Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 5. April 2024

Brugggore Filmfestival 2024 Spezial

 

Vorarbeit und Gedanken

Das noch relativ junge aber stetig wachsende Filmfestival aus der Schweiz, Brugg habe ich bisher nur einmal im Jahr 2022 besucht. Die 2024er Ausgabe kann ich nicht komplett besuchen. Das Filmfest dauert vier Tage: vom 24. bis 27. April. Ich habe im April Ferien. In diesen werde ich das BIFFF in Brüssel testen. Wenn ich von Brüssel zurückkomme, habe ich zwei freie Tage zum Erholen und dann theoretisch zwei Tage Zeit, an denen ich nach Brugg gehen könnte. Was schon ganz sicher ist, ist der Besuch der Suspiria Vorstellung: da wird der Film aufgeführt und Goblin komponiert Live dazu die Musik um danach noch ihre besten Hits zu spielen. Kann ich mir nicht entgehen lassen. Habe ich vier Kollegen geschrieben, und mit einem werde ich gehen (damals am NIFFF beim John Carpenter Konzert kennengelernt und 2023 kochten sie für mich Wild = siehe BERICHT). Er kaufte bereits die Tickets, noch einmal vielen Dank dafür!

Nun wurde Ende März/Anfang April das komplette Programm bekannt. Ich hatte noch viele Vorbereitungen zu treffen für Brüssel. So habe ich alle Reviews vorbereitet, Cover hochgeladen, MP4 Filme gesucht und auf das alte Notebook, welches ich nach Brüssel mitnehmen werde, kopiert (Filme wie The Phoenix / 無字天書, Young Flying Hero / 小飛俠, The Merciful Buddha / 阿彌得道 oder den Michael Chan Wai-Man Streifen The Furious Killer / 金殺手), gewaschen, Bargeld besorgt und daneben noch gearbeitet. Dann der Schock auf der Arbeit: Noro-Virus! Die Beteiligten haben zu spät reagiert und jetzt haben wir den Salat. Der Noro-Virus ist ein stark ansteckender Magen-Darm-Virus. Ich habe mich sehr gut geschützt, aber die letzte Nacht (ich arbeite als Nachtwache) war wirklich übel. Zumal sich alleine in dieser Nacht fünf Mitarbeiter für am Morgen krank abgemeldet haben. Interessant war, dass ich die ganze Nacht nichts getrunken und gegessen habe. Normalerweise muss ich etwas essen, aber mir war nicht danach und es stellte sich auch kein Hungergefühl ein. Das gute ist, dass ich jetzt Urlaub habe und nicht sofort nach Brüssel gehe. Meine Horrorvorstellung ist nämlich diese, im Zug (oder Bus oder Flugzeug) den Noro-Virus zu bekommen inklusive der unschönen Symptome (Durchfall und Erbrechen). Das wäre der echte Horror. Das Auftreten von Symptomen kann bis 48h nach Ansteckung dauern. Das heisst die ersten zwei Tage meines Urlaubes werde ich in Selbst-Isolation verbringen. Nach Brüssel geht es erst paar Tage später, auch im schlimmsten Fall der Fälle wäre ich bis dahin wieder fit. Aber ich denke nicht, dass ich mich angesteckt habe. Habe mich sehr gut geschützt. Habe in zwei anderen Pflegeheimen schon Noro-Virus Ausbrüche erlebt und durch meine Schutzmassnahmen habe ich es bisher auch nie bekommen.





Das Programm des Brugggore Filmfestival (früher Brugggore Horror Movie Festival) habe ich, als es Online ging, schon etwas überflogen. In meiner Selbstisolation hatte ich nun mehr Zeit, um das Programm zu studieren. Es ist ein Mix aus alten Klassikern und neuen Filmen. Einen Teil der neuen Filme werde ich schon am BIFFF sehen. Da ich theoretisch nur zwei von vier Tagen besuchen kann, entfallen für mich einige Vