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Mittwoch, 16. Oktober 2019

Cemetery of Regret Review

Horroktober 2019
Cemetery of Regret

Story:

Korea zur Zeit der Koryo-Zeitspanne:

So-Yah wird vergewaltigt, nachdem ihr Ehemann von Jo umgebracht wurde. So-Yah tötet sich danach selbst. Ihr Katzen-Geist nimmt daraufhin Besitz von Jos Frau um Rache an Jo zu üben. Nach diversen Attacken sucht dieser einen Priester heim, der ihn retten soll. Eine Vernichtungskation gegen Katzen beginnt, doch zwingt dies So-Yahs Geist wirklich in die Knie?

Meine Meinung:

Vom Regisseur der sehr stimmungsvollen Gruselfilme Evil Under the Moon und Cemetery of Beautiful Women, Kim In-soo, kommt mit Cemetery of Regret ein weiterer 80er Jahre Horrorfilm, der im klassischen Korea spielt und eine weitere (Rache/Rape & Revenge) Geistergeschichte erzählt. In Form der Ghost-Cat (etwas, was man auch im japanischen Kino sehr oft sah) vollzieht der weibliche Geist seine Rache.

Der Film ist, wenn man die anderen genannten Werke des Regisseurs mochte, klar zu empfehlen. Ich empfand die anderen zwei Filme jedoch als stimmungsvoller, vor allem Cemetery of Beautiful Women, sein bisher bester Film in meinen Augen, bleibt unerreicht. Das heisst jedoch nicht, dass es hier gar keine stimmungsvollen und atmosphärischen Bilder gäbe.

Der Film hat eine sehr gute vor allem helle Bildqualität für VHS Verhältnisse (was alte, unbekannte Schinken aus Südkorea angehen). Allgemein spielt wenig in der Dunkelheit und/oder nachts, was sich negativ auf die Stimmung auswirkt. Die Figuren sind solide bis gut bis hin zu typischem asiatischem Klamauk und Overacting (selten). Stimmung kam u.a. in den wenigen Nacht-Szenen und in der Rückblende im Schnee zur Geltung.

Was Effekte angehen, darf man nicht zu viel erwarten. Es gibt natürlich ein Katzen-Make-Up bei der Geister-Frau zu sehen, ein Skelett (sehr cool), hier und da würde ich auch von einer Puppen-Katze sprechen und ein-zwei blutige Schwertszenen gibt es zu sehen. Wo auf Effekte verzichtet wurde, war bei der Katzen Vernichtungsaktion, wo mit grosser Wahrscheinlichkeit einige echte Katzen ihr Leben liessen. Die Szenen sind für Katzenliebhaber nur schwer zu ertragen. Dies als Warnung.

Fazit: Sehenswerter Grusel aus Südkorea!

Infos:

O: Wonhanui gongdongmyuji

Südkorea 1983

R: Kim In-soo

D: Seo Ok-mo, Kwak Oh-kyeong, Park Am, Oh Eun-ju

Laufzeit des südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A-Joo Videoproduction vor = Uncut, Vollbild, recht gue Bildqualität, in Koreanisch, keine Subs. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray, keine deutsche Fassung und ausserhalb Südkoreas ist der Film nie veröffentlicht worden (d.h. es gibt keine Fassung mit englischen Subs). Stand: Okt. 2019.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Kolobos Review

Horroktober 2019
Kolobos

Story:

Kyra (Amy Weber) wird verletzt aufgefunden und ins Spital eingeliefert. Sie leidet an Gedächtnisverlust. Erst nach und nach erinnert sie sich, was passiert ist: sie nahm mit anderen jungen Erwachsenen an einer TV-Show/Experiment à la Big Brother Teil. Doch als ein Mitglied bestialisch umgebracht wird, beginnt der wahre Horror…

Meine Meinung:

Die letzte Sichtung von Kolobos ist über 14 Jahre her. Ich wusste kaum mehr etwas über den Independent-Film. Der Horroktober, ein neuartiges Internetphänomen (zumindest seit meiner Wahrnehmung erst seit einem Jahr bekannt), brachte nun die Chance, den Film wieder zu sichten. Und das hat viel Spass und Freude bereitet. Grund: Kolobos wirkte wie ein neuer Film, da letzte Sichtung so lange her. Das Karma meinte es gut mit mir – ich mochte den Film auch heute noch – sehr sogar.

Der Film erzählt eine nicht uninteressante und spannende Story. Es geht um das mysteriöse Kolobos – was ist das? Was hat es mit den Morden zu tun? Handelt es sich um einen Namen? Ein Monster? Was hat es mit dieser Show auf sich? Die Figuren sind sehr erträglich und agieren motiviert und solide. Figuren, die nerven, werden als erstes ins Jenseits geschickt.

Was sehr positiv ist: der Film versteht sich auch als Hommage ans Ital. Euro-Cult Kino rund um Dario Argento und Co. Der Soundtrack (z.B. Vorspann, Abspann etc.) erinnert an Suspiria. Die Farben und Beleuchtung ebenso (und/oder an Inferno). Die Morde und/oder wie gefilmt könnte direkt aus dem Giallo-Kino stammen. Für mich als Fan des Giallo Kinos war das sehr erfreulich.

Dazu: die Morde sind hübsch blutig, originell und die Effekte sind allesamt handgemacht. Stark! Einige der Morde erinnern an Klassiker wie Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies oder Silent Night, Dealdy Night. Splatterfans werden bestens bedient.

Fazit: Story ok, Figuren ok, audiovisuell stark, Effekte stark = für Horrorfilmfans zu empfehlen, bevorzugt für Fans des Ital. Kinos!

Infos:

O: Kolobos

USA 1999

R: Daniel Liatowitsch, David Todd Ocvirk

D: Amy Weber, Donny Terranova, Nichole Pelerine, John Fairlie, Promise LaMarco

Laufzeit der US-DVD: 87:10 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von York Home Video vor = Uncut, Englischer Ton, keine Subs, gute Bild und Tonqualität, in Widescreen. In Deutschland bisher nur von Laser Paradise (Red Edition) zu haben (Vollbild, kein O-Ton). Von Arrow dieses Jahr auf Blu-Ray erschienen (mit vielen exklusiven Extras, englischen Subs, neuer Abtastung vom Originalnegativ).

Montag, 14. Oktober 2019

Evil Dead II Review


Horroktober 2019
Evil Dead II

Story:

Ash (Bruce Campbell) schlägt sich in einer Waldhütte gegen Dämonen, heraufbeschworen aus dem Buch der Toten, dem Necronomicon, herum und kämpft um sein Leben. Zu seiner Person stösst später eine Gruppe dazu…

Meine Meinung:

Teil zwei der kultigen «Tanz der Teufel» Reihe ist weniger gut als Teil eins. Dies ausfolgenden Gründen: Teil eins war bedrohlicher, ernster, unheimlicher. Man spielte mit den Erwartungen des Zuschauers. Es wird mehr Stimmung und Nostalgie geboten und es gibt deutlich mehr Splatter als im 2. Film.

Trotzdem ist Teil zwei alles andere als ein schlechter Film. Im Gegenteil: er hat mir aktuell besser denn je gefallen! Zwar handelt es sich fast mehr um ein Remake als um eine Fortsetzung (Story aus Teil eins wird quasi nur neu aufgelegt), doch der Unterhaltungswert des Fun-Splatters ist sehr hoch. Dasselbe gilt für das Tempo. Der Film hat eine Laufzeit von knapp etwas mehr als 80 Minuten (mit Abspann) und die Handlung und Action legen sofort los. Keine lange Einleitung, keine Längen. Ash ist praktisch permanent den Dämonen, dem Wahnsinn und skurrilen Gegnern ausgesetzt. Das macht enorm viel Spass und Bruce Campbells Karriere wurde danach so richtig lanciert (im B-Film).

Andere Namen sind wenig bekannt und interessant. Bruce Campbell hat den Film mit produziert. Auf dem Regiestuhl nahm erneut Sam Raimi Platz. Wo die zwei auftauchen, dürfen Namen wie Ted Raimi (spielt einen der Dämonen), Rob Tapert (Produzent von Teil eins oder der Ash Vs. Evil Dead Serie, die viel später erscheinen sollte) oder Scott Spiegel (Bruce Campbell legte in dessen Intruder einen Gastauftritt hin) nicht fehlen.

Nebst weniger Längen, mehr Ash, grossem Unterhaltungswert sieht man dem Film das höhere Budget deutlich an – vor allem die Effekte sind stark geworden und genug nach meinem Geschmack (nur der von Ted Raimi gespielte Dämon sieht doch arg billig aus). Das gilt nicht nur für Splattereffekte sondern für die Dämonen-Make-Up Masken, Stop-Motion Effekte und sonstige Effekte (die Monster-Bäume, die Baum-Hand, die lebenden Gegenstände wie Stühle, Lampe, Hirsch-Kopf) waren Spitzenklasse. Das farbige Blut (wegen der Freigabe) passte aber auch wunderbar dazu, da herrlich surreal. Für die Effekte war die KNB FX Group zuständig.

Fazit: Wer Teil eins mochte, kann sich Teil 2 bedenkenlos ansehen! Fun-Splatter vom Feinsten!

Gefolgt von: Die Armee der Finsternis

Infos:

USA 1987

R: Sam Raimi

D: Bruce Campbell, Sarah Berry, Dan Hicks, Kassie Wesley DePaiva, Ted Raimi

Laufzeit der US-DVD: 84:12 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Mir lagen die US-DVD von Anchor Bay vor (Book of the Dead Edition* und die Tin Box) = * Uncut (Kinofassung), Englischer Ton, keine Subs, exklusive Extras, sehr gute Bild- und Tonqualität. Für die Kinofreigabe wurde der Film zensiert. Es gibt Bootleg, Workprint- und Alternative-Fassungen (mexikanische TV-Fassung). Auf der deutschen Blu-Ray befindet sich eine Fassung mit mehr Szenen (die z.T. aus dem Making of stammen).