Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 22. Juli 2021

Satan’s Slave Review

Satan’s Slave

Story:

 

Nachdem eine Ehefrau/Mutter stirbt, spüren und sehen die Kinder der Verstorbenen, Rita und Tomi (Siska Widowati, Fachrul Rozy), Geisterwesen im Haus. Ob dies mit der mysteriösen neuen Nanny (Ruth Pelupessi) zu tun hat? Der Vater (W.D. Mochtar) glaubt den Kindern kein Wort. Auch dann nicht, als es im Umfeld zu ersten mysteriösen Todesfällen kommt…

 

Meine Meinung:

 

Satan’s Slave ist ein 1982er Grusel-Klassiker des indonesischen Exploitation-Studios Rapi Film, der vor paar Jahren auch ein mittelmässiges Remake erfuhr (am NIFFF 2018 gesehen). Satan’s Slave stand schon lange auf der Wunschliste. Der Film, der bei Retro Fans vor allem als schicke VHS aus Japan einen hohen Stellenwert geniesst, hat mir gut gefallen.

 

Die Story an sich ist wenig originell. Ich las, dass Satan’s Slave eine Art Phantasm Version aus Indonesien sei. Aber auch Das Omen passt in abgewandelter Form, da der Film die Urgeschichte von Gut gegen Böse erzählt. Der Film hat mich von Beginn an gut unterhalten. Längen sind keine auszumachen.

 

Die Darsteller waren allesamt sehr gut, auch wenn hier und da eine naive Erzählweise vorhanden ist (z.B. bei einigen Dialoge oder hölzerne Nebenrollen). Der Haupt-Cast hingegen war sehr gut und glaubhaft, vor allem die Kinder Tomi und Rita. Und W.D. Mochtar (The Queen of Black Magic), bekannter Name aus dieser Zeit, macht seinen Job, wie nicht anders erwartet, glaubhaft und solide.

 

Die mysteriösen Todesszene haben mich an Das Omen erinnert. Etwas vom besten am Film war die Musik, die Stimmung und der gruselige Charme, der den Film entweicht. Es gibt jede menge stimmungsvoller Szenen, die einfach herrlich anzusehen sind. Die wenigen Effekte und Make-Up Masken sind genau nach meinem Geschmack und sympathisch, währen die Musikstücke teilweise aus westlichen Filmen zusammen geklaut wurden (ein Stück kannte ich, weiss aber nicht aus welchem Film).

 

Fazit: Wer sich für das (klassische) indonesische Horror-Genre und Rapi Films interessiert, findet mit Satan’s Slave einen Must See Titel des Studios vor!

 

Infos:

 

O: Pengabdi Setan

 

Indonesien 1982

 

R: Sisworo Gautama Putra

 

D: Simon Cader, W.D. Mochtar, Ruth Pelupessi, Fachrul Rozy, Siska Karabety

 

Laufzeit der US-Blu: Ca. 92 Min.

 

Gesehen am: 03.04.21

 

Fassungen: Mir lag die Region All US-Blu Ray von Severin vor = Uncut, Wendecover, O-Ton mit englischen Subs, Original-Bildformat. Bild- und Tonqualität sind sehr gut und es gibt exklusive Extras. Ich hoffe, dass Severin noch mehr Rapi Films Klassiker auf Blu-Ray raushauen wird! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2021).

Mittwoch, 21. Juli 2021

The Kung Fu Cook Review


The Kung Fu Cook

Story:

 

Drei Männer (Charles Chan Chi-Ping, Bolo Yeung, Chiang Tao) sind hinter einer Schatzkarte her. Ein Koch (Bruce Tong Yim-Chaan) wird unfreiwillig in die Machenschaften der drei Männer involviert, ebenso dessen Meister (Yuen Miu)…

 

Meine Meinung:

 

The Kung Fu Cook (aka The Kung-Fu Cook) ist ein 08/15 Klon und Ableger von Die Schlange im Schatten des Adlers und Co. Dazu noch ein ziemlich mittelmässiges Werk und definitiv kein Must Have Titel. Soll heissen: die Qualität ist im Grossen und Ganzen relativ bescheiden…

 

Der Plot hat diverse Längen in Form von Füllszenen. Dazu kommt, dass der Klamauk selten richtig zündet und teilweise richtig nervt. Die grottenschlechte englische Synchronisation tut ihr übriges dazu wie auch komische Soundgeräusche in der Tonspur, um den Klamauk zu untermauern (u.a. kommt auch das Pink Panther Theme vor).

 

Bruce Tong Yim-Chaan wirkte dabei mehr als einmal wie ein kognitiv limitierter Schwachsinniger und Yuen Miu gibt die obligatorische Bettler-Meister Rolle. Bruce Tong Yim-Chaan war die grosse Karriere verwehrt und er spielte oft nur Kleinrollen. Wenn ich sein Charisma und Schauspiel anschaue, weiss ich auch warum. Am besten waren die Bösewichte (Chiang Tao und Bolo Yeung). 

 

Vor allem Bolo Yeung (The Chinese Hercules) hat mich, auch in ein-zwei Kampfszenen, doch überrascht, da schick choreographiert. In einer kämpft er mit einem Stock/Speer. Schicke Choreographie. Chiang Tao (Killer Constable) hat in den Kampfszene auch überzeugt. Die Trainingsszenen sind ok, aber kommen nie im Leben an andere Old School Kung Fu Komödien heran.

