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Freitag, 16. Oktober 2020

Düstere Legenden 2 Review

Horroktober 2020

Düstere Legenden 2

Story:

An einer Universität, an welcher Film-Studenten für ihre Abschlussarbeit einen Film drehen sollen, geht ein unbekannter Mörder um und dezimiert die Crew (Matthew Davis, Eva Mendes, Anthony Anderson) von Filmstudentin Amy (Jennifer Morrison)…

Meine Meinung:

Im Gegensatz zu Teil eins, der vor zwei Jahre zum Horroktober eine Neusichtung erfuhr, konnte mich die Fortsetzung hingegen nicht mehr genug packen, um in der Sammlung zu bleiben. Der Film ist schlechter gealtert als sein Vorgänger. Aus Teil eins kehrten nur Loretta Devine und Rebecca Gayheart (als Art Gag vor dem Abspann) zurück.

Der neue Cast kann leider nicht wirklich Punkten. Belanglose 08/15 Klischee-Figuren die ihre Erwähnung nicht Wert sind. Einzig Hart Bochner guckt etwas aus der Masse hervor. Ihm merkt man an, dass er genug Filmerfahrung hat. So spielte er z.B. in Stirb langsam die Figur Ellis (der Koks konsumierende Geschäftsmann der vom Hauptbösewicht erschossen wird, nachdem er am Telefon Bruce Willis nicht zur Aufgabe überreden konnte).

Der restliche Cast kann man vergessen. Der Film, der an den Kinokassen überaus erfolgreich lief, ist technisch gut gemacht und sieht gut aus. Da gibt es nicht zu bemängeln. Die Film-im-Film-Szenen waren teilweise auch stark (Flugzeug). So ein wenig à la Scream 3. Richtig spannend wird der Film hingegen leider nie.

Dazu kommt, dass der Film viel zu lustig und vor allem auch viel zu zahm ist. Warum der Film in Deutschland ab 18 Jahren freigegeben wurde ist nicht nachvollziehbar. Kann man zwar relativ gut weggucken, ohne dass man sich zu gross langweilen tut, aber das Gesehene ist schnell wieder vergessen. Und eben total egal und belanglos.

Fazit: Besser Teil eins noch Mal schauen!

Gefolgt von: Urban Legends: Bloody Mary (Direct to Video)

Infos:

O: Urban Legends: Final Cut

Kanada, USA 2000

R: John Ottman

D: Jennifer Morrison, Matthew Davis, Hart Bochner, Loretta Devine, Joey Lawrence, Anson Mount, Eva Mendes, Rebecca Gayheart

Laufzeit der deutschen DVD: 94:16 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Columbia TriStar vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs (gute deutsche Synchro). Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

The Queen of Black Magic


Horroktober 2020

The Queen of Black Magic

Story:

Murni (Suzzanna) wird zu Unrecht beschuldigt, mit schwarzer Magie eine Hochzeit verflucht zu haben. Sie wird daraufhin von einem Mob zusammengeschlagen, eine Klippe runtergeworfen und für tot geklaubt zurückgelassen. Ein Magier und Meister der schwarzen Magie (W.D. Mochtar) findet die verletzte Murni und lehrt diese in der schwarzen Magie, damit sie Rache üben kann…

Meine Meinung:

Nach den Horrorfilm-Erfolgen aus Hong Kong (Shaw Brothers Werke The Black Magic und The Black Magic Part II) setzten auch die Indonesier auf das erfolgreiche Rezept um grotesken, obskuren Horror und schwarze Magie. Rapi Films, die legendären Film-Studios aus Indonesien, setzten gekonnt auf Action und Horror, um ihre Filme ins Ausland verkaufen zu können.

Nebst Stars wie Eva Arnaz (Special Silencers) und Barry Prima (Tarzan Raja Rimba, Srigala) wurde vor allem Suzzanna (Sangkuriang, Revenge of Samson) zum Aushängeschild der Rapi Films-Produktionen und nicht selten wurde Suzzanna als "horror queen of Indonesian cinema" verkauft. Völlig zurecht.

Sie alleine trägt den Film. Wunderbare Performance, in welcher immer ein Hauch Erotik mitschwingt. Starke Leistung. W.D. Mochtar (Jaka - Der Rebell, Mystics in Bali), ebenfalls ein grosser Star in Indonesien, spielte sehr gekonnt den Magier der Suzzanna schwarze Magie beibringt und sich am Ende jedoch auch als Bösewicht entpuppt. Wie sich die Magier bekämpfen, erinnerte an viele solche Filme aus Hong Kong.

Nebst gutem Cast und simpler Rache-Story überzeugt der Film auch durch die technische Seite: ich war überrascht, wie gut die Effekte und wie hoch der qualitative Standard waren. Der fliegende Kopf oder die Szenen mit dem Feuer waren stark getrickst. Eine Stufe höher als in Mystics in Bali. Allgemein empfand ich The Queen of Black Magic als actionreicher, effektiver, unterhaltsamer und obskurer als Mystics in Bali. Und das ist schon eine Leistung!

