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Samstag, 13. Oktober 2018

Inquisition Review

Horroktober 2018 Spezial
Inquisition

Story:

Fossey (Paul Naschy) arbeitet als Inquisitor. Mit seinen Gehilfen führen sie ihre Arbeit in dem kleinen Städtchen Peyriac durch. Fossey verliebt sich in eine junge Frau. Dumm nur, dass diese einen satanischen Hintergrund hat…

Meine Meinung:

Inquisition soll Paul Naschys Regiedebüt gewesen sein – dafür und auch sonst kann sich der Film sehen lassen. Inquisition ist sicherlich einer der besten Filme von / mit Paul Naschy (für Filme mit und von Paul Naschy HIER KLICKEN!). Themen wie Hexenverfolgung, satanische Zeremonien, Folter, Inquisition, nacktes Fleisch und die Pest / Mittelalter sind perfekte Settings für einen Horrorfilm à la Paul Naschy.

Wer oben genannte Inhalte und Filme wie Der Hexenjäger oder Hexen bis aufs Blut gequält mag, wird mit Inquisition bestens bedient. Die Settings sind wunderschön stimmig und Paul Naschy, in einer dreier Rolle agierend, macht einen ausgezeichneten Job als Folter-Chef, der selbst von unzüchtigen Gedanken nicht verschont bleibt.

Zwar sind die Inhalte nicht originell und es gibt auch Längen, doch tut das dem Unterhaltungswert, sofern man Horrorfilmfan ist versteht sich, keinen Abbruch. Nebst Naschy sind auch alle anderen Figuren überzeugend. Es gibt eine grössere Anzahl an sehr schönen Frauen, die das Auge des Zuschauers entzücken wobei es kaum erotische Inhalte gibt.

Nacktes Fleisch ja – aber keine Erotik – dies im Wechsel mit Gewalt und Folter, wenn den armen Frauen Geständnisse durch Folter entlockt werden sollen. Zum Teil ist der Film diesbezüglich recht derb und wartet mit tollen Effekten auf, welche mich überraschten und ich so nicht erwartet hätte.

Optisch gelungen, hypnotisch und surreal wirken im Gegensatz zum restlichen Inhalt die Traum/Visionen-Szenen (satanische Rituale und Zeremonien), die zum Rest des Filmes optisch eine willkommene Abwechslung bieten.

Fazit: einer der besten Filme mit/von Paul Naschy und dessen Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Inquisición

Spanien 1978

R: Paul Naschy

D: Paul Naschy, Daniela Giordano, Mónica Randall, Ricardo Merino,Tony Isbert

Laufzeit der US-Blu Ray: 90:48 Min.

Gesehen am: 13.10.18

Fassungen: Mir lag die Blu-Ray aus den USA von Mondo Macabro vor = Uncut, Englisch/Spanisch mit englischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Region All Scheibe. In Deutschland unveröffentlicht (Stand: Okt. 2018).

Freitag, 12. Oktober 2018

Leprechaun Review


Horroktober 2018 Spezial
Leprechaun

Story:

Bei Renovationsarbeiten kommt der irische Kobold, der Leprechaun (Warwick Davis), nach zehnjähriger Gefangenschaft wieder frei. Und er ist auf der Suche nach seinem Gold – eine Goldmünze fehlt – die hat Ozzi ausversehen verschluckt. Der Leprechaun macht es sich zur Aufgabe – auch diese Münze wieder zu finden. Er geht dafür über Leichen…

Meine Meinung:

Leprechaun ist der Auftakt zur viel fortgesetzten Reihe um einen irischen Killerkobold mit magischen Kräften, der der irischen Folklore entsprungen ist. Die Reihe erhielt viele Nachfolger (bis 2018 zählt die Reihe sechs Fortsetzungen, die letzte stammt aus dem Jahr 2014) obwohl die Reihe im Gegensatz zu anderen Horrorreihen sicherlich a) weniger bekannt und b) qualitativ weniger interessant ist. Bekanntere Filmreihen umfassen meiner Meinung nach die Zombiereihe von George A. Romero (z.B. Dawn of the Dead), die Halloween Reihe (z.B. John Carpenters Halloween), die A Nightmare on Elm Street Reihe (z.B. mit dem unterschätzen A Nightmare on Elm Street Part 2), der Texas Chainsaw Massacre Reihe (mit dem Klassiker von Tobe Hooper = Blutgericht in Texas) oder der Freitag der 13. Reihe (da mag ich, ähnlich wie bei Halloween und der A Nightmare on Elm Street Reihe, eigentlich jeden Teil). Habe ich Reihen vergessen? Hellraiser, Candyman und Tanz der Teufel sind auch zu empfehlen, auch wenn sie es z.T. auf weniger Fortsetzungen brachten.

