Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 14. April 2026

The Outlaw Brothers



The Outlaw Brothers

Story:

Autodiebe (Frankie Chan, Max Mok) und eine Polizistin (Yukari Oshima) sind hinter einer Gangster-Bande (Michiko Nishiwaki, Jeff Falcon, Vincent Lyn, Mark Houghton) her…

Meine Meinung:

The Outlaw Brothers ist sicherlich einer der besten Filme von und mit Frankie Chan (Fun and Fury, Goodbye My Love, A Warrior's Tragedy) und mit Yukari Oshima (Devil Cat, Brave Young Girls, Blood Sister). Es handelt sich um eine Actionkomödie im modernen Setting. Man könnte fast von einem HK-Remake des US-Filmes Gone in 60 Seconds (aus dem Jahr 1974, erfuhr auch ein US-Remake) sprechen. The Outlaw Brothers wartet mit einem tollen Cast und superben Kampfszenen auf. Fans dieses HK-Filmzeitalters dürften mit The Outlaw Brothers bestens bedient werden.

Der Mix aus mehrheitlich harmloser Action und Humor funktioniert gut. Frankie Chan und Yukari Oshima harmonieren prächtig. Ihre Kampfszenen sind erste Sahne. Allgemein sind die Kampfszenen und deren Choreographie einfach nur spektakulär, rasant und innovativ. Diese wurde von fähigen Männern, u.a. Fung Hak-On (Edge of Darkness), der im Film auf einen Gastauftritt hinlegt, choreographiert. Im Finale durfte dann sogar noch Jackie Chan (Battle Creek Brawl) vorbeischauen und half mit, eine Szene zu choreographieren.

Besonders cool ist auch die Tatsache, dass hier mehrere ausländische Kämpfer in einem Film, und vor allem im sehenswerten Finale, vereint zu sehen sind. Deren Kämpfe sind der Wahnsinn. Da kämpfen Yukari Oshima und Frankie Chan abwechselnd gegen Namen wie Vincent Lyn (Robotrix), Mark Houghton (Angel Terminators) und Jeff Falcon (Caged Beauties). Vor allem letzterer konnte sich von seiner allerbesten Seite zeigen. Max Mok (An Eye for an Eye) bekommt wenig Kampfszenen spendiert. Nebst Yukari Oshima gefallen bei den Mädels ansonsten noch Sharon Kwok Sau-Wan (Lethal Panther 2) sowie Sheila Chan Suk-Lan (Prince of the Sun).

In weiteren Gastauftitten sind Namen wie Dan Mintz (Fatal Termination) und Chiang Tao (The Savage 5) auszumachen. Sheila Chan Suk-Lan sorgt mit ihrer Rolle für heutige Verhältnisse auch für viele politisch unkorrekte Szenen, was ich sehr mochte. Da ging im Kino auch hier und da ein raunen durch die Ränge. Ich bin sicher, dass der Film in Kantonesisch noch besser und lustiger rüberkommt. Einziger Schwachpunkt des Filmes: dass Michiko Nishiwaki (The Dragon Fighter) praktisch nichts von ihrem Kampftalent zeigen darf und im Finale auch nicht im Kampf besiegt wird. Das glich Potenzialverschwendung…

Fazit: Must Have Titel!

Infos:

O: Jui Gaai Chaak Paak Dong

HK 1990

R: Frankie Chan

D: Frankie Chan, Yukari Oshima, Max Mok, Michiko Nishiwaki, Jeff Falcon, Vincent Lyn, Mark Houghton, Sharon Kwok Sau-Wan, Sheila Chan Suk-Lan, Dan Mintz, Chiang Tao, Michael Miu Kiu-Wai, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-Fassung: 96:42 Min.

