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Freitag, 11. Juli 2025

Cameroon Connection

Cameroon Connection

Story:

Detektiv Baiko (Alphonse Beni) untersucht einen Mordfall.

Meine Meinung:

Cameroon Connection befindet sich in Severin Films Box The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1. Doch darüber, dass der Film in die Auswahl aufgenommen und in der Box veröffentlicht wurde, kann gestritten werden. Es handelt sich nämlich weder um einen Kung Fu-Film, noch um eine Produktion aus Hong Kong. Cameroon Connection ist mehrheitlich ein Krimi aus Frankreich und Kamerun, der grösstenteils in Kamerun gedreht wurde.

Der Film stammt von Alphonse Beni, der auch gleich die Hauptrolle des Polizisten spielt, der einen Mordfall aufklären will. Bruce Le (Black Spot, The Mad Cold-Blooded Murder, Fire on the Great Wall) spielt nur eine kleine Nebenrolle. Wer also einen reinen Bruceploitation Kung-Fu-Film mit Bruce Le erwartet, dürfte schwer enttäuscht werden. Bruce Le kämpft zwei Mal: einmal in einer Bar und im Finale. Seine besten Szenen zeigt er als Kung Fu Trainer in einer Kampfschule in Paris.

Im Grossen und Ganzen und vor allem neutral betrachtet ist der Film nur mittelmässig. Es gibt viel zu wenig Bruce Le zu sehen und zudem gibt es keine einzige wirklich tolle Action-Szene im Film zu sehen. Der Plot ist relativ lahm und es gibt viele Längen. Viele Szenen tun nichts zur Sache und bringen den Plot nicht vorwärts, sondern verlängern einfach den Film. Die Dialoge wirken oft unfreiwillig komisch, wie auch das Schauspiel der Figuren. Einen gewissen Charme und eine gewisse Stimmung können der Produktion allerdings nicht abgesprochen werden.

Fazit: Ein Titel, der in der Bruceploitation-Box eigentlich nichts verloren hat…

Infos:

O: Cameroon Connection

Frankreich, Kamerun 1985

R: Alphonse Beni

D: Alphonse Beni, Bruce Le, France L. Colletin, Ariane Kah, Emmanuel Tengna, Athanase Esso

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.04.25

Fassungen: Gesehen via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1 von Severin Films = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Franz. O-Ton und englische Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Donnerstag, 10. Juli 2025

A Working Man

A Working Man

Story:

Als die Tochter (Arianna Rivas) eines Freundes (Michael Peña) von Gangstern (Jason Flemyng, Emmett Scanlan, Andrej Kaminsky, Piotr Witkowski, Greg Kolpakchi, Maximilian Osinski, Eve Mauro, Cokey Falkow, Chidi Ajufo, Ricky Champ, Max Croes) entführt wird, nimmt sich Levon (Jason Statham) der Sache an…

Meine Meinung:

Als ich den Trailer zu A Working Man, einem neuen US-Actionfilm, produziert von Sylvester Stallone (Demolition Man, Rocky, Rambo), sah, nahm ich diesen als vielversprechend war. Umso enttäuschender war die Tatsache, dass der Film in der Schweiz keinen Starttermin erhielt. Und dass, obwohl The Beekeeper in der Schweiz zu sehen war. Was haben The Beekeeper und A Working Man gemeinsam? Das Genre (Action), den Hauptdarsteller (Jason Statham) und den Regisseur (David Aye).

Also gönnte ich mir den Film via Stream. In der Schweiz ist das legal. Ich habe nicht viel erwartet, auch wenn mir der Trailer gefiel. Das lag daran, dass auch The Beekeeper kein «Überfilm» darstellte. Aber immerhin war der unterhaltsam. Etwas, was ich leider von A Working Man nicht sagen kann. Nach der Sichtung weiss ich auch, warum der Film in der Schweiz keinen Kinostart bekommen hat. Der ist einfach total schlecht. Müll. Im direkten Vergleich ist The Beekeeper ein geniales Meisterwerk.

Es gibt keine einzige gute Action-Szene, mehrheitlich stört eine miese Kameraarbeit (viel zu nah dran und mieses Editing), die Figuren stammen direkt aus der Hölle (alle Bösewichte trotz Namen wie Jason Flemyng oder Emmett Scanlan), zu viel Belangloses und Kitschiges (den Nebenplot mit der Filmtochter hätte man eliminieren sollen) und es gibt zu viele Längen. Für einen Film dieser Art sind 116 Minuten Laufzeit tödlich. Das ist ein Plot, dem 86 Min. gutgestanden hätten und die Filmemacher sich nur auf das Wesentliche hätte beschränken sollen: die Actionszenen!

Im letzten Viertel hat es 2-3 Momente, wo ich Schmunzeln musste. Jason Statham (Death Race, Safe) ist solide. Abgesehen davon ist A Working Man Zeitverschwendung. Dass der Film überhaupt in einem Land im Kino läuft, ist beachtenswert. Die 18er Freigabe in Deutschland ist zudem ein absoluter Witz…

Fazit: Nicht zu empfehlen!

Infos:

O: A Working Man

Grossbritannien, USA 2025

R: David Ayer

D: Jason Statham, Arianna Rivas, Michael Peña, Jason Flemyng, Emmett Scanlan, Andrej Kaminsky, Piotr Witkowski, Greg Kolpakchi, Maximilian Osinski, Eve Mauro, David Harbour, Cokey Falkow, Chidi Ajufo, Ricky Champ, Max Croes

Laufzeit der Online-Fassung: Ca. 116 Min.

Gesehen am: 10.04.25

Fassungen: Der Film hat in der Schweiz keinen Schweizer Kinostart erhalten. Daher habe ich den Film via Stream gesehen (Uncut, Englisch). In Deutschland läuft der Uncut in den Kinos (FSK18). Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: April 2025).

Mittwoch, 9. Juli 2025

The Awaken Punch

The Awaken Punch

Story:

Cheung Da Gong (Henry Yu Yang) verspricht seinem Vater auf dem Sterbebett, sich vom Kämpfen abzuwenden. Das nutzen Gangster (Fong Yau, Tien Feng, San Kuai, Fung Hak-On) aus, die Cheungs Land kaufen wollen…

Meine Meinung:

The Awaken Punch ist ein Anfang der 70er Jahre Basher à la The Big Boss oder Chinese Hercules. Auch hier muss der Held seine Kampfkünste vorerst einstellen, ehe er sie im letzten Viertel explodieren lässt. Das ist ein Detail, welches ich aus logischen Gründen weniger mag. Wenn der Held nicht kämpft, gibt es in diesen Phasen auch keine Kampfszenen zu sehen. Warum schaut sich der Fan solche Filme an? Wegen den Kampfszenen! Aber ich wusste über dieses Detail im Voraus Bescheid und konnte mich dementsprechend darauf einstellen.

Bis auf einige wenige Längen vor dem Finale und einer etwas unspektakulären und unfreiwillig komischen Verfolgungsjagd (in der ein Fahrrad eine Rolle spielt) sehr sehenswerter Basher. Ich wurde positiv überrascht. Dem Film tun vor allem der Verzicht auf Klamauk, seine Härte und die überzeugenden Bösewichte gut. Fong Yau (Bruce and the Iron Finger), Tien Feng (My Son), San Kuai (The Bloody Fists) und Fung Hak-On (The Godfather’s Daughter Mafia Blues) waren allesamt schön fies, schmierig und die perfekte Wahl für die Schurkenauswahl.

Tien Feng spielt den Anführer der Bande. Seine Spezialität sind Messer. Die Kampfszenen stammen von einem jungen Yuen Woo-Ping (The Buddhist Fist). Es wird vor allem mit Fäusten gekämpft, aber in ein-zwei Szenen kommen auch Waffen vor. Yuen Woo-Ping liefert nebst späteren Stars wie Mars (Dragon Lord) oder Jackie Chan (City Hunter) einen Gastauftritt hin. Der Held des Tages wird von Henry Yu Yang (Tough Guy) gespielt, der mich zuletzt auch zusammen mit Michael Chan Wai-Man und Chan Sing in Black List vollkommen zu überzeugen vermochte. Auch hier macht er einen soliden Job.

Fazit: Basher Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Po Tian Jian

HK 1973

R: Fang Lung-Hsiang

D: Tien Feng, Henry Yu Yang, Fong Yau, San Kuai, Fung Hak-On, Susanna Au-Yeung Pui-San

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 09.04.25

Fassungen: Gesehen via The Basher Box von VCL Entertainment/Pearl River = nebst The Prodigal Boxer in einem Set inklusive Booklet, Region-All-Disc, neuer 35mm Print (= hervorragende Bildqualität) aber leider nur Englisch Dubbed (mittelmässig). O-Ton ist nicht vorhanden. Es gibt englische Subs. Als Extras gibt es einen Trailer. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).