Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
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Sonntag, 27. April 2025
5. Tag & Fazit
Heute schlief ich so lange wie möglich. Gleichzeitig war es die beste Nacht im Hotel. Ich fühlte mich beim Aufstehen relativ fit. Alle Berichte des 4. Tages hatte ich schon gestern ca. um Mitternacht veröffentlicht. So «musste» ich heute nichts mehr schreiben. Es standen sechs Filme auf dem Programm. Der vorletzte Film würde erst um 01.00 Uhr & der letzte Film erst um 03.00 Uhr starten. Ob ich das durchhalten würde? Ich nahm die Herausforderung an. Tickets waren bereits lange gekauft! Heute sollte es warm werden. Und sonnig. Davon war aber nichts zu sehen. Ich ging kurz vor dem Mittag ein drittes Mal ins PAPA ORO‘s Brugg - Filipino Restaurant & Café essen. Diesmal nahm ich den BBQ PORK BELLY (Bun). Der war gut, aber die Bowls entsprechen doch mehr meinem Geschmack, zumal der Bun relativ klein war. Das würde nicht für den ganzen Tag reichen.
So kaufte ich mir im Denner nebst zwei Red Bull (ohne Zucker) noch ein grosses Sandwich. Und was ging sonst in Brugg? Polizeipräsenz. Davon wurde auch auf Social Media und Co. berichtet. Ein ganzes Quartier zwischen meinem Hotel und dem Kino war abgesperrt und bewaffnete und z.T. maskierte Polizei war anwesend. Ca. vom Mittag bis an den späten Abend. Da gab es wohl eine Schiesserei, Verletze und die Polizei hat ermittelt. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Brugg ist aber schon voll mit viel Abschaum. Da muss man nur tagsüber schauen, was da alles am Bahnhof und vor den Geschäften wie Coop, Denner und Co. abhängt. Mehrfach sah ich dort Polizeipräsenz. Ein Charles Bronson würde es auch tun. Ich fühlte mich jedoch immer sicher und wurde vom Abschaum nie belästigt. Einmal hat mich einer sogar vor der Polizei gewarnt, als ich zum 2. Kino lief.
Samstag. Letzter Tag am heutigen Film Festival. Es hatte mehr Besucher. Die Kinos waren voller. Nach The Creeps ging ich ins Hotel und schrieb bereits das Review. Das reichte, obwohl die Zeit sehr knapp war. Danach folgten die Filme Nr. 2 und 3. Nach dem dritten Film ging ich ebenfalls ins Hotel und schrieb die Berichte zu dem 2. und 3. Film. Ich hatte ca. 1h oder etwas mehr Pause. Dafür liess ich die Preisverleihung sausen. Mir war es wichtiger, schon die Reviews der gesehenen Filme zu schreiben. Wer am Ende den Preis für den besten Film gewonnen hat, weiss ich bis heute nicht. Am Sonntag (bis am Mittag) war dazu weder auf der offiziellen Homepage noch auf der FB-Seite des Film Festes was zu lesen. Ich weiss nur, dass ein Film aus Argentinien gewonnen hat. Dann folgte der 4. Film. Danach hatte ich länger Pause. Es zog mich erneut ins Hotel, wo ich auch das 4. Review des heutigen Tages schrieb und mein Sandwich ass.
Danach schaute ich mir noch die 2. Halbzeit vom spanischen Cup Barcelona – Real Madrid an. Die 2. Halbzeit endete 2:2, so ging es in die Verlängerung, die Barcelona für sich entschied. 3:2. Am Ende gab es sogar noch drei roten Karten. War ein unterhaltsames Spiel. Danach, nun war es ca. 00.47 Uhr, zog es mich ein letztes Mal aus dem Hotel. Vor Ort wurden wir informiert, dass der vorletzte Film nicht um 01.00 Uhr, sondern um 01.15 Uhr starten würde. Ich gönnte mir einen Kaffee und schaue mir sowohl die 01.15 wie auch die 03.00 Uhr Vorstellung an. Auch vor dieser gönnte ich mir noch ein Kaffee. Ich hielt erstaunlich gut durch. Um ca. 04.40 Uhr war Schluss und ich machte mich speditiv auf ins Hotel, wo ich sehr schnell Schlaf fand. Nach ca. 4-5 Stunden stand ich auf und verliess Brugg. Am Mittag war ich wieder in Bern.
Fazit
Das Filmfest ist sympathisch. Es gibt immer bekannte Gesichter zu sehen und die Stimmung macht Spass. Die Filmauswahl war okay. Für meinen Geschmack gab es keinen wirklichen Kracher. Auf der anderen Seite habe ich Filme wie Long Weekend, Zombi 2 oder Opera ausgelassen, da ich diese schon kenne. Das wären z.T. natürlich echte Kracher gewesen, diese im Kino sehen zu dürfen. Es gab nur eine Panne. Ein Film hatte deutsche Subs. Die waren z.T. falsch übersetzt worden. Statt saugen blasen oder statt Polizeistation Bahnhof. Es gab noch 2-3 anderer solcher Übersetzungsfehler. Zwei Filme hatte, obwohl Englischer O-Ton, auch Englische Subs. Mir war nicht bewusst warum. Verspätungen gab es keine. Die Besucher waren mir bis auf die Nazis aus dem Vortag nicht negativ aufgefallen, wobei ich heute auch einen vor mir sitzen hatte, der a) auf Drogen oder b) an ADHS erkrankt war. Meist blieb ich lieber für mich. Am 1. Tag begleitete mich mein Kumpel aus Zürich, was mich freute. Was die Film-Vorsteller angeht, empfand ich Dänu am besten. Er sieht die Dinge aus der Sicht eines Filmemachers. Jemand, der die Behind the Scenes selbst kennt. Er ist am authentischsten. Ansonsten wird etwas zu viel versucht, mit dem Publikum zu interagieren, was weniger mein Fall ist. Ich bin mehr der passive und zurückhaltende Typ. Die Ess-Möglichkeiten vor Ort sind toll und das Hotel war, bis auf der Arschloch, welches jede Nacht Lärm verursachte, auch i.O. So werde ich dem Filmfest sicher auch 2026 wieder die Ehre erweisen.
