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Montag, 10. Juli 2023

The Stand – Das letzte Gefecht

The Stand – Das letzte Gefecht 

Inhalt:

 

Zitat Back-Cover:

 

«Ein tödliches Virus entvölkert Amerika. Eine Handvoll Überlebende versucht die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen.

 

Stephen Kings postapokalyptischer Klassiker in der ungekürzten, vom Autor restaurierten Monumentalfassung. »

 

Meine Meinung:

 

The Stand – Das letzte Gefecht lag als Roman länger rum. Der Roman konnte mich zuerst nicht fesseln bzw. ich konnte mich lange nicht motivieren, es überhaupt zu lesen zu versuchen, da so viele Seiten (1711). Zudem sah ich erst vor kürzerem die neue TV-Serie dazu und das hat mich wenig angesprochen (und Whoopi Goldberg mag ich einfach nicht). Die Mini-Serie (glaub von 1994), sah ich Mal als Kind/Jugendlicher und weiss nichts mehr. Die sieht aber, vom Trailer zu urteilen aus, sehr Low-Budget aus = auch nicht interessant.

 

Nun habe ich zuletzt aber Gas gegeben und den Roman zu Ende gelesen. Vor allem auf der Arbeit und am NIFFF/im Zug. Stephen King wird oft mit Es in Verbindung gebracht. Ich muss sagen, dass ich The Stand – Das letzte Gefecht epischer und spannender fand. Spannend deshalb, weil ich eben von den TV-Fassungen nicht mehr viel wusste und/oder natürlich auch nicht alles filmisch umgesetzt werden konnte. Es hingegen kenne ich als Film (den TV-Film) praktisch in- und auswendig. Der heilige Gral ist aber noch immer Der Dunkle Turm plus Fortsetzungen.

 

The Stand – Das letzte Gefecht ist äusserst vielseitig und tiefgründig. Es gibt mehrere Genres in dem Roman: Horror, Fantasy, Endzeit, Road-Movie, Drama. Das Buch beschreibt gut, und ich nehme an, auch realistisch, wie es wäre, wenn ein solches Szenario eintreffen würde. Der Roman hätte sogar ohne die mystischen (Sinn)Fragen und/oder den Kampf Gut gegen Böse funktioniert. Zudem wirkte der Roman, auch durch Covid, aktueller denn je. Ich mochte die langsame Bedrohung im Roman, als die Menschen mehr und mehr krank werden und meinen, "nur" eine Erkältung oder Grippe zu haben, bis das Unausgesprochene passiert.

 

Nicht alles im Roman hat mir gefallen. Aber bei der Hülle und Fülle ist das auch verständlich. Einzelne Momente finde ich hingegen sehr amüsant, dramatisch oder spannend. Einige Beschreibungen waren zu lang, zu lahm oder zu repetitiv. Aber auch das gehört in einen Roman, der so viele Seiten beinhaltet. Stephen Kings Art und Weise, wie es schreibt, beschreibt und einen Roman angeht, packt und fesselt einfach. Es dauerte nicht lange und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Wer die Romane von Stephen King mag, sollte sich dieses Epos nicht entgehen lassen. Von der Anzahl Seiten sollte man sich dabei nicht abschrecken lassen.

 

Fazit: Für Stephen King Fans lesenswert!

 

Infos:

 

In Deutschland erschienen: Ja

 

Sprache: Deutsch

 

 Verlag: Heyne

 

Anzahl Seiten: 1711

 

Roman/Sachbuch: Roman

 

Art: Taschenbuch

 

Autor: Stephen King

 

Erschienen: 4. Auflage 2015

Sonntag, 9. Juli 2023

Letzter NIFFF Tag

Die gestrigen Ereignisse am Abend (The Nightingale = toller Film, die Autogramme und die nächtliche 30 Minuten Wanderung nach Hause) und die Tatsache, dass ich in der letzten Nacht so lange und gut geschlafen haben, sorgten nun dafür, dass ich nicht einschlafen konnte. Ich war zu aufgedreht. Ich konnte nicht einfach zu Hause ankommen und gleich ins Bett. So schrieb ist bereits die ersten zwei Reviews. Der Wecker war danach gestellt und Baldrian half am Ende, dass ich Schlaf fand. Jedoch schlief ich nur ca. vier bis fünf Stunden, ehe mich morgens um 06.30 Uhr ein Gewitter aus dem Schlaf holte.

Ich stand auf und schrieb das dritte Review und den NIFFF Bericht. Entgegen meiner Ankündigung gingen die Reviews und der Bericht am Vormittag Online – nicht am späten Nachmittag oder Abend. Danach ging es früh, schon nach 09.00 Uhr, im Regen nach Neuchatel. Regen in Bern, Regen in Neuchatel. Ich glaube nicht, dass es heute 31 Grad warm wird, wie gemeldet wurde. Es stand nur ein Film auf dem Programm, der fast zu spät anlief. Warum weiss niemand (da heute der erste Film, der aufgeführt wurde).

Der Film (Cobweb) war gut und danach (nach ca. 130 Minuten) schien die Sonne mit angenehmem Wind. Meiner Meinung nach waren es keine 30 Grad. Ich plante dann noch etwas die Sonne zu geniessen und lief von der Passage nach St-Blaise-Lac. 5.1km. Ca. eine Stunde laufen. Das in der Sonne und mehr oder weniger am See entlang. Ein schöner Spaziergang. Danach war ich kaputt und musste 30 Minuten am Bahnhof (St-Blaise-Lac) auf den Zug nach Bern warten. Ich fuhr nach Brünnen und wartete dort ca. 15 Minuten auf den Bus.

Ich ging vor der Rückkehr nach Hause noch ins Coop einkaufen, bevor es nach Hause ging. Am Montag muss ich arbeiten und ich habe keine Lust, an dem Tag einkaufen zu gehen da ich schon den Rhythmus wechseln werde (Nachtschicht). Also Lebensmittel zum Kochen für am Montag schon heute gekauft. Danach war noch spontan waschen angesagt. Erst am Sonntag sollte ich mich erholen können. 

 

Die Highlights vom NIFFF 2023:

- The Nightingale

- Treffen, Foto und Autogramme mit Christopher Smith

- Treffen, Foto und Autogramme mit John McTiernan

 

Die Reihenfolge sieht aus wie folgt:

 

Wird in die Filmsammlung integriert:

- The Nightingale

 

Wirklich gut und wenn es Blindkäufe gewesen wären, würde ich sie in der Sammlung behalten:

- Nagina

- Farang

 

Gut für 1x schauen:

- Tropic

- The Cuckoo's Curse

- It Lives Inside

- Let's Scare Jessica to Death

- Cobweb

 

Mittelmass:

- The Abandoned

- Flowing

- Superposition

- The Anchor

 

Schlecht:

- Consecration

- Raging Grace (obwohl der sogar mehrere Preise gewann)

- In My Skin

 

Cobweb

 
NIFFF 2023 Spezial

Cobweb

Story:

Korea in den 70ern:

Regisseur Kim (Song Kang-ho) will seinen Film Cobweb, den er bereits fertig gestellt hat, überarbeiten. Er pocht auf Nachdrehs und hat das Drehbuch bereits stark umgeschrieben. Die Inhaberin reist nach Japan und der Film fällt bei der Zensurstelle durch. Trotzdem lässt Kim die Stars anreisen und beginnt die neuen Szenen zu drehen. Dazu kommt, dass die Zensurbehörde einen Agenten ins Filmstudio schickt…

Meine Meinung:

Cobweb ist der neue Film von Jee-woon Kim (I Saw the Devil, A Bittersweet Life) und eine Liebeserklärung ans Filmemachen. Der Film, der an Cannes gut angekommen ist, ist ein Mix aus Film-in-Film Motiven, Arthouse, Genremix und vor allem chaotische Komödie. Letzteres Genre dominiert. Der Film, der mir etwas zu lang schien, ist technisch und schauspielerisch top. Wer das Kino aus Südkorea und von Jee-woon Kim mag, wird mit Cobweb einen Spitzenfilm vorfinden.

Mir persönlich gefällt halt das Genre weniger: ich musste deutlich weniger lachen als das restliche Publikum. Die Mehrheit der Jokes fand ich nicht wirklich witzig. Wohin die Reise geht, weiss der Zuschauer nicht. Regisseur Kim will seinen Film neu drehen und sieht sich vielen Herausforderungen konfrontiert: die Chefin ist dagegen, bei der Zensurstelle fällt der Film durch, die Zensurbehörde schickt Agenten, die Darsteller haben nur einen Tag Zeit aber Kim braucht sie für zwei Tage, Krankheit, Schwangerschaft, Affären, Eifersucht…

Das ist, wie man es aus südkoreanischen, neuen Filmen kennt, laut, wild, chaotisch und aufwändig in Szene gesetzt. Abstriche gibt es in einzelnen Szenen, in denen Feuer billig mit CGI animiert wurde! Sehr schade! Die Film-in-Film-Sequenzen hingegen sind klasse. Das Ende war toll und für mich eigentlich nicht Mal überraschend. Warum? Das Detail wird im Film ja erwähnt, da war klar, dass in der Richtung noch was kommen muss. Dann passt es ja auch zum Titel des Filmes (Spinnennetz). Der Cast war auch sehenswert: Song Kang-ho (Memories of Murder), Jang Young-nam (Project Wolf Hunting), Kim Dong-young (City of Violence), Jeong In-gi (The Chaser) oder Jung Woo-sung (Asura: The City of Madness). Und auch jene, die ich vergessen habe!

Fazit: Qualitativ hochstehendes Kino! Wer südkoreanischen Komödien mag, wird den Film lieben!

Infos:

O: Geomijip

Südkorea 2023

R: Jee-woon Kim

D: Song Kang-ho, Lim Soo-jung, Oh Jung-se

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 135 Min.

Gesehen am: NIFFF 2023

Fassungen: Am NIFFF 2023 gesehen im O-Ton. Eine DVD/Blu-Ray/UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: Juli 2023).