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Montag, 8. Dezember 2025

The Toxic Avenger Review

The Toxic Avenger

Story:

Winston (Peter Dinklage) braucht ein Medikament, ansonsten wird er sterben. Er arbeitet als Hausmeister für eine Firma, die Medikamente herstellt. Doch dessen CEO (Kevin Bacon) lehnt ab und demütigt Winston. Winston, der in armen Verhältnissen lebt, bricht nachts auf der Suche nach dem Medikament ein und wird vom Sicherheitsdienst erschossen. Die Leiche wird in Chemikalien entsorgt. Doch diese sorgen dafür, dass Winston als entstellter Freak mit übermenschlichen Kräften (Luisa Guerreiro) zurückkehrt um an den Bösewichten (u.a. Elijah Wood) Rache zu üben…

Meine Meinung:

The Toxic Avenger, angeblich seit Jahren abgedreht aber keinen Verleih gefunden, ist das Remake des Troma-Klassikers mit gleichnamigem Titel. Geben einige Quellen an, dass dafür der Gewaltgrad schuld sei, dann muss ich sagen, dass das nur Marketing-Gequatsche ist. The Toxic Avenger lohnt sich nämlich eigentlich nicht wirklich und wäre auf Netflix und Co. besser aufgehoben gewesen als im Kino. Der Film ist fürs Kino schlicht zu billig. Und das war sicher auch das Grund, warum der Film so lange keinen Verlieh fand.

Es handelt sich in meinen Augen auch nicht um einen echten Troma-Film, auch wenn der Film u.a. von Lloyd Kaufman und Michael Herz produziert wurde. Zwar ist der Film wirklich bemüht, den Charme der alten Filme auferstehen zu lassen (es gibt auch Hommagen an Class of Nuke 'Em High, den Original The Toxic Avenger oder an den Song Body Talk inklusive Gastauftritt von Lloyd Kaufmann am Ende) und für eine einmalige Sichtung ist der Film okay (aber mehr auch nicht). Der Film wirkt für einen Kinofilm zu billig (da ging das Budget wohl für seine Stars drauf).

Zudem wirkt der Film zu steril, zu sauber, zu zahm und zu harmlos. Wenig Splatter. Wenn, dann geht es ultraschnell (Kamera fängt Szene zu kurz ein oder schwankt zu schnell weg), findet im off screen statt oder mehrheitlich wird auf erkennbares und billiges CGI-Blut- und Splattereffekte gesetzt, was einfach billig aussieht und den Szenen jeglichen Charm und Härte raubt. Auch in der Hinsicht (Splattergehalt) überzeugt der Film nicht. Der Film spielt das Ganze mit angezogener Handbremse ab und moderne, eigene Inhalte haben hier und da auch einen gewissen Woke-Charakter.

Das Einzige, was mir gut gefallen hat, war der verseuchte Vogel, der immer wieder auftaucht und die Bösewichte. Die haben mir durch die Bank gefallen und die verspürten so was die ein Troma-Feeling. Zudem haben Stars wie Elijah Wood (The Faculty, Maniac, Come to Daddy) und Kevin Bacon (Freitag der 13., Beverly Hills Cop: Axel F, MaXXXine) auch viel mehr Screentime erhalten, was erwartet. Die gehen als Bösewichte schon gut ab, ebenso ihre Gang (dessen Ende auf der Bühne war aber eine grosse Enttäuschung, da so massiv viel CGI-Einsatz).

Fazit: Ein Remake, welches die Welt nicht braucht!

Infos:

O: The Toxic Avenger

USA 2023

R: Macon Blair

D: Jacob Tremblay, Elijah Wood, Kevin Bacon, Peter Dinklage, Macon Blair, Julia Davis, Luisa Guerreiro

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 25.09.25

Fassungen: In Bern im Kino gesehen: Uncut (ab 16 Jahren), Englischer Ton, deutsche Untertitel. Das Kino in Muri b. Bern scheint das einzige in der ganzen Schweiz zu sein, dass den Film in den nächsten Tagen immerhin mind. 3x im Originalton zeigen wird. In Deutschland soll der Film am 22.01.26 von capelight pictures auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Harpi Review

Harpi

Story:

Als die Schüler einer Schule auf einer abgelegenen Insel einen Amateur-Horrorfilm drehen, taucht ein unbekannter Killer auf, der die Dreharbeiten in blutige Realität verwandelt…

Meine Meinung:

Als ich so um die Jahre 2018/2019 seltene Gruselfilme als südkoreanische Videokassetten suchte und kaufte, waren das vor allem ältere Filme die mein Interesse erweckten. Darunter war eine Ausnahme: Harpi. Bei Harpi handelt es sich um einen neueren Film aus dem Jahr 2000. Um einen Slasher. Wohl die südkoreanische Antwort auf Filme wie Scream, Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast und Düstere Legenden.

Ich sah mir den Film ohne Untertitel an. Es gibt keine Fassung mit englischen Untertiteln. Ich habe mir die Inhaltsangabe auf der Rückseite der Videokassette übersetzen lassen lassen. Das half. Der Film erinnert in der Tat an die Teenie-Slasher Ende der 90er, wobei die Klasse und Qualität der amerikanischen Vorbilder in keiner Art und Weise erreicht wird. Der Film ist nicht per se langweilig, aber es ist definitiv kein Kracher. Richtiges Spektakel sucht man vergebens.

