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Montag, 19. Oktober 2020

I Tre volti del terrore Review

Horroktober 2020

I Tre volti del terrore

Story:

Drei Reisende in einem Zug treffen auf einen Hypnotiseur, der ihnen drei ungeheuerliche Geschichten erzählt…

Meine Meinung:

Vom Titel her angelehnt an den Mario Bava Klassiker I Tre volti della paura aka Black Sabbath (Boris Karloff erzählt drei Kurzgeschichten) zu einer Zeit gedreht (2004), in welcher das klassische Ital.-Kino schon lange tot und begraben war. Der Versuch muss gelobt werden, die Gedanken dahinter so oder so.

Leider hat mir der kostengünstige und Direct to Video-Film I Tre volti del terrore nicht mehr gut gefallen, so dass der Film aus der Sammlung fliegt. Angelegt ans Bava Original werden auch hier drei Kurzgeschichten erzählt, die in einer Rahmenhandlung zusammengehalten werden. Regie führt, wie schon bei Wax Mask, Effekte- und Make-Up Spezialist und Künstler Sergio Stivaletti (La Sindrome di Stendhal, Spider Labyrinth, Dellamorte Dellamore, Terror at the Opera).

Ausser Sergio Stivaletti und Lamberto Bava (Demons), der im Film einen Kurzauftritt als "Demons 3" Regisseur hinlegt (Film-im-Film Szene), kann der Film auf keine bekannten Namen zurückgreifen. Das Budget sieht man dem Film an. Negativ. Die Darsteller sind bemüht, aber relativ unausgegoren in ihren Leistungen.

Da drei Kurzgeschichten erzählt werden, ist der Film weniger lahm als er sonst wäre. Dennoch sind die Geschichten auch mit Längen und nur wenig Highlights verbunden. In der ersten Geschichte geht es um einen Werwolf, in der zweiten um eine Mad Scientist und enden tut die Story mit einem Monster/Tierhorror/H.P. Lovecraft ähnlichen Story.

Alle drei bieten einzelne Effekte, die charmant und toll getrickst wurden: Werwolf Verwandlung (geht sogar als Demons Hommage durch), Kopfhaut entfernen oder das Fisch-Mensch-Wesen in der letzten Story. Es sind aber eindeutig zu wenig Effekte um vollends zu überzeugen. Spannung und Stimmung sind zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Fazit: Gut gemeint aber scheitert an einem zu kleinen Budget. Lohnt sich daher nicht wirklich…

Infos:

O: I Tre volti del terrore

Italien 2004

R: Sergio Stivaletti

D: John Phillip Law, Riccardo Serventi Longhi, Andrea Bruschi, Roberta Terregna, Simone Taddei

Laufzeit der Ital. DVD: 84:37 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag das 3er Set aus Italien von Noleggio Vietato vor = Film auf DVD, Bonus auf DVD und eine Soundtrack-CD. Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind gut. Ton: Englisch/Ital. mit englischen Subs (hier und da fehlerhaft). In Deutschland von X-Rated auf DVD zu haben. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Okt. 2020).

Sonntag, 18. Oktober 2020

Videodrome Review

Horroktober 2020

Videodrome

Story:

Max Renn (James Woods), Direktor einer Cable-TV Station, die den Zuschauern Gewalt- und Sexangebote anbieten, kommt der mysteriösen TV-Show «Videodrome» auf die Spur, die möglicherweise gar echte Inhalte zeigen. Max beginnt zu recherchieren und begibt sich in Gefahr…

Meine Meinung:

Videodrome ist für mich ein weiteres Meisterwerk von David Cronenberg (Shivers, Nightbreed), der einige wirklich tolle Filme auf die Menschheit losgelassen hat (Scanners, Die Fliege, Naked Lunch). Videodrome erzählt einmal mehr eine interessante, fesselnde, sozialkritische und spannende Geschichte in der Cronenberg die Medien und deren Wirkung/Folge auf den Menschen, in seiner Art und Weise, darstellt.

Mit anderen Worten: Verschmelzung von Realität und Traum, Veränderung, Mutationen = Body-Horror, für dessen der Regisseur bekannt ist (Scanners, eXistenZ, Die Fliege, Die Brut…). Videodrome ist in meinen Augen einer der besten Arbeiten des Kanadiers. Die Story alleine überzeugt genug, um zu unterhalten und um aus der Masse an Oberflächlichkeit in der Filmwelt herauszuragen.

