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Montag, 9. Oktober 2023

Sleep



Horroktober 2023 / ZFF 2023

Sleep

Story:

Die schwangere Ehefrau Soo-jin (Jung Yu-mi) bemerkt, dass ihr Ehemann Hyun-su (Lee Sun-kyun) nachts Episoden hat, in denen er schlafwandelt – mit negativen Folgen…

Meine Meinung:

Sleep ist das Regiedebüt von Jason Yu, der nebst ZFF auch in Cannes (2023) gelaufen ist. Der Film ist, für ein Debüt, gelungen. Ich bin immer skeptisch, was das Kino aus Südkorea angeht, aber Sleep war in der Tat von Anfang an fesselnd, unterhaltsam und einfach solide. Zudem krankt der Film nicht an zu dramatischen Momenten oder einer zu langen Laufzeit, was ich willkommen fand.

Der Plot ist an sich ok, aber auf der anderen Seite auch nichts Neues im Horrorgenre und spielt mit der Frage, ob das, was z.B. Soo-jjin zu wissen meint, tatsächlich wahr ist oder nicht. Quasi Horror Vs. Krankheit. Daher hat mich der Film hier und da an Save the Green Planet erinnert. Über das Ende kann man dann denken, was man will. Fakt ist aber, dass der Film mit dem Drehbuch von Anfang an bis zum Ende durchgehend zu unterhalten vermag. Eheprobleme, Rollenwechsel und Schwangerschaft werden originell in den Plot integriert.

Der Film, der in mehrere Kapitel unterteilt ist, ist zudem toll gefilmt und stark gespielt. Jung Yu-mi und Lee Sun-kyun sind zwei im südkoreanischen Kino gesetzt Darsteller und weisen auf eine Vielzahl an Rollen auf: Parasite, Dr. Brain, A Bittersweet Life oder Train to Busan. Auf jeden Fall harmonieren sie als verheiratetes Paar, in welchem sie zudem schwanger ist, perfekt miteinander und das Schauspiel war mehr als gelungen. Bei Sleep handelt es sich um eine Horrorkomödie und ich fand, es gab mehr zu lachen, als zu gruseln. In beiden Momenten überzeugt unser Ehepaar.

Erschrocken bin ich nie. Einige der Zuschauer hat es aber dank einigen Jump-Scares in den Sitzen geschüttelt. Hier und da gelingt es dem Film, eine spannende, stimmungsvolle Atmosphäre zu generieren. Die Kameraarbeit und das Sound-Design sind dabei sehr gelungen. Es wird gekonnt, aber für erfahrene Horrorfilmfans zu oft auch vorhersehbar mit den Erwartungen der Zuschauer gespielt. Der Mix aus Moderne und Tradition/Aberglaube (z.B. Einsatz einer Schamanin) ist ein immer gern gesehenes Sujet im modernen Kino aus Südkorea (siehe z.B. The Wailing).

Fazit: Sleep kann man sich gut ansehen. Für Fans des südkoreanischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Jam

Südkorea 2023

R: Jason Yu

D: Jung Yu-mi, Lee Sun-kyun, Kim Geum-soon, Lee Dong-chan, Kim Nam-woo, Seo Yi-sook

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 95 Min.

Gesehen am: ZFF 2023

Fassungen: Am ZFF 2023 gesehen = Uncut, O-Ton, englische Subs. Der Film hatte erst vor einem Monat in Südkorea seinen regulären Kinostart = es wird noch dauern, bis es davon eine DVD/Blu-Ray/UHD (mit englischen Subs) geben wird. Aktuell ist noch keine Disc angekündigt (Stand: Okt. 2023). 

Sonntag, 8. Oktober 2023

Hatchet

Horroktober 2023
Hatchet

Story:

Bei der Haunted Swamp Tour werden die Teilnehmer (u.a. Joel Moore, Tamara Feldman, Deon Richmond) Opfer der entstellten Missgeburt Victor Crowley (Kane Hodder)…

Meine Meinung:

Ich bin älter geworden und diese Art Film sagt mir heuer gar nicht mehr zu. 80er Jahre Slasher wie Halloween, Freitag der 13., My Bloody Valentine und Co. sind wenigstens noch stimmungsvoll, haben Charme und Nostalgie-Bonus, aber Hatchet, der 1. Teil einer neu zeitigen, vierteiligen Fun-Splatter Backwood-Slasher-Splatter-Horrorreihe, hat mir nicht mehr gefallen. Überzeugt haben mich da eigentlich nur noch Kane Hodder (Wishmaster) als Missgeburt Crowley und die blutigen, handgemachten und innovativen Tötungen und Splattereffekte. Die sind schon stark und sehenswert in Szene gesetzt.

Kane Hodder machte sich vor allem in der Rolle als Jason Voorhees einen Namen (in den Filmen Jason Goes to Hell: The Final Friday, Friday the13th Part VIII: Jason Takes Manhattan, Jason X, Friday the 13th Part VII: The New Blood) und in weiteren Kurzauftritten sind noch Robert Englund (A Nightmare on Elm Street, Dance of the Dead, The Mangler, Düstere Legenden) und Tony Todd (Sabotage, Candyman, The Crow - Die Krähe, Pay Day, Final Destination, Candyman's Fluch) zu sehen. Ganz nett, aber nicht wirklich relevant.

