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Samstag, 12. April 2025

Seven to One

Seven to One

Story:

Ting Hsia-Fang (Polly Ling-Feng Shang-Kuan) will den Tod ihres Vaters rächen und sucht, zusammen mit ihrem Freund, nach dem Mörder…

Meine Meinung:

Seven to One hat mir gut gefallen. Ich mochte vor allem die Tatsache, dass der Film in der Gegenwart (Taiwan 70er Jahre) spielt. Also ein modernes Setting. Ich glaube, dass ist der einzige Film mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan (A Girl Called Tigress, Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous), den ich kenne, der nicht im klassischen Kung Fu Setting angesiedelt ist. Und diese willkommene Abwechslung mochte ich sehr.

Der Film von Cheng Hou (The Shaolin Invincibles, The Legend of Mother Goddess) ist eine taiwanesische Produktion, auch wenn es Filmdatenbanken gibt, die auch Hong Kong als Herstellungsland listen. Cheng Hou ist auch der Regisseur hinter Zodiac Fighters. Zudem hat Cheng Hou auch in Filmen wie Empress Dowager's Agate Vase, Heroine of Tribulation (eine Art heiliger Gral des Kung Fu Filmes, glaube es existiert eine Betamax in Südkorea), The Fight for Shaolin Tamo Mystique, Heroine Kan Lien Chu oder in The Rangers schon mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan zusammengearbeitet.

Drei der oben genannten Filme (Empress Dowager's Agate Vase, The Fight for Shaolin Tamo Mystique und The Rangers) liegen mir noch ungesehen vor. Es machte Spass, Polly Ling-Feng Shang-Kuan Mal in einem modernen Film und in modernen 70er Jahre Klamotten zu sehen statt im klassischen Kung Fu Setting. Sie macht optisch eine gute Figur und Fans von ihr werden voll auf ihre Kosten kommen. Der Plot ist simpel und es gibt jede Menge Action sprich Kämpfe.

Yasuaki Kurata (The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, The Secret of Shaolin Poles) ist der 2. grosse Name an Bord der Produktion. Er spielt einen Sänger und den Retter von Polly. Er hilft ihr. Dass sich Yasuaki Kurata am Ende doch noch als Bösewicht entpuppt, ist leicht schade, aber durfte von Fans von ihm fast erwartet werden. Schade, aber auch etwas vorhersehbar. Dafür gibt es ein unendlich langes Finale mit unterschiedlichen Settings und Verfolgungsjagden (Strasse, See, Insel). Das lange Finale kompensiert für die ein oder andere lahme Sequenz in der Mitte des Filmes. Ansonsten legt der Film ein hohes Tempo an den Tag.

Fazit: Pflichtprogramm für Fans von Polly Ling-Feng Shang-Kuan!

Infos:

O: Nu ying xiong fei che duo bao

Taiwan 1973

R: Cheng Hou

D: Polly Ling-Feng Shang-Kuan, Yasuaki Kurata, Ma Chi, Chou Chung-Lien, Shao Lo-Hui, Yee Hung, Chiu Ting, Bruce Leung Siu-Lung, Lung Fong, Blacky Ko Shou-Liang

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 02.02.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von AGFA = zusammen mit Shaolin Invincibles auf einer Blu-Ray mit Schuber. Zu Seven to One = 35mm Print, Englischer Dub, hervorragende Bild- und Tonqualität. Soll ähnlich wie die Celestial Restaurationen von Shaw Brothers Filmen unzählige Fehlstellen und Frame-Cuts haben*. Region-All-Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025). Die VHS aus Südkorea ist auch Englisch Dubbed. *So fehlt das Intro in den Film (Verfolgungsjagd zu Fuss und Credits) und auch im Finale scheint ein grösserer Szenenblock zu fehlen (Polly verfolgt Kurata mit dem Motorrad, während Kurata Benzin auf die Strasse kippt, Szenenwechsel: Kurata bedient auf einem See ein Motorboot während Polly bewusstlos in einem kleinen Boot liegt, welches vom Motorboot nachgezogen wird).

Freitag, 11. April 2025

Violent Blood Bath

Violent Blood Bath

Story:

Ein Richter und dessen Ehefrau verbringen ihren Urlaub in einem Luxushotel. Doch der Urlaub wird jäh unterbrochen, als ein unbekannter Killer in der Umgebung des Hotels Menschen zu meucheln beginnt. Und diese werden auf jene Art und Weise getötet, wie Mörder das getan haben, die der Richter in der Vergangenheit via Todesstrafe verurteilt hat…

Meine Meinung:

Von Violent Blood Bath hätte ich mir mehr versprochen. Ich ging aber auch mit etwas falschen Erwartungen an den Film. Ich habe einen Horrorfilm bzw. Slasher erwartet. Das US-Label Vinegar Syndrome vergleicht den Film von Jorge Grau sogar mit einem Giallo. Es handelt sich um eine Italienisch-Spanische Co-Produktion. Jorge Grau? Da dürfte es bei Horrorfilmfans klingeln. Jorge Grau ist der Mann hinter dem sehenswerten Zombiefilm Let Sleeping Corpses Lie.