Der Soundtrack ist superb wie auch das Schauspiel aller Beteiligten. James Woods brilliert und war nie besser. Seine Rolle in Videodrome muss nebst jener aus Vampire zu seinen besten Arbeiten gezählt werden. Aber auch der restliche Cast ist, bis in die kleinsten Rollen, glaubhaft gewählt und verkörpert worden.

Nebst Inhalt, Soundtrack und Darsteller überzeugen auch die teilweise herrlich surrealen und fantasievollen Effekte, die von Rick Baker und Steve Johnson (Howling IV: The Original Nightmare, A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master) stammen.

Rick Baker war u.a. für die Effekte in It’s Alive, The Exorcist, The Food of the Gods, Das Tier oder Tanya's Island zuständig. Die Kreationen, welche sie für Videodrome in Verbindung mit Körperveränderungen und bizarren Mutationen kreierten, gehört zum Besten, was in Sachen handgemachte Effekten möglich war – einzigartig und spektakulär! Grosse Klasse!

Fazit: Eine der besten Arbeiten von David Cronenberg! 

PS: Das Ende des Filmes gefiel mir auch sehr gut. Genau nach meinem Geschmack...

Infos:

O: Videodrome

Kanada 1983

R: David Cronenberg

D: James Woods, Sonja Smits, Debbie Harry, Peter Dvorsky, Leslie Carlson

Laufzeit der US-DVD: 88:45 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Criterion (The Criterion Collection) vor = Doppel DVD mit vielen Extras, einer hervorragenden Bild- und Tonqualität, Uncut Fassung (Unrated d.h. länger als die zensierte Kinofassung aus den USA), O-Ton und englische Subs. Die Unrated Fassung gibt es erst dank Koch Media in Deutschland. Frühere Releases entsprechen der zensierten Kinofassung = nicht interessant.

Samstag, 17. Oktober 2020

Baba Yaga Review

Horroktober 2020

Baba Yaga

Story:

Mehrere Kids und ein Eigenbrötler, der im Wald lebt, versuchen dem Geheimnis von verschwundenen Kindern auf die Spur zu kommen, an diese sich nicht Mal mehr die Eltern erinnern können…

Meine Meinung:

Von der Legende/Folklore um Baba Yaga hörte ich zuvor noch nie etwas. Es gibt aber genug Filme (nicht nur im Horror-Genre), die sich dem Thema annehmen. So auch dieser russische Versuch, im Horror-Genre Fuss zu fassen. Leider gelang dies nicht.

Die Ausgangslage wird bereits zu Beginn erläutert und damit sämtliche Überraschungen reduziert. Allgemein ist der Film spannungsarm und man weiss, wo die Reise hingeht. Ein billiges Klischee folgt auf das nächste. Dies gilt vor allem auch für die Figuren und wie diese charakterisiert wurden – ganz schwach.

Teilweise hatte ich mehr das Gefühl, die russische Variante von "Stephen Kings Es" zu gucken, statt einen eigenständigen Film. Wo der Film nebst Soundtrack punktet sind die optischen Bilder, Kameraführung und die Technik: in dieser Hinsicht kann Baba Yaga voll punkten und sieht toll aus. Das war es aber auch schon mit den positiven Aspekten des Filmes…

Es tun sich Längen auf, in der 49. Minute hätte ich fast abgestellt und danach musste ich eine sogar zu spulen beginnen, bis ich die Sichtung wirklich vorzeitig abbrechen musste. Noch ein Wort zu den Darstellern: alles andere als gut, durch die Bank hölzern und oft unfreiwillig komisch da zu wenig Talent.

Fazit: Das einzige gute, was ich dank Baba Yaga erfuhr ist die Tatsache, dass es eine interessante Carroll Baker Version aus den 70rn geben soll, die ich mir auf die Wunschliste setzte!

Infos:

O: Yaga. Koshmar tyomnogo lesa

Russland 2020

R: Svyatoslav Podgaevskiy

D: Maryana Spivak, Svetlana Ustinova, Marta Timofeeva, Yuliya Aleksandrova, Aleksey Rozin

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:45 Min.

Gesehen am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Capelight vor = Wendecover, Uncut, Deutsch/Russisch mit deutschen Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität.