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Dienstag, 15. Juli 2025

Snake and Crane Arts of Shaolin

Snake and Crane Arts of Shaolin

Story:

Hsu Yin-Fung (Jackie Chan) ist im Besitz eines wertvollen Martial Arts Buches. Master Chin (Chin Kang) möchte es in seinen Besitz bringen und Hsu Yin-Fung sieht sich diversen Gegnern konfrontiert, welche ihm das Buch abluchsen wollen…

Meine Meinung:

Snake and Crane Arts of Shaolin sah ich seit Ewigkeiten nicht mehr. Die letzte Sichtung dürfte im Januar des Jahres 2007 gewesen sein. Im Gegensatz zu anderen Jackie Chan Filmen, welche ich in den letzten Jahren auffrischte (City Hunter, Dragon Lord, Shaolin Wooden Men), hatte ich an Snake and Crane Arts of Shaolin überhaupt keine Erinnerung mehr. Spielte Jackie Chan zu der Zeit vor allem in Filmen von Lo Wei (To Kill with Intrigue) mit, so führte hier Chen Chi-Hwa (Imperial Sword) Regie. Gedreht wurde in Südkorea, was dem Setting positiv bekommt (war sicher schweinekalt während den Dreharbeiten).

Mir hat Snake and Crane Arts of Shaolin sehr gut gefallen und somit hat der Film die 2. Sichtung bestanden. Der Film hat kaum einen Plot. Jackie Chans Figur ist im Besitz eines Buches und jeder will es haben und versucht es, auch mit Gewalt und List, von ihm zu bekommen. Jackie Chan macht eine sehr gute Figur. Die Choreographie, an welcher Jackie Chan bereits mitwirkte, erinnert dabei schon an seine späteren Klassiker. Das Finale ist stark. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Im Schnitt fast alle fünf Minuten eine Kampfszene zu bestaunen.

Schon der Vorspann ist toll, wenn Jackie Chan vor rotem Hintergrund Kampf-Demonstrationen präsentiert und/oder gegen Gegner kämpft. Das liebe ich, wenn Eastern und Kung-Fu-Filme so beginnen. Der Film ist mehrheitlich ernst. Hier und da gibt es etwas Humor und Sprüche klopfen von Jackie Chan. Aber keine Situationskomik. Nebst Jackie Chan dürfte Nora Miao (Bruce’s Deadly Fingers, The Way of the Dragon) der bekannteste Co-Star sein. Sie spielt eine Nebenrolle. Der Hauptbösewicht und Endgegner wird von Chin Kang (Tai Chi Shadow Boxing) verkörpert. Der macht das solide.  

Fazit: Klare Empfehlung für Jackie Chan Fans!

Infos:

O: She Hao Ba Bu

HK 1978

R: Chen Chi-Hwa

D: Jackie Chan, Nora Miao, Chin Kang, Kim Jeong-ran, Liu Ya-Ying, Miao Tien

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: Jan. 2007 / 2. Sichtung: 19.04.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray The Jackie Chan Collection Vol. 1 von Shout Factory = Uncut, O-Ton, sehr gute Bild- und Tonqualität, Englische Subs, Audiokommentar und Interview (mit Ricky Baker). In Deutschland als Die Unbesiegbaren der Shaolin Uncut auf Blu-Ray zu haben (von Splendid).

Montag, 14. Juli 2025

Edge of the Knife

Edge of the Knife

Story:

Zwei Familien treffen sich zur jährlichen Zusammenkunft. Es wird gekocht, gefeiert und gearbeitet. Es werden Lebensmittel für den Winter zusammengetragen. Adiits’ii zieht an einem Morgen mit seinem Neffen zu einem Abenteuer los. Es zieht ein Sturm auf und der Junge stirbt. Adiits’ii flieht in den Dschungel, während die Familie des Jungen die Rückreise antritt. Adiits’ii verwandelt sich in der Natur zu Gaagiixid. Als dies später die Angehörigen erfahren versuchen sie, den Gaagiixid zu fangen und Adiits’ii von diesem Fluch zu befreien…

Meine Meinung:

Die All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 Box von Severin Films bietet viele unbekannte Filme, die darauf warten, entdeckt zu werden (z.B. den bereits besprochenen The Enchanted). Edge of the Knife ist ein kanadischer Film über das Haida Volk und der erste Film, der in dessen Sprache gedreht wurde. Vor allem auf der Inselgruppe Haida Gwaii waren diese kanadischen Indianer aktiv. Der Film spielt auch auf dieser Inselgruppe. Heute gibt es nur noch eine Handvoll Menschen, die diese Sprache sprechen.

Das macht den Film allein aus diesen Tatsachen nicht uninteressant. Der Film wirkt zwar sehr authentisch (Haida Gwaii Setting), wirkt aber oft mehr wie eine Dokumentation als ein echter Spielfilm. Eine "Doku", der das einfache Leben des damaligen Volkes zeigt. Viele Szenen sind relativ belanglos, auch wenn aus einem anderen Aspekt betrachtet interessant. Es kommen übernatürliche Themen (Der Film erzählt von der Legende um den Gaagiixid) dazu, aber im Grossen und Ganzen gibt es davon zu wenig Szenen, was schade ist. Ich hätte mir mehr Szenen mit dem Gaagiixid gewünscht. Und auch mehr Hintergrundinfos. Der Film hätte auch gerne stimmungsvoller sein dürfen.

Abgesehen davon ist der Film für das Budget beachtlich inszeniert, toll gefilmt und stark gespielt. Der Plot nimmt sich Zeit. Der Film versucht, Stimmung aufzubauen und den Zuschauer in eine eigene, mysteriöse und ihm fremde Welt zu entführen. Auch aus Sicht der Trauerphasen ist der Film nicht uninteressant: wie dieses fremde Volk trauert und mit Verlust und Tod umgeht. Das ist immer etwas Spannendes, vor allem im Vergleich zu unseren westlichen Methoden. Auch als Pfleger, der oft trauernden Menschen begegnet, fand ich diesen Aspekt interessant. 

Fazit: Für eine einmalige Sichtung absolut ok!

Infos:

O: Edge of the Knife

Kanada 2018

R: Gwaii Edenshaw, Helen Haig-Brown

D: Willy Russ, Adeana Young, Brandon Kallio

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 18.04.25

Fassungen: Gesehen via All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Von Severin Films. Das US-Label bietet den Film im O-Ton mit englischen Subs, Uncut und die Bild- und Tonqualität ist hervorragend. Als Extras gibt es zwei Kurzfilme, ein Making of und einen Audiokommentar. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).