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Mittwoch, 26. Oktober 2022

Hellraiser Review

 
Horroktober 2022

Hellraiser

Story:

 

Riley (Odessa A’zion), die mit Suchtproblemen zu kämpfen hat, und deren Liebhaber kommen über Umwege in den Besitz der Puzzlebox, welche die Zenobiten (u.a. Jamie Clayton, Jason Liles, Yinka Olorunnife, Selina Lo, Zachary Hing) heraufbeschwört. Dies kommt Rileys Umfeld (u.a. Adam Faison, Aoife Hinds) nicht gut zu stehen…

 

Meine Meinung:

 

Lange gab es Gerüchte über ein Remake zum Horrorklassiker Hellraiser und/oder einer TV-Serie. Nun gabs dank dem Streaming-Anbieter Hulu und Regisseur David Bruckner (The Ritual) ein Reboot zur langlebigen Horrorfilmreihe. Soll heissen: eine Neuinterpretation des Clive Barker Stoffes um The Hellbound Heart, der von ihm selbst Mitte der 80er Jahre verfilmt wurde. Als die Botschaft verkündet wurde, dass der neue Pinhead weiblich und von einer Frau gespielt würde, war die Skepsis gross. Der Trailer, der mich an einen Mix aus Hellraiser und Hellbound- Hellraiser 2 erinnerte, konnte mich auch nicht wirklich überzeugen.

 

Das Hellraiser Reboot ist leider ein absoluter Totalausfall geworden. Qualitativ unterscheidet sich der Film nicht von 08/15 Woke-Netflix-Eigenproduktionen. Zwar bietet der Film viele Zitate und Querverweise zum Original, aber die Zielgruppe ist eine ganz andere (Hirnlose Streaming Zombies, Klimajugend, Generation Snowflake), so dass diesen die Verweise zum Original überhaupt nicht auffallen dürfte (zumal 90% von denen das Original eh nicht kennen und vor allem zu schätzen wüssten). Mit einer Laufzeit von zwei Stunden ist der Film viel zu lang. Ich dachte mehr als einmal ans Ausschalten und/oder Spulen. Sehr langweilig.

 

In der ersten Stunde gibt es z.B. keine einzige gute Szene. Der Look ist ein Mix aus zu steril, zu dunkel, zu sauber, zu brav und zu modern. Auch das Aussehen der Cenobiten ist enttäuschend: unecht, mehr Kostüm-Cosplay mässig als ein Mix aus Fleisch, Lust, Schmerz. Krass, wenn die 80er Jahre Filme bessere Effekte bieten als eine Produktion aus 2022. Gore gibt es kaum, vor allem nicht explizit. Da darf man sich nichts erhoffen.  In der Hinsicht bot selbst der miese Hellraiser: Revelations mehr Highlights und bessere Effekte! Verrückt! Eine Spannung und/oder Stimmung baut der Film zu keiner Sekunde auf. Die Musik ist lahm und nur hier und da ist die Original-Musik aus dem Clive Barker Film zu hören.

 

Das Ende hat mir nicht gefallen. Der Plot war eigentlich sinnlos und der ganze Film Zeitverschwendung Ganz übel, sehr nervend, schlecht gespielt und schlimm waren aber sämtliche Figuren direkt aus der Hölle: statt nach Leistung und Schauspielkunst wurde anhand von Diversität ausgesucht und besetzt à la Quoten statt Können. Zum Kotzen!

 

Fazit: Scheissdreck!

 

Infos:

 

O: Hellraiser

 

USA 2022

 

R: David Bruckner

 

D: Odessa A’zion, Jamie Clayton, Jason Liles, Yinka Olorunnife, Selina Lo, Zachary Hing, . Adam Faison, Aoife Hinds

 

Laufzeit der Streaming Version: Ca. 121 Min.

 

Gesehen am: 24.10.22

 

Fassungen: Gesehen via Stream. Den Film gibt es bisher weder auf DVD noch Blu-Ray (Stand: Okt. 2022). In England wurde der Film jedoch von der BBFC geprüft, was bedeuten könnte, dass dort bald eine DVD/Blu-Ray erscheinen könnte. Hellraiser ist eine Original Hulu-Produktion und auf deren Plattform einsehbar.

Dienstag, 25. Oktober 2022

Bewitched Area of Thousand Years Reviews

 
Horroktober 2022

Bewitched Area of Thousand Years

Story:

Shu Mei (Chui Ging-Sin) wird von einem Fluch belegt: sie verwandelt ihre Arme in Schlangen und bekommt Lust auf Sex und zu töten. Infiziert wurde sie von ihrem toten Vater (Chung Jan-Wang), der am gleichen Fluch leidet. Dieser sucht im Wahnsinn stets neue Opfer, die er vergewaltigen und töten kann. Shu Meis Freund (Lung Tien-Hsiang) versucht ihr zusammen mit Uncle und dessen Tochter zu helfen, doch am Ende muss ein Magier (Hsieh Wan-Yi) ran, um das Unheil zu beenden…

Meine Meinung:

Bewitched Area of Thousand Years lag nun fast drei Jahre ungesehen in der Sammlung. Der Horroktober ist ein guter Grund, dies zu ändern. Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht viel vom Film. Was hatte ich erwartet? Ich dachte es handelt sich um einen Erotik-CAT. III Schund aus Taiwan mit Ghost-Story Motiven im klassischen Setting.

