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Donnerstag, 18. September 2025

The Avenger Review

The Avenger

Story:

Devil Knight (Chiang Pin) ist ein Wanderer. Er geht umher und hilft Menschen in Not.  Hermit master (Chen Li-Yun) hat es auf Devil Knight abgesehen. Sie engagiert diverse Killer (Li Hsuan, Wai Wang, Lin Jiang, Ko Yu-Min), unter anderem mit Lügen, um Devil Knight zu töten. Doch der scheint unbesiegbar ehe es im Finale zum Showdown kommt…

Meine Meinung:

Aka Blood and Guts (On Screen-Titel). Aka Samurai Blood, Samurai Guts. Bei The Avenger handelt es sich um einen frühen Wuxia aus Taiwan, der Anfang der 70ern veröffentlicht wurde. Regie führte Li Kuo-Hua. Dieser führte nur bei einer kleinen Anzahl von Filmen Regie. Als Kopie liegt mir (noch ungesehen) Clam Fairy vor, ein Fantasy-Film. Dazu finde ich im Netz nicht viel. Freue ich mich darauf. The Avenger sah ich in Mandarin ohne Untertitel.

Dem Plot kann man dennoch gut folgen. Der Held Devil Knight wird von Chiang Pin (The Death Player) gespielt und diverse Bösewichte, die mehrheitlich wie japanische Samurai aussehen, wollen ihm an den Kragen. Mehr gibt es zum Plot nicht zu sagen. Der ist dünn und erfüllt seinen Zweck. Der Film hat mir gut gefallen, auch wenn das Vollbild hier sehr störend war (mehr als sonst) und ich Chiang Pin als Helden wenig charismatisch fand.

Der Film hat am Anfang und Mittelteil nicht sonderlich viel Kampfszenen. Diese sind aber solide in Szene gesetzt und erinnern hier und da ans japanische Kino. Auf der zweiten Disc (ich sah mir den Film via VCD an) gibt es praktisch nur noch Kämpfe zu sehen. Der Film gefällt durch einige blutige Schwertkampfszenen, die zudem allgemein sehr fantasievoll ausgefallen sind wie auch das Aussehen, die Gimmicks oder die Waffen der Kämpfer. Li Hsuan, der weibliche Lead, war stark in ihrer Rolle und läuft Chiang Pin den Rang ab.

Fazit: Wuxia Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Zhui Ming Sha Shou

Taiwan 1971

R: Li Kuo-Hua

D: Chiang Pin, Chen Li-Yun, Li Hsuan, Wai Wang, Lin Jiang, Ko Yu-Min

Laufzeit der HK-VCD: 47:51 Min. (1. Disc) / 33:58 (2. Disc)

Gesehen am: 21.06.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = Uncut, Mandarin und Englisch gesprochene Fassungen (sollen unterschiedliche Musik haben), keine Subs, leider nur Vollbild (Originalbildformat wäre 2,35:1). Das Ocean Shores VHS trägt den Titel Samurai Blood, Samurai Guts. Da ist mir mind. eine Englisch Dubbed Ausgabe bekannt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).

Mittwoch, 17. September 2025

Io Island Review

 

Io Island

Story:

Auf Io Island soll eine Touristen-Einrichtung entstehen. Als Mitarbeiter der Firma auf dem Weg zur Insel sind, wird ihnen nach dem Verschwinden eines Insel-Bewohners Mord vorgeworfen. Der Beschuldigte macht es sich zur Aufgabe, seinen Namen rein zu waschen und stellt vor Ort auf Io Island Nachforschungen an…

Meine Meinung:

Als ich Severin Films All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 kaufte war die Ursache der Suzzanna Film Sundelbolong. Ansonsten waren mir die Mehrheit der Filme in der Box unbekannt. Etwas mehr Freude und Erwartungen hatte ich für die Titel Io Island (Beitrag aus Südkorea), Bakeneko: A Vengeful Spirit (Cat Ghost Beitrag aus Japan) und die Filme Beauty and the Beast sowie Nazareno Cruz and the Wolf. Die sahen einfach optisch interessant aus.

Besagter Io Island stammt von Kim Ki-young, dessen The Housemaid mich zuletzt sehr enttäuscht hatte. Leider ist dies auch bei Io Island der Fall, auch wenn ich The Housemaid deutlich nervender und schlechter fand. So bleibt für mich sein bester Film Woman Chasing the Butterfly of Death. Io Island, der wohl am meisten an The Wicker Man erinnert, überzeugt am meisten durch sein Setting und den Mix aus Drama, Mystery, Folkhorror und Erotik (wobei die Szene mit dem Penis à la Antichrist nicht wirklich sexy war).

Alles in allem hätte ich mir mehr Folkhorror erwartet. Trotz der Insel als Setting empfand ich den Film als relativ wenig stimmungsvoll. Was dem Film geschadet hat, war der wirre Plot und wie dieser inszenatorisch erzählt wird. Die ganzen Rückblenden vernichten viel von der Atmosphäre und brechen den Verlauf der Geschichte immer wieder. Ich empfand die Flashbacks als repetitiv und störend. Ich empfand den Film als wenig fesselnd, den Verlauf als zäh und eine richtige Spannung war kaum gegeben. Es gibt Längen und leider, und das ist auch ein grosses Minus, empfand ich alle Figuren als wenig sympathisch.

Viele vom Cast haben auch in vielen anderen Filmen von Regisseur Kim Ki-young vor der Kamera gestanden. Yeo Po sah man zudem im Slasher The Door to the Flesh, Kim Jung-chul spielt im seltenen The Neckless Murderess mit, Yoo Soon-chul sah man auch im neuen Kino aus Südkorea (z.B. Bedevilled), Park Am (Evil Under the Moon, Remodelled Beauty) spielte in Goeshi einen Zombie, Park Jeong-ja sah man nebst Yoo Soon-chul ebenso im neuen Kino aus Südkorea (Exhuma) und letzter (Son Young-soon) auch (nämlich in I Saw the Devil). Viel Erfahrung vorhanden, aber leider spielen die meisten Figuren, die dem Zuschauer egal sind.

Fazit: Zwar ein nicht uninteressanter Film, aber mich konnte Io Island nicht überzeugen. Schade…

Infos:

O: Iodo

Südkorea 1977

R: Kim Ki-young

D: Lee Hwa-shi, Kim Jeong-cheol, Choi Yun-seok, Kwon Mi-hye

Laufzeit der US-Blu: Ca. 110 Min.

Gesehen am: 20.06.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu Ray von Severin Films = All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Technisch war ich von der Blu-Ray enttäuscht (Bild- und Tonqualität hätten Luft nach oben vertragen und die Extras der koreanischen Disc fehlen). Die Disc ist Uncut, im O-Ton und mit englischen Subs. Region-All-Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).