Gesehen am: Nov. 2007 / Neusichtung am: 12.04.26

Fassungen: Ich sah den Film in London im Kino (Event mit Yukari Oshima). Dort lief leider nur eine leicht zensierte (typische UK-Zensur) Fassung, zudem nur Englisch Dubbed (mit chinesischen Subs). Zudem war die Fassung sehr dunkel. Zuhause habe ich die UK-DVD von HKL stehen = In Tiergewalt zensiert, sonst Uncut, auch O-Ton und englische Subs plus exklusive Extras (Bey Logan AK, u.a. Interview mit Vincent Lyn und Yukari Oshima). Wer den Uncut (auf DVD) haben möchte, sollte zur DVD aus den USA greifen. Die deutsche DVD (als Born to Fight 4) ist zwar auch Uncut und in Sachen Bildqualität massiv heller als die UK-DVD, dafür gibt es zum Originalton keine Untertitel = kein Kauf. Warten und hoffen, dass der irgendwann auf Blu-Ray erscheint…

Samstag, 11. April 2026

Update

Zu Ehren von Mario Adorf, der am 08.04.26 verstarb, wurden zwei seiner Filme angesehen. Hier die Reviews:


- Das Syndikat

- Fahrt zur Hölle, ihr Halunken







RIP


Fahrt zur Hölle, ihr Halunken

Fahrt zur Hölle, ihr Halunken

Story:

Brad (Johnny Hallyday) macht sich auf den Weg nach Blackstone, was einigen Anwohnern den Schlaf raubt. Denn Brad hat nur ein Ziel: den Tod seines Bruders zu rächen und gestohlenes Geld zu finden…

Meine Meinung:

Wie schon Das Syndikat wurde Fahrt zur Hölle, ihr Halunken, ebenso eine Ko-Produktion zwischen Deutschland, Italien und Frankreich, zu Ehren von Mario Adorf angesehen, der vor paar Tagen in einem stolzen Alter dieses Leben verlassen hat. Die letzte Sichtung ist sehr lange her (2009), so dass ich mich auf den Ende der 60er Jahre Italo-Western von Sergio Corbucci (Compañeros, Django, Leichen pflastern seinen Weg) freute. Sergio Corbucci wurde mit seinem Kultfilm und Mithilfe von Star Franco Nero (Wenn Du krepierst - lebe ich) dank Django zur Legende im Italo-Western-Genre.

Der Film hat die 2. Sichtung bestanden, auch wenn ich jetzt einige Punkte fand, welche mir im Gegensatz zu früher, leicht missfielen. Kurz gesagt war mir der Tonfall des Filmes im Grossen und Ganzen zu wenig ernst und zu wenig düster. Im Gegenteil: der Film war mir zu harmlos und vor allem zu lustig. Dass viele der Szenen mit lustigen und komischen Momenten in der deutschen Fassung früher fehlten (nicht zensurbedingt), konnte ich sogar nachvollziehen. Vor allem der Spieler, der Brad immer als Freud betitelt und die «Randständigen», die im Finale sogar für ein 2. Finale sorgen, empfand ich als etwas doof und störend. Der Film hätte auch ohne diese Szenen, wenn nicht sogar besser, funktioniert.

Mario Adorf spielt hier El Diabolo. Eine Nebenrolle als mexikanischer Bandenanführer. Er kommt ab ca. Mitte des Filmes bis zum Finale vor. Er macht das sehr gut. Wie ich bereits in der Besprechung zu Das Syndikat anfügte, sehe ich ihn definitiv lieber in solchen Rollen statt als Helden. Die Hauptrolle spielt er mir unbekannte Johnny Hallyday, der vor allem als Sänger Karriere machte und dementsprechend in vielen Filmen mit solchen Settings zu sehen war. Er macht seinen Job auch ordentlich. In weiteren grösseren Rollen sind Françoise Fabian und Gastone Moschin zu sehen. Gastone Moschin (Die Zuhälterin) spielte bereits in The Sicilian Checkmate sowie Caliber 9 (wohl seine kultigste Rolle) an der Seite von Mario Adorf.

Fazit: Unterhaltsamer Italo-Western!

Infos:

O: Gli Specialisti

Deutschland, Frankreich, Italien 1969

R: Sergio Corbucci

D: Johnny Hallyday, Gastone Moschin, Françoise Fabian, Sylvie Fennec, Angela Luce, Serge Marquand, Gino Pernice, Mario Adorf

Laufzeit der deutschen DVD: 99:01 Min.

Gesehen am: Juli 2009 / 2. Sichtung: 10.04.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Kinowelt = gute Bild- und Tonqualität (die deutsche Synchronisation ist exzellent), Uncut (ehemals fehlende Szenen sind in Franz. mit Untertiteln). Gibt es inzwischen in Deutschland von Filmjuwelen / AL!VE auf Blu-Ray.