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Dienstag, 20. Mai 2025

The Kung Fu Emperor

The Kung Fu Emperor

Story:

Der Kaiser (Fang Mian) ist krank. Der tyrannische Lord Long (Chan Sing) strebt die Nachfolge an. Mit seinen Killern (u.a. Wong Ching, Jang Il-Do, Tsai Hung) lässt er potenzielle Thronfolger des Kaisers töten. Der 4. Prinz (Ti Lung) versteckt seine Martial Arts Techniken, stellt sich dumm und entkommt. Im Exil bereitet er sich zusammen mit neuen Verbündeten (Dorian Tan Tao-Liang, Shih Szu, Kao Chiang) auf die Rache vor…

Meine Meinung:

The Kung Fu Emperor sah ich im August 2013 als Englisch Dubbed Vollbild-UK-DVD. Als ich dieses VHS kaufte, wusste ich das zu dem Zeitpunkt nicht mehr. Die DVD schaute ich damals beim Kollegen. The Kung Fu Emperor ist ein guter Film. Eine HK-Produktion aus dem Jahr 1981. Zwar keine Golden Harvest und/oder Shaw Brothers Produktion, aber das Budget war sichtbar grösser als in anderen Filmen dieser Art. Der Film, der inhaltlich an den Shaw Brothers Kracher Dirty Ho erinnert, ist auf der einen Seite sehr gelungen (Settings, Kostüme, Budget, Ausstattung, Cast), auf der anderen Seite wäre mehr möglich gewesen.

Es wäre deutlich mehr Potenzial vorhanden gewesen, speziell bei den Namen, die im Film mitwirken. Der Film vom Blooded Treasury Fight Regisseur Pao Hsueh-Li (The Beauty Escort) bietet inhaltlich im Mittelteil zu viele Längen. Mehr Kämpfe in dieser Zeitspanne wären wünschenswert gewesen. Das Finale war auf der einen Seite auch etwas enttäuschend, vor allem wie der Bösewicht stirbt. Da hätte ich lieber einen langen, harten Fight von Ti Lung (Held) gegen Chan Sing (Bösewicht) gesehen. Daneben sind Dorian Tan Tao-Liang (General Stone), Shih Szu (Lady of the Law), Bruce Lai (The Ming Patriots), Tsai Hung (8 Strikes of Wild Cat) und Wong Ching (The Prodigal Boxer) zu sehen.

Nebst Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra) und Chan Sing (The Ape Girl) hatte ich vor allem an Wong Ching am meisten Freude. Er spielt die rechte Hand von Chan Sing. Von letzterem hätte ich gerne auch mehr gesehen. Er hat eigentlich relativ wenig Screentime und ich finde, mehr Chan Sing hätte den Streifen aufgewertet. Ich will den Film definitiv nicht schlecht machen, auch wenn es sich vielleicht so anhört. 

Es gibt noch immer solide und sehenswerte Kämpfe und des Produktionsstandards waren höher als bei anderen Filmen. Mehr Einzelkämpfe, mehr Kämpfe und ein besseres Finale hätten aus dem Film einen Kracher gemacht. So bleibt nur ein guter Eastern, der dank tollem Cast und Budget leicht über dem Durchschnitt liegt.

Fazit: Eastern Fans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Gung Foo Wong Dai

HK 1981

R: Pao Hsueh-Li

D: Fang Mian, Chan Sing, Wong Ching, Jang Il-Do, Tsai Hung, Ti Lung, Dorian Tan Tao-Liang, Shih Szu, Kao Chiang

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Aug. 2013 / Neusichtung am: Ende Feb. 2025

Fassungen: Im Sommer 2023 sah ich den Film beim Kumpel als UK-DVD (Titel: Ninja - The Kung Fu Emperor). Diese war in Vollbild, Uncut und Englisch Dubbed. Nun sah ich den Film als VHS aus Japan von Daiei Video. Dieses hat zwei Vorteile: Mandarin O-Ton und Widescreen. Natürlich gibt es nur jap. Subs. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs, eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Montag, 19. Mai 2025

Tai Chi Shadow Boxing

Tai Chi Shadow Boxing

Story:

Zwei Brüder (Hsiang Yun-Peng und Jacky Chen Shao-Lung) lassen sich von einem betrunkenen Meister (Yu Sung-Chao) in Sachen Kampf und Kung Fu trainieren, um am Ende gegen Bösewichte (Chin Kang, Yi Yuan) bestehen zu können…

Meine Meinung:

Tai Chi Shadow Boxing ist ein weiterer Drunken Master Klon, die ab 1979 in Massen gedreht wurden. Der in Taiwan gedrehte Film von Chui Hon Cheung (Revenge of the Shaolin Kid, The Dwarf Sorcerer) ist dabei eine solide Produktion, aber kein Kracher. Da bieten andere Filme mehr Abwechslung, mehr Trainingsszenen, mehr Kämpfe, weniger Klamauk und vor allem einen besseren Cast. Ich würde behaupten, dass der Cast aus Tai Chi Shadow Boxing zweit- und drittklassig besetzt ist. Ausser Lung Fei (The Drunken Swordsman) in einer kurzen Nebenrolle sind mir keine der Namen bekannt.

Der Film bietet inhaltlich keine Überraschungen. Der englische Dub, der nicht wirklich toll ist, wertet den Film natürlich auch nicht auf. Im Gegenteil. Im Zusammenhang mit dem Klamauk sind die Dialoge teilweise furchtbar ausgefallen. Der Film führt zuerst die Figuren ein und danach folgen Klamauk um Klamauk. Und lässt die zwei Schüler langsam auf den Meister treffen, der sie dann als Rache-Werkzeug benutzt. Erst kurz vor der 60. Minute, wird der Film ernster. Etwas, was man oft in dem Old School Kung Fu Film aus dieser Zeit sieht.

