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Mittwoch, 7. Dezember 2022

VHS-Abenteuer - 1. Teil

Von den 17 VHS aus China (Siehe Neukauf) habe ich bisher vier kopiert. Ich rette meine VHS-Filme (aufgrund Schimmel-Gefahr) indem ich meine VHS kopiere. Da ich keinen VHS zu DVD-Rekorder habe, kopiere ich mit einem Video Capture.  Die Filme liegen dann als MP4 für den Privatgebrauch vor. Im Moment kann ich leider nur PAL-VHS kopieren.

 

Der Grund ist mir nicht bekannt. Früher ging es auch mit NTSC-VHS problemlos. Auch wenn ich die Software auf NTSC oder AUTO oder PAL60 stelle, bleiben NTSC-Aufnahmen neu nur s/w. Auch Treiber und Software neu zu laden, brachte keinen Erfolg. Muss ich einmal bei Elgato nachfragen. Die habe einen tollen Service. Und sonst: VHS zu DVD-Rekorder (PAL, NTSC) besorgen (Ziel für 2023). Sehr wichtig!

 

Beim Kopieren bin ich auf diverse Probleme gestossen. Eine VHS aus China, welche sich kaum ins VHS-Gerät einführen liess, bleib dort mit dem Band stecken. Das hatte zur Folge, dass ich den Deckel des VHS-Gerätes aufschrauben und entfernen musste, um das Band zu lösen. Dieses ist jedoch nun an mehreren Stellen sichtbar lädiert. Wie sich dies auf die Abspielqualität auswirken wird, ist mir noch nicht bekannt. Der Film ist noch nicht kopiert.

 

Eigentlich stand eine andere Aufgabe an 1. Stelle: das VHS von Hit-Man in the Hand of Buddha öffnen. Grund: es lässt sich nicht mehr abspielen, da sichtbar von aussen ein kleines Plastikteilchen unter der Spule festsitzt. Bilder davon gab es auch im Neukauf. Von meinem Korea-Dealer sah ich Videos, wie das gemacht wird. Das konnte ich mir gut merken. VHS umgedreht hinlegen, fünf Schrauben entfernen, VHS zusammengedrückt halten und umdrehen. Dann Abdeckung entfernen. Da kamen mir meine 27 Schraubenzieher recht (siehe Neukauf).

 

Danach konnte ich den Deckel des VHS problemlos entfernen. Gut aufpassen, dass sich andere lose Teile nicht lösen. Im Zweifel zuvor vom offenen VHS ein Foto machen, um zu schauen, wo was hinkommt, sollte das passieren. Danach habe ich das Plastikteilchen entfernt und habe das VHS wieder zusammengeschraubt. Es wurde in Sachen Abspielbarkeit und Qualität (noch) nicht weiter getestet.

Dann kam mir noch ein Teilchen entgegen: der Arretierhebel. Jedes VHS sorgt dank einem Arretiermechanismus dafür, dass beide Spulen (wo das Magnetband darum gewickelt ist) fixiert sind, damit kein Bandsalat entsteht. Dieses musste ich wieder einsetzen. Morgen plane ich, weitere VHS zu kopieren und sollte auf weitere Probleme stossen…

 

 





 







Dienstag, 6. Dezember 2022

Forbidden Arsenal


Forbidden Arsenal

Story:

 

HK Cop Madam Yeung (Cynthia Khan) ist hinter Waffen-Schmugglern (u.a. Robin Shou, Phillip Kwok, Garry Chow Ging-Yeung) her. Ihr zur Seite stehen ein Festland-China (Do Siu-Chun) und ein Cop aus Taiwan (Waise Lee). Ihr Lockvogel: die Schwester (Rachel Lee Lai-Chun) des Gangster-Anführers…

 

Meine Meinung:

 

Forbidden Arsenal gilt als (offiziell?) sechster Teil der In the Line of Duty Reihe. Die 1991er Action-Komödie im modernen Gewand von D & B Films erreicht jedoch nicht (mehr) die Klasse der ersten Produktionen (Police Assassins, Royal Warriors) aber macht trotzdem Spass. Vor allem dank dem Humor mehr Spass als die Vorgänger, die ernster in Szene gesetzt waren, auch wenn es hier und da schon amüsante Szenen in den Vorgängern zu sehen gab (z.B. Melvin Wong + Zigarettenasche + Sandra Ng in In the Line of Duty III).

