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Sonntag, 15. Juni 2025

Tough Guy


Tough Guy

Story:

Inspektor Cool Head (Chen Kuan-Tai) untersucht zusammen mit Verbündeten (Judy Lee) einen Mordfall…

Meine Meinung:

Aka Iron Monkey Strikes Back. Nach dem Erfolg von Iron Monkey mit Chen Kuan-Tai wurde Tough Guy, nicht zu verwechseln mit dem HK Basher aus dem Jahr 1972 mit dem gleichnamigen Titel, in einigen Ländern als «Fortsetzung» vermarktet. Das erklärt auch den Alternativtitel Iron Monkey Strikes Back. Es sind jedoch unabhängige Filme und Tough Guy ist keine Fortsetzung von Iron Monkey. Der Film von Shaw Brothers Regisseur Pao Hsueh-Li (The Boxer from Shantung, The Oath of Death, Blooded Treasury Fight) ist sehr gelungen und sehenswert.

Es handelt sich, ähnlich wie beim Shaw Brothers Film Killer Constable, um einen Plot, der einen gewissenhaften Inspektor sprich Beamten beinhaltet. In beiden Filmen kommen sich Intrigen und Verschwörungen innerhalb des Kaiserpalastes auf die Spur und die Gegner gehen dabei über Leichen. So ist es auch hier. Chen Kuan-Tai (Little Flying Dragon, Deadly Duo, Crippled Avengers) spielt die Hauptrolle und er macht das fantastisch. Cool, abgeklärt, darf viel von seinem Kampf-Können demonstrieren und hier und da gibt er sich schlitzohrig. Fans von ihm werden voll auf seine Kosten kommen.

Hier und da taucht Judy Lee (Revenge of Shaolin Kid, The Legend of Mother Goddess, Revengeful Swordswoman) auf. Sie hat eigene Motive und wird mehrfach von Chen Kuan-Tai gerettet. Ihren Charakter mochte ich etwas weniger, da «beggar-look». Ich mag Figuren im Eastern, die sich als Bettler tarnen, irgendwie immer weniger, umso mehr ich davon in klassischen Filmen sehe. Keine Ahnung warum. Sie zeigt weniger Körpereinsatz als Chen Kuan-Tai. Als Hauptbösewicht agiert gekonnt Chan Sing (Die Todespagode des gelben Tigers, Bruce Tuan – 7 Promise, The Legendary Strike), der schon in Zakato – Die Faust des Todes mit Chen Kuan-Tai zusammen vor der Kamera stand. Chan Sing kämpft nur zweimal gegen Chen Kuan-Tau. Beide schenken sich im äusserst brutalen und blutigen Finale nichts. Der Film ist toll. Viele harte Kampfszenen machen den Film zu einem Must See Titel!

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Jue Dou Lao Hu Zhuang

HK, Taiwan 1978/1980 (je nach Quelle)

R: Pao Hsueh-Li

D: Chen Kuan-Tai, Chan Sing, Judy Lee, Chang Fang-Hsia, Ou-Yang Sha-Fei, Yan Chung-Shing, Lu Wei

Laufzeit der US-VHS: 93:56 Min.

Laufzeit der VHS aus Taiwan: 93:47 Min.

Gesehen am: Aug. 2011 / Neusichtung am: 22.03.25 / Sichtung der VHS aus Taiwan: Aug. 2026

Fassungen: Bei der Erstsichtung im Aug. 2011 sah ich die leicht zensierte Englisch Dubbed DVD aus England. Diese habe ich inzwischen nicht mehr. Ich kaufte dazumal eine VHS aus Südkorea in der Hoffnung, den Film gefunden zu haben (Artwork entsprach dem korrekten Film). Doch es handelte sich schlussendlich um einen anderen Film. Die 2. Sichtung erfolgte nun als US-VHS von Tai Seng. Statt O-Ton Mandarin liegt der Film in Kantonesisch (ohne Untertitel) vor. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Vollbild. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025). Eine O-Ton Fassung (mit oder ohne Subs) ist mir nicht bekannt. Nachtrag Aug. 2026: Inzwischen habe ich die US-VHS verkauft/entsorgt, da eine O-Ton Fassung gefunden. Für eine Neusichtung lag mir nun die VHS aus Taiwan von New Ship vor = Vollbild (diesmal empfand ich es als relativ störend), keine Untertitel, sah Uncut aus und im O-Ton Mandarin. Die Bild- und Tonqualität waren solide. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Die ersten 20 Minuten waren lahm und Judy Lees Look gefiel mir wenig. Aber danach nimmt der Film Fahrt auf und die Kampfszenen sind erstklassig. Vor allem Chan Kuan-Tai macht eine sehr gute Figur. Das lange und harte Duell gegen Chen Sing im Finale macht den Film schon sehenswert. Zuerst kämpfen sie ohne Waffen, danach mit Waffen. Chen Kuan-Tai und Judy Lee harmonieren prächtig zusammen. Pflichtprogramm für Eastern Freaks! 

Samstag, 14. Juni 2025

The Cannibals

The Cannibals

Story:

Master Pao Liang (Chang Yi) will den Tod seines Mentors rächen und die Täter finden, welche den Überfall geplant haben. Dabei wurde Geld gestohlen. Master Pao findet einen der drei Täter, doch der wahre Auftraggeber ist der Gangsterboss und Casino-Besitzer Tsang (Chen Hung-Lieh)…

Meine Meinung:

The Cannibals ist ein Anfang der 70er Jahre Basher von der weiblichen Regisseurin Kao Pao-Shu, die ihr Handwerk bei den Shaw Brothers gelernt hat, um danach unabhängig Filme zu drehen (The Desperate Chase, Female Fugitive, The Jade Fox), nachdem sie bei den Shaw Brothers vor und hinter der Kamera stand (Trilogy of Swordsmanship, Lady with a Sword). The Cannibals hat im Gegensatz zu anderen Titeln wie z.B. Wir kommen und werden euch fressen nichts mit Kannibalen oder dem Horrorgenre zu tun.

Im Film geht es um die simple Story um einen Überfall mit Toten, einer Rache-Story, gestohlenes Gold und um Gerechtigkeit. Chang Yi (A Taste of Cold Steel, The Thrilling Sword, The War of the Boundary), den ich vor allem als Bösewicht gerne sehe, macht hier als rechtschaffener Held und Aufklärer eine gute Figur. Er spiel den Helden. Er macht das überzeugend, auch in den Kampfszenen und auch das Charisma stimmt. Auf der Gegenseite haben wir mit Chen Hung-Lieh (Come Drink with Me, Midnight Cowgirl, The Devil) die perfekte Wahl des Bösewichts. Dank den beiden gewinnt der Film bereits an Qualität.

Die Kung Fu Szenen sind zahlenmässig hoch ausgefallen, so dass es wenig Längen gibt. Was dem Film vielleicht angekreidet werden kann ist die Tatsache, dass er zu lieb und harmlos ist (so wird der Bösewicht im Finale z.B. verhaftet statt getötet). Positiv fielen auch die Frauenrollen auf. Ob es daran lag, dass weiblicher Regisseur? Chen Chen (sie sah man in interessant klingenden Ende der 60er Jahre Swordplay-Produktionen wie Vengeance of Snow-Maid oder Wizard of the Sword aus Taiwan) spielt gut und Mang Lee (Blind Boxer, Blood Reincarnation) bringt etwas Humor und Schmollen in den Film. Zudem gibt es einige Gamble-Szenen zu sehen.

Fazit: Sehenswerter Basher mit gutem Cast und vielen Kämpfen!

Infos:

O: Hei Chi Hei

HK 1972

R: Kao Pao-Shu

D: Chang Yi, Chen Hung-Lieh, Chen Chen, Mang Lee

Laufzeit der HK-VHS: 87:25 Min.

Gesehen am: 21.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VHS von Ocean Shores vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, Vollbild, Englischer Dub. Der Dub ist leider schlecht. Es gibt auch eine Ocean Shores VHS im O-Ton mit englischen und chinesischen Subs. Die sah ich aber noch nie zum Kaufen. In China finde ich nur eine Bootleg VHS mit dem Ocean Shores Artwork. Ggf. hole ich mir das, um den Film in Zukunft im O-Ton schauen zu können. Die deutsche Fassung (VHS, DVD) sind in Gewalt zensiert. Titel: Die Wut, der Schrei und der Tod.

Freitag, 13. Juni 2025

The Rangers

The Rangers

Story:

Lin Jo Nan (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) will den Namen ihres Vaters rächen. Dieser wurde von Salz-Schmugglern unter der Führung von Chang (Yasuaki Kurata) hereingelegt. Lin gibt sich als Mann aus und infiltriert die rivalisierende Bande von Chang, um ihren Vater zu rächen und Chang das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

70er Jahre Basher von Hou Cheng (Unsubdued Furies, The Shaolin Invincibles, On the Waterfront), der viele Filme mit Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng realisierte = Heroine of Tribulation, The Zodiac Fighters, Fight for Survival, Heroine Kan Lien Chu, Empress Dowager's Agate Vase, Seven to One. Nach Seven to One und A Girl Called Tigress trifft Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous) erneut auf Japaner Yasuaki Kurata (The Secret of Shaolin Poles, Wang Yu - Der Karatebomber), der den Bösewicht spielt.

The Rangers fängt gut an, kann das Niveau aber nicht durchgehend halten. Trotz gutem Cast mit Namen wie Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Chin Kang (The Silver Spear) oder Addy Sung Gam-Loi (Kung Fu from Beyond the Grave) kommt es im Verlauf zu Längen. Vor allem der Klamauk und die Tatsache, dass auch ein kleiner, extrem nervtötender Junge (Yeh Hsiao-Yee aus Mars Men), im Film mitspielt, schwächen den Film doch erheblich. Verstärkt wird dies durch den Gender-Tausch. Polly Shang agiert im Tomboy Look und ihr kleiner Bruder bekommt eine Perücke und spielt ein Mädchen, dass im Finale einem Bösewicht in Nahaufnahme ins Gesicht uriniert (nicht der einzige Urin-Joke). Muss ich nicht sehen.

Hätte man das weggelassen und/oder diese «humorvollen» Szenen durch harte Kampfszenen ersetzt, wäre der Film um einiges besser geworden. So trübt das Endergebnis am Ende doch etwas, was schade ist. Schade um Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata und Addy Sung Gam-Loi, die ansonsten in den Kampfszenen zu gefallen wissen. Addy Sung Gam-Loi spielt dabei einer der Männer an Yasuaki Kuratas Seite. So was wie seine rechte Hand. Trotz Urin-Joke im Finale wird der Film gegen Ende wieder etwas härter und die Kampfszenen nehmen wieder zu = solide!

Fazit: Auch wenn kein Kracher für Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata zu empfehlen!

Infos:

O: Daai Siu Yau Lung

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Addy Sung Gam-Loi, Han Ching-Hsiang, Chin Kang

Laufzeit der China VCD: Disc 1 (47:50 Min.) / Disc 2 (40:06 Min.)

Gesehen am: 20.03.25

Fassungen: Mir lag die VCD aus China vor = In Mandarin mit englischen & chinesischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Vollbild. Es gibt keine Blu-Ray oder deutsche Fassung (Stand: März 2025).