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Dienstag, 23. Januar 2024

Revenge of Shaolin Kid

Revenge of Shaolin Kid

Story:

Li Tian-Zhou (Chi Kuan-Chun) trainiert 18 Jahre mit einem Mönch (Woo Wai), um sich an den Mördern (Lo Lieh) seiner Eltern zu rächen. Doch dieser ist gerissen, lässt seine Untertanten (Chiang Tao, Stephen Yip Tin-Hang) verschwinden und lässt einen Doktor (Chan Sing) als «Mörder» von Lis Eltern dastehen, in der Hoffnung, dass Li den Doktor tötet…

Meine Meinung:

2020 kaufte ich über Facebook eine VHS aus Südafrika: The Revenge of the Shaolin Kid! Wie sich später beim Schauen herausstellte, handelte es sich nicht um besagten Film, sondern die Shaw Brothers Produktion Shaolin Hand Lock mit Michael Chan Wai-Man, Lo Lieh und David Chiang. Nun, drei Jahre später kam ich in den Genuss des richtigen Filmes und muss sagen: Wow!

Revenge of Shaolin Kid ist ein echter Knaller und besser als manch andere Filme aus der Zeit. Das liegt an drei Gründen: der Plot ist von Beginn an bekannt und wird gradlinig erzählt. Nicht episodenhaft, wie dies in vielen Old School Komödien aus jener Zeit war. Desweitern war der Film düster, ernst und humorlos in Szene gesetzt. Völliger Verzicht auf Humor und Slapstick. Kommt gut. Der wichtigste Punkt: die von Beginn an grosse Anzahl von spektakulären Kampfszenen.

Die Produktion aus Taiwan von Regisseur Chui Hon Cheung (The Dwarf Sorcerer) spielt hauptsächlich in Taiwans Natur. Die spektakulären Kampfszenen stammen aus der Feder von Lee Chiu. Der Film hat einen qualitativ hochwertigen Cast. Der Star und Held des Filmes ist Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet, Crazy Horse and Intelligent Monkey, Disciples of Shaolin). Er macht eine hervorragende Figur. Sicherlich eine seiner besten Rollen abseits seiner Shaw-Zeiten.

Lo Lieh (The Thundering Sword, Revenge of the Corpse, Oath of Death) spielt den Bösewicht. Er macht dies, wie so oft, sehenswert, auch wenn er nur im letzten Viertel vorkommt. Überrascht war ich von seinen Kampfszenen: stark und sehenswert! Der dritte im Bunde ist der in Thailand geborene Chan Sing (Shaolin Warrior, Rescue from Hades, The Beasts). Er hat mehr eine kleine Nebenrolle als Arzt, der durch List in die Rache-Geschichte integriert wird. Er darf zwei sehenswerte Kampfszenen gegen Chi Kuan-Chun demonstrieren. Auch diese Kämpfe sind toll gefilmt und choreographiert worden.

In Cameo-Auftritten sind noch Wu Ma (A Chinese Ghost Story) und Judy Lee (Revengeful Swordswoman) zu sehen. Letztere darf in einem Casino kämpfen und in einer Nebenrolle als Bösewicht und rechte Hand von Lo Lieh ist Carter Wong lookalike Chiang Tao (The Kung Fu Cook) zu sehen. Dieser überzeugt auch in seinen Kampfszenen und sehe ich gerne in solchen Rollen. Die Musik passte mehrheitlich gut zu den Action-Szenen und zur Dramaturgie.

Fazit: Sehenswerter Eastern! Sehr empfehlenswert!

Infos:

O: Gu Tong Xiao

Taiwan 1978

R: Chui Hon Cheung

D: Chi Kuan-Chun, Woo Wai, Lo Lieh, Chiang Tao, Stephen Yip Tin-Hang, Chan Sing, Judy Lee, Wu Ma

Laufzeit der chinesischen VCD: 1. Disc (54:08 Min.) / 2. Disc (38:38 Min.*) *Die 2. Disc zeigt zu Beginn einen längeren Kampf, der bereits am Ende der 1. Disc zu sehen war.

