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Montag, 14. April 2025

Pro-Life (Masters of Horror)

Pro-Life (Masters of Horror)

Story:

Der religiöse Dwayne Burcell (Ron Perlman) plant, mit seinen Söhnen und via Waffengewalt, seine schwangere Tochter aus einer Abtreibungsklinik, in welche sich das Mädel selbst begeben hat, zurückzuholen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Pro-Life ist eine Folge der 2. Masters of Horror-Staffel. Regie führte Horror-Meister John Carpenter (Halloween, The Thing, Cigarette Burns), die (zuweilen recht unauffällig und wenig spezielle) Musik besorgte sein Sohn Cody. Gemeinsam treten sie Live via Live-Band auf und spielen Film-Soundtracks (z.B. sah ich die Band am NIFFF 2016). Pro-Life schlug vor der Veröffentlichung hohe Wellen. Das Thema (Abtreibungen) ist, zumindest in den USA in konservativen Kreisen, ein kontrovers gesehenes Setting.

In diesem Setting einen Horrorfilm mit einigen Gewaltspitzen zu drehen, sorgte dazumal für viel Wirbel. Nüchtern betrachtet wurde damals übertrieben. «Don't Believe the Hype», würde ich meinen. Ja, es gibt 2-3 nette Gore-Momente. Aber einige Szenen geschehen auch nur off-screen, sind viel zu kurz zu sehen und/oder doch auch mit CGI-Mithilfe belastet und das grösste Manko stellt die Tatsache dar, dass am Ende viel zu viele der potenziellen Opfer überleben.

Die Figuren haben z.T. schon auch leicht genervt und waren im Grossen und Ganzen etwas klischeehaft gezeichnet. Daher war es schade, dass am Ende doch die Mehrheit überlebt. Ron Perlman (Blade II, Alien - Die Wiedergeburt, Schlafwandler) ist sicher der bekannteste Name. Er spielt eine der Hauptrollen und macht das solide und souverän. Für die Effekte war Howard Berger (Jason Goes to Hell: The Final Friday, Bride of Re-Animator, Nightwish) und sein Team verantwortlich. Dass dennoch hier und da auf CGI gesetzt wurde, war schade.

Was die Effekte angehen, hatte ich an den Creature-Effects Freude. Da taucht im Finale Satan im Gummikostüm auf. Nett. Noch cooler war sein Sohn, der im Film geboren wurde. Das Monster, eine krabbelnde Monstrosität und ein Mix aus Baby und Spinne, hatte The Thing, Spider Labyrinth und Stephen Kings Es Vibes. Das waren die Highlights des Filmes. Was hingegen auch wieder eine Art Potenzialverschwendung darstellt ist die Tatsache, dass beide Geschöpfe praktisch für null Horror sorgen. Es wird nur ein Typ in die «Hölle gezogen», aber alle anderen Menschen lassen sie leben. Schade.

Fazit: Solider Durchschnitt. Pelts bleibt bisher der Favorit, was die 2. Masters of Horror Season angeht!

Infos:

O: Pro-Life

USA, Kanada 2006

R: John Carpenter

D: Caitlin Wachs, Emmanuelle Vaugier, Mark Feuerstein, Jeremy Jones, Ron Perlman

Laufzeit der US-DVD: 57:14 Min.

Gesehen am: Juli 2007 / Neusichtung am: 07.02.25

Fassungen: Gesehen via Masters of Horror: Season 2 Box Set (US-DVD) von Anchor Bay = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs. Gibt es in Deutschland von Nameless auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs).

Sonntag, 13. April 2025

Update

Zu Ehren von Ku Feng, der am 27.03.25 verstarb, gab es eine Sichtung und damit ein neues Review zu:


- Mighty Peking Man


Bei folgenden Reviews gab es Neusichtungen und somit neu hochgeladene Bilder und Nachträge unter Fassungen:


- The Avenging Eagle

- The Black Tavern





RIP



Mighty Peking Man

 

Mighty Peking Man

Story:

Eine Crew aus Hong Kong (u.a. Danny Lee und Ku Feng) finden auf einer exotischen Insel einen Riesen-Affen. Diesen entführen sie und wollen damit in Hong Kong das grosse Geld machen. Eine im Dschungel aufgewachsene Frau namens Ah Wei (Evelyne Kraft) begleitet sie. In Hong Kong läuft der Affe Amok, als Ah Wei fast von Lu Tien (Ku Feng) vergewaltigt wird…

Meine Meinung:

Mit Mighty Peking Man sprangen die Shaw Brothers 1977 auf den Kaiju- sowie Tokusatsu-Zug auf und präsentierten ihre Antwort auf Godzilla, King Kong und Co. In diese Richtung gingen die Shaw Brothers schon mit The Snake Prince (Schlangen-Monster) und vor allem mit The Super Inframan (auch mit Danny Lee in der Hauptrolle). Aber auch andere asiatische Länder wie Indien (Gogola), Südkorea (The Prince of Dragon King, Young-Gu and Dinosaur Zu-Zu), Nordkorea (Pulgasari) oder Taiwan (The Boy and a Magic Box, Mars Men, Calamity) oder Thailand (The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army) waren in der Hinsicht fleissig.

Der Film wurde zu Ehren von Shaw Brothers Legende Ku Feng (The Boxer from Shantung, Killer Constable, Black Magic) angesehen, der im stolzen Alter von 94 (oder 95, je nach Quelle) Ende März (27.03.25) Zuhause im Kreis seiner Familie (überraschend) verstarb. In Mighty Peking Man spielt er nebst Danny Lee (The Killer, Dr. Lamb, The Shanghai Thirteen) und der Schweizerin Evelyne Kraft die Hauptrolle. In einem Gastauftritt ist noch Norman Tsui (The Secret, Das Schwert, Sea Wolves) zu sehen. Evelyne Kraft spielte auch in der Shaw Produktion Die Todesengel des Kung Fu mit. Ku Feng macht seiner Rolle alle Ehre. Mit anderen Worten: perfekt gecastet!

Danny Lee ist sehr solide und Evelyne Kraft bringt einen Hauch Sex-Appeal in den Film. Der Plot, der sich nahezu 1:1 an King Kong orientiert, bietet auch genug Dschungel-Feeling (Tiger Vs. Mann oder Tiger Vs. Schlange) und/oder Tierhorror (Elefanten, die Männer zu Tode trampeln), um perfekt zu unterhalten. Die wahren Stars sind jedoch die Effekte und der Monster-Affe. Diese entstanden unter japanischer Mithilfe seitens Keizō Murase (The Seventh Curse), Koichi Kawakita (Prophecies of Nostradamus), Sadamasa Arikawa (The Phoenix) sowie Motoyoshi Tomioka (Battle of the Japan Sea). Deren Erfahrung sieht man der Produktion jeder Sekunde an. Die Effekte, Kostüme und Miniatur-Arbeiten sind sehenswert. Die Feuer-Stunts im Finale sind gar richtig spektakulär.

Fazit: Für Kaiju-Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Xing Xing Wang

HK 1977

R: Ho Meng-Hua

D: Danny Lee, Evelyne Kraft, Ku Feng, Norman Tsui

Laufzeit der UK-Blu: 89:17 Min.

Gesehen am: Januar 2012 / 2. Sichtung: 11.04.25

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray Box Shaw Scope Volume One von Arrow Video. Die UK-Blu-Ray bietet den Film in der Celestial Fassung (harmlose Frame-Cuts) und in einer unrestaurierten Fassung ohne Frame-Cuts an. Die Qualität (Bild- und Ton) sind hervorragend. O-Ton und Subs sind an Bord. Die Extras sind interessant und sehenswert. Unter anderem gibt es Interviews mit Regisseur Ho Meng-Hua, Star Ku Feng und Japaner Keizō Murase. Leider gibt es keinen Bonus mit Evelyne Kraft. Es wäre interessant gewesen, wie eine Schweizerin in dieser Produktion gelandet ist. Da sie 2009 überraschend verstarb (der Blick titelte: "King Kongs Schweizer Geliebte ist tot"), war es auch nicht mehr möglich, diesbezüglich mehr Infos in Erfahrung zu bringen. Die UK-Disc hätte in Sachen Exklusivität und Extras aber noch etwas Luft nach oben vertragen: 1. Auf der jap. Blu-Ray gibt es ein 62minütiges Special zur Entstehung der Effekte (SFX Making). Sehr schade, dass dieses nicht lizensiert werden konnte. 2. Im Original HK-Trailer ist Evelyne Kraft oben durch total nackt zu sehen, während für den Film dann eine andere Bild-Einstellung gewählt wurde, um das zu entschärfen. Es ist schade, hat das Label diese Szene nicht, zumindest für eine Bonus-Fassung, im Film integriert um somit die weltweit beste Fassung zu generieren. In Deutschland gibt es den Film unter dem Titel Der Koloss von Konga auf Blu-Ray (von FilmArt).