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Dienstag, 6. September 2022

Prey Review


Prey

Story:

 

18. Jahrhundert:

 

Indianer (u.a. Amber Midthunder) bekommen es mit dem Predator (Dane DiLiegro) zu tun…

 

Meine Meinung (bezieht sich auf die Fan-Version Arnie Dub Patriarchy Edition):

 

Prey ist der neuste Film im Predator Universum und erzählt die Vorgeschichte, wie der Predator (oder der erste seiner Art) auf die Erde kamen. Im Amerika des 18. Jahrhunderts, in welchem vor allem noch Indianer über den Kontinent herrschten (aber im Film Englisch sprechen). Der Film hat im Vorfeld für leichten Gesprächsstoff gesorgt, da Woke-Inhalte und da nur via Streaming zu sehen d.h. Prey läuft weder im Kino noch dürfte es später eine DVD/Blu-Ray Ausgabe geben.

 

Ich kam nun zufällig in den Genuss, eine Fan-Made-Edition von Prey zu schauen: die Arnie Dub Patriarchy Edition. In dieser wurden 90% der Dialoge von Amber Midthunder (sie spielt die Heldin) durch Dialoge von Schwarzenegger ausgetauscht. Das hört sich zunächst ganz amüsant an, ist es aber nur bedingt. Erstes ist die Qualität dabei nicht besonders, zweites ruckelt die Aufnahme leicht und vor allem machen die Dialoge und Antworten unserer Heldin nun mehrheitlich keinen Sinn mehr.

 

Der Film spielt im 18. Jahrhundert und nun fallen Dialoge wie "Get to da choppa!" oder Worte wie "Terminator" oder "Motorcycle". Das passt dann nicht zur Zeitspanne, in welcher der Film spielt. Der Hund heisst in der Fassung übrigens Dillon (in Anlehnung an die aus Predator stammende Figur gespielt durch Carl Weathers) und folgendes wird am meisten aus Arnie Filmen zitiert: Bullshit! Cool war, was auch im Original Prey der Fall ist, dass die Original-Musik aus Predator auch zu hören ist. Andere Dialoge, die 1:1 entnommen wurden (z.B. "If it bleeds, we can kill it») fand ich unpassend und doof.

 

Zum Film an sich: der war besser als der letzte Predator (was auch nicht schwer ist). Abgesehen von der Holzhammer-Aussage (Mädel welches mit Axt nicht Mal einen Hasen trifft bezwingt den Predator und lässt alle Männer, die wenig sympathisch oder Ärsche sind, weit hinter sich) war der Film ok. Die Tier-Animationen waren teilweise gut (Bär), teilweise schlecht (Schlange) und bestanden fast nur aus CGI.

 

Es gibt Tier-Gore und der neue Predator und dessen Look gefallen. Für meinen Geschmack war er jedoch zu viel unsichtbar. Die Action-Szenen in der 2. Hälfte waren mir oft zu modern und zu schnell geschnitten. Vom Blutgehalt kommt der nicht ans Original ran, da zu schnell, modern, findet im off statt, zu wackelige Kamera. Einige Szenen waren auch billig und erinnerten an Superhelden-Filme (wie der Predator von Baum zu Baum springt) und wie der Predator am Ende besiegt wird, war enttäuschend.

 

Abgesehen davon schön gefilmt und tolle Settings und Kulissen. Cast war bis auf Amber Midthunder uninteressant, was aber einem schlechten Woke-Drehbuch und Dialogen geschuldet ist. Vor allem die 1. Filmhälfte bringt dies deutlich zum Ausdruck. Die 2. Filmhälfte ist dann weniger lahm, wobei ich den Film allgemein als nicht wirklich langweilig empfunden habe.

 

Fazit: Einmal schauen ok!  

 

Infos:

 

O: Prey

 

USA 2022

 

R: Dan Trachtenberg

 

D: Amber Midthunder, Dane DiLiegro, Harlan Blayne Kytwayhat, Geronimo Vela, Dakota Beavers, Mike Paterson, Stormee Kipp, Stefany Mathias

 

Laufzeit der Online Fassung: Ca. 99 Min.

