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Samstag, 2. Januar 2021

Marebito Review

NIFFF 2005 / Japanuary 2021

Marebito

Story:

Ein paranoider Kameramann (Shinya Tsukamoto) und Voyeur entdeckt auf einem Selbstmord-Video, dass das Opfer vor etwas panische Angst gehabt haben muss und sich deshalb tötete. Vor war hatte das Opfer solche Angst? Der Kameramann beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Marebito sah ich 2005 am NIFFF und danach höchstens noch einmal (wenn überhaupt) auf DVD. Mit anderen Worten: ich wusste nicht mehr viel über den Film. Ich wusste, dass Shinya Tsukamoto (Ichi the Killer), Regisseur des Kultfilmes Tetsuo: The Iron Man, die Hauptrolle spielte und er im «Untergrund» irgendwie an ein komisches Wesen gerät. Mehr wusste ich nicht mehr.

Ob Marebito vom The Grudge Regisseur Takashi Shimizu die Neusichtung bestehen würde? Leider nicht. Ähnlich wie bei Another Heaven ist Marebito alles andere als schlecht. Man kann den Film als gut und absolut ok bezeichnen. Die Zeit geht beim Schauen vorbei.

Aber hat mich der Inhalt gefesselt? Nein. Gibt es Momente wo ich extrem staunen musste? Nö. Gibt es Gründe, den Film je wieder anzusehen? Negativ! Im Gegenteil: der Inhalt gibt eigentlich nicht sonderlich viel her und es gibt Längen. Teilweise fühlte ich mich an einen japanischen Urban Explorer erinnert.

Ich denke, es wäre sinnvoller gewesen, wenn Shinya Tsukamoto selbst Regie geführt hätte. Takashi Shimizu Arbeit ist solide und technisch versiert, aber der Inhalt ist zu dünn. Man merkt, dass er vor allem Filme wie The Grudge und Co. («hundertfach») gedreht hat. Nicht sehr ausgeglichene Filmauswahl…

Es gibt einige Momente, die für Gänsehaut-Momente sorgen und die Stimmung und Atmosphäre heraufbeschwören. Es gibt Momente, die sind cool gefilmt. Aber alles in allem deutlich zu wenig. Teilweise hat man das Gefühl, der Regisseur versucht mehr Tiefgang und Phrasen in die von Shinya Tsukamoto gespielte Figur und dessen Dialoge zu packen, als dass die Umsetzung hergibt. So als ob der Film auch sozialkritisch sein möchte (so à la Tetsuo). Doch das ist Marebito definitiv nicht…

Fazit: Hat seine Momente, ist absolut ok, gut schaubar aber weit davon entfernt ein Kracher, Highlight, Schocker, oder Kult-Hit zu sein. Wer sich gruseln lassen will, dem empfehle ich die Sichtung von The Grudge (die 2004er Version von Takashi Shimizu).

Infos:

O: Marebito

Japan 2004

R: Takashi Shimizu

D: Shinya Tsukamoto, Tomomi Miyashita, Kazuhiro Nakahara, Miho Ninagawa, Shun Sugata

Laufzeit der deutschen DVD: 91:35 Min.

Gesehen am: NIFFF 2005 / Überarbeitet am: Jan. 2021

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Alamode Film / Al!ve vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs vorhanden. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2021).

Freitag, 1. Januar 2021

Another Heaven Review

Japanuary 2021

Another Heaven

Story:

Zwei Cops ermitteln in einer mysteriösen Mordserie…

Meine Meinung:

Another Heaven ist ein typischer Anfang 2000er Mystery-Thriller/Krimi, wie es sie aus Japan damals zuhauf gab. Aktuell ist der Film zwar absolut ok und gut schaubar, aber kein Kracher und nichts Besonderes (mehr). Daher fliegt der Film nun auch aus der Sammlung…

Der Film ist für seine stolze Laufzeit von mehr als zwei Stunden nie langweilig. Das muss man Another Heaven lassen: lahm wird es nicht. Im Gegenteil: der Film schafft es zu fesseln, eine Art Spannung zu erzeugen und den Fan bei Laune zu halten. Trotz der wenig originellen Ideen (diese kennen Fans schon aus Filmen wie The Hidden oder Jason Goes to Hell).

Die letzte Sichtung war Ewigkeiten her. Ich wusste gar nichts mehr über den Film. So war die Neusichtung so, als sähe ich den Film zum ersten Mal. Die Darsteller waren gut. Namentlich nicht sie mir nicht bekannt. Die Cops waren sympathisch. Freude hatte ich an der hübschen und niedlichen Mikako Ichikawa, die später noch in weiteren Filmen in Japan zu sehen war (z.B. 2006 in Cutie Honey oder 2016 in Shin Godzilla).

Regie führte Jôji Iida, der 2003 die Manga-Verfilmung Dragon Head drehte und sich in den 80ern auch unter Horror- und Kurzfilmsplatter-Fans einen Ruf machte: der berühmt berüchtigte Cyclops (in Hong Kong als The Unborn erschienen) stammt von ihm.

Die wenigen Effekte, die man zu sehen bekommt, sind gut getrickst. Richtig schmerzhaft und eklig waren die 1-2 Knochenbrüche (keine offenen Frakturen, aber ich empfinde unnatürliche Gelenk- und/oder sichtbare Knochenverschiebungen als deutlich ekliger als offene Brüche). Der Film bietet hier und da wenig schwarzen Humor. Der Film ist mehrheitlich ernst und sogar dramatisch in Szene gesetzt (die Szene mit dem Cop und der Krankenschwester und dessen Wohnung z.B.).

Der Vorspann und einige «Flash» Szenen-Übergänge empfand ich als billig. Erinnerten mich an billige US-Serien wie CSI Miami und Co. Solche Schnittgewitter und Szenenübergänge (moderner Quatsch, mochte ich auch in den SAW Filmen nicht) mag ich einfach nicht. Nervt. Billiger Look. Ansonsten ist der Film anständig gefilmt.

Fazit: Stark Geschmackssache. Für mich ragt der Film einfach nicht aus der Masse hervor. Another Heaven ist nichts Besonderes. Kein Kracher, aber gut schaubar. Kann man sich ansehen, aber hat in meiner Film-Sammlung keinen Platz (mehr). 

Infos:

O: Anazahevun

Japan 2000

R: Jôji Iida

D: Yôsuke Eguchi, Akira Emoto, Yoshio Harada, Mikako Ichikawa, Kunihiko Iida

Laufzeit der deutschen DVD: 131:33 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Jan. 2021

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von I-On New Media vor = gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs, Uncut. Eine Blu-Ray scheint es bis dato nicht zu geben (Stand: Jan. 2021).

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Update

Neue Reviews

 

Heute gibt es die letzten Reviews im aktuellen (Corona)Jahr! Ab 01.01.21 folgt der Japanuary = jeden Tag ein Review zu einem japanishen Film. Dieser wird sogar noch Anfang Feb. weiter geführt, da ich ca. 34 Filme aus Japan schauen werde...

Dafür gibt es heute statt die regulären vier gleich acht Reviews zu lesen:-)

 

 
 
 
 
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