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Freitag, 25. Juli 2025

Sinners

Sinners

Story:

Kriminelle Zwillinge (Michael B. Jordan in einer Doppelrolle) kehren aus Chicago an ihren Geburtsort Mississippi zurück. Dort planen sie, ein Lokal zu eröffnen und rekrutieren dafür «Altbekannte» (Miles Caton, Hailee Steinfeld, Wunmi Mosaku, Serena McKinney, Delroy Lindo, Omar Miller, Li Jun Li). Doch der Abend verläuft nicht, wie geplant…

Meine Meinung:

Als ich den ersten Trailer zu Sinners sah, empfand ich diesen als interessant. Der Trailer hat nicht viel verraten, wirkte aber stimmungsvoll. Und machte klar, dass es im Film zu einer Bedrohungslage kommt. Es wird aber im Trailer nicht ersichtlich, um was es geht. So schaute ich mir spätere Clips oder Trailer nicht mehr an und las auch bewusst nichts über den Film. Erst als ich für meinen Blog nach einem Plakat zum Film suchte, sah ich via Google Bilder ein Bild, das einem Spoiler gleichkam. So wusste ich dann doch, um was es geht.

Ich wusste zuvor nur, dass Zwillinge mit einer «schweren Vergangenheit» an ihren Geburtsort zurückkehren, und dort das Böse vorfinden. Mehr wusste ich nicht. Über die Filmemacher (Regisseur Ryan Coogler oder Hauptdarsteller Michael B. Jordan) wusste ich gar nichts. Die sind mir total unbekannt. Dass Star Michael B. Jordan die Zwillinge sogar in einer Doppelrolle (!!!) spielt, wusste ich nicht Mal und fiel mir auch beim Schauen nicht auf. Erst jetzt, als ich diese Zeilen schreibe und etwas recherchiere, fand ich das heraus.

Von meinem Kumpel wurde ich vorgewarnt, dass mir der Film sicher nicht gefallen würde. Da ich praktisch nichts über den Film wusste, ging ich praktisch neutral ins Kino. Der Film hat mir am Ende, auch wenn ich bei Leibe nicht alles und nicht jede Szene gut fand, gut gefallen. Nach vielen Kino-Enttäuschungen (Nosferatu, Wolf Man, The Monkey) tat es gut, endlich Mal einen sehenswerten Film im Kino sehen zu dürfen. Ich fand es schön, dass sich der Film für den Plot, dessen Verlauf und die Figuren Zeit nimmt. So waren mir die Figuren am Ende nicht gleichgültig. Optisch war der Film, bis auf einzelne Ausnahmen, stark anzusehen.

Alle Darsteller waren mir unbekannt. Alle Figuren konnten mich aber durchs Band überzeugen. Die Szenen in der 2. Hälfte (Genre-Wechsel) waren überraschend gut getrickst und überraschend blutig geraten. Am Ende gibt es zwar auch noch 1-2 CGI-Effekte, die waren aber weniger mies als in anderen neuen Filmen. Die Tanz- und Musik-Szenen fand ich okay bis sehr gelungen. Eine Szene, in der Vergangenheit, Gegenwart & Zukunft miteinander verschmelzen und die viele als Highlight ansehen, fand ich jedoch einfach nur schlecht. So richtig schlecht. Gefiel mir gar nicht. Der Film fängt sich aber schnell wieder. Dass die Gitarre (im Kampf gegen das Böse) eine nicht unwichtige Rolle spielt, sah ich schon in anderen Folk-Horror-Filmen (Who Fears the Devil). Daher fand ich das als Link interessant.

Fazit: Wandert auf die Wunschliste!

Infos:

O: Sinners

USA 2025

R: Ryan Coogler

D: Jack O'Connell, Hailee Steinfeld, Michael B. Jordan, Wunmi Mosaku, Lola Kirke, Delroy Lindo, Miles Caton, Serena McKinney, Omar Miller, Li Jun Li

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 137 Min.

Gesehen am: 30.04.25

Fassungen: Im Kino gesehen in Englisch mit Untertiteln. Unzensiert. Es gibt noch keine deutsche DVD/Blu-Ray/UHD. In Deutschland heisst der Film Blood & Sinners.

Donnerstag, 24. Juli 2025

Nightmare Castle

Nightmare Castle

Story:

England 1870:

Ein Ehemann bringt seine Frau (Barbara Steele), die ihn betrog, und dessen Liebhaber, um. Danach heiratet er die Halbschwester (Barbara Steele) der Getöteten, da diese als Erbe eingetragen ist. Danach versucht er, sie in den Wahnsinn und auch in den Tod zu treiben…

Meine Meinung:

Nightmare Castle ist ein Mitte der 60er Jahre Gruselstreifen (mit Mad Scientist-Motiven) im stimmungsvollen Schwarzweiss gedreht. Regie führte Mario Caiano (Nosferatu in Venedig, Vrouwenkamp, Weapons of Death) und mit Barbara Steele (Revenge of the Blood Beast, Shivers, Piranha) war eine Euro-Cult-Legende an Bord. Und das noch in einer Doppelrolle. Leider hat mich der Film nicht überzeugt.

Der Film bietet inhaltlich nicht wirklich was Neues. Es gibt meiner Meinung nach keine Überraschungen. Zudem wirkt der Film auch etwas überladen. Der Film weiss nicht, was er sein möchte. Stimmungsvoller Grusel? Krimi (Ehefrau durch Paranoia in den Wahnsinn treiben)? Mad Scientist-Film? Folterfilm? Egal aus welchem Blickwinkel betrachtet, funktionierte Nightmare Castle für mich nicht. Da konnte leider auch ein grosser Name wie Barbara Steele nichts daran ändern.

Ich empfand den Film nämlich als sehr langweilig. Ich wurde nicht gefesselt, ich wurde müde, das Gezeigte hat mich nicht gefesselt, nicht interessiert und auch kaum unterhalten. Ich nahm den Inhalt als belanglos und steril wahr. Die wenigen Effekte (z.B. elektrischer Todesstoss) wirkten sehr billig und sehr veraltet. Nebst der Langeweile ist mein grösster Kritikpunkt das z.T. relativ hölzerne und laienhaft anmutendem Schauspiel sämtlicher Figuren. Das hat nicht überzeugt. Vielleicht lag es auch am unmotivierten Englischen Dub.

Fazit: Schwach. Ich hoffe, dass die Bonusfilme im Set (Castle of Blood und Terror Creatures From the Grave) besser sind, sonst wird das Ding gleich wieder entsorgt/verkauft…

Infos:

O: Amanti d'oltretomba

Italien 1965

R: Mario Caiano

D: Barbara Steele, Paul Muller, Helga Liné, Laurence Clift, Giuseppe Addobbati

Laufzeit der US-Blu: 104:34 Min.

Gesehen am: 30.04.25

Fassungen: Mir lag die Region-All-Disc-Blu-Ray aus den USA von Severin Films vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, nur Englischer Ton, keine Untertitel. Als Extras gibt es einen AK (u.a. von Barbara Steele) und Interviews mit Barbara Steele sowie Mario Caiano. Zudem sind folgende Bonusfilme im Set enthalten: Castle of Blood und Terror Creatures From the Grave als US-Versionen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Mittwoch, 23. Juli 2025

Havoc

Havoc

Story:

Walker (Tom Hardy) sucht nach Charlie (Justin Cornwell) und dessen Freundin Mia (Quelin Sepulveda). Charlie ist der Sohn eines mächtigen und wichtigen Politikers (Forest Whitaker). Beide waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Als korrupte Cops (u.a. Timothy Olyphant) den Sohn (Jeremy Ang Jones) einer Triaden-Anführerin (Yeo Yann Yann) töten, schickt diese ihre Killer (u.a. Michelle Waterson-Gomez) los. Ebenso sind die korrupten Cops hinter den beiden her…

Meine Meinung:

Havoc ist der neuste Film von Gareth Evans (Apostle). Eine Netflix-Produktion. Gareth Evans wurde vor allem durch seine Action-Filme The Raid 1 + 2 bekannt. Zwischendurch wich Gareth Evans auf Serien auf. Da erfreute er vor allem mit der 1. Staffel von Gangs of London. Seine Episode war fast die beste der ganzen Serie. Ohne ihn wurde die Staffel (Season 2 & 3) massiv schwächer. Fans mussten lange auf seinen neusten Actionfilm warten.