Zurück zu Leprechaun:

Die ersten drei Teile hatte ich immer als gut in Erinnerung. Ich kannte diese seit meiner Jugendzeit. Teil vier (im Weltraum à la Critters 4) ist wirklich Schrott und kann man gleich weglassen. Die teile fünf und sechs müsste ich neu prüfen, die Hip-Hop Inhalte / Settings entsprechen aber gar nicht meinem Geschmack während der letzte Teil, Leprechaun: Origins, mehr eigenständiger aber leider nur durchschnittlicher Monsterhorror geworden ist.

Leprechaun ist leider schlecht gealtert. Von den ersten drei Teilen gefiel mir der 3. immer am besten, gefolgt von Teil zwei und Teil eins war schon immer der schlechteste (nur bezogen auf die ersten drei). Allerdings fand ich diesen aktuell noch etwas mässiger, so dass der Film, wären die Teile zwei und drei nicht in der Box dabei, wohlmöglich sogar aus der Sammlung geflogen.

Der Film ist, mehr oder weniger, kurzweilig und kann man gut sichten. Aber Highlights sind rar gesät. So richtig Horrorstimmung mag nicht aufkommen und für eine Horrorkomödie ist Teil eins, vor allem im Gegensatz zu den Fortsetzungen, noch zu unlustig, so dass nicht jeder lustige Spruch des Koboldes zu überzeugen vermag. Dazu kommen z.T. doofe Figuren (Ozzi), billig in Szene gesetzt und schlecht gefilmte Angriffe des Koboldes und viel Bluteffekte darf man auch nicht erwarten. Dass der Film inzwischen auf eine FSK16 Freigabe runtergestuft wurde, war nur folgerichtig.

Positiv ist Warwick Davis als Leprechaun – der kleinwüchsige (ist das politisch noch korrekt? Heute weiss man ja nie…) Darsteller war natürlich eine perfekte Wahl für den Kobold. Er war auch in den meisten Fortsetzungen wieder mit von der Partie (so à la Robert Englund als Freddy Krüger oder Kane Hodder als Jason Vorhees). Einige seiner Kommentare sind amüsant und sein Aussehen ist gelungen inklusive hübscher Make-Up Maske. Dazu kommt, dass der Film, obwohl von 1993 stammend, mehr an einen 80er Jahre Film erinnert was noch Pluspunkte gab.

So gesehen kann man sich den Film ansehen – ich würde aber die ganze Box mit allen Teilen empfehlen – einzeln lohnt sich leider inzwischen auch Teil eins nicht mehr... 

Gefolgt von: Leprechaun 2 / Leprechaun Returns

Infos:

O: Leprechaun

USA 1993

R: Mark Jones

D: Warwick Davis, Jennifer Aniston, Ken Olandt, Mark Holton, Robert Hy Gorman

Laufzeit der deutschen DVD: 87:42 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 12.10.18

Fassungen: Mir liegt die deutsche DVD Box (Teile 1-3) von BMG Video / UFA vor sowie die US-Blu-Ray Box (wegen Teilen 4 bis 7 gekauft) in welcher auf vier Blu-Rays alle sieben Teile enthalten sind. Label: Lions Gate. Gibt es inzwischen auch in Deutschland auf Blu-Ray.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Scanners Review

Horroktober 2018 Spezial
Scanners

Story:

Wegen einer unerwünschten Nebenwirkung von Medikamenten, welches Schwangeren verabreicht wurde, haben deren Babys nach der Geburt die Fähigkeit, die Gedanken der Menschen zu lesen, deren Willen und Handlungen zu steuern und/oder Gegenstände zu bewegen und/oder explodieren lassen zu können. Der verrückte Darryl Revok (Michael Ironside) hat diese Fähigkeit. Der Scanner plant die Menschheit zu vernichten und setzt seine Fähigkeit mit tödlicher Gewalt ein. Andere Scanner macht er sich zu Nutzen oder tötet sie. Wissenschaftler sehen in dem Scanner Cameron Vale (Stephen Lack) Potenzial, dass dieser Darryl aufhalten kann – doch zuerst muss Cameron um sein Überleben kämpfen…