Falsch gedacht! Zwar gibt es Nackt- und Sex-Szenen (und die CAT. III Freigabe), aber es handelt sich um einen Fantasy-Horror-Monster-Film aus Taiwan von Regisseur Lai Wan. Die Produktionsfirma ist mir nur aufgrund Haunted House Elf bekannt. Ansonsten kenne ich deren Filme nicht. Das Budget war sicher nicht hoch. Halt typischer billig Vertreter aus Taiwan. Die Effekte haben Charme. Viel gekostet haben sie nicht. In einer Szene würde ich auch sagen, dass einfach echte Innereien auf die Frau gelegt wurden.

Nebst bisschen Sex und Horror dürfen auch hier und da Martial Arts und ein Magie-Finale nicht fehlen inklusive fliegender Totenschädel, charmanten CGI-Effekten, einem Priester der wie ein Indianer aussieht, gestohlener A Nightmare on Elm Street Musik (wieder und immer wieder), einem grossen Namen in einer unbedeutenden Nebenrolle (Ku Feng, Shaw Brothers) und Schlangen-Armen, die Feuer spucken können (hat mich an Zuma erinnert). Die Tochter des "Uncle", welche im Film lange mit ihrem Glauben und der Bibel nervt, wird übrigens am brutalsten und grafischsten vergewaltigt und getötet.

Ausser Ku Feng (The Avenging Eagle) ist der Cast wenig bekannt. Chui Ging-Sin kenne ich nur aus Caged Beauties. Lung Tien-Hsiang (Six Directions of Boxing) hingegen war, wie Ku Feng, bei den Shaw Brothers zu sehen (Demon of the Lute). Hsieh Wan-Yi sagt mir vom Namen zwar nix, habe aber auch einige Filme, in denen er mitwirkt gesehen (The Dignified Killers, Retreat of the Godfather). Ungesehen liegt noch Spirit Vs Zombi vor, der in diesem Horroktober auch noch besprochen werden wird (zumindest geplant).

Fazit: Kein Kracher, aber hübsch verrückt, fantasievoll und besser und anders als erwartet!

Infos:

O: Qian nian mo jie

Taiwan 1991

R: Lai Wa

D: Chui Ging-Sin, Chung Jan-Wang, Lung Tien-Hsiang, Hsieh Wan-Yi, Ku Feng

Laufzeit der HK-LD: Ca. 86 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Mei Ah vor: Canto und Mandarin Ton (Mandarin ist O-Ton), englische Subs, durchschnittliche bis gute Bildqualität, englische Subs. Machte eine unzensierten Eindruck (CAT. III Freigabe). Was ich schon 1-2x als Alternative sah, war das VHS aus Taiwan. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2022). Nachtrag: es gibt auch noch ein US-VHS von World Video. Weitere Infos dazu habe ich nicht.

Montag, 24. Oktober 2022

Dracula's Castle Review


 
Horroktober 2022

Dracula's Castle

Story:

Fotograf Glen Cannon (Gene Otis Shane) und seine Freundin erben ein Schloss. Dieses wird jedoch von zwei Vampiren (Alexander D'Arcy, Paula Raymond), einem Butler (John Carradine) und einem degenerierten Frauenentführer (Ray Young) bewohnt…

Meine Meinung (TV-Fassung):

Dracula's Castle ist meine 3. Al Adamson Erfahrung und bisher werde ich mit dem Trash-Filmer und seinen Arbeiten nicht wirklich warm. Dracula's Castle ist schaubar, aber auch ein Film mit Längen, der phasenweise lahm, billig und belanglos ist. Das heisst ein Film, wo man gut nebenbei noch Dinge erledigen kann (Zocken, im Internet surfen etc.).

Der Film erzählt eine leicht abgewandte und modernisierte Vampir-Geschichte. Die Szenen mit dem Werwolf (ca. sieben Minuten), kommen nur in der längeren TV-Fassung vor und haben mit dem Originalplot nichts zu tun. Diese sollen von Jean Hewitt stammen, nicht von Al Adamson (Blood of Ghastly Horror) selbst.

Wie gesagt: der Film ist billig (ok, sollte bei einem Al Adamson nicht überraschen), zu lahm, zu alt, zu uninteressant. Es gibt, wie gesagt, Längen und praktisch keine Höhepunkte. Auf nackte Haut oder Effekte darf man nicht hoffen. Eine Spannung ist nie vorhanden und leider auch kaum Stimmung. Die Ranch, die als "Schloss" diente, kann den Eindruck nicht vermitteln, auch wenn es 1-2 nette Szenen gibt (Folterkammer, Särge).

Die wenigen Highlights betreffen die Werwolf-Szenen, eine Auto-Stunt (runter die Klippe) und einen fliegenden, brennen Dummy. Allgemein ist das Finale fast das einzig sehenswert im Film, wo Mal etwas passiert. Ansonsten ist der Film schleppend und zäh in Szene gesetzt. John Carradine ist übrigens der Vater von David Carradine (Kill Bill: Vol. 1 & 2).

Infos:

O: Blood of Dracula's Castle

USA 1969

R: Al Adamson, Jean Hewitt

D: John Carradine, Paula Raymond, Alexander D'Arcy, Robert Dix, Gene Otis Shane, Jennifer Bishop, Vicki Volante

Laufzeit der US-Blu: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Siehe Blood of Ghastly Horror. Es sind zwei Fassungen aufgespielt: die reguläre Kinofassung oder die ca. sieben Min. längere TV-Fassung (mit den Werwolf-Sequenzen). Letztere hat eine bessere Bildqualität. Restauriert, Uncut, O-Ton, englische Subs. Gibt es in Deutschland von als WGF / SchröderMedia (als Bonusfilm auf der Billy the Kid gegen Dracula DVD).