Das Einzige, was dank fehlenden Untertiteln und einem Mangel an Verständnis fehlte, waren die Motive. Warum wurde gemordet? Auf der anderen Seite hat der Film zu keiner Sekunde gefesselt. Mit anderen Worten: das Motiv war mir sogar egal. Leider ist keine Spannung vorhanden. Atmosphärisch wird es auch nicht, gruselig ebenso wenig. Es gibt einige Film-im-Film Momente (erinnerte an Düstere Legenden 2), in denen dem Zuschauer vorgetäuscht wird, dass ein Mord geschieht, bis es zur Auflösung kommt, dass die Schüler nur eine Szene für den Film gedreht haben. Das ist zuerst nett, aber bei stetiger Wiederholung dann nicht mehr effektiv.

Der Film ist relativ harmlos. Die Horrorparts am Ende kommen zu spät. Das Interesse ist längst verflogen. Das Editing ist ziemlich mies. Nicht selten stoppt der Film und friert eine Szene ein, während ein off Sprecher was dazu sagt. Nervend und nimmt dem Film sein Tempo, statt aufs Gaspedal zu drücken. In einem Review habe ich gelesen, dass die Produktion und die Drehbedingungen chaotisch gewesen sein sollen. Was auch immer das heissen mag. Wer jedoch nach anderen Filmen von Regisseur Ra Ho-beom sucht, wird keine finden. Das könnte ein Hinweis sein…

Fazit: Nicht Mal für Slasher-Fans interessant…

Infos:

O: Hapi

Südkorea 2000

R: Ra Ho-beom

D: Lee Jeong-hyun, Kim Rae-won, Kim Kkot-ji, Cho Hyung-jin

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 85:23 Min.

Gesehen am: 25.09.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Film Production Twenty-One vor = durchschnittliche Bildqualität, Koreanischer Originalton, keine Subs, sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2025).  

Jaka Sembung and the Ocean Goddess Review

Jaka Sembung and the Ocean Goddess

Story:

Holländische Kolonisten entführen Jakas (Barry Prima) Freundin, um ihn endlich auszuschalten. Doch dieser bekommt Hilfe von der See-Göttin Nyi Roro Kidul, um seine Freundin zu befreien und den Kampf gegen die Holländer zu gewinnen…

Meine Meinung:

Aka The Warrior and the Ocean Goddess. Jaka Sembung and the Ocean Goddess ist der fünfte Teil der Jaka Reihe mit Barry Prima (Red Devil Fight, Primitives, Tarzan Raja Rimba) als Nationalheld aus Indonesien, die dazumal durch The Warrior ausgelöst wurde. Offiziell sind Jaka Sembung and the Ocean Goddess sowie der Vorgänger (Bergola Ijo), beide waren keine Rapi Films Produktionen, nicht im Ausland veröffentlicht worden. Daher sind die Filme auch viel weniger bekannt als der 2. und 3. Teil (The Warrior II, The Warrior and the Ninja).

Mir hat Jaka Sembung and the Ocean Goddess gut gefallen. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass das nebst The Warrior II die beste Fortsetzung der Reihe geworden ist. Natürlich habe ich meine Erwartungen auch etwas angepasst (z.B. zum Blutgehalt). In der Hinsicht z.B. ist der Film sehr zahm. Der Film war mit seiner Laufzeit von nur 82 Minuten sehr kurzweilig. Der Inhalt war zudem sehr abwechslungsreich, gerade von den Settings. Der Film startet auf dem Schiff im Meer.

Danach geht es in der Unterwasserwelt der See-Königin weiter. Diese Szenen nehmen das erste Viertel des Filmes in Beschlag. Danach geht es mit Kampfszenen und etwas magischen Inhalten weiter, ehe im Finale die See-Königin erneut auftauchen darf. Das sorgt, wie bereits erwähnt, für viel Abwechslung. Sets, Kostüme und der Fantasy-Anteil sind gegeben. Einfach blutige Effekte dürfen praktisch keine erwartet werden. Die Kampfszenen waren bis auf die erste Szene besser als erwartet und besser als in den älteren «Jaka Filmen».

Die Musik und die Kameraarbeit, gerade auch in den Kampfszenen und wie diese Choreographiert sind, hat mir gut gefallen. Bis auf einen Art Sidekick von Jaka wird grösstenteils auf Humor verzichtet. Das ist auch ein Plus. Jaka, erneut von Barry Prima gespielt, macht das solide, auch wenn er etwas aufgedunsen wirkt (Trank er damals?). Sehr gefallen haben mir alle Bösewichte und die zwei Mädels (die Seegöttin sowie Jakas «Filmfreundin»). Dass erneut die Holländer die Bösewichte sind, damit muss der Fan halt leben. Störte mich nicht.

Fazit: Fans der Reihe zu empfehlen!

Infos:

O: Jaka Sembung dan Dewi Samudra

Indonesien 1990

R: Atok Suharto

D: Barry Prima, Yurike Prastica, Piet Pagau, Hesti Syani

Laufzeit der Fan Edition: 82:16 Min.

Gesehen am: 25.09.25

Fassungen: Mir lag das Indonesian Fan Project vor = in Indonesisch mit englischen Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität und in Widescreen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2025).