Hier die Auflistung der gesehenen Filme mit Noten:
- Dark Match (5/10)
- Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep (2.5/10)
- The Surfer (7/10) Platz 3
- Monkey’s Magic Merry Go Round (6.5/10)
- Bloody Axe Wound (6/10)
- The Black Hole (5/10)
- Above the Knee (5.7/10)
- 1978 (5.5/10)
- Pater Noster and the Mission of Light (7.5/10) Platz 1
- Commando Ninja 2: Invasion America (6.4/10)
- Peter Pan's Neverland Nightmare (4/10)
- Vampire Zombies... From Space! (7.3/10) Platz 2
- Bloody Sect (6.7/10)
- A Fisherman's Tale (6.5/10)
- Else (3/10)
- The Sugar Factory (4/10)
- The Creeps (6/10)
- Grafted (6/10)
- Chainsaws Were Singing (7/10) Platz 3
- Locked (6/10)
- Scared Shitless (6.2/10)
- Traumatika (5/10)
Traumatika
Traumatika
Story:
Alices Vater ist im Besitz einer ägyptischen Skulptur. Diese beinhaltet einen Dämon. Dieser sucht sich Alices Vater als Wirt aus und zwingt ihn, Alices ältere Schwester zu vergewaltigen. Diese treibt ihr ungeborenes Kind, das Resultat der Vergewaltigung durch ihren Vater, ab. Sehr zum Missfallen des Dämons. Dieser zwingt sie, junge Buben zu entführen und ihm zu opfern. Nur einer der Buben, Mikey (Ranen Navat), überlebt. Ca. 20 Jahre später: Alice ist inzwischen erwachsen geworden und hat ihr schreckliches Trauma in Form eines Buches veröffentlicht. Da wird Mikey aus der psychiatrischen Anstalt entlassen…
Meine Meinung:
Über Traumatika, den letzten Film am diesjährigen Brugggore Filmfestival (der um 03.00 Uhr nachts startete), wusste ich kaum etwas. Inhaltlich wusste ich nur, dass es vor allem um das Thema Missbrauch geht und es sicherlich auch schwierige Inhalte diesbezüglich zu sehen gibt. Und das ist in der Tat so: Entführung, Kindesmissbrauch, Inzest (auch wenn der Vater von einem Dämon besessen ist), Vergewaltigung, illegale Abtreibung, Traumata. Wer selbst Opfer eines Missbrauchs wurde, lässt wohl lieber die Finger von diesem Film.
Traumatika ist nämlich kein Film, der das anspruchsvoll angeht, sondern ein Mix aus Okkult-Horror, Exploitation und Slasher-Film. Der Anfang des Filmes wirkte auf mich etwas wie der Start in Der Exorzist. Ein fremdes Land. Vergraben ist ein Objekt der Begierde, welches später das teuflische Böse freisetzt. Waren ägyptische Skulpturen nicht schon in Filme wie Blood Feast 1 + 2 sowie Blood Diner Ursache von Morden, Angst und Schrecken (und viel Spass)?
Der Inhalt von Traumatika ist auf jeden Fall gewagt und kontrovers. Mich haben der Anfang und das Ende des Filmes am besten gefallen. Ich empfand dort auch die Figuren als überzeugend gespielt. Das erste Viertel des Filmes bietet wie das letzte auch Ego-Shooter Perspektiven. Das empfand ich als originell. Im ersten Viertel schafft es der Film zudem wirklich, auch spannend und hier und da sogar gruselig zu sein. Der erste Film, der das am Brugggore Filmfestival 2025 geschafft hat. Bravo! Im Finale gibt es Halloween-Vibes, aber auch etwas unfreiwillig komischen und/oder bitterbösen Humor (dass der TV-Host überlebt und ihre Frage an Alice).
Im Mittelteil hatte der Film Schwächen. Inhaltlich war der Film repetitiv und es wird extrem viel in Zeitebenen hin- und her gewechselt. Das sorgt im Verlauf dazu, dass dem Film Atmosphäre und Spannung geraubt werden. Dazu kommt, dass einige der Figuren einfach schlecht, amateurhaft und unglaubwürdig gespielt wurden, so ausgerechnet Alices Vater oder Alices ältere Schwester. Und daher sind die Szenen mit den beiden auch deutlich schlechter. Technisch ist der Film sehr solide inszeniert und im Finale gibt es Retro-Vibes.
Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten!
Infos:
O: Traumatika
USA 2024
R: Pierre Tsigaridis
D: Rebekah Kennedy, Emily Goss, Ranen Navat, Maxime Rancon
Laufzeit der Kinofassung: Ca. 87 Min.
Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025
Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut
und in Englisch. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).












