1 an King Kong orientiert, bietet auch genug Dschungel-Feeling (Tiger Vs. Mann oder Tiger Vs. Schlange) und/oder Tierhorror (Elefanten, die Männer zu Tode trampeln), um perfekt zu unterhalten. Die wahren Stars sind jedoch die Effekte und der Monster-Affe. Diese entstanden unter japanischer Mithilfe seitens Keizō Murase (The Seventh Curse), Koichi Kawakita (Prophecies of Nostradamus), Sadamasa Arikawa (The Phoenix) sowie Motoyoshi Tomioka (Battle of the Japan Sea). Deren Erfahrung sieht man der Produktion jeder Sekunde an. Die Effekte, Kostüme und Miniatur-Arbeiten sind sehenswert. Die Feuer-Stunts im Finale sind gar richtig spektakulär.
Fazit: Für Kaiju-Fans uneingeschränkt zu empfehlen!
Infos:
O: Xing Xing Wang
HK 1977
R: Ho Meng-Hua
D: Danny Lee, Evelyne Kraft, Ku Feng, Norman Tsui
Laufzeit der UK-Blu: 89:17 Min.
Gesehen am: Januar 2012 / 2. Sichtung: 11.04.25
Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray Box Shaw Scope Volume One
von Arrow Video. Die UK-Blu-Ray bietet den Film in der Celestial Fassung
(harmlose Frame-Cuts) und in einer unrestaurierten Fassung ohne Frame-Cuts an.
Die Qualität (Bild- und Ton) sind hervorragend. O-Ton und Subs sind an Bord. Die
Extras sind interessant und sehenswert. Unter anderem gibt es Interviews mit
Regisseur Ho Meng-Hua, Star Ku Feng und Japaner Keizō Murase. Leider gibt es
keinen Bonus mit Evelyne Kraft. Es wäre interessant gewesen, wie eine
Schweizerin in dieser Produktion gelandet ist. Da sie 2009 überraschend
verstarb (der Blick titelte: "King Kongs Schweizer Geliebte ist tot"), war es
auch nicht mehr möglich, diesbezüglich mehr Infos in Erfahrung zu bringen. Die
UK-Disc hätte in Sachen Exklusivität und Extras aber noch etwas Luft nach oben vertragen:
1. Auf der jap. Blu-Ray gibt es ein 62minütiges Special zur Entstehung der
Effekte (SFX Making). Sehr schade, dass dieses nicht lizensiert werden konnte.
2. Im Original HK-Trailer ist Evelyne Kraft oben durch total nackt zu sehen,
während für den Film dann eine andere Bild-Einstellung gewählt wurde, um das zu
entschärfen. Es ist schade, hat das Label diese Szene nicht, zumindest für eine
Bonus-Fassung, im Film integriert um somit die weltweit beste Fassung zu
generieren. In Deutschland gibt es den Film unter dem Titel Der Koloss von
Konga auf Blu-Ray (von FilmArt).
Seven to One
Story:
Ting Hsia-Fang (Polly Ling-Feng Shang-Kuan) will den Tod ihres Vaters rächen und sucht, zusammen mit ihrem Freund, nach dem Mörder…
Meine Meinung:
Seven to One hat mir gut gefallen. Ich mochte vor allem die Tatsache, dass der Film in der Gegenwart (Taiwan 70er Jahre) spielt. Also ein modernes Setting. Ich glaube, dass ist der einzige Film mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan (A Girl Called Tigress, Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous), den ich kenne, der nicht im klassischen Kung Fu Setting angesiedelt ist. Und diese willkommene Abwechslung mochte ich sehr.
Der Film von Cheng Hou (The Shaolin Invincibles, The Legend of Mother Goddess) ist eine taiwanesische Produktion, auch wenn es Filmdatenbanken gibt, die auch Hong Kong als Herstellungsland listen. Cheng Hou ist auch der Regisseur hinter Zodiac Fighters. Zudem hat Cheng Hou auch in Filmen wie Empress Dowager's Agate Vase, Heroine of Tribulation (eine Art heiliger Gral des Kung Fu Filmes, glaube es existiert eine Betamax in Südkorea), The Fight for Shaolin Tamo Mystique, Heroine Kan Lien Chu oder in The Rangers schon mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan zusammengearbeitet.
Drei der oben genannten Filme (Empress Dowager's Agate Vase, The Fight for Shaolin Tamo Mystique und The Rangers) liegen mir noch ungesehen vor. Es machte Spass, Polly Ling-Feng Shang-Kuan Mal in einem modernen Film und in modernen 70er Jahre Klamotten zu sehen statt im klassischen Kung Fu Setting. Sie macht optisch eine gute Figur und Fans von ihr werden voll auf ihre Kosten kommen. Der Plot ist simpel und es gibt jede Menge Action sprich Kämpfe.
Yasuaki Kurata (The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, The Secret of Shaolin Poles) ist der 2. grosse Name an Bord der Produktion. Er spielt einen Sänger und den Retter von Polly. Er hilft ihr. Dass sich Yasuaki Kurata am Ende doch noch als Bösewicht entpuppt, ist leicht schade, aber durfte von Fans von ihm fast erwartet werden. Schade, aber auch etwas vorhersehbar. Dafür gibt es ein unendlich langes Finale mit unterschiedlichen Settings und Verfolgungsjagden (Strasse, See, Insel). Das lange Finale kompensiert für die ein oder andere lahme Sequenz in der Mitte des Filmes. Ansonsten legt der Film ein hohes Tempo an den Tag.
Fazit: Pflichtprogramm für Fans von Polly Ling-Feng Shang-Kuan!
Infos:
O: Nu ying xiong fei che duo bao
Taiwan 1973
R: Cheng Hou
D: Polly Ling-Feng Shang-Kuan, Yasuaki Kurata, Ma Chi, Chou Chung-Lien, Shao Lo-Hui, Yee Hung, Chiu Ting, Bruce Leung Siu-Lung, Lung Fong, Blacky Ko Shou-Liang
Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 85 Min.
Gesehen am: 02.02.25
Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von AGFA = zusammen mit Shaolin
Invincibles auf einer Blu-Ray mit Schuber. Zu Seven to One = 35mm Print,
Englischer Dub, hervorragende Bild- und Tonqualität. Soll ähnlich wie die
Celestial Restaurationen von Shaw Brothers Filmen unzählige Fehlstellen und
Frame-Cuts haben*. Region-All-Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb.
2025). Die VHS aus Südkorea ist auch Englisch Dubbed. *So fehlt das Intro in
den Film (Verfolgungsjagd zu Fuss und Credits) und auch im Finale scheint ein
grösserer Szenenblock zu fehlen (Polly verfolgt Kurata mit dem Motorrad,
während Kurata Benzin auf die Strasse kippt, Szenenwechsel: Kurata bedient auf
einem See ein Motorboot während Polly bewusstlos in einem kleinen Boot liegt,
welches vom Motorboot nachgezogen wird).