Der restliche Cast d.h. die Hauptfiguren sind typische 08/15-Bilder und, wie der Humor des Filmes, nervend. Typisch pubertierender Humor und Dialoge, als ob ein 12jähriger das Drehbuch schrieb. Peinlich, zum Fremdschämen. Das hysterische Dauergekreische nervt ebenso. Typisch prüde Amerikaner, die schon Freude haben, hier und da Mal paar blanke Busen in einem Film zu sehen.

Der Plot ist dünn und trotz der kurzen Laufzeit gibt es Längen. Und nur gute Effekte haben einen Film noch nie besser gemacht, vor allem, wenn der Rest nicht wirklich gut ist (Plot, Humor, nervende Figuren, Längen). Dazu enttäuscht auch das offene Ende absolut und es gibt null Stimmung/Charme/Atmosphäre. Nur schon der Look und die Musik (This Is the New Shit von Marilyn Manson) im Vorspann wirken billig und unpassend. Schade!

Fazit: Ausser gutem Gore bietet Hatchet nichts. Besser 80er Jahre Slasher schauen…

Gefolgt von: Hatchet II

Infos:

O: Hatchet

USA 2006

R: Adam Green

D: Kane Hodder, Joel David Moore, Amara Zaragoza, Deon Richmond, Tamara Feldman, Robert Englund, Tony Todd

Laufzeit der deutschen DVD: 80:21 Min.

Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Sunfilm vor = Uncut Doppel DVD im Steelbook in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutschen Subs basieren auf der deutschen Sprachfassung und einige Dinge wurden komplett anders übersetzt. Die Bildqualität ist für einen Film aus dem Jahr 2006 Jahr schlecht gealtert: Unschärfe, zu dunkel. Gibt es inzwischen vom gleichen Label auch auf Blu-Ray.

Samstag, 7. Oktober 2023

Das Monster von Tokio

Horroktober 2023
Das Monster von Tokio

Story:

Dr. Robert Suzuki (Tetsu Nakamura) experimentiert mit einem Serum, welches bisher nur Misserfolge bot: den Menschen, denen er es verabreichte, wurden monströs entstellt. Nachdem er im Serum ein Enzym veränderte, versucht er es erneut. Seine neuste Versuchsperson ist US-Reporter Peter Dyneley (Peter Dyneley), der über die Arbeit von Dr. Robert Suzuki einen Bericht schreiben möchte. Doch auch diesmal mutiert sein «Opfer» zu einem Monster…

Meine Meinung:

Das Monster von Tokio bekam ich durch Zufall geschenkt. Ansonsten wäre das kein Titel gewesen, den ich mir angesehen/gekauft hätte. Dennoch wollte ich dem Gruselfilm, einer Japanisch-Amerikanischen Co.-Produktion aus dem Jahr 1959, eine Chance geben. Zumindest das Artwork der Blu-Ray sah hübsch charmant aus. Effekte nach meinem Geschmack. Doch der Film ist, wie erwartet, nichts für meinen Geschmack und meine persönliche Filmsammlung.

Ja, der Film hat paar nette Make-Up-Masken mit dem Auge auf der Schulter, dem 2. Kopf oder den anderen Wesen (Frau hinter Gittern oder der Menschenaffe, der am Anfang zu sehen ist). Alles in allem aber für meinen Geschmack viel zu wenig Effekte/Monster-Szenen. Es gibt, trotz einer kurzen Laufzeit von nur 72 Minuten, viele Längen. Arzt Suzuki, gespielt von Tetsu Nakamura, verschwindet nach dem ¼ des Filmes auch wieder von der Bildfläche. Zunächst. Dann nehmen lahme Eifersuchts- und Beziehungsszenen Überhand. Sehr lahm…

Die Schauspieler haben mich auch lange nicht alle überzeugt. Tetsu Nakamura (Mothra, Die Weltraumbestien, Space Amoeba, Latitude Zero) und Terri Zimmern waren gut. Bei Tetsu Nakamura wenig überraschend, so spielte er doch auch in vielen Toho-Kaiju-Produktionen mit, nicht selten auch als Arzt. Daher passte die Mad-Scientist Rolle gut zu ihm. Lead Peter Dyneley war wenig sympathisch und sein Schauspiel empfand ich als schlecht. Auch die Musik gefiel mir nicht und hörte sich billig an. Zusammen mit der Langeweile, die vorherrscht, keine gute Kombination.

Fazit: Leider nicht wirklich zu empfehlen! Abgesehen von vereinzelten, aber viel zu wenigen Make-Up Masken und Monstern, langweilig.

Infos:

O: The Manster

USA, Japan 1959

R: George P. Breakston, Kenneth G. Crane

D: Peter Dyneley, Tetsu Nakamura, Jane Hylton, Terri Zimmern

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 72:57 Min.

Gesehen am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Ostalgica vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Subs (Deutsch/Englisch). Die deutsche Synchronisation ist mittelmässig und wirkt zu modern für den alten Film (Film gab es früher nicht auf Deutsch). Uncut, Schuber, Booklet, CD (Hörspiel) und ein Bonusfilm (Der Werwolf von Washington) runden die Fassung ab.