 

Gesehen am: 22.08.22

 

Fassungen: Gibt es nur als Stream via Hulu. Ich sah die von einem Fan erstellte Fan-made Fassung namens Arnie Dub Patriarchy Edition. In dieser wurden 90% der Dialoge von Amber Midthunder durch Dialoge aus Arnold Schwarzenegger Filmen ersetzt. Funktioniert das? Nur mässig, aber dennoch konnte der Film in der Form geschaut werden. Immerhin kam ich somit in den Genuss, den Film gratis zu schauen (in der Schweiz sind Streamings oder Downloads vom Gesetz legal) da ich bei Hulu nicht Mitglied bin.

Montag, 5. September 2022

Fatman Review

Fatman

Story:

 

Ein Junge (Chance Hurstfield), der mit Santa (Mel Gibson) unzufrieden ist, hetzt diesem einen Killer (Walton Goggins) auf den Hals…

 

Meine Meinung:

 

Schon als das Grundkonzept und später der Trailer zu Fatman veröffentlicht und kommuniziert wurden, fand ich das ansprechend. Warum? Schnee, Mel Gibson und vor allem die amüsante und originelle Grundidee, dass Gibson Santa spielt, der dann von einem Killer gejagt würde. Ich mein, wie gekloppt ist das denn?

 

Aber so doof das tönt, so gut funktioniert dies. Fatman nun zum ersten Mal gesehen. Trotz Trailer wusste ich nicht im Detail, was mich erwartet. Ich mochte den Film. Kein Kracher, aber war sehr unterhaltsam und inhaltlich Mal was Anderes. Der Militär-Subplot war zunächst doof, aber sorgt dann fast für die einzige blutige Action vor dem Duell. Passt also auch.

 

Was den Cast angeht, macht Mel Gibson, nachdem er in Hollywood länger von der Bildfläche verschwand (nachdem er betrunken paar doofe Sachen sagte), im Moment alles richtig. Während andere Alt-Sars in miesen Filmen mitwirken (Steven Seagal, Bruce Willis) ist Mel Gibson eine Art kleine Auferstehung gelungen, was Filme wie Hacksaw Ridge, Boss Level (liegt noch ungesehen rum), Dragged Across Concrete (ok, den mochte ich gar nicht, kam aber allgemein gut an) oder Blood Father angehen.

 

Aber auch am restlichen Cast hatte ich Freude. Vor allem Walton Goggins als Profikiller war mega cool und wenn Marianne Jean-Baptiste sprach, kam mir immer die A24 Produktion In Fabric in den Sinn. Das Duell zwischen Mel Gibson und Walton Goggins (hat in House of 1000 Corpses wohl die beste Todesszene des Filmes spendiert bekommen) war zwar nur kurz, aber doch ziemlich cool und zuvor baute sich eine gewisse Spannung und Stimmung auf. Als sich beide aus der Ferne gegenüberstehen, hatte das sogar Italo-Western Vibes. Und das Setting ist toll (Schnee, weisser Tarnanzug etc.).

 

Fazit: Kann man gut gucken!

 

Infos:

 

O: Fatman

 

USA, Kanada, Großbritannien 2020

 

R: Eshom Nelms, Ian Nelms

 

D: Mel Gibson, Walton Goggins, Marianne Jean-Baptiste, Chance Hurstfield

 

Laufzeit der deutschen Blu: 99:47 Min.

 

Gesehen am: 20.08.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Impuls Pictures (mit Wendecover) vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität.

Sonntag, 4. September 2022

Die Bartholomäusnacht Review

Die Bartholomäusnacht

Story:

 

Frankreich 1572:

 

Königin Margot (Isabelle Adjani) wird von ihrer Familie gezwungen, Henri de Navarre (Daniel Auteuil) zu heiraten. Damit soll zwischen den Katholiken und Protestanten von nun an Frieden herrschen. Doch Margots Familie geht es jedoch gar nicht um Frieden und während der Bartholomäusnacht führen sie ein Massaker durch, um die Stadt vor Protestanten zu säubern. Auch Henri befindet sich in Lebensgefahr, während Margot mit einem Liebhaber (Vincent Perez) fliehen möchte. Doch familiäre Intrigen erschweren dies. Denn auch der aktuelle König Charles IX (Jean-Hugues Anglade) soll getötet werden…

