Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Blood Sorcery Review


 Horroktober 2021

Blood Sorcery

Story:

Mak Long (Jason Pai Piao) ist von einem Fluch belegt worden. Ein Arzt  und dessen Vater versuchen ihm zu helfen…

Meine Meinung:

Blood Sorcery ist ein Mitte 80er Jahre Low-Budget Horror-Film aus Hong Kong mit Inhalten wie Magie, Zauberer, Flüche und schwarzer Magie. Solche Filme gab es zuhauf zu der Zeit (z.B. The Devil Sorcery, Brutal Sorcery, Curse oder Devil's Curse) und viele werden ihrem Ruf nicht wirklich gerecht. So auch Blood Sorcery.

Den Anfang machte der Shaw Brothers Klassiker Omen des Bösen (Englischer Titel: Black Magic). Schon damals stand Ku Feng vor der Kamera, der auch in vielen der 80er Jahre «Black Magic» Streifen vor der Kamera stand. Nebst Ku Feng (The Avenging Eagle) wurde aus Shaw Brothers Zeiten auch Jason Pai Piao (Men from the Gutter) für Blood Sorcery gewonnen.

Blood Sorcery bleibt am Ende nur knapp und nur aufgrund der zweiten Film-Hälfte in der Sammlung. Das Problem ist, dass der Film vor allem am Anfang sehr langweilig ist und auch ein Teil der Figuren nur wenig überzeugt. Der Arzt spielt wenig überzeugend und leider gilt das auch für Jason Pai Piao. So sehr ich ihn und seine Filme auch mag, sein Schauspiel war in 2-3 Szenen wirklich peinlich und unterirdisch schlecht. Der Vater vom Arzt, die Mädels und Ku Feng hingegen waren absolut okay.

In der ersten Film-Hälfte gibt es wahrlich nur wenig Highlights, die vor allem in mind. drei Szenen lebende Würmer beinhaltet: u.a. isst Jason Pai Piao solche oder lebendige Würmer werden via Pinzette aus seiner Bein-Wunde gezogen. Immerhin rare Highlights. In der zweiten Film-Hälfte gibt es dann fast Non-Stop-Magie Duelle bis zum leicht unbefriedigenden Ende. Die Musik passt mehrheitlich und scheint aus westlichen Filmen geklaut. Der Film versucht westlich, ernst und düster zu sein. Auf asiatischen Klamauk wird verzichtet.

Fazit: Stellt euch auf eine lahme erste Film-Hälfte ein. Mit angepassten Erwartungen dürftet ihr Blood Sorcery ggf. besser finden. Ein Kracher ist Blood Sorcery aber definitiv nicht…

Infos:

O: Xiong zhou

HK 1986

R: Ling Pan

D: Jason Pai Piao, Ku Feng

Laufzeit der HK-VCD: Disc 1 = 42:10 Min., Disc 2 = 40:33 Min.

Gesehen am: Mai 2012 / Neusichtung am: Okt.2021

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, solide Ton- und mässige (da oft zu dunkle) Bildqualität. Alternativen: VHS vom gleichen Label aus HK. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2021). Alternativen: US-VHS von Pan-Asia unter dem Titel Curse und das VHS aus Japan. Eine LD scheint es nicht zu geben (Stand: Okt. 2021).

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Scream Review

Horroktober 2021

Scream

Story:

Ein unbekannter Killer meuchelt in einer Kleinstadt Teens (Drew Barrymore, Kevin Patrick Walls) und hat es auf Sidney (Neve Campbell) und ihre Clique (Skeet Ulrich, Rose McGowan, Matthew Lillard, Jamie Kennedy) abgesehen. Derweil ermittelt die Polizei (David Arquette) und eine Reporterin (Courteney Cox) an dem Fall…

Meine Meinung:

Scream ist so was wie eine filmische Kindheitserinnerung da in Jugendjahren gesehen und in meinen Augen nebst A Nightmare on Elm Street und Last House on the Left der beste Film von Wes Craven (Wes Craven's New Nightmare, The Hills Have Eyes). Scream wurde 1996 ein Riesen-Erfolg und begründete Ende der 90er und Anfang 2000 eine Wiederauferstehung des Slasher-Filmes. Es folgten unzählige Teenie-Slasher (Düstere Legenden, Sex oder stirb, Cut, Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast etc.) und Scream brachte es bis dato auf drei Fortsetzungen und eine TV-Serie mit drei Staffeln. Der 5. Teil der Scream Reihe soll in der Mache sein (Nachtrag: Trailer seit gestern raus!)

Ghostface, der Killer des Filmes, wurde damit zur populären Pop-Ikone des Horrorfilmes nebst Gestalten wie Michael Myers (Halloween), Freddy Krüger (A Nightmare on Elm Street 2), Pinhead (Hellraiser), Jason Voorhees (Friday the 13th Part 2) oder Leatherface (Blutgericht in Texas). Wes Craven zitiert und huldigt viele Klassiker im Film. Viele Genre-Produktionen werden erwähnt: Carrie, Das Schweigen der Lämmer, Freitag der 13., A Nightmare on Elm Street, Das Tier, Psycho, Prom Night, Tanz der Teufel, Halloween oder Hellraiser inklusive Jamie Lee-Curtis, die Regeln des Horrorfilmes oder der Gastauftritt von Wes Craven als «Fred der Hausmeister» im Freddy Krüger Look.

