Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 15. Oktober 2025

Wild Nr. 51 (Restaurant National)

Adresse: Stadthausstrasse 24, 8400 Winterthur

 

Der heutige Wild-Besuch war spontan und zu einer Zeit, zu welcher ich praktisch nie warm esse: am Mittag. Ich war im Kanton Zürich unterwegs und befand mich in Winterthur. Ich stand früh auf (05.00 Uhr) und ass bis am Mittag nur ein Twix. Ich hatte in Winterthur zu tun und wollte am Mittag die Rückseite nach Bern antreten. Ich hatte Hunger und da sah ich gegenüber dem Bahnhof das Restaurant National. Das fiel mir schon immer auf, wenn ich in Winterthur war. Also schaute ich via Handy, ob sie Wild hatten. Positiv. Dann stand, dass sie durchgehend warme Küche boten. Aber ob sie à la Card am Mittag anbieten würden? Das war eine andere Frage. Die zweite betrifft die Zahlung: ich hatte nur meine PostCard aber kein Bargeld dabei und hatte keinen Plan, wo ich hätte Geld abheben können.

Ich betrat das, äusserlich wie auch innerlich sehr schicke Restaurant und fragte, ob es auch am Mittag Wild gäbe und ich mit PostCard zahlen könne. Der Mann sagte mir zuerst, es gäbe nur Wild am Abend. Dann wollte er wissen, was ich von der Wild-Karte haben wolle und ging nochmals fragen. Danach die positive Antwort: sie würden für mich von der Wild-Karte zubereiten und die Zahlung via PostCard sei okay. Ich war happy, nahm Platz und las während dem Warten Stephen Kings Todesmarsch weiter. Ich habe jetzt etwas mehr als die Hälfte durch und ich mag es schon mehr als den Kinofilm (Review kommt in paar Wochen). Das Restaurant war relativ gut besucht. Ich hatte jedoch einen anonymen Tisch für mich und es gab auch andere Einzelgäste. Ich fiel nicht auf. Der Geräuschpegel war jedoch relativ laut.

 

Da ich die Karte schon draussen studiert hatte, wusste ich, was ich bestellen würde. Ich nahm als…

 

 

…Vorspeise

Kürbissuppe

vegan, mit gerösteten Kernen

14 CHF

 

…Hauptgang

Rehrücken

gebraten, auf gebratenen Pilzen, mit Spätzli,

Orangenmaroni und Portweinjus

54 CHF

 

…Dessert

Zweifarbiges Schokoladen-Mousse

nach Hausrezept mit Felchlin-Schokolade

14 CHF

 

 

So wartete ich gespannt. Es wurde, obwohl es relativ voll war und viel zu tun gab, schnell und fehlerfrei serviert. Etwas, was ich erst im Nachhinein sah, war ein Wort bei der Vorspeise: «vegan». Das dürfte auch erklären, warum die Suppe nicht sonderlich toll war. Nicht übel, ich konnte es essen, aber kein Vergleich zu anderen Kürbiscremesuppen. Zudem es auch «nur» eine Kürbissuppe und nicht eine Kürbiscremesuppe war. Ich kann das Produkt nicht abwertend bewerten, da es sicherlich but gemacht war. Aber vegan schmeckt halt wohl einfach weniger intensiv und weniger gut, also kann das Resti nichts dafür. Hätte ich besser lesen sollen. Dafür waren der Hauptgang und das Dessert eine absolute Wucht und besser als erwartet: ein absoluter Hochgenuss, um meinen grossen Hunger zu stillen. Ich  genoss das Essen in vollen Zügen. Interessant war, dass es z.B. kein Rotkraut gab und auch keinen Rosenkohl. Dafür richtig viele feine Pilze und in dieser Kombination entdeckte ich neue Geschmacksorgasmen. Und der Schokoladen-Mousse war einer der besten, welchen ich je gegessen hatte. Ein Traum. Hat sich dieser spontane Resti-Besuch am Mittag gelohnt? Definitiv! Danach ging es mit dem Zug (in dem ich mehrfach fast eingeschlafen bin) nach Bern, wo ich am späten Nachmittag mit der 2. Staffel von Mr. Mercedes startete (welche definitiv nicht an die 1. Staffel heranreicht).

 

 

Fazit:

 

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend









Dienstag, 14. Oktober 2025

The Soultangler Review

Horroktober 2025

The Soultangler

Story:

Dr. Anton Lupesky (Pierre Deveaux) experimentiert mit einer Droge, die es dem Träger erlaubt, seine Seele in den Körper von Leichen transferieren zu lassen. Halluzinationen sind ebenso eine Folge der Droge. Als er gefeuert wird und von einer Reporterin zur Sachlage befragt wird, eskaliert die Situation…

Meine Meinung (Director's Cut):

Als es im Shop von Vinegar Syndrome neue Vös gab (plus von deren Partner-Labels) stiess ich auf den mir unbekannten Film The Soultangler. Die Bilder dazu sahen interessant (auch blutig), sympathisch und charmant aus. Das traf vor allem auf die Make-Up Masken und Effekte zu. Der ausschlaggebende Grund war das Bild mit dem Gehirn und den Augen, welches ich sogar niedlich fand. Daher tätigte ich einen Blindkauf.

Der Amateur-Film ist Pat Bishows Antwort auf Stuart Gordons Re-Animator. Die Zombie-Szenen (vor allem in den Halluzinationen zeigend) erinnerten mich noch leicht an The Dead Next Door. So erinnert z.B. das «Schauspiel» von Pierre Deveaux als Mad Scientist an jenes von Jeffrey Combs. Das sieht ein blinder, dass Combs als Vorbild genommen wurde. Als Massstab. Und natürlich wird dessen Qualität zu keinem Zeitpunkt erreicht. Allerdings ist es auch nicht fair und logisch, eine Amateur-Produktion mit einem Low-Budget Splatterfilm, der auch im Kino lief, zu vergleichen. Das macht wenig Sinn.

Ich sah mir von The Soultangler den Director's Cut an. Der ist kürzer. Es wurden dafür ca. 28 Minuten an Handlung/Dialogen entfernt. Der Film wirkte dadurch auch «zerhackt» und dennoch gab es hier und da Längen. Vielleicht wirkt der Film in der regulären Fassung runder, aber dann noch langweiliger und lahmer. Daher werde ich die Kinoversion vermutlich nie schauen. Das «Schauspiel» wirkte in der Tat laienhaft. Viel Overacting. Die Mädels waren etwas besser als unser «Doc».

Wo der Film hingegen punktet, sind die fantasievollen, sympathischen, charmanten und handgemachten Zombie- und Leichen-Make-Up Effekte und die Splatterszenen. Die Mehrheit davon kommt aber erst im letzten Viertel vor. Wer also nur auf Gore aus ist, darf trotzdem nicht zu viel erwarten und/oder sollte seine Erwartungen anpassen, dass es erst gegen Ende richtig effektiv wird. Einige Szenen die Halluzinationen der Figuren darstellen, sind überraschend stimmungsvoll geraten. In der imdb wird leider nicht geleistet, wer für die Effekte verantwortlich war. Vermutlich werde ich doch noch die Extras der Blu-Ray checken, um mehr in Erfahrung zu bringen.

Fazit: Der Film bleibt bis zu einer späteren 2. Sichtung erst Mal in der Sammlung…

Infos:

O: The Soultangler

USA 1987

R: Pat Bishow

D: Tom Ciorciari, Pierre Devaux, Jane Kinser, Louise Millmann

Laufzeit der US-Blu-Ray (Director's Cut): Ca. 62 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Bleeding Skull vor = Wendecover, Region-All-Disc, zwei Filmfassungen an Bord (reguläre Fassung und der kürzere Director's Cut*), gute Bild- und Tonqualität, keine Subs (Director's Cut Fassung), Unmengen an Extras (Audiokommentar, Q&A, Kurzfilme etc.). * = 28 Minuten kürzer als die reguläre Fassung. Nur Handlung und Dialoge wurden entfernt. Die Laufzeit von dazumal 90 Min. war vom Studio vertraglich vorgegeben, entsprach aber nicht wirklich dem Willen von Regisseur Pat Bishow. Im DC sind alle Gore-Szenen und Effekte zu sehen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2025).

Montag, 13. Oktober 2025

Wild Nr. 50 (Gasthof Sternen Murzelen)

Adresse: Murzelenstrasse 50 · 3034 Murzelen

 

Heute stand der vorerst letzte Wild-Besuch an, ehe es Ende des Monates nochmals einige Besuche geben wird. Heute ging es, wie die letzten Jahre, in den Sternen nach Murzelen. Der ist für einen Rehrücken bekannt. Ich glaube, ich war insgesamt schon mind. 3-4 dort. Die letzten zwei Mal (Hier und hier) nahmen wir den Rehrücken und hatten es nie bereut. Die Tradition besagt, dass mein Vater und seine Freundin mich dort (für meinen Geburtstag) zum Essen einladen. Die Freundin meines Vaters und ich gönnen und seit vorletztem Jahr regelmässig den Rehrücken, während mein Vater auf Wild verzichtet.

Das Wetter heute war schön. Am Vormittag schrieb ich vom gestrigen Wild-Besuch in Zürich, reinigte die Wohnung und sah mir die nächste Folge von Mr. Mercedes an (Stephen King Verfilmung als Serie). Am Nachmittag zog es mich noch auf die Post und ins Coop. Ich musste noch 2-3 Dinge einkaufen und zudem tätigte ich einen Online Order (Katzenstreu, Katzenfutter, Gift zum Abflussrohre reinigen). Das Wetter war heute schön und wärmer, als in den letzten Tagen. Ich sah meinen Vater und seine Freundin seit dem Sommer nicht mehr. Sie waren im Ausland (Berlin, Südfrankreich) und so gab es auf beiden Seiten viel zu erzählen. Auf dem Weg zum Resti kaufte ich noch eine VCD von meinem Japan-Dealer. Einen seltenen Film mit Judy Lee. Eine seltene HK-VCD für nur 17 CHF. Da musste ich natürlich zuschlagen.

Wir gingen mit dem Postauto. Das ist der bequemste Weg, das Restaurant zu erreichen. Ich hatte telefonisch reserviert und den Rehrücken ebenso. Dieser muss im Sternen reserviert werden. Ich nahm als…

 

 

…Vorspeise

Salat «Maison Wildsalat

zartgebratenes Rehfilet mit verschiedenen Salaten ausgeschmückt

19.50 CHF

 

…als Hauptgang

Plattenservice

Auf Vorbestellung, ab 2 Personen

«Selle de chevreuil Maison»

Rehrücken am Knochen rosa gebraten

mit Cognac flambiert,

reich garniert mit Früchten, Rotkraut, Rosenkohl,

hausgemachte Spätzli und Wildrahmsauce

Pro Person Fr. 75.00

 

 

…als Dessert

Meringue Chantilly

 

 

Vor drei Jahren, als ich noch keine Restaurant Berichte schrieb, nahm ich als Vorspeise den Salat mit Rehfilet. Es ist etwas schade, dass sie allgemein keine Kürbiscremesuppe anbieten. In den letzten zwei Jahren nahm andere Vorspeisen. Nun kehrte ich dieses Jahr zu diesem Salat zurück. Und der war schon total lecker. Mit Ei und feiner Sosse und drei Stück sehr zartem Rehfilet. Was für ein Einstieg! Beim Hauptgang war klar, was kommen würde: der Rehrücken, in zwei Gängen serviert. Dieser war sehr gut bis hervorragend. Allerdings hatte ich auch zwei Stücke Fleisch, die einen stärkeren, komischen Eigengeschmack aufwiesen. Das hatte ich letztes Jahr auch in anderen Orten (Hier und hier). Die Spätzli empfand ich dieses Jahr als weniger gut, als an anderen Orten und vom Rotkraut war ich leicht enttäuscht. Der war total trocken. Das ist aber meckern auf hohem Niveau, auch wenn das sehr hohe Niveau der letzten zwei Jahre damit nicht ganz erreicht wird. Letztes Jahr ass ich mit zwei Desserts zu viel, so das mir etwas übel wurde. Dieses Jahr nahm ich daher nur ein Dessert. Meringue Chantilly. Da wurden aber zwei übergrosse Meringues gebracht. Die Portion war gigantisch und massiv grösser, als ich vermutet habe. Bei der zweiten Meringue musste ich auch kämpfen, aber schlecht wurde mir diesmal nicht. Mein Vater und seine Freundin waren durchgängig begeistert und konnten an ihren Menüs nichts bemängeln. Danach ging es via Postauto nach Hause. Ich zahlte abends den Japaner (die gekaufte VCD), sah mir noch eine Folge von Mr. Mercedes an und gönnte mir einen starken Kaffee.

 

 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend