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Freitag, 23. Januar 2026

The Housemaid


The Housemaid

Story:

Millie Calloway (Sydney Sweeney) wird bei dem Ehepaar Nina (Amanda Seyfried) und Andrew (Brandon Sklenar) Winchester als Nanny angestellt. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Als ich The Housemaid von Paul Feig (von ihm kenne ich nur Spy = den habe ich als lustig in Erinnerung), nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Klassiker aus Südkorea, im Kino sah, wusste ich nur drei Dinge über den Film. Erstens: Es handelt sich um eine Roman-Verfilmung (diesen kenne ich nicht). Zweitens: die Hauptdarstellerin aus Immaculate (Sydney Sweeney) spielt auch hier eine der Hauptrollen. Drittens: in einem Forum las ich einige Spoiler freie Zeilen zum Film, die vielversprechend tönten. Mehr wusste ich nicht. Weder Plot (wobei ich dies beim Titel erraten konnte) noch Trailer waren mir bekannt.

Leider ist aus der Roman-Verfilmung kein guter Film geworden. Der Inhalt basiert, wie bereits erwähnt, auf einem Roman, dessen 08/15 Inhalt vorhersehbar und für Gen Z Frauen (was dem Film zu jeder Sekunde anzusehen ist) geschrieben wurde. Dessen «Erfolg» wurde durch Social Media gehyped (wohl ein Zeitgeist Phänomen wie in der Vergangenheit bei der Bibel oder Mein Kampf) und ist zu vernachlässigen. Der Film und auch die Bilder dazu sollen lediglich junge Menschen, die sich von X, TikTok und Co. blenden lassen, beeindrucken. Daher sehen der Film und die Figuren auch uninteressant, oberflächlich und austauschbar aus.

Der Plot ist absolut unglaubwürdig (die Polizistin im Finale und ihre Vernehmung) und voraussehbar. Twists gab es eigentlich keine. Wer noch nicht durch Social Media verblödet ist, wird die «Twists» schnell ausmachen. Die lange Laufzeit (der Film läuft über zwei Stunden) tut ihr übriges dazu. Vor allem die ersten ¾ waren sehr öde und langweilig. Die Musik-Wahl gefiel mir persönlich gar nicht und war absolut schrecklich. Eine echte Spannung ist nicht auszumachen und die Figuren, die aus der Social Media und Influencer Hölle stammen könnten, sind dem Zuschauer total gleichgültig. Der Film wirkt gegen Ende mehr und mehr unfreiwillig komisch.

Fazit: Geld- und Zeitverschwendung!

Infos:

O: The Housemaid

USA 2025

R: Paul Feig

D: Sydney Sweeney, Amanda Seyfried, Brandon Sklenar

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 131 Min.

Gesehen am: 23.01.26

Fassungen: In Bern im Kino gesehen = Uncut (ab 16 Jahren), Englisch, mit deutschen Subs. Die deutsche Disc (Blu-Ray, UHD, DVD) soll am 01.05.26 erscheinen (Stand: Jan. 2026).

Don't Open Till Christmas

Don't Open Till Christmas

Story:

In London geht ein Mörder um, der als Weihnachtsmann verkleidete Personen tötet. Die Polizei ermittelt.

Meine Meinung:

Don't Open Till Christmas ist ein britischer Mitte der 80er Jahre Slasher, der in Deutschland vor allem auch «dank» seiner Beschlagnahme bekannt ist. Ich wusste über den Film, den ich seit vielen Jahren nicht mehr sah (20+ Jahre), nicht mehr viel. Das London-Setting, dass Weihnachtsmänner getötet würden und dass der Film blutig sei, das wusste ich noch. Und die Tatsache, dass ich den Film nicht als Kracher abgespeichert hatte.

Aktuell bin ich viel am Arbeiten (als Nachtwache) und hatte wenig freie Tage. Also wollte ich mir einen anspruchslosen Film ansehen und wählte Don't Open Till Christmas aus. Der Film ist nach wie vor kein Kracher, aber der Streifen hat die Neusichtung bestanden. Ich fühlte mich vor allem durch die kurze Laufzeit von nur knapp 85 Minuten, den hohen Bodycount (= kaum Längen) und die blutigen Effekte (plus ein gesundes Mass an Sleaze und Schmuddel) kurzweilig und wie gewünscht anspruchslos unterhalten. Caroline Munro, bekannt aus Maniac, legt einen unwichtigen Gastauftritt hin (wohl nur, um mit ihrem Namen werben zu können).

