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Mittwoch, 11. Februar 2026

The Treacherous Breed

The Treacherous Breed

Story:

Leader Cop (Addy Sung Gam-Loi) ist sicher, dass der neue Ehemann seiner Cousine ein Frauenmörder ist. Nach der Hochzeit kommt es zu mysteriösen Vorfällen im Anwesen von Leader Cops Cousine. Er und sein Team beginnen zu ermitteln…

Meine Meinung:

The Treacherous Breed ist ein seltener Film, der in einigen Datenbanken nicht zu finden ist (Letterboxd, ofdb). In anderen Datenbanken gibt es keine Reviews (imdb) und auch auf YouTube finde ich den Streifen nicht. Das Artwork der VHS sieht toll aus. Als ich den angeboten bekam, schlug ich zu. Es handelt sich um einen Anfang der 80er Jahre Thriller aus Taiwan von Regisseur Chung Gwok-Yan (Hong Kong Butcher). Die Hauptrolle und Action Choreographie übernahm Addy Sung Gam-Loi (The Black Dragon vs. The Yellow Tiger), der schon in weiteren Filmen von Chung Gwok-Yan vor der Kamera stand (Vier Schlitzaugen rechnen ab, 0.38, Hired Guns).

The Treacherous Breed ist kein Kracher. Und ist weniger gut, als das reisserische VHS-Artwork weismachen will. Der Film ist durchschnittlich und teilweise ähnlich vergleichbar mit Chung Gwok-Yans Hong Kong Butcher. Der Inhalt von The Treacherous Breed ist nicht zwingend neu und die Auflösung auch nicht. Der Film, der westlich wirken will und der Musik aus ausländischen Filmen klaut (bin nicht 100% sicher, aber meine Musik aus Freitag der 13. oder einem anderen US-Horrorfilm aus der Zeit im Film wahrgenommen zu haben), wirkt trotz dieser Bemühungen vor allem eines: langweilig und hier und da auch unfreiwillig komisch (z.B. die erste, lange Autofahrt zu seiner Cousine).

Es gibt Längen und Highlights sind rar gesät. Die Figuren und Inszenierung wirkten schludrig und naiv. Die wenigen Actionmomente (paar Prügeleien) sind oft kaum er kennen, da bei Nacht spielend und zu dunkel. Addy Sung Gam-Loi ist jedoch bemüht und gibt alles. Sein Fleiss, Einsatz und Motivation will ich dem Film nicht absprechen. Seine Schlussszene war zudem überraschend, auch wenn sie drüber war. Eigentlich unglaubwürdig, auf der anderen Seite braucht es auch Mut, so eine Szene zu schreiben, auch wenn sie nicht so wirkt, wie sie eigentlich wirken sollte. Aber sicher ein Moment, der kurz in Erinnerung bleibt.

Die anderen Figuren spielten zum Teil solide, zum grossen Teil laienhaft. Der bekannteste Name nebst Addy Sung Gam-Loi dürfte Eagle Lee sein. Er spielte damals in vielen Taiwan Black Movies mit (The Guy at Simenting, Golden Fists of a Duo, Make a Right Decision). Richtige Horrorparts gibt es selten, Blut oder Gore darf mit Ausnahme von 1-2 Szenen nicht erwartet werden und auch was Sleaze und Nacktszenen angehen, bleibt es mit Ausnahme einer Szene (in welcher sicherlich ein Body-Double eingesetzt wurde) harmlos (Shootings mit Bikini tragenden Frauen). Kein Film für die Sammlung. Allerdings, sollte ich den nicht verkaufen können, kann ich mir dennoch vorstellen, den als Unikat in der Sammlung zu lassen. Vorerst.

Infos:

O: Hei se de hun li

Taiwan 1982

R: Chung Gwok-Yan

D: Addy Sung Gam-Loi, Ko Chun-Hsiung, Gua Ah-Lei, Eagle Lee Siu-Fei, Homer Cheung Hung-Cheong, Lai Kim-Hung, Liu Meng-Yan, Tian Tian

Laufzeit der mir vorliegenden VHS: 86:45 Min.

