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Samstag, 18. Dezember 2021

Rabid Review

Rabid

Story:

 

Die schüchterne und unsichere Vegetarierin Rose (Laura Vandervoort) arbeitet in der harten Modewelt, wo sie immer wieder an ihre Grenzen stösst. Als sie nach einem Unfall furchtbar entstellt wird, stimmt sie einer neuen Stammzellen-Therapie zu. Die Therapie gelingt, doch nach einer Zeit kommt es zu ersten, ernsten unerwünschten Nebenwirkungen die für Rose und ihr Umfeld ungesund enden…

 

Meine Meinung:

 

Rabid (2019) ist das kanadische Remake zu David Cronenbergs Klassier Rabid aus dem Jahre 1977 und leider ein total misslungener Film in praktisch allen Belangen! Ich kannte nur das Cover und fand es ansprechend – daher bestellt. Leider hat sich dieser Blindkauf gar nicht gelohnt. Das Remake ist ein grottenschlechter Film, der bis auf ca. zwei Effekte-Szenen nichts Positives zu bieten hat.

 

Die Machart des Filmes wirkt billig. Schon nur das Intro mit dem Rabid Schriftzug. Mühsame Kameraarbeit (z.B. wie der Unfall inszeniert wurde). Wirkt wie ein Video- oder billiger Werbeclip. Auch die Ästhetik und Stilmittel, um dem Film eine eigene Optik aufzudrücken, sind teilweise negativ (z.B. erkennt man einen coolen Make-Up-Monster-Effekt im letzten Viertel des Filmes so deutlich weniger, weil einfach zu dunkel = Stilmittel des Filmes) ausgefallen.

 

Der Plot ist langweilig und vermischt nervige, neu zeitige Woke-Trends mit Horror- und Mad Scientist-Motiven. Nur am Ende gibt es eine kleine Überraschung, die ich mochte (der zweite gelungene Make-Up-Effekt des Filmes). Ansonsten nervt der Film durch seine Machart, die Woke-Szenen und durch seine miesen Charaktere. Praktisch alle Figuren nerven wie Hölle und sind unsympathisch. Ich hätte am liebsten schon im ¼ des Filmes abgestellt, später musste ich in lahmen Füllszenen spulen.

 

Speziell blutig ist der Film nicht und die Attacken sind uninteressant. Der Plot und die Szenenabfolge wirken teilweise sehr unzusammenhängend, repetitiv und unausgegoren. Wie ein Flickwerk. Das spricht nicht für das Schwesternduo, welches als Regisseur-Paar aufgetreten ist. Das mag bei Clips oder Kurzfilmen funktionieren, aber nicht bei einem Spielfilm (das Schwesternduo hat auch bisher praktisch nur Kurzfilme realisiert). Die Musik gefiel mir auch nicht.

 

Fazit: Scheissdreck, unnötiges Remake und einer der schlechtesten Filme, welche ich seit langem sah! Nur für Masochisten zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Rabid

 

Kanada 2019

 

R: Jen Soska, Sylvia Soska

 

D: Laura Vandervoort, Greg Bryk, Stephen McHattie, Stephen Huszar, Benjamin Hollingsworth, C.M. Punk

 

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 103 Min.

 

Gesehen am: 10.10.21

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von 101 vor = Schuber, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Die deutsche Disc ist ebenso Uncut, aber die UK DVD war über eBay viel günstiger zu bekommen. Gibt es auch auf Blu-Ray.

The Crippled Masters Review


The Crippled Masters

Story:

 

Ein Gangster-Boss (Li Chung-Chien) verkrüppelt Unschuldige. Einem Opfer (Shun Chung-Chuen) werden die Arme abgetrennt, einem weiteren Opfer (Thomas Hong Chiu-Ming) die Beine. Beide finden nach einiger Zeit zusammen, treffen auf einen Art Schlangenmenschen (He Jiu) der sich ihnen als Meister zur Verfügung stellt und sie, trotz ihrer Behinderung, im Kung Fu ausbildet, damit sie Rache üben können…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem Shaw Brothers Film Crippled Avengers (1978) sprangen die Taiwanesen auf den Krüppel-Zug auf und brachten The Crippled Masters auf den Markt, der noch zwei «Fortsetzungen» (Fighting Life und Two Crippled Heroes) nach sich zog. Allgemein ist das Krüppel-Thema im asiatischen Film verbreitet: Six Kung Fu Heroes, The One-Armed Swordsman plus weitere Jimmy Wang Yu Filme, Zatoichi, Raiders of the Shaolin Temple etc.).