Die Effekte sind skurril, bizarr, fantasievoll und genau nach meinem Geschmack und bieten viel Charme. Unglaublich, dass Make-Up Künstler El Badrun sich nur durch Bücher aus den USA das Wissen für die Effekte-Herstellung aneignete! Mit dem Endergebnis darf er mehr als zufrieden sein!

Fazit: Für Fans des indonesischen Horrorkinos und von Suzzanna zu empfehlen! Klassiker!

Remake: The Queen of Black Magic (2019)

Infos:

O: Ratu Ilmu Hitam

Indonesien, Japan, Philippinen 1983

R: Liliek Sudjio

D: Suzzanna, W.D. Mochtar, Teddy Purba, Sofia W.D., Alan Nuary

Laufzeit der US-DVD: 89:43 Min.

Gesehen am: Mai 2008 / Review überarbeitet: Okt. 2020 / Sichtung der US-Blu-Ray: 28.04.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD (Code Free) von Mondo Macabro vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Englischer Dub (gut). Wer O-Ton möchte, muss zur VCD aus Indonesien greifen. Die hat aber zwei Nachteile: 1.33:1 Bildformat und teilweise alternatives, harmloseres Bildmaterial als die Export-Fassung (= Mondo Macabro), die zudem auch ein bessere Bildformat bietet. Eine Blu Ray und eine deutschsprachige Fassung gibt es nicht (Stand: Okt. 2020). Nachtrag April 2026: Mondo Macabro haben 2026 eine Blu-Ray nachgeschoben (zusammen mit Mystics in Bali im gleichen Set) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Schuber, Booklet und endlich auch im Originalton mit englischen Subs (oder dem Englischen Dub). Das war für mich der Hauptgrund des Neukaufes. Der Film, da auch schön ernst und düster ohne Slapstick erzählt, kommt im Originalton einfach besser und authentischer als mit englischem Dub. Als Bonus gibt es das bekannte El Badrun (der Spezialeffektekünstler) Video als zu sehen, in welchem er in einem ca. zehnminütigen Clip seine Werkstatt und Arbeiten zeigt. 

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Biotherapy Review

Horroktober 2020

Biotherapy

Story:

Eine maskierte Person mit scheinbar übernatürlichen Kräften tötet einige Wissenschaftler. Zwei können entkommen während sie um ihr Leben fürchten. Die Polizei/Agenten (?) sind hinter der rätselhaften Gestalt her…

Meine Meinung:

Biotherapy sah ich nun zum ersten Mal in einer legalen Fassung (mehr dazu unter Fassungen) und in der 2. Sichtung hat mir der japanische Kurzfilm mehr Spass bereitet. Als ich den Film 2015 das erste Mal sah, war ich mehr oder weniger, durch zu hohe, falsche Erwartungen, enttäuscht gewesen. Mit angepassten Erwartungen gefiel mir Biotherapy, eine Mitte der 80er Jahre Kurzfilm-Produktion aus Japan, besser.

Der Film in der Tradition von japanischen Splatter-Kurz-Filmen wie Cyclops, Conton, Guzoo oder Nighty Night würde aktuell bei der Flut an Superhelden-Filmen fast als solcher durchgehen (halt als Bösewicht statt als Held) wäre da nicht das Ende, welches die maskierte Gestalt als Alien entpuppt (die Maske erinnert mich an den von Troma vertriebenen Film Nightbeast).

Die Story gewinnt keinen Oscar und optisch sind die Attacken des Aliens interessant umgesetzt worden. Dazu gibt es einige sehr kreative und fiese Tötungsszenen, wenn das Alien den Wissenschaftlern nach dem Leben trachtet. Dieses versucht damit die Zukunft zu verändern und ist aus dieser angereist (ein wenig an The Terminator erinnernd).

Die Filmemacher legten am meisten Wert auf blutige Spezialeffekte, von denen es ca. 3-5 gute zu sehen gibt inklusiv dem Alien-Make-Up. Liebevolle Effekte-Sequenzen, die von den Maskenbildern und Effekte-Machern sehenswert (für diese Art Film) umgesetzt wurden und denen der Film seinen «Ruf» verdankt (siehe Making of nach dem Film).

Fazit: Für Fans des japanischen Untergrund- und Splatter-Filmes interessant!

Infos:

O: Baioserapii

Japan 1986

R: Akihiro Kashima

D: Jun'ichi Haruta, Yumiko Ishikawa, Hirohisa Nakata

Laufzeit der jap. VHS: 35:42 Min.

Gesehen am: Feb. 2015 / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Für eine 2. Sichtung lag mir nun eine offizielle Fassung vor (Bootleg DVD schon entsorgt) = gute Bild- und Tonqualität, Japanisch ohne Subs, mit Making of (nach dem Film), Uncut. Eine andere (legale) Fassung zum Film ist mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2020).