Gesehen am: 11.02.26

Fassungen: Mir lag eine VHS vor, die aus China oder HK stammt (Label laut Übersetzer: Haiya Trading Company). Der Film ist statt in Widescreen in Vollbild und liegt in Kantonesisch mit festen englischen und chinesischen Untertiteln vor. Die Bildqualität ist, bis auf Nachtszenen, gut. Es scheint noch eine VHS in Südkorea zu geben. O-Ton müsste eigentlich Mandarin sein, da Film aus Taiwan. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).

Dienstag, 10. Februar 2026

Neukauf

 

Iron Angels 3

Heute das deutsche Mediabook erhalten = DVD, Blu-Ray und Booklet. Zwar ist der Film schon im Set von Vinegar Syndrome enthalten (welches ich auch habe), aber die deutsche Fassung läuft ca. 30 Sekunden länger. Und es handelt sich ausschliesslich um Shoot-Outs, die z.T. auch relativ blutig geraten sind. Diese Extra-Szenen wurden in Singapur gefunden und ins Master integriert. Im Gegensatz zu früheren VHS-Schnipseln liegen die Szenen neu in einer besseren Bildqualität und nicht mehr in Vollbild vor. Der Film ist somit die weltweit längste Fassung und liegt auch im O-Ton mit Untertiteln vor. Im Booklet gibt es zudem ein Interview mit Katy Hickman, welches ich interessant fand. Sie spielt im Film die Anführerin der Bösewichte. Ich freue mich, den Film mit Moon Lee in Zukunft neu sichten zu dürfen.


Demon of Mount Oe

 

Demon of Mount Oe

Story:

Ein Dämon, der auf dem Berg Oe leben soll, versetzt die Gegend in Angst und Schrecken. Es wird erzählt, dass der Dämon seine Gestalt in monströse Gestalten ändern kann. Vor allem auf Frauen hat es der Dämon abgesehen. Ein Samurai (Shintarô Katsu), der sich zudem mit Banditen und mehreren Frauen «rumschlägt», nimmt sich der Herausforderung an…

Meine Meinung:

Nach der Sichtung von The Snow Woman freute ich mich, als Radiance Films eine 2. Daiei Gothic Box veröffentlichte und darin auch Tokuzo Tanakas Demon of Mount Oe zu finden war. Einen japanischen Film von Daiei, den es bis dato ausserhalb Japans nicht offiziell zu erwerben gab. Und der sah, was Bilder, Cover und Monster angehen, vielversprechend aus. Umso enttäuschter bin ich nun nach der Sichtung des Filmes über die Qualität und den Inhalt des Filmes.

Viele Internetseiten beschrieben den Plot um einen Dämon, der von einer Gruppe von Samurai bekämpft wird. Doch das und alle Monsterszenen machen nur ca. 5% des ganzen Filmes aus. Der Rest des Filmes ist langweilig, wirr, verworren, lahm und uninteressant. Der Film läuft dabei auch fast zwei Stunden statt die auf dem Cover angegebenen 83 Minuten. So wird aus einem kurzweiligen Film ein zweistündiger, kaum enden wollender Filmmarathon, der sich deutlich länger als zwei Stunden anfühlte. Die Optik weiss zu gefallen wie auch einige der Effekte (Ochse, Spinne). Aber das war es dann auch schon. Es geht zu 90% nicht wirklich um den "Dämon" sondern um andere Belanglosigkeiten.

Der Film ist sehr dialoglastig, es gibt Intrigen, Liebesgeschichten, uninteressante Figuren, lahme und uninteressante (unblutige) Schwertkampfszenen und vor allem Längen inklusive viele Flashbacks. Es geht primär nicht um eine Samurai-Gruppe, die den Kampf gegen den Dämon aufnimmt, wie der Plot in mehreren Quellen beschrieben wird. Schade. Auch die Darsteller reissen keine Bäume aus. Selbst Zatoichi Star Shintarō Katsu vermag den Film nicht aufzuwerten.

Fazit: Sehr langweiliger Film. Schade um die wenigen tollen Monster- und Make-Up Effekte.

Infos:

O: Ôeyama Shuten-dôji

Japan 1960

R: Tokuzo Tanaka

D: Kazuo Hasegawa, Raizô Ichikawa, Shintarô Katsu, Kojiro Hongo

Laufzeit der UK-Blu: 113:51 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Radiance Films (Daiei Gothic Vol. 2) = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, erste offizielle Fassung ausserhalb Japans mit englischen Subs (zum O-Ton), zwei andere Filme und Booklet im Set enthalten. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).