Meine Meinung:

Dem kanadischen Filmemacher David Cronenberg (Maps to the Stars) gelang mit Shivers ein Hit – viele andere Highlights im Horrorgenre sollten folgen: Die Brut, Videodrome, The Dead Zone, Die Fliege oder Naked Lunch. Dazu zählt auch Scanners aus 1981 – erster und bester Teil der dreiteiligen Scanners Reihe, die von zwei (was ich in Erinnerung habe) anspruchslosen, aber kurzweiligen B-Filmen fortgesetzt wurden inklusive qualitativ ähnlichen Rip-offs (Scanner Cop 1 + 2).

Scanners selbst ist anspruchsvolles und sozialkritisches Kino (wer erinnert sich z.B. nicht an den Softenon Skandal, bei welchem in der Schweiz viele Babys ohne Gliedmassen zur Welt kamen, weil das Medikament unerwünschte Nebenwirkungen hatte und Schwangeren verabreicht wurde) welches mir schon früher immer sehr gut gefallen hat. Dieser Eindruck bestätigt sich weiterhin und bleibt bestehen. Ich denke auch nicht, dass sich meine Meinung zu Scanners jemals (ins schlechte) ändern wird.

Die Story ist interessant, trotz ruhiger Phasen nie langweilig, spannend und bietet dem Fan ein typisches Ende à la David Cronenberg. Der von Pierre David produzierte Film, er produzierte viele Horrorfilme in der damaligen Zeit, z.B. Visiting Hours, indem auch Michael Ironside als Bösewicht überzeugt, Of Unknown Origin (Mann gegen Ratte), The Dentist (B-Movie von Brian Yuzna), Wishmaster (KNB-FX Ansammlungen, die lohnt, gesehen zu werden) oder Smash Cut (für Fans von David Hess), bietet einen wunderschönen Soundtrack (von Howard Shore), wenige aber hervorragende und nicht vorhersehbare Effektsequenzen von Dick Smith (der platzende Kopf war in Deutschland vor allem von Horrorfilmgegnern und Zensurbefürwortern das Argument der ersten Wahl) und superbe Leistungen der Darsteller.

Vor allem Michael Ironside als Bösewicht ist eine Wucht! Er spielte in seiner späteren Karriere oft Bösewichte, was Filme aufzuwerten vermochte, da er dies diabolisch, charmant und absolut überzeugend tat. Filme, die sich lohnen, mit Michael Ironside gesichtet zu werden: Visiting Hours (hier spielt er einen fiesen Psychopathen), Watchers (Dean R. Koontz Verfilmung – Ironside spielt auch hier herrlich überzeugend den fiesen Bösewicht), Total Recall (Michael Ironside als Bösewicht auf der Jagd nach Held Arnold Schwarzenegger in einem Paul Verhoeven Film = absoluter Klassiker) oder Starship Troopers (Paul Verhoeven zum Zweiten). Nur schon seine Rolle und Präsenz in Scanners macht den Film glaubhaft und unglaublich gut – ein anderer Darsteller oder eine Fehlbesetzung hätten den Film ruiniert.

Fazit: einer der besten und bekanntesten Filme von David Cronenberg, den es lohnt, gesichtet zu werden! 

Gefolgt von: Scanners II: The New Order

Infos:

O: Scanners

Kanada 1981

R: David Cronenberg

D: Michael Ironside, Stephen Lack, Jennifer O'Neill, Patrick McGoohan, Lawrence Dane

Laufzeit der jap. DVD: 102:44 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 11.10.18

Fassungen: Mir liegt die jap. Scanners Box (DVD, Teile 1-3) von Happinet Pictures vor = stabiler Schuber, Booklet, alle drei Teile Uncut mit O-Ton und mind. jap. Subs. Die Bildqualität ist gut. In Deutschland inzwischen von mehreren Labels auf Blu-Ray veröffentlicht worden (Uncut, Deutsch/Englisch, deutsche Subs etc.).