Gesehen am: 12.12.23

Fassungen: Mir lag eine VCD aus China vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, im O-Ton Mandarin mit englischen Subs. Eine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).

Montag, 22. Januar 2024

Desperate Crisis

Desperate Crisis

Story:

Wie Sing How (Kao Chiang) ist ein Undercover-Cop. Mit Geschick gelingt es ihm, sich in eine Gangsterbande (u.a. Miao Tian) zu integrieren und das Vertrauen des Bosses (u.a. Tsao Chien) zu erschleichen. Ziel ist es, die Geldfälscher-Bande unschädlich zu machen…

Meine Meinung:

Desperate Crisis ist ein wenig bekannter Mitte der 70er Jahre Basher aus Taiwan. Solche Filme gab es zu unzähligen. Deshalb sind viele auch wenig bekannt. Im Fall von Desperate Crisis sticht auch nichts aus der Masse heraus. Soll heissen: Desperate Crisis hat es auch nicht verdient, bekannter zu sein, zumal auf bekannte oder grosse Namen verzichtet wurde.

Der Film von Yang Shih-Ching zeigt Kao Chiang, Tsao Chien, Huang Man-Miao und Miao Tian in den Hauptrollen. Yang Shih-Ching drehte einige Filme mit der Sängerin und Schauspielerin Polly Shang-Kuan Ling-Feng (General Stone). Darunter sind The Grand Passion, A Girl Fighter und The Ghostly Face. Letzterer dürfte weltweit am bekanntesten sein. Die drei Filme sind alle in meiner Sammlung und um einiges interessanter und sehenswerter als Desperate Crisis.

Der Held wird von Kao Chiang gespielt. Solide Leistung. Von ihm liegt mir u.a. noch Fists for Revenge vor. Ungesehen. Als Bösewichte stechen Tsao Chien (Tsu Hong Wu) und Miao Tian (Shadow Girl) hervor. Huang Man-Miao spielt die einzige, mehr oder weniger, wichtige Frauenrolle im Film. Wo ich nicht neutral betrachten kann, war der englische Dub. Der war fürchterlich und hat das Sehvergnügen negativ beeinflusst.

Der Plot war nur Mittel zum Zweck aber auch losgelöst davon lahm und unspektakulär. Zudem hier und da naiv. Die erste Hälfte des Filmes was zudem relativ lahm und unspektakulär. Hier und da wurden interessante Kameraeinstellungen gewählt, die sogar an Toei-Produktionen aus den 70ern erinnern. Die Kampfszenen sind solide. Aber mehr auch nicht. Unblutig. Es wird meist ohne Waffen gekämpft. Die zweite Hälfte des Filmes machte dann viel Spass, da grosse Anzahl von Kampfszenen. Settings wie gehabt (Kiesgrube, Baustellen etc.).

Fazit: Wer Basher mag, kann einen Blick riskieren, auch wenn Desperate Crisis sicherlich nicht zu den Highlights solcher Filme gehört.

Infos:

O: Hu dan zhui hun

Taiwan 1974

R: Yang Shih-Ching

D: Kao Chiang, Tsao Chien, Huang Man-Miao, Miao Tian, Hsueh Han, Chen Hui-Lou

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 11.12.23

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Suma Video vor = Vollbild statt Widescreen, Englischer Dub statt Mandarin, feste indonesische Subs, gute Bildqualität. Der englische Dub ist furchtbar und unerträglich schlecht. Kaum auszuhalten. Auf dailymotion.com gibt es, gesplittet in zwei Videos, einen 35mm Print in Mandarin. Diesen habe ich zum Selbstgebrauch runtergeladen. Eine 2. Sichtung wird später in dieser Form erfolgen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).

Sonntag, 21. Januar 2024

Rise of the Footsoldier

Rise of the Footsoldier

Story:

Der Film erzählt vom echten Ex-Hooligan- und Gangster Carlton Leach (Ricci Harnett).

Meine Meinung:

Rise of the Footsoldier bekam ich geschenkt. Den Film, von welchem ich noch nie was hörte und der mehrere Fortsetzungen nach sich zog, ist quasi eine True-Crime Verfilmung von Carlton Leach. Laut Cover einem Hooligan, Bouncer, Gangster und Legende. Laut Wikipedia ein ehemaliger Hooligan und eine bekannte Person aus der englischen Unterwelt. Heute Schriftsteller. Rise of the Footsoldier basiert auf Carlton Leachs eigenem Roman Muscle. Eine Biographie über sein Leben.

Ob im Film alles 1:1 identisch ist, mit dem Roman, ist mir nicht bekannt. Ich denke aber schon. Der Film endet mit dem Mord an drei Kollegen von Carlton Leach und Schrifttafeln über die Verurteilung der potenziellen Täter und dem Abtauchen des Zeugen ins Zeugenschutzprogramm. Ich mag Gangster-Filme und Gangster-Settings. Vor allem wenn es britische und französische Filme- und Serien sind. Aber auch aus den USA oder Italien gibt es sehenswerte Serien mit Gangster/Mafia-Settings.

Ich denke da an Titel wie Gangs of London (nur 1. Season, die 2. war in allen Belangen massiv schwächer), Kin (irische Serie), Snatch (von Guy Ritchie), Bube, Dame, König, Gras (erneut von Guy Ritchie), Bank Job (Jason Statham), Ganglands (zwei Staffeln), Braquo (von den vier Staffeln sah ich bisher nur zwei), Fargo (die ersten vier Staffeln fand ich hervorragend, die 5. noch nicht gesehen), Suburra (drei Staffeln), Allein gegen die Mafia (eine der besten Serien überhaupt), Romanzo criminale (zwei Staffeln), Gomorrha (fünf Staffeln), Avengement (Scott Adkins), Tschugger (kenne bisher nur die ersten beiden Staffeln) oder Tulsa King (Sylvester Stallone). Auf der Wunschliste steht zudem noch Blood Coast (neue Serie aus Frankreich).

Zurück zu Rise of the Footsoldier: der Film sagte mir nicht sonderlich zu. Vom Ablauf her hat mich der Film an HK-Filme aus den 90er Jahren erinnert. Aufstieg und Fall eines Gangsters. Der Fall wird mit dem Tod der drei Freunde von Carlton Leach erreicht. Der Aufstieg beginnt in der Hooligan-Szene, die früher in England gewütet hat und heuer in anderen Ländern problematischer ist. Obwohl ich englischen Fussball mag (bin Manchester United Fan), mochte ich den Film nur wenig. Das lag hauptsächlich daran, dass mir die Figuren egal waren. Die Schicksale waren mir gleichgültig und praktisch alle Figuren waren durch die Bank unsympathisch und Arschlöcher.

Sollen sich die Gangster doch gegenseitig foltern und erledigen = weniger Abschaum auf der Welt, perfekt! Das Menschliche und Emotionale blieb total auf der Strecke. Eine Spannung war auch kaum gegeben, da ich wusste, dass Carlton Leach später auf der Szene ausstieg. Soll heissen eine Spannung war nie gegeben, wenn Carlton Leach im Film bedroht wurde, da klar, dass ihm nichts passieren würde. Die Kameraführung fand ich grauenhaft, die teils mehrjährigen Zeitsprünge sorgten nie dafür, dass sowas wie eine Stimmung oder Atmosphäre aufkommt (sondern alles unzusammenhängend wirkt) und die Gewalt-Momente waren selbstzweckhaft und übertrieben sadistisch/brutal.

Fazit: Nicht empfehlenswert!

Gefolgt von: Return of the Footsoldier

Infos:

O: Rise of the Footsoldier

Großbritannien 2017

R: Julian Gilbey

D: Ricci Harnett, Terry Stone, Craig Fairbrass, Roland Manookian, Frank Harper, Billy Murray, Neil Maskell

Laufzeit der österreichischen DVD: 114:18 Min.

Gesehen am: 10.12.23

Fassungen: Mir lag die Dopple-DVD von NSM (Österreich) vor = Uncut, 2. Disc mit Extras, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (Ascot Elite).