Havoc soll angeblich seit 2021 abgedreht sein. Der Film befand sich in der Post-Produktion und angeblich gab es 2024, warum auch immer, Nachdrehs. Das hat doch einige Fans stutzig gemacht. Mich hat das ganze sehr kalt gelassen. Ich habe mir den Film nun, mehr just for Fun und ohne grosse Erwartungen (ich war kein wirklich grosser Fan des Trailers), angesehen und wurde hingegen positiv überrascht, wobei der Film z.T. doch auch recht schlecht wegkommt.

Ich war vom Film positiv überrascht. Ich fühlte mich beim Schauen an Filme wie The Night Comes for Us (überzeichnete Bösewichte), The Raid (ein-zwei Kampfszenen und Kamerafahrten im Finale), Gangs of London (Machart), Stirb langsam 2 (Schnee, Antiheld, Weihnachten als Setting), Dredd (Hardy und sein Rookie-Partner), Tom Yum Goong (Einsatz von Gegenständen in den Disco-Actionszenen) sowie Harte Ziele (inszenierte Action, Kameraeinstellungen und Slow-Mo im Finale) erinnert. Mir gefiel der besser als John Wick und Fortsetzungen. Mir sagte der simple Plot, der grosse Unterhaltungswert und vor allem die Musik zu.

Die Actionszenen bestehen vor allem aus extrem blutigen Shoot-Outs. Es wird fast nie gekämpft. Eigentlich gibt es nur im Finale 1-2 kurze Fights. Wer also Kampfszenen à la The Raid erwartet, dürfte enttäuscht werden. Die Actionszenen hätten zum Teil zwar etwas ruhiger, übersichtlicher und mit weniger CGI ausgestattet werden dürfen, aber ich fand es diesbezüglich noch immer relativ übersichtlich gefilmt/dargestellt und nicht schlimmer (oder sogar weniger schlimm) als in manch anderem US-Actionfilm (John Wick und Co.). Daher verstehe ich die vielen negativen Meinungen nicht. Da wird nicht mit demselben Massstab gemessen. Einige Kameraeinstellungen- und Fahrten waren ziemlich cool.

Wenn ich dem Film etwas ankreiden möchte, dann seine Figuren. Tom Hardy (Mad Max: Fury Road, The Revenant) war absolut ok und seine Film-Partnerin hat mir auch zugesagt, aber gerade bei den Bösewichten (speziell den Triaden) hätte ich mir doch bessere "Endgegner" gewünscht. Die waren alle relativ lahm (auch das kämpfende Mädel = Michelle Waterson-Gomez). Namen wie Timothy Olyphant (Scream 2), Forest Whitaker (Species) oder Luis Guzmán (Beverly Hills Cop: Axel F) waren ok, aber hinterliessen keine bleibenden Eindrücke.

Fazit: Zwar kein The Raid, aber dennoch Actionfans zu empfehlen!

Infos:

O: Havoc

UK, USA 2025

R: Gareth Evans

D: Tom Hardy, Justin Cornwell, Quelin Sepulveda, Timothy Olyphant, Forest Whitaker, Yeo Yann Yann, Jeremy Ang Jones, Sunny Pang, Luis Guzmán, Michelle Waterson-Gomez

Laufzeit der Originalversion: Ca. 105 Min.

Gesehen am: 28.04.25

Fassungen: Da ein Netflix-Film, gibt es den Film nur auf Netflix zu sehen (Stand: April 2025). Ich sah mir den Film im Originalton mit englischen Subs an.