 

Fazit: Nur für hartgesottene Fans von Old School Kung Fu Komödien interessant…

 

PS: Regie von SB-Star Wang Chung (Cops and Robbers)

 

Infos:

 

O: Huo Tou Xiao Zhi

 

HK 1980

 

R: Wang Chung

 

D: Charles Chan Chi-Ping, Bolo Yeung, Chiang Tao, Bruce Tong Yim-Chaan, Yuen Miu, Lau Nga-Ying

 

Laufzeit der holländischen Beta: Ca. 90 Min.

 

Gesehen am: 03.04.21 / 2. Sichtung (als koreanische VHS): 13.09.24

 

Fassungen: Mir lag die Betamax aus Holland von Video 49 vor = Gute Bildqualität, Vollbild, wahrscheinlich Uncut, Englisch mit holländischen Subs. Die Synchro ist schlecht. Die US-DVD ist zensiert (die u.a. fehlende The End Szene kommt in der Video 49 Fassung vor). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2021). Nachtrag Sept. 2024: Für eine 2. Sichtung, diesmal im O-Ton statt dem furchtbaren Englischem Dub, lag mir neu die VHS aus Südkorea von Yooho Video Production vor = O-Ton, Uncut, koreanische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Damit wird der Film, trotz Defiziten (Längen, Low Budget, kaum Stars) und Klamauk, erträglicher. Einige der Kampfszenen und vor allem die Szenen von Bolo Yeung Chiang Tao hieven den Film ins solide Mittelmass. Ansonsten sind Fans mit Of Cooks and Kung Fu besser bedient. 

Dienstag, 20. Juli 2021

Windtalkers Review

Windtalkers

Story:

 

2. Weltkrieg USA Vs. Japan:

 

Die Japaner knacken Codes der US-Streitkräfte. Daher werden Navajo-Indianer (Adam Beach, Roger Willie) in den Krieg geschickt, dessen Sprache und somit Codes die Japaner nicht verstehen. Die US-Soldaten (Nicolas Cage, Christian Slater) müssen nicht nur den Feind besiegen und überleben, sondern auch den Code (sprich die Navajo-Indianer) vor dem Feind schützen…

 

Meine Meinung:

 

Kurz um das Jahr 2000, als ich noch die Schulbank drückte, kamen mehrere US-Kriegsfilme in die Kinos: Windtalkers, Black Hawk Down (2001) und Wir waren Helden (2002) mit Mel Gibson. Ob mir diese noch zusagen würden? Black Hawk Down gefiel mir nämlich nicht mehr – das erste Opfer solcher Filme, die die Sammlung verliessen. Wird Windtalkers folgen? Leider ja!

 

Windtalkers ist ein US-Actionfilm von John Woo im Kriegs-Setting. Dabei bekommen die Indianer bzw. die Navajo den Respekt, den sie verdienen. Die US-Soldaten hingegen werden so dargestellt, wie man es aus einem US-Film erwartet (John Woo hin oder her) und die Japaner kommen zu kurz.

 

John Woo, der bei Chang Cheh in Lehre ging und danach im HKer Kino für Furore sorgte (Hard Boiled, The Killer etc.), wechselte in den 90ern in die USA, wo er mind. drei Kracher drehte: Harte Ziele mit Van Darm, Im Körper des Feindes und Operation: Broken Arrow. Für Windtalkers arbeitete John Woo einmal mehr mit Nicolas Cage (Mandy) & Christian Slater zusammen. Slater ist verschenkt, Cage teilweise unglaubwürdig mit seinem Overacting.

 

Der Film ist technisch stark gemacht, vor allem in den Action-Szenen (wobei der Film blutiger hätte sein dürfen). Das Beste der Action-Szenen waren die vielen Explosionen. Wo Feuer mitspielt, gab es einige optisch starke und auch sehr fiese Szenen.  Einige Handlungen der Figuren sind unrealistisch - aber in einem Actionfilm mit Kriegs-Setting darf das auch sein.

 

Typische Woo-Elemente (Zeitlupen-Aufnahmen, blutige Shoot-Outs, aus Freunden werden Feine etc.) sind jedoch nur wenig ausgeprägt vorhanden. Da boten die anderen US-Filme von John Woo (Im Körper des Feindes, Harte Ziele & Operation: Borken Arrow) deutlich mehr und waren sehenswerter, cooler, unterhaltsamer und die Action war besser. Deshalb fliegt der Film auch aus der Sammlung (und weil die Figuren und deren Schicksale dem Zuschauer gleichgültig sind).

 

Fazit: Geschmackssache – technisch darf nicht gemotzt werden, aber inhaltlich und als Gesamtpaket bietet der Film zu wenig, um zu überzeugen…

 

Infos:

 

O: Windtalkers

 

USA 2002

 

R: John Woo

 

D: Nicolas Cage, Christian Slater, Adam Beach, Roger Willie

 

Laufzeit der US-DVD: 153:22 Min.

 

Gesehen am: 10.10.02 / Review überarbeitet am: Ende März 2021

 

Fassungen: Mir lag das 3er-DVD-Set aus den USA von MGM vor = Uncut (Director’s Cut), O-Ton mit englischen Subs, viele Extras, gute bis sehr gute Bild- und Tonqualität. Den DC gibt es inzwischen auch in Deutschland (auch auf Blu-Ray).