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Dienstag, 13. Juni 2023

Lethal Weapon 4

Lethal Weapon 4 

Story:

 

US-Cops (Mel Gibson, Danny Glover) und Co. (Joe Pesci, Chris Rock) legen sich mit chinesischen Menschenschmugglern und Gangstern (Jet Li, Kim Chan, Al Leong) an…

 

Meine Meinung:

 

Der vierte und bisher letzte Teil von Richard Donners Lethal Weapon-Reihe sah ich dazumal als Jugendlicher vor den drei ersten Filmen der Reihe. Das war sogar während dem Unterricht in der 10. Schulklasse. Ich glaube, ein Lehrer ist krank ausgefallen und wir guckten uns in der Klasse den Film an. So genau kann ich es nicht mehr sagen. Schon damals gefiel mir der Film und ich empfand den Film als unterhaltsam, amüsant und lustig.

 

Eine Meinung, welche ich nach wie vor Teile. Der Film ist von den vier Filmen der Unterhaltsamste. Besonders nach dem schwachen dritten Teil ist Lethal Weapon 4 sehr willkommen und eine klare Steigerung. Überraschend, dass es bisher nie einen weiteren Teil gab. Gerüchte gab es dazu jede Menge. Aber inzwischen dürften Mel Gibson (Fatman) und Danny Glover definitiv "zu alt sein für den Scheiss" (wobei Gibson noch hin und wieder in guten Filmen zu sehen ist).

 

Interessant ist, dass Lethal Weapon 4, zumindest auf Letterboxd (Social Media Datenbank für Filmfans), viele schlechte Bewertungen bekommt, da der Film angeblich "rassistisch" und "homophob" sein soll. Ich denke, dass sind wohl jüngere "Fans" der heutigen Woke-Generation, welche an allem etwas zu motzen haben, die so denken. Daher sind Reviews zu gewissen Filmen auf Letterboxd amüsant zum Lesen. Gilt auch für seltene Filme abseits des Mainstreams, die heutzutage viel einfacher die Runde machen (Grund: Streaming).

 

Lethal Weapon 4 ist natürlich weder rassistisch noch homophob, sondern bietet Stereotypen, die dazumal gern gesehen waren und macht sich gekonnt über Minderheiten lustig und die Szenen sind halt wirklich witzig. Ich empfand es als gelungenen Schachzug, Joe Pesci etwas in den Hintergrund zu drängen und mit Chris Rock eine neue Figur, die viel Humor in den Film bringt, zu präsentieren. Gelungen. Mel Gibson und Danny Glover sind ein blind eingespieltes Team. Beide machen ihren Job toll.

 

Der grosse Star ist für mich aber Jet Li (Kiss of the Dragon, The Sorcerer and the White Snake, Fong Sai Yuk). Lethal Weapon 4 ist sein US-Debüt. Zwar drehte er schon zuvor in den USA (The Master, Defector - Karate-Kickboxer), aber das waren HK-Produktionen. Spätere US-Filme konnten das Niveau von Lethal Weapon 4 nicht halten und flogen bereits aus der Sammlung (The One) und/oder werden in Zukunft nach Neusichtungen wohl entsorgt werden (Romeo Must Die, Born 2 Die). Bei einigen Titeln kann ich das noch nicht sagen (Forbidden Kingdom, War, The Expendables Reihe). In Lethal Weapon 4 spielte Jet Li erstmals einen Bösewicht. Etwas, was er selten tat (später, wenn ich nicht irre, wiederholte er dies in The Warlords).

 

Jet Li überzeugt in all seinen Szenen. Fies, böse, kaum zu besiegen, tolles Charisma. Er hätte mehr Bösewichte spielen sollen. Das hat er auch drauf. Oft gäbe man das einigen Stars gar nicht. So z.B. auch Chow Yun-Fat (in Scared Stiff). Auch seine Kampfszenen überzeugen mehrheitlich bis auf eine einzelne Sequenz, die zu sehr nach The Matrix ausschaut. Ansonsten macht er in den Kampfszenen eine gute Figur. Das Finale gegen Mel Gibson und Danny Glover (im Regen) ist eines der Highlights des Filmes. Die Choreographie steuerte Corey Yuen (Born Invincible) bei. Bei der Neusichtung stellte ich zudem fest, dass weitere bekannte HK-Stars an Bord sind, auch wenn nur in Nebenrollen aber dennoch erwähnenswert: Eddy Ko (Shaolin Drunkard) und Conan Lee (The Cyprus Tigers).

 

Der Film ist trotz seiner zwei Stunden Laufzeit zu keiner Sekunde langweilig. Der Mix aus Action, Figuren und deren Zusammenspiel sowie Humor funktioniert bestens. Eine Wohltat sind auch die Action-Szenen. Wäre der Film heute gedreht worden, wären wohl sämtliche Szenen mit Auto-Crashs, Verfolgungsjagden, Zügen, Explosionen oder Helikoptern sowie das Meer und Schiff am Anfang aus dem Rechner gekommen. So gibt es hier noch schön klassische, aufwändige und altmodische Action-Szenen mit echten Stunts, Crashs und Explosionen zu sehen (z.B. Zug der das Auto rammt und zur Explosion bringt). Toll!

 

Fazit: Starke Fortsetzung und sehenswerter Abschluss der Lethal Weapon-Reihe!

 

Infos:

 

O: Lethal Weapon 4

 

USA 1998

 

R: Richard Donner

 

D: Mel Gibson, Danny Glover, Joe Pesci, Chris Rock, Jet Li, Kim Chan, Al Leong, Rene Russo, Eddy Ko, Conan Lee

 

Laufzeit der deutschen DVD: 122:13 Min.

 

Neusichtung am: 02.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs, Uncut. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Montag, 12. Juni 2023

Project Wolf Hunting

Project Wolf Hunting 

Story:

 

Ein Schiff soll Schwerverbrecher (Seo In-guk, Jang Dong-yoon) aus den Philippinen nach Südkorea bringen. Während dem Transport zetteln die Gefangenen einen blutigen Aufstand und Fluchtversuch an. Doch auf dem Schiff lauert noch etwas viel Gefährlicheres (Choi Gwi-hwa) als die Verbrecher, die alsbald selbst um ihr Überleben kämpfen…

 

Meine Meinung:

 

Um Project Wolf Hunting entstand ein gewisser Hype, wenn man Foren, Social Media und Filmfest-Berichte zu Project Wolf Hunting studiert. Ich hielt meine Erwartungen, auch aufgrund Meinungen von Filmkollegen, klein. Project Wolf Hunting war für mich ok, aber kein Kracher. Der Film wird dem Hype nicht gerecht. Ich verpasste den Film leider am BRUGGGORE Filmfestival, da ich dieses Jahr keine Ferien bekam und zum Zeitpunkt des dreitätigen Filmfestes fünf Nächte gearbeitet habe.

 

Die negativen Seiten, wenn man von der sinnlosen Blowjob-Szene Mal absieht, sind eigentlich nur geringfügig: der Film ist auf Dauer zu sehr repetitiv. Das Muster ist immer das gleiche. Wie Alpha die Cops oder Killer tötet und jagt, ist zu wenig spektakulär in Szene gesetzt. Auch die Splatter-Szenen betrifft dies: meist ähnlich und fast immer das gleiche! Auf Dauer leicht ermüdend! Das ist aber auch schon das Einzige, was ich dem Film ankreiden kann.

 

Ansonsten macht Project Wolf Hunting, wie es scheint ein Regiedebüt, viel richtig: der Film ist technisch stark in Szene gesetzt, der Film legt schnell los und Längen sind Mangelware. Trotz zwei Stunden Laufzeit und repetitivem Gemetzel ist der Film unterhaltsam und auf eine Art fesselnd. Das liegt an der guten Machart, den Figuren, der Action und dem Splatter. Project Wolf Hunting dürfte in der Tat einer der blutigeren Filme aus Südkorea sein.

 

Ich mochte den Plot. Teilweise (Flashback mit Japanern, die in den 40ern Experimentieren) kamen Men Behind the Sun Vibes auf. Die mir unbekannten Darsteller spielten zwar klischeehafte Figuren, aber das mochte ich, da ich das von der Art Film sogar erwarte. Da störte mich auch das Overacting nicht. Auch dass gewisse Dinge schnell vorhersehbar (z.B., dass es noch andere Männer à la "Alpha" auf dem Schiff hat) sind, war nicht störend. Ich mag auch den zuerst ruhigen Beginn, in welcher sich die ausweglose Situation und kommende Gefahr mehr und mehr andeutet.

 

Und vor allem mag ich die Tatsachen, dass der Film eben nicht wie der "typische Südkorea-Blockbuster" wirkt. Am Kino aus Südkorea stören mich oft Überlängen (Laufzeiten), nicht wollende Enden, Längen, zu viel Drama/Herzschmerz/Kitsch oder unübersichtliche und zu schnelle geschnittene und verwackelte Action-Szenen. Und das alles war in Project Wolf Hunting nicht der Fall. Der Film ist unkonventionelles zweistündiges Action-Gemetzel auf einem Schiff. Der Film will auch nicht mehr sein, und diese simple Art und Weise schätze ich an Project Wolf Hunting.