 

The Crippled Masters kann dennoch als Klassiker des Krüppel-Filmes gelten, weil dieser einen grossen Unterschied hegt, wenn mit dem Chang Cheh Film Crippled Avengers verglichen: in The Crippled Masters sind es nämlich echte Krüppel die zu sehen sind und keine Fake-Krüppel! Das ist der grosse Unterschied, der schön aufzeigt, dass auch Krüppel trotz Behinderung in Filmen bestehen können.

 

Nüchtern betrachtet ist The Crippled Masters ein 08/15 Kung-Fu Film wie es sie zu Hunderten gibt: Rache-Story, Meister nimmt neue Schüler, bildet diese aus, sie rächen sich. Also wenig originell und mit der billigen Standard Musik versehen, wie sie leider oft zu hören ist (da sind mir gestohlene Musikstücke deutlich lieber). Vor allem in Kombination mit dem furchtbaren Englischen Dub kaum auszuhalten und ein Grund mehr, den Film in Deutsch (möglicherweise) oder in Mandarin zu schauen.

 

Der Film von Regisseur Law Chi (The Invincible Kung Fu Trio, Haunted House Elf) startet mit einem sehenswerten Intro und danach folgt die Einleitung, die etwas lahm erscheint. Es dauert ca. 30-40 Minuten, bis die zwei Krüppel zu einander finden und sich ausbilden lassen. Nicht alle Kampfszenen sind wirklich stark. Spektakulär sind zumindest jene Kampf- und Trainingsszenen, die von Shun Chung-Chuen und Thomas Hong Chiu-Ming, welche trotz ihrer Behinderungen in diesen überzeugen und somit für Spektakel sorgen. 

 

Bösewicht Li Chung-Chien (The Guy with Secret Kung Fu) fand ich persönlich eher schwach und wenig charismatisch. Es gibt noch einen anderen Kämpfer in weiss gekleidet. Dessen Kampfszenen waren auch gut. Der weiss gekleidete Kämpfer scheint auch ein Guter zu sein, wobei ich nicht weiss, in welcher Beziehung er zum Bösewicht oder den Krüppeln steht (aufgrund fehlender englischer Subs).

 

Fazit: An sich kein Highlight, da etwas zu wenig Kämpfe und lahmer Beginn. Dafür kompensiert der Film diese Tatsachen aber mit der spektakulären Leistung der zwei Krüppel, die danach verdientermassen noch in weiteren Filmen dieser Art zu sehen waren! Old School Kung Fu Film-Fans greifen zu!  

 

Infos:

 

O: Tian Can Di Que

 

Taiwan 1980

 

R: Law Chi

 

D: Shun Chung-Chuen, Thomas Hong Chiu-Ming, He Jiu, Li Chung-Chien

 

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:38 Min.

 

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 10.10.21 / Sichtung US-Blu-Ray: 04.07.24

 

Fassungen: Den Film sah ich früher zuerst als US-DVD. Vollbild, Uncut, Englisch Dubbed. Grottenschlechte Synchronisation. Ich kaufte das VHS aus Japan von Nikkatsu Video (Titel: The Crippled Heaven) da ich hoffte, dort eine Mandarin Fassung zu bekommen. Pustekuchen! Auch nur Englisch Dubbed und der tolle Vorspann des Filmes fehlt. Behalte ich nur wegen dem Cover. Aus Südkorea von Sam Boo die VHS erhalten. Diese bietet endlich die Mandarin Fassung mit koreanischen Subs. Leider auch nur Vollbild (2.35:1 wäre Originalbildformat). Das VHS aus Holland soll eine sehr gute Bildqualität haben und ist in 1.85:1 aber auch nur Englisch Dubbed. Eine Blu-Ray oder O-Ton Fassung mit englischen Subs ist mir nicht bekannt (Okt. 2021). Nachtrag 04.07.24: Das US-Label Film Masters sorgte mit ihrer US-Blu-Ray Vö zum Film für eine der besten Veröffentlichungen in diesem Jahr. Der Film liegt erstmals im Originalbildformat 2,35:1 vor. Restauriert und in einer grandiosen Bildqualität. Es gibt sogar zu Beginn im Intro paar Sekunden mehr als bei der VHS aus Südkorea. Es handelt sich um ein anderes Master. Bei der Blu-Ray fehlt z.B. bei der letzten Szene die "The End" Einblendung. Die Blu-Ray hat eine um Welten bessere Qualität als das VHS. Dazu gibt es jede Menge exklusive Extras, den Original Raw Scan zum Film als Bonus, ein Booklet und sogar O-Ton Mandarin mit englischen Subs. Der Wahnsinn! Unten ein kleiner Bildvergleich zwischen der Blu-Ray (Region All-Disc) und dem VHS aus Südkorea:













Shocking Asia II – Die letzten Tabus Review

Shocking Asia II – Die letzten Tabus

Inhalt inklusive meiner Meinung:

 

Wie bereits im ersten Film begibt sich Rolf Olsen nach Asien um zusammen «Schockierendes» zusammenzutragen. Wie genau die Zusammenarbeit mit dem HK-Studio funktioniert hat, wäre interessant zu erfahren. Laut hkmdb führt nämlich ein gewisser Wong Hoi Regie und laut imdb ist es u.a. eine First Films Organisation Produktion. Ob diese Infos verlässlich sind, ich weiss es nicht. Fakt ist jedoch, dass die HK VCD die bisher längste Fassung war. Das deutsche VHS wie auch viele der Importe (Thai. DVD, tschechische DVD) sind alle kürzer.

 

Wer Teil eins mochte, kann sich Teil zwei ebenso gut ansehen, auch wenn es dank längerer Laufzeit mehr Längen gibt, da bei Leibe nicht alle Inhalte interessant sind und zu überzeugen vermögen. Vor Verkauf nochmals geschaut und leider festgestellt, dass die Disc aufgrund technischer Störungen unverkäuflich ist (Klötzchen-Bildung, Slow Mo statt normaler Geschwindigkeit in einigen Szenen).

 

Der Mondo ist wie der Vorgänger ok und vor allem aufgrund der Deutschen Sprecher (sogar eine Frau kommentiert) und deutscher Dialoge unterhaltsam und zum Schmunzeln anregend, auch wenn 1/4 aller Dialoge in Kantonesisch mit deutschen Subs sind (und auch hier: sehr sarkastischer Unterton). Weniger rassistisch als Teil 1, dafür mehr sarkastischer würde ich meinen (vor allem die Dialoge zu den Zwergen).

 

Es gibt schwache Parts (Fake Wunderheiler, Zwerge, Sekten, Thai. Boxkampf), Längen (hier und da spulte ich), jedoch auch unfreiwillig komische Parts (Sci-Fi Sex-Museum, Gloryhole, Windelfetischismus, Grab Aufhebungen in Hong Kong) bis hin zu Schmuddel (viel Rotlichtviertel-Besuche, Zigaretten Akrobatik via Vagina), Tiersnuff (Haifische und Hahnenkämpfe) und interessante Beiträge (Cage People in Hong Kong) oder Schlangen-Zubereitung in Taiwan (fühlte ich mich glatt an meinen Taiwan Urlaub erinnert wo ich das Schlangenblut im Glas sah) oder Ekliges (Affen, Voyeuristische Blicke auf entstellte Lepra-Kranke oder Missbildungen = Mann mit zwei Gesichtern).

 

Also für jeden was dabei und somit jedem Mondo-Fan zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Shocking Asia III

 

Infos:

 

O: Shocking Asia II: The Last Taboos

 

Deutschland, HK 1976

 

R: Rolf Olsen

 

D: -

 

Laufzeit der deutschen DVD: 109:52 Min.

 

Neusichtung am: 10.10.21

 

Fassungen: Siehe Teil eins! ¼ der Tonspur sind in Kantonesisch mit deutschen Subs (in einer Sequenz gingen diese jedoch vergessen). Das deutsche VHS und ausländische Fassungen sind oft nur zensiert (ca. 86-93 Min.). Die Uncut-Szenen stammen wohl von der HK-VCD, die ebenso 109 Minuten läuft wie die deutsche Fassung. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Okt. 2021).