Der Film überzeugt durch das London- und Weihnachtssetting. Interessant ist, dass die Mehrzahl der Opfer Männer ist. Das ist, speziell für das Slasher-Genre aus der Zeit, ungewöhnlich. Die zweite abweichende Beobachtung ist die hohe Anzahl an Toten. Wie bereits erwähnt ist der Bodycount sehr hoch. Fast alle fünf Minuten wird ein Opfer gemeuchelt. Daher gibt es wenig Längen. Dabei sind die Effekte zwar blutig, aber schockieren, vor allem heute, niemanden mehr. Die Beschlagnahme ist lächerlich und weder folgerichtig noch zeitgemäss. Das Motiv des Täters erinnert an Ital. Gialli.

Fazit: Slasher Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Don't Open Till Christmas

Großbritannien 1984

R: Edmund Purdom

D: Edmund Purdom, Alan Lake, Belinda Mayne, Gerry Sundquist, Mark Jones, Kevin Lloyd, Caroline Munro

Laufzeit der US-DVD: 86:22 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Ca. 20/21.1.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Mondo Macabro = Uncut, Code-Free Disc, Englischer O-Ton, keine englischen Subs, gute Bildqualität. Als Extras gibt es u.a. ein langes Making of und eine Doku über den Produzenten des Filmes. In Deutschland gibt es den Film als Fröhliche Weihnacht auf Blu-Ray (Deutsch/Englisch, keine Subs). In Deutschland ist der Film jedoch seit 2002 beschlagnahmt.

Dienstag, 20. Januar 2026

Japan Organised Crime Boss

Japanuary 2026

Japan Organised Crime Boss

Story:

Kôji Tsuruta (Tetsuo Tsukamoto) wird nach acht Jahren Gefängnis entlassen. Das Yakuza-Mitglied findet sich mitten in einem Yakuza-Krieg wieder. Zwei Banden kämpfen um die Vorherrschaft in Yokohama. Als Kôjis Boss ermordet wird, tritt er in dessen Fussstapfen und nimmt den Kampf auf…

Meine Meinung:

Japan Organised Crime Boss ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (Wolves, Pigs and Men, Yakuza Graveyard, Hokuriku Proxy War). Die Ende der 60er Jahre Produktion hat mir sehr gut gefallen. Inhaltlich hat mich der Streifen an Kinji Fukasakus Film-Reihen Battles Without Honor and Humanity sowie New Battles Without Honor and Humanity erinnert. Japan Organised Crime Boss geht es ernster, dramatischer und ruhiger an, als andere Yakuza-Filme des Regisseurs.

Der Film hat einen simplen Plot, der mir jedoch, auch aufgrund der tollen Figurenzeichnung und der Dramatik, gut gefallen hat. Dazu passt dann auch das nihilistische, aber für Kinji Fukasaku typische und wenig überraschende Ende. Tetsuo Tsukamoto gibt einen wunderbaren Lead ab. Er, der noch an Ideale, Ehre und Ehrenkodexe denkt, sieht sich Mitten in einem Yakuza-Krieg wieder, der seine Opfer fordert. Stark gespielt. Auch der restliche Cast um Ryōhei Uchida, Bunta Sugawara und Tomisaburō Wakayama überzeugt. Der Film ist toll besetzt.

Bunta Sugawara (Street Mobster, Cops Vs. Thugs), oft im Yakuza-Kino von Kinji Fukasaku Zuhause, ist diesmal nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen. Ryōhei Uchida (Bakeneko: A Vengeful Spirit, Yakuza Wolf 2, Samurai Wolf), der Tetsuo Tsukamoto Blutsbruder spielt, macht das sehr gut. Ihm zur Seite steht der durchgehallte Yakuza-Boss Miyahara, gespielt vom grossartigen und wandelbaren Tomisaburô Wakayama (Sympathy for the Underdog). Spielte Tomisaburô Wakayama in Sympathy for the Underdog einen einarmigen, so spielt er hier einen drogensüchtigen Boss. Ein einarmiger kommt im Plot von Japan Organised Crime Boss dennoch auch zum Zuge. Die Action-Szenen sind blutig anzusehen und der Film ist optisch allgemein wunderschön anzusehen (vor allem die Sequenzen im Regen).

Fazit: Für Kinji Fukasaku und Yakuza-Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Nihon boryoku-dan: Kumicho

Japan 1969

R: Kinji Fukasaku

D: Tetsuo Tsukamoto, Bunta Sugawara, Ryôhei Uchida, Noboru Ando, Tomisaburô Wakayama

Laufzeit der UK-Blu: 96:17 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-Blu von Radiance vor = Wendecover, Booklet, Uncut Fassung, O-Ton, Englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt ein Extra, indem Kinji Fukasaku über sein Leben erzählt. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).