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Dienstag, 19. Januar 2021

Graveyard of Honor Review

Japanuary 2021

Graveyard of Honor

Story:

 

Japan in der Nachkriegszeit 1946:

 

der Film erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Fall des True-Life Yakuza Rikio Ishikawa (Tetsuya Watari)…

 

Meine Meinung:

 

Graveyard of Honor gilt als Yakuza-Klassiker von Kinji Fukasaku (Battle Royale 2) der teilweise wie eine Doku über das Leben von Rikio Ishikawa wirkt (inklusive Sprecher, echten Aufnahmen und Texteinblendungen über sein Leben). Am ehesten vergleichbar mit Kinji Fukasakus Battles Without Honor and Humanity Reihe.

 

Graveyard of Honor hat mir jedoch im Vergleich schlechter gefallen. Dies lag am Inhalt. Obwohl der Inhalt auf einer wahren Geschichte zu basieren scheint, unterscheidet sie sich nicht von anderen Filmen dieser Art. Das Hauptproblem ist, dass Rikio Ishikawa sehr unsympathisch wirkt. Man baut keine Sympathien zu dem Mann auf. Sein Verhalten gefällt nicht.

 

Das ist das grösste Problem des Filmes: keine Identifikationsfigur. Die eindimensionale Figurenzeichnung ist es auch, die dafür sorgt, dass sich Tetsuya Watari nicht entfalten kann. So kommt dieser nicht an andere (Top)-Leistungen ran (z.B. Outlaw: Gangster VIP, Tokyo Drifter), was schade ist. Und es fehlt eine Art Gegenspieler (vom Schlag Bunta Sugawara).

 

Ansonsten gibt es wenig zu meckern: optisch ist der Film wild, experimentell und sehenswert. Doku-Charakter, optische Spielerein, wilde Kamerafahrten. Der Actiongehalt hätte für meinen Geschmack höher sein dürfen. Dasselbe gilt für den Blutgehalt. Es gibt nur wenige Szenen, die vor Blut triefen, dann dafür aber so richtig! Gegen Ende wird der Film besser, da dramatischer und nihilistischer und garantiert Happy End frei.

 

Fazit: Den Klassiker-Status kann ich zwar nachvollziehen, aber für mich lange nicht so stark wie Battles Without Honor and Humanity! Dazu ist die Hauptfigur zu wenig sympathisch und es fehlt an Charakteren, die als Gegenpol fungieren…

 

Infos:

 

O: Jingi no hakaba

 

Japan 1975

 

R: Kinji Fukasaku

 

D: Tetsuya Watari, Tatsuo Umemiya, Yumi Takigawa, Eiji Gô, Noboru Ando

 

Laufzeit der UK-Blu: 93:38 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die Arrow Video Blu-Ray aus England vor = zusammen mit dem Takashi Miike «Remake» in einer Box = Spezialverpackung, Booklet, Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität und viele Extras. Gibt es in Deutschland Uncut auf DVD von rem.

Montag, 18. Januar 2021

The Golden Bat Review

Japanuary 2021

The Golden Bat

Story:

 

Dr. Yamatone (Sonny Chiba) und sein Team kämpfen zusammen mit Ôgon Bat (Osamu Kobayashi) gegen Aliens an…

 

Meine Meinung:

 

The Golden Bat ist ein charmanter und sympathischer Mix aus Superhelden-Film, Science-Fiction und Kaiju-Genre, der mir gut und besser als erwartet gefallen hat! Der s/w Toei-Film aus dem Jahre 1966 ist dank der kurzen Laufzeit von etwas mehr als 70 Minuten kurzweilig.

 

Mir haben die Effekte, Kostüme, Masken aber auch Monster und Raumschiffe gefallen! Vor allem das Bohrer-Monster, in welchem der Hauptbösewicht lebt, gefiel mir sehr gut! Der Hauptbösewicht und dessen Maske gefielen mir auch. Abgesehen davon gibt es keine grossen Monster.

 

Und dann hätten wir noch einen Mix aus Mumie, Skelett und Fledermaus = unser Superheld, der die Menschen im Kampf gegen die bösen Aliens unterstützt! Es gibt Frauen in sexy Outfits, Ausländer (Andrew Hughes) um den Film besser vermarkten zu können und charmante Settings und Effekte (Laserstrahlen, Soundgeräusche etc.).

 

Einige Szenen, besonders im Finale, haben überrascht (als einige der Guten in den Tod gestossen werden). Für mich als Sonny Chiba Fan war es schön, einen dazumal noch jüngeren Sonny Chiba (Battle Royale 2) in der Hauptrolle als Anführer der Menschen zu sehen, der zusammen mit «The Golden Bat» gegen die Bösewichte ankämpft.

 

Wer das japanische Science-Fiction-Genre von dazumal mag (und Superhelden à la Kamen Rider), macht mit dem Film nichts verkehrt!

 

PS: die Waffe von The Golden Bat hat mich an die jap. TV-Serie Akuma Kun (Mr. Satan) erinnert, in welcher der Held auch einen magischen Stock als Waffe benutzt!

 

Infos:

 

O: Ôgon batto

 

Japan 1966

 

R: Hajime Satô

 

D: Sonny Chiba, Andrew Hughes, Tatsuya Kameyama, Keiichi Kitagawa, Hirohisa Nakata

 

Laufzeit der jap. LD: Ca. 73 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021 / 2. Sichtung am: 08.04.24

 

Fassungen: Mir lag die jap. LD von Toei vor = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton, keine Subs. Andere Fassungen (Blu-Ray, O-Ton mit Subs, Fassung in Deutschland) sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2021). In Japan gäbe es den Film auch auf DVD. Nachtrag 08.04.24: 2024 wurde der Film dank gekauften Toei-Lizenzen von Shout Factory auf Blu-Ray veröffentlicht. Und zwar in der "Classic Tokusatsu Collection" mit Schuber, Poster und nebst Golden Ninja (Titel von Golden Bat) folgenden Filmen: Prince of Space, Invasion of the Neptune Men, Watari the Ninja Boy, Dragon Showdown, Ninja Scope und als Bonusfilm (der einzige in Englischer Sprache) Terror Beneath the Sea. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend, der Film im Originalbildformat und es gibt nebst O-Ton auch englische Subs. Der Film hat in der 2. Sichtung viel Spass gemacht. 

Sonntag, 17. Januar 2021

Battle Royale 2 Review

Japanuary 2021

Battle Royale 2

Story:

 

Nach dem Ende von Teil eins:

 

Shuya Nanahara (Tatsuya Fujiwara) gilt nun als Feind der Regierung und als Terrorist. Dieser sagt den Erwachsenen den Kampf an und verschanzt sich auf einer Insel. Die Regierung lässt durch Lehrer Riki (Riki Takeuchi) Schüler gegen ihren Willen als Soldaten «missbrauchen», die Terrorist Nanahara töten sollen. Weigern sie sich, werden sie getötet…

 

Meine Meinung:

 

Battle Royale 2, die Fortsetzung zum damaligen Hit Battle Royale (eine Manga Verfilmung von Kult-Regisseur Kinji Fukasaku), empfand ich schon früher als weniger gut gelungen und aktuell gefällt mir der Film gar nicht mehr. Zu Battle Royale 2 fällt mir nur eines ein: in allen Punkten eine grosse Enttäuschung!

 

Ob es daran lag, dass Kinji Fukasaku (Message from Space) während den Dreharbeiten verstarb und der Film durch dessen Sohn und den Produzenten zu Ende gestellt wurde? Ich weiss es nicht. Der Film hat mir ausfolgenden Gründen nicht (mehr) gefallen:

 

1. Story: diese ist langweilig, phasenweise ein lahmer Aufguss aus Szenen aus Teil eins und dazu total unlogisch. Warum Kids zwingen die Terroristen zu töten, wenn die Insel unbewohnt ist und man diese einfach wegbomben könnte? Der Extended Cut ist eine harte, zähe und müde (fast 3stündige) Angelegenheit. Ich musste öfters spulen.

 

2. Figuren: diese sind einem egal. Auch alles billige Varianten aus Teil eins. Im Gegensatz zu dort überzeugen sie hier jedoch nicht. Takashi Kitano (Violent Cop) kommt nur in Flash-Backs vor, Tatsuya Fujiwara mochte ich bereits in Teil eins nach Neusichtung nicht mehr und Riki Takeuchi (Fudoh: The New Generation) und dessen Overacting waren peinlich, besonders die End-Rugby-Szene. Du meine Güte! Da hilft auch Sonny Chiba (The Street Fighter) in einem Gastauftritt nichts. War wohl als Hommage an Kinji Fukasaku gedacht. Immerhin haben die beiden oft zusammengearbeitet…

 

3.Effekte/Action: Lahm und billig. Furchtbare CGI Effekte, sowohl in den Action- wie auch den Gewaltszenen. Der Film wirkt auch aus US-Filmen zusammen gestohlen: Der Soldat James Ryan, The Rock oder The Terminator kommen mir da spontan in den Sinn.

 

4. Musik: War in Teil eins mehrfach wunderschöne und passende Musik zu hören (Klassisch), so ist dies in der Fortsetzung nur am Anfang der Fall. Die Musik ist im Grossen und Ganzen mittelprächtig und bleibt nicht in Erinnerung.

 

5. Politik: Teil eins war eine Manga-Verfilmung, eine provokante dazu und bot daher auch indirekt eine Kritik am System. Aber vor allem war es eine rasante, actiongeladene Manga-Verfilmung. In Teil zwei floss viel Antiamerikanismus zur damaligen US-Politik (nach den Ereignissen der Terroranschläge am 11.09.01) ein, was ich ehrlich gesagt in einer Battle Royale Fortsetzung nicht zu wünschen sehe! Daher überrascht es auch nicht, dass Hochhäuser einstürzten, Tatsuya Fujiwara einen auf «Terrorfürst» macht und die Story am Ende in Afghanistan endet. Doof.

 

Fazit: Hat mir leider gar nicht mehr zugesagt und kann ich nicht (mehr) empfehlen! Besser lieber Teil eins nochmal in den Player legen…

 

Infos:

 

O: Batoru rowaiaru II: Chinkonka

 

Japan 2003

 

R: Kenta Fukasaku, Kinji Fukasaku

 

D: Tatsuya Fujiwara, Natsuki Katô, Yuma Ishigaki, Ai Iwamura, Mitsuru Murata, Riki Takeuchi, Takeshi Kitano, Sonny Chiba

 

Laufzeit der UK-DVD (Extended Cut): Ca. 160 Min.

 

Gesehen am: Feb. 2004 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die 3 Disc Limited Edition aus England (DVD) von Tartan Video vor. Nebst der regulären Kinofassung befindet sich auch der längere DC auf einer Disc = Uncut, O-Ton, englische Subs, diverse Extras, durchschnittliche Ton- und Bildqualität. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray (z.B. in Deutschland von Capelight, auch im längeren DC).