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Montag, 5. Oktober 2020

Leprechaun 3 Review


Horroktober 2020

Leprechaun 3

Story:

Der Leprechaun (Warwick Davis) ist in Las Vegas in einem Casino hinter seinem Gold her…

Meine Meinung:

Teil drei von Regisseur Brian Trenchard-Smith (The Man from Hong Kong, Turkey Shoot, Night of the Demons 2) ist, obwohl der erste Teil der Reihe, der direkt für den Videomarkt gedreht wurde, besser als seine zwei Vorgänger und einer der besten Teile nebst Leprechaun 2 und Leprechaun Returns.

Wer die Reihe um den irischen Kobold mag, sollte sich den dritten Teil nicht entgehen lassen. Der Humor wird deutlich grösser geschrieben (bahnte sich ja bereits im Vorgänger an) und der Leprechaun mutiert zum lustigen Sprücheklopfer à la Freddy Krüger. Aber seien wir Mal ehrlich? Ist das nicht amüsant und unterhaltsam?

Ich hatte auf jeden Fall meinen Spass mit dem Film, den ich schon in Jugendjahren mochte. Der Film ist einfach unterhaltsam, kurzweilig, spassig und lustig. Die Sprüche des Leprechaun und die vielen verrückten Figuren im Film (viel Overacting) machen Laune. Man darf den Film einfach nicht ernst nehmen.

Nebst Warwick Davis und Regisseur Brian Trenchard-Smith hat auch Co-Star Caroline Williams viel Horrorfilmerfahrung: Texas Chainsaw Massacre 2, Stepfather 2, Halloween 2, Hatchet III, Contracted. Sie spielt eine amüsante Nebenrolle. Warwick Davis als Leprechaun ist natürlich der wirkliche Star des Filmes. Wie praktisch der ganzen Reihe, hat er dem irischen Killer-Zwerg seinen Stempel aufgedrückt.

Das Las Vegas Setting tut dem Film verdammt gut und obwohl eine Videoproduktion muss der Fan nicht auf sehenswerte Make-Up Masken (Leprechaun Design) und Splatter-Effekte (blutige Kettensägen Action inklusive) verzichten. Umso enttäuschender fiel der vierte Teil aus…

Fazit: Für Fans der Reihe zu empfehlen!

Gefolgt von: Leprechaun 4: In Space

Infos:

O: Leprechaun 3

USA 1995

R: Brian Trenchard-Smith

D: Warwick Davis, John Gatins, Lee Armstrong, John DeMita, Caroline Williams, Michael Callan

Laufzeit der deutschen DVD: 89:24 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Siehe Teile 1 & 2.

Sonntag, 4. Oktober 2020

The Red Shoes Review

Horroktober 2020 / NIFFF 2006 Spezial

The Red Shoes

Story:

Eine Frau findet rote Schuhe, auf denen ein tödlicher Fluch liegt. Dies sorgt bei ihr und ihrem Umfeld (Freund, kleine Tochter, Freundeskreis) für ungesunde Folgen…

Meine Meinung:

The Red Shoes, dessen Erstsichtung an einem NIFFF stattfand (2006), gefiel mir heuer gar nicht mehr und einmal mehr ist es für mich nicht nachvollziehbar (ähnlich wie bei Murderer), warum zur Hölle ich mir diesen Film nach der NIFFF Sichtung in die Sammlung stellte, denn ich aktuelle Neusichtung zum Horroktober, einem amüsanten Internet-Phänomen, dieser hielt der Film definitiv nicht mehr stand.

Im Gegenteil: Ich fand The Red Shoes sehr schlecht und sehr mässig. Das Hauptproblem: der Film ist stinklangweilig und es passiert kaum etwas. Die erste Stunde ist quälend und mein Review bezieht sich nun sogar auf die effektivere 18er Fassung aus Südkorea (ich nehme an, am NIFFF wurde die 15er Kinofassung gezeigt).

Die Story ist nicht spannend und fesselt nicht. Gruselig auch nicht. Ich bin nie erschrocken und gruselte mich nie. Sehr schade. Die dramatischen Momente helfen auch nicht, da nervende 08/15 Drama-Herz-Schmerz-Klischees wie aus Hollywood – der Mann betrügt die Frau, die Frau hat kein Selbstwertgefühl, das Kind nervt. Und die Schuhe – wie kann man(n) oder Frau an solch potthässlichen Schuhen Gefallen finden?

Die Darsteller bleiben in ihrer Inszenierung blas und hölzern. Mit den Figuren hat man keine Sympathien. Deren Schicksale sind dem Zuschauer total egal. Einige nette Kills waren sehenswert, da optisch und fantasievoll in Szene gesetzt (aber viel zu selten). Hier und da sind diese Szenen auch schön gefilmt und mit passender Musik unterlegt, so dass immerhin optisch ab und zu was zu bieten ist.

Fazit: Total langweiliger und lahmer Film, den ich nicht empfehlen kann!

Infos:

O: Bunhongsin

Südkorea 2005

R: Kim Yong-gyoon

D: Kim Hye-soo, Kim Sung-soo, Park Yeon-ah, Go Soo-hee, Jo Deok-jae

Laufzeit der deutschen DVD: 107:55 Min.

Gesehen am: NIFFF 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: So weit mir bekannt gibt es die koreanische 18er Fassung mit verständlichen Subs nur in Deutschland auf DVD von I-On New Media (Limited Edition, Steelbook). Die koreanische DVD bietet nur zur 15er Version (harmlosere Kinofassung) englische Subs. So gesehen muss man fast die deutsche Ausgabe kaufen, wenn man die Uncut Fassung sehen möchte. Nebst Deutsch liegt auch O-Ton Koreanisch mit deutschen Subs vor. Die Bildqualität ist nicht mehr zeitgemäss und lediglich als gut zu bezeichnen. Für Fans wäre eine schicke Blu-Ray mit restaurierter Bildqualität sicherlich wünschenswert.

Samstag, 3. Oktober 2020

Tesis Review

Horroktober 2020

Tesis

Story:

Studentin Ángela (Ana Torrent) schreibt eine Arbeit bzw. These zum Thema Gewalt. Sie findet durch Zufall ein Snuff-Video, auf welchem eine ehemalige Studentin (Olga Margallo) gefoltert und getötet wird. Mit den Recherchen zu dem Thema begibt sich Ángela selbst in Lebensgefahr…

Meine Meinung:

Tesis ist ein sehr zu empfehlender Thriller aus Spanien ums Thema Snuff-Film, der nicht darauf abzielt, viel Effekthascherei zu bieten, sondern mehr durch die fesselnde Story, die Inhalte und die Figuren und deren Schicksale zu überzeugen vermag. Das Gruseln und die Gewalt findet vor allem im Kopf des Zuschauers (in der Fantasie) statt.

Der zweistündige Film ist zu keiner Sekunde langweilig und die Story ist fesselnd, unterhaltsam und spannend. Es gibt einige herrlich fiese und spannende Momente, die toll gefilmt und eingefangen wurden. Dazu tragen die glaubhaften Darsteller bei, die Figuren verkörpern, die dem Zuschauer nicht gleichgültig sind.

Das Rätselraten und einige Twists sind für geübte Zuschauer zwar nicht wirklich sonderlich innovativ, und dennoch ist eine Spannung lange gegeben. Auch der Einsatz der Musik war stark und unterstreicht in stimmungsvollen Bildern morbide die Vielfalt ums Thema (Gewalt, Gewalt in den Medien, Snuff-Film, Film-im-Film Momente).

Alejandro Amenábar (Agora) hatte bei der Auswahl der Hauptdarsteller ein gutes Händchen bewiesen: Fele Martínez, Eduardo Noriega sowohl Ana Torrent haben in diversen sehenswerten Genre-Filmen wie Darkness, The Last Stand oder Veronica mitgewirkt und überzeugen auch hier. 

Als Hommage gibt es, dank der durch Fele Martínez gespielten Figur auch viele Cover-Motive zur Horrorklassikern zu sehen (man beachte das T-Shirt welches er trägt oder aufgehängte Film-Plakate in der Wohnung). Da werden einige bekannte Filme gezeigt, z.B. Nightbreed, Cannibal Holocaust oder Das Böse 2.

Fazit: Spannender & fesselnder Thriller aus Spanien, den ich sehr empfehlen kann!

Infos:

O: Tesis

Spanien 1996

R: Alejandro Amenábar

D: Ana Torrent, Fele Martínez, Eduardo Noriega, Xabier Elorriaga, Miguel Picazo, Olga Margallo

Laufzeit der US-DVD: 123:52 Min.

Gesehen am:  Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tanelorn Films vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, spanischer O-Ton, englische Subs. Wer eine deutschsprachige Vö und/oder eine Blu-Ray möchte, sollte die Fassung von Wicked Vision aus Deutschland kaufen.