 

Die Action-Szenen sind wohl dosiert in Szene gesetzt: Es gibt kleinere Stunts, hier und da einen blutigen Shoot-Out, coole Kämpfe und echte Verfolgungsjagden (Lastwagen, Auto, Hubschrauber). Und wenn Cynthia Khan auf einem fahrenden Lastwagen (gegen Do Siu-Chun) kämpft, ist das einfach nur schön anzusehen. Schön ist es auch, Cynthia Khan in Strümpfen kämpfend zuzusehen. Der Humor dürfte nicht jedem gefallen (AIDS Witze z.B.) und teilweise war der Humor etwas zu übertrieben (einige Szenen mit Waise Lee oder die Dinner-Szene mit Robin Shou), aber alles in allem störte es mich kaum.

 

Die mir unbekannten Do Siu-Chun (spielt in der White Lotus Cult Trilogie den Star, sonst keine grosse Karriere hingelegt) & Garry Chow Ging-Yeung machten in den Kampfszenen eine gute Figur. Diese wurden durch Shaw Brothers und Venom Star Phillip Kwok (Demon of the Lute) choreographiert, der im Film auch eine Nebenrolle spielt. Cynthia Khan (Madam City Hunter) hat ungewohnt Mühe, die Gegner im Kampf zu besiegen und Robin Shou (The Cyprus Tigers) als Bösewicht sehe ich immer gerne. Trotz der billigen, miserablen Musik ist der Film von Cheng Siu-Keung und Yuen Jun-Man zu empfehlen.

 

Fazit: Erwartungen leicht (nach unten) anpassen, dann klappt es mit dem Unterhaltungswert!

 

Infos:

 

O: Di xia bing gong chang

 

HK 1991

 

R: Cheng Siu-Keung, Yuen Jun-Man

 

D: Cynthia Khan, Robin Shou, Phillip Kwok, Garry Chow Ging-Yeung, Do Siu-Chun, Waise Lee, Rachel Lee Lai-Chun

 

Laufzeit der HK-DVD: 87:31 Min.

 

Neusichtung am: 18.11.22 / Sichtung der deutschen DVD: 19.06.26

 

Fassungen: Mir lag die Code Free HK-DVD vom Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, solide bis zu dunkler Bildqualität. Dies beeinträchtigt auch ein bis zwei Kampfszenen, so dass ich hoffe, dass sich Eureka und Co. anschicken, dem Film in Zukunft auch eine restaurierte Blu-Ray Fassung zu spendieren. In Deutschland raus auf DVD (als Red Force 4) von HDMV. Es gibt noch keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2022). Nachtrag Juni 2026: Inzwischen kam der Film in Deutschland nochmals auf DVD raus. Und diesmal von Cargo Records/True Grit. Ich hoffte auf eine besseres Master wie bei anderen ähnlichen Filmen, die zuletzt in Deutschland veröffentlicht wurden (Devil Hunters oder In the Line of Duty V - Middle Man) und kaufte diese Scheibe. Die Disc aus Hong Kong habe ich entsorgt/verkauft. Die deutsche DVD ist leider keine sonderliche Qualitätssteigerung zur HK-DVD, wobei ich es nicht 100% sagen kann. Es fühlt sich wie solide DVD-Qualität an, aber nicht mehr. Auch die Schärfte hätte besser sein können. Ggf. ist die Bildqualität nicht ganz so dunkel wie bei der HK-Scheibe. Aber Wunder darf von dieser Disc nicht erwartet werden. Dafür fand ich den Film noch immer sehr spassig und unterhaltsam. Robin Shou sehe ich immer gerne als Bösewicht und durch die Tatsache, dass Cynthia Khan hier mit einem Taiwanesen und einem Cop aus China zusammen arbeitet, macht das ganze amüsant.