 

Fazit: Action & Splatter-Fans können einen Blick riskieren!

 

Infos:

 

O: Neukdaesanyang

 

Südkorea 2022

 

R: Kim Hong-sun

 

D: Seo In-guk, Jang Dong-yoon, Sung Dong-il, Park Ho-san, Jung Moon-sung, Jung So-min, Choi Gwi-hwa

 

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 122 Min.

 

Gesehen am: Ende April 2023

 

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Kaleidoscope vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Die UK-Variante war im Kauf günstiger als die amerikanische von Well Go USA oder die deutsche Variante von Capelight (Pre-Order – soll am 5. Mai 2023 erscheinen).

Sonntag, 11. Juni 2023

Kids vs. Alien

Kids vs. Alien

Story:


Gary (Dominic Mariche) sieht seine Chance gekommen, als seine Eltern (u.a. Jessica Marie Brown) am Halloween-Wochenende wegfahren, zu Hause an seinem Amateur-Film zu drehen. Garys ältere Schwester Samantha (Phoebe Rex) hingegen lädt zu sich nach Hause ein – Party ist angesagt! Dumm nur, dass die Party dann von Aliens (u.a. Caleb Allred, Ben DeViller) gesprengt wird. Der Kampf ums Überleben beginnt…

 

Meine Meinung:

 

Den Trailer zu Kids vs. Aliens gefiel mir. Sah herrlich verrückt aus: Gore, Schleim, handgemachte Effekte, Aliens, Retro-Feeling. Und dann noch von Jason Eisener, dem Regisseur von Hobo with a Shotgun. Kids vs. Aliens basiert auf Eiseners 2013er Kurzfilm Slumber Party Alien Abduction. Dieser ist Teil des Filmes V/H/S 2. Ob das Thema reicht, um auf Spielfilmlänge zu überzeugen?

 

Leider nur bedingt und nicht wirklich. Kids vs. Aliens ist schaubar, ja. Aber definitiv auch eine grosse Verschwendung von Potenzial, definitiv kein Hobo with a Shotgun und leider auch kein Film für die Sammlung. Die Blu-Ray wurde bereits nach Deutschland verkauft. Technisch ist der Film gut gemacht. Die Retro-Stimmung ist gut gewählt, auch wenn klar zu übertrieben (Garys Film, auch wenn Dinos cool sind). Der Film erinnert da von den Masken/Effekten an Italo-Endzeitfilme, Turbo Kid, Stranger Things und Co.

 

Das Overacting war eines der Dinge, welches sehr nervte. Alles ist total übertrieben. Es gibt viele Szenen zum Fremdschämen. Dazu gehören vor allem die extreme Naivität von Samantha und der Oberarschloch-Charakter Billy. Selten eine so nervende und hassenswerte Figur gesehen. Viel zu übertrieben und unrealistisch "böse" dargestellt, zumal er nicht Mal als erstes stirbt und dann in meinen Augen später auch viel zu "harmlos" (stirbt). Zudem sieht er aus wie Manchester City Spieler Kevin De Bruyne. Das hat mich, vor allem als Manchester United Fan, in jeder Szene sehr irritiert.

 

Weiter ist der Film, trotz der kurzen Laufzeit von nur 75 Minuten, langweilig. In den ersten 40-45 Minuten passiert kaum etwas Aufregendes. Man merkt, dass hier ein Kurzfilm auf Spielfilmlänge aufgebläht wurde, ohne grosse Akzente und Neuerungen zu setzen. Was cool war, waren die Alien-Masken, der Gore und die handgemachten Effekte. Aber leider gibt es davon auch viel zu wenig zu sehen. Die sehenswerten Momente kann man an einer Hand abzählen. Schade! Da merkt man, dass scheinbar doch nur wenig Budget vorhanden war. Cool war die Bad Taste Hommage und amüsant war die Szene mitten im Abspann. Also nach dem Ende sitzen bleiben…

 

Fazit: Natürlich Geschmackssacke. Für mich gab es zu viele Längen, zu wenig Effekte/Gore und zu viele naive/nervende Figuren und zu viel Overacting = kein Film für die Sammlung!

 

Infos:

 

O: Kids vs. Aliens

 

USA 2022

 

R: Jason Eisener

 

D: Dominic Mariche, Phoebe Rex, Calem MacDonald, Asher Grayson, Emma Vickers, Caleb Allred, Ben DeViller, Jessica Marie Brown

 

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 75 Min.

 

Gesehen am: 26.04.23

 

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von RLJE Films vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt (noch) keine deutsche Fassung (Stand: April 2023).