 

Meine Meinung (bezieht sich auf die Langfassung der DVD):

 

Die Bartholomäusnacht sah ich bisher nur einmal und das ist viele Jahre her. Ich wusste eigentlich kaum mehr etwas. Ich wusste, dass es ein blutiges Massaker gibt und dies geschichtlich bedingt ist. Mehr wusste ich nicht. Als ich dieses Jahr Possession guckte war mir klar, dass ich demnächst auch Die Bartholomäusnacht auffrischen sollte. Wegen Isabelle Adjani…

 

Die Bartholomäusnacht ist eine europäische Produktion (mehrere Länder beteiligt aber vor allem Frankreich) und eine Soap Opera Love-Story-Romanze inklusive genug "tödlicher" Intrigen verpackt in ebenbesagte geschichtliche Settings um das Massaker in der Bartholomäusnacht = sehenswert! Und dass, obwohl der Film (in der Langfassung) fast drei Stunden Laufzeit bietet. Ich mochte den Film. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden.

 

Der Film ist sehr aufwändig gemacht, der Plot sehr komplex. Aber wenn der Zuschauer gut aufpasst, dann wird man früher oder später fesselnd in die Geschichte gezogen und beginnt auch, Mitgefühl und Interesse für die Figuren und den Verlauf der Geschichte zu zeigen. Eine Spannung ist vorhanden. Werden sich Margot und Henri lieben? Oder wird Margot mit ihrem neuen Liebhaber Glück finden? Wird König Charles IX durch die eigene Familie ersetzt (also getötet) werden? Das sind Inhalte, die eine Spannung generieren.

 

Wie gesagt: der Film ist extrem aufwändig. Sehr authentisch. Viele Figuren, viele Statisten, viele Kostüme und Requisiten. Auch mit Effekten wird nicht gespart (Schweine Angriff und dann natürlich das Massaker, welches sehr blutig ausgefallen ist). Da gibt’s wirklich auch Splatter-Szenen in einem europäischen Kinofilm- und Grossproduktion zu sehen. Zu sehen gibt es auch wunderbare Leistungen der Darsteller:

 

Isabelle Adjani (Possession), Jean-Hugues Anglade (Killing Zoe), eine junge Asia Argento (The Church), Thomas Kretschmann (The Stendhal Syndrome), Daniel Auteuil oder Vincent Perez waren alle toll anzusehen wie auch sämtliche anderen Figuren. Perfekte Wahl. Niemand wirkte falsch oder unpassend besetzt. Nebst Plot und Schauspielern hatte ich auch Freude an den fiesen Intrigen im Film. Da kommt so richtiges fesselndes Soap Opera Niveau zur Geltung, so dass man Figuren hasst oder sich für sie freut oder um sie trauert. Alles möglich!

 

Fazit: Packendes, spannendes und aufwändiges Epos aus Frankreich! Sehenswert!

 

Infos:

 

O: La Reine Margot

 

Deutschland, Italien, Frankreich 1994

 

R: Patrice Chéreau

 

D: Isabelle Adjani, Daniel Auteuil, Vincent Perez, Jean-Hugues Anglade, Asia Argento, Thomas Kretschmann

 

Laufzeit der deutschen DVD (Langfassung): 163:34 Min.

 

Neusichtung am: 20.08.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Capelight vor (Langfassung). Diese stellt die für mich beste Fassung dar, was die Version angeht, da alle Handlung (will ich nicht missen) und alle Gewaltszenen (ebenso) enthalten sind. Andere Fassungen sind kürzer und in Handlung und/oder Gore zensiert. Die Bildqualität der DVD erachte ich als sehr mässig für einen Film aus dem Jahr 1994. Sehr unscharf und allgemein auch viel zu dunkel. Dies scheint aber auch neue Restaurationen zu betreffen (zu dunkel). Daher weiss ich noch nicht, ob ich auf Blu-Ray upgraden werde…