Zwar rockt die Kampf-Choreographie im letzten Viertel, aber davor ist der Film doch teilweise relativ lahm. Da waren andere Drunken Master Klone (7 Commandments of Kung Fu z.B.) definitiv sehenswerter. Für die Kampfszenen zeichnete sich Jacky Chen Shao-Lung zuständig, der auch einen der rächenden Schüler spielt. Er spielte in vielen Filmen mit (Of Cooks and Kung Fu) und/oder arbeitete an der Kampf-Choreographie (The Jade Fox). Freude hatte ich hingegen an der Musik von Riz Ortolani (House on the Edge of the Park). Dessen Musik wird im Vorspann, bei Trainingsszenen und im Finalkampf verwendet. Das war cool. Zuerst habe ich diesen mit einem Ennio Morricone Track verwechselt (The Braying Mule).

Fazit: Kein Kracher, aber solide. Dies vor allem aufgrund der Kämpfe im letzten Viertel und der coolen Musik gestohlen aus Ital. Filmen!

Infos:

O: Tai Ji Yin Yang Quan

HK 1980

R: Chui Hon Cheung

D: Hsiang Yun-Peng, Jacky Chen Shao-Lung, Yu Sung-Chao, Chin Kang, Yi Yuan, Lung Fei, Chou Jui-Fang, Wang Quen

Laufzeit der koreanischen VHS: 81:41 Min.

Gesehen am: 21.02.2

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea vor = statt den erwarteten Mandarin Dub gabs «nur» einen Englischen Dub. k.A. ob Uncut. solide Bild- und Tonqualität, Vollbild. Der englische Dub ist mässig. Interessanterweise ist sogar die Inhaltsangabe auf der Rückseite der VHS in Englischer Sprache. Auch DVDs (USA oder England) sind Englisch Dubbed und in Vollbild. Es gibt keine deutsche Fassung und ich finde keine O-Ton Fassung (Stand: Feb. 2025).

Sonntag, 18. Mai 2025

The Monkey

The Monkey

Story:

Nachdem die Zwillinge Bill und Hil (Theo James) auf dem Dachboden eine Affenfigur finden, lösen sie damit eine mysteriöse Mordserie auf. Was hat es mit der Figur auf sich?

Meine Meinung:

Auf The Monkey freute ich mich. Nachdem ich 2025 im Kino mehrfach nicht wirklich befriedigt wurde (Nosferatu und Wolf Man), sollte es Osgood Perkins (February) neuer Film, basierend auf einer Kurzgeschichte von Stephen King, die ich nicht kenne, richten. Nach Longlegs, den ich 2024 sehr mochte, waren gewisse Erwartungen vorhanden. Ich schaute mir von The Monkey nur den ersten Trailer an. Keine weiteren Trailer und ich habe bewusst keine Reviews gelesen. So ging ich ohne falsche Erwartungen und auch ohne wirkliches Vorwissen ins Kino.

Leider hat sich auch dieser Kinobesuch nicht wirklich gelohnt. Ist The Monkey langweilig? Definitiv nein. Im Gegenteil: ich wurde unterhalten und langweilig wurde es nie. Aber ist The Monkey ein guter Film? Nein! Leider nicht. Ich kenne die Kurzgeschichte von Stephen King nicht. Der Plot mit dem Zwilling kommt in dieser, was ich inzwischen herausgefunden habe, nicht vor. Diesen hätte man im Film auch komplett weglassen können. The Monkey kann definitiv nicht an einen Longlegs oder February anknüpfen. Der Film wird als schwarze Horrorkomödie betitelt. Der Film, der an die Final Destination Reihe erinnert, ist zwar wie bereits erwähnt alles andere als langweilig und unterhaltsam, aber der Film, die Dialoge, der Plot, der "Humor", das Drehbuch und die Figuren sind allesamt total bescheuert.

Der Horror funktioniert nicht, spannend oder gruselig wird es nie (auch wenn der Affe creepy wirkt), wirklich explizit blutig ist der Film auch nicht (der ganze Gore passiert praktisch im off screen, zu schnell oder mit sichtbaren CGI-Elementen vermischt) und der Humor und die Dialoge könnten von einem 12jährigen stammen. Vor allem die total überzeichneten Charaktere, die Dialoge und der «Humor» waren übel. Bei uns im Kino wurde den ganzen Film über nicht einmal gelacht. Der Film fühlt sich an wie ein Witz, der erzählt wird, und der aber nicht witzig ist und dessen Erzähler und seine Reaktion zum Fremdschämen einlädt. Elijah Wood (Maniac) spielt keine Hauptfigur und kommt nur ca. zwei Minuten vor.

Fazit: Nach Longlegs kann man von The Monkey nur enttäuscht sein!

Infos:

O: The Monkey

Grossbritannien, USA 2025

R: Osgood Perkins

D: Theo James, Elijah Wood, Sarah Levy, Osgood Perkins, Tatiana Maslany, Laura Mennell

Laufzeit der Originalversion: Ca. 98 Min.

Gesehen am: 20.02.25

Fassungen: Im Kino gesehen in Englisch mit deutschen und franz. Untertiteln. Uncut. Eine deutsche Blu-Ray ist noch nicht angekündigt (Stand: Feb. 2025).