Auch aufgrund der Tatsache, dass ein Film von Jorge Grau (Blood Ceremony, Hunting Ground) waren meine Erwartungen nicht gerade tief. Denn auch die anderen genannten Filme des Regisseurs mochte ich. Violent Blood Bath ist dabei leider die Ausnahme. Der Film hat mir nicht gefallen. Wäre es eine einzelne Veröffentlichung und der Film nicht in einer Collection zusammen mit zwei anderen Filmen, würde der Film gar verkauft oder entsorgt werden. Blood Ceremony, Hunting Ground, Let Sleeping Corpses Lie & Violent Blood Bath entstanden alle ca. 1973/1974.

Der Film ist definitiv kein Giallo, sondern ein Mystery-Krimi (Whodunit-Setting). Leider ein total harmloser und noch schlimmer, sehr lahmer und langweiliger. Auch die Figuren konnten mich nicht überzeugen. Der Richter könnte vom Alter glatt der Vater seiner Ehefrau sein. Die zeigt immerhin eine Spur Erotik im Film, aber ansonsten sind auch die Figuren wenig interessant. Als Zuschauer sind einem die Schicksale gleichgültig und es herrscht mangelndes Interesse, dem Geschehen zu folgen.

Fazit: Uninteressant! Erreicht nicht das Niveau der anderen Filme des Regisseurs!

Infos

O: Pena de Muerte

Italien, Spanien 1974

R: Jorge Grau

D: Elisa Laguna, José Lifante, Marisa Mell, Julian Navarro, Fernando Rey

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 02.02.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray Collection Spanish Blood Bath = drei Filme in einer Box. Zu Violent Blood Bath = 35mm Print, Spanischer O-Ton mit Subs oder Englischer Dub, Uncut, Region-All-Disc, Schuber und Wendecover. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).

Donnerstag, 10. April 2025

Wolf Man

Wolf Man

Story:

Nach dem Tod seines Vaters begibt sich Blake (Christopher Abbott) zusammen mit seiner Frau (Julia Garner) und ihrer Tochter (Matilda Firth) in die Wälder von Oregon, um im Anwesen von Blakes Vater Administratives zu erledigen.  Doch kurz vor ihrem Ziel, werden sie von einem monströsen Geschöpf angegriffen…

Meine Meinung:

Ende 2024 sah ich im Kino den Trailer zu Wolf Man. Dieser sah gut aus und machte Lust auf mehr. Mehr Infos (auch zu Cast und Crew) lagen mir nicht vor d.h. ich habe mir im Voraus bewusst keine weiteren Infos angeeignet. Ich ging ohne falsche Erwartungen und ohne Weiteres über den Film gesehen oder gelesen zu haben in die Kinovorstellung. Leider war Wolf Man nach Nosferatu im neuen Jahr bereits der 2. Kinofilm, der sich nicht lohnt, gesehen zu werden.

Wolf Man, eine weitere Werwolf Mär seitens Universal im modernen Gewand (viele Reviews vergleichen den Film mit Die Fliege), stammt von Leigh Whannell. Das wusste ich im Voraus auch nicht, was auch gut so ist. Sonst hätte ich eventuell zu viel erwartet und wäre noch enttäuschter gewesen. Leigh Whannell verdanken wir vor allem Upgrade und The Invisible Man (das war ein kommerziell erfolgreicher Versuch, dem Universal Stoff neues Leben einzuhauchen).

Leider kann er mit Wolf Man nicht an seine ehemaligen Filme anknüpfen. Aber auch von diesem Vergleich losgelöst ist der Film unglaublich schlecht. Der Start in den Film war mir nicht sympathisch. Die Figuren sind total unsympathisch, das Schauspiel zum Teil schlecht und die Figuren stammen direkt (aus der modernen) Hölle. Das ganze Intro (Vater-Sohn auf Jagd) wie auch die später gezeigten Familienprobleme (viel Familien-Drama) nerven total. Hätten die Filmemacher einfach weglassen sollen.

Mich haben weder Christopher Abbott (Possessor) noch Julia Garner (Apartment 7A) inklusive Matilda Firth überzeugt. Der Film war zu keiner Sekunde spannend oder gruselig, fühlte sich länger an als die wirkliche Laufzeit und der Film ist, mehr oder weniger die ganze Zeit, stockdunkel. Das Finale war enttäuschend und auch der Plot war eigentlich total hohl, da vorhersehbar und kaum vorhanden. Der Film wäre als Kurzfilm oder Werbevideo für handgemachte Effekte (Verwandlung vom Menschen zum Monster) besser gewesen.

Das Monster sieht einem Werwolf kaum ähnlich und vor allem das Gesicht sieht, obwohl es mehrere Stufen der Verwandlung durchlebt, auch im Finale irgendwie aus wie zuvor. Alles gleich. Der Kampf der zwei Monster war mies und wirkte unpassend. Dies hätte eher in einen Marvel-Film gepasst, aber nicht in einen Horrorfilm. So was mag ich nicht. Die Dialoge waren auch mies. Gut sind eigentlich nur 2-3 Effekte (sieht vor allem handgemacht aus, aber oft zu dunkel oder zu schnell geschnitten) und die «Visuals», von denen es 2-3 innovative Sequenzen gibt.

Fazit: Nicht zu empfehlen und langweilig!

Infos:

O: Wolf Man

USA 2025

R: Leigh Whannell

D: Julia Garner, Christopher Abbott, Sam Jaeger, Benedict Hardie, Matilda Firth

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 104 Min.

Gesehen am: 27.01.25

Fassungen: Im Kino gesehen = Uncut, Englischer O-Ton, deutsche und franz. Untertitel. Eine deutsche Blu-Ray und Co. sind noch nicht angekündigt (Stand: Jan. 2025).