Solche Huldigungen, Zitierungen & Hommagen kamen in dem ironischen Film beim Publikum gut an. Der Plot ist spannend im Sinne des Motives und der Täterfrage. Da wartet der Film am Ende auch mit einer dazumal dicken Überraschung auf. Solche Twists gab es in den Fortsetzungen auch, auch wenn man es dort dann teilweise auf die Spitze getrieben hat. Technisch ist der Film einwandfrei gemacht, ich mag die Kleinstadt-Stimmung und der Cast war bis in die Nebenrollen perfekt ausgewählt. Der Soundtrack gefällt auch der Start des Filmes packt, fesselt und geht unter die Haut. Für die Spezialeffekte zeichnete sich einmal mehr (u.a.) die KNB-FX Group aus (machten die Effekte für Halloween 5: The Revenge of Michael Myers, House III, Phantoms).

Fazit: Für Slasher-Fans zu empfehlen und einer der besten Wes Craven Filme!

Gefolgt von: Scream 2

Infos:

O: Scream 

USA 1996

R: Wes Craven

D: Neve Campbell, Skeet Ulrich, Rose McGowan, Matthew Lillard, Jamie Kennedy, David Arquette, Courteney Cox, Drew Barrymore, Kevin Patrick Walls

Laufzeit der deutschen DVD: 106:41 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor – die Special Edition, welche die einzig wirklich ungeschnittene Fassung präsentiert, welche es zuvor mind. in Japan auf DVD gab. Der Film ist nun in diversen Ländern auf Blu-Ray und UHD angekündigt, soviel ich weiss soll es sich jedoch nur um die leicht zensierte US-Kinofassung handeln = uninteressant.

Dienstag, 12. Oktober 2021

A Public Cemetery of Wol-Ha Review

 Horroktober 2021

A Public Cemetery of Wol-Ha

Story:

Korea während der japanischen Besetzung: Wol-ha, eine ehemalige Gisaeng (à la Geisha), wird durch zwei Frauen in den Wahnsinn und später in den Selbstmord getrieben. Nun soll noch das Baby sterben. Doch der Geist von Wol-ha hat andere (Rache)Pläne…

Meine Meinung:

A Public Cemetery of Wol-Ha ist ein weiterer Geister-Grusel-Film, wie es sie dazumal oft im koreanischen Kino zu sehen gab. A Public Cemetery of Wol-Ha ist dabei kein Kracher, sondern solider Durchschnitt. A Public Cemetery of Wol-Ha hat eine kurze Laufzeit von theoretisch angenehmen 88 Minuten, jedoch fühlte sich das Schauen deutlich länger an.

Das lag am einzigen, grösseren Manko des Filmes: der Mittelteil ist nach einem starken Start relativ lahm, wirr, uninteressant und kommt ohne wahren Horror/Grusel aus. Es sind zu viele Figuren, Nebenfiguren und Nebenplots vorhanden, so dass das Schauen ab und an auch wirr erscheint. Zudem scheint auch nicht alles chronologisch erzählt zu werden und es gibt definitiv zu viel Drama.

Erst gegen Ende wird der Film stärker. Alles in allem ist das schade, da die stimmungsvollen Grusel-Szenen zu Beginn wie auch im und vor dem Finale stark und atmosphärisch dicht in Szene gesetzt werden. Links zu optischen Farben-Spielereien à la Mario Bava inklusive plus Einsätze von Knochen, Katzen oder der Geister-Frau. Amüsant war, dass der Film von einer missgestalteten Kreatur präsentiert wird – fühlte ich mich an der Cryptkeeper aus Geschichten aus der Gruft erinnert.

Regisseur Kwon Cheol-hwi ist mir unbekannt. Mit Spirits scheint er 1973 einen weiteren Horrorfilm gedreht zu haben, der, wenn ich mich nicht irre, noch als VHS aus Südkorea ungesehen in der Sammlung steht. Die Darsteller waren mir ebenso unbekannt. Sie waren solide und bemüht, wenn auch phasenweise etwas hölzern und steif in ihrer Darstellung.

Fazit: Erwartungen anpassen! Teilweise (Mittelteil) mehr Soap Drama statt Gruselfilm – dies könnte bei einer Zweitsichtung den Film besser erscheinen lassen. So landet A Public Cemetery of Wol-Ha nur knapp in der Sammlung…

Infos:

O: Wolhaui gongdongmyoji

Südkorea 1967

R: Kwon Cheol-hwi

D: Kang Mi-ae, Park No-sik, Do Keum-bong, Jeong Ae-ran, Hwang Hae

Laufzeit der koreanischen DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea von Blue Media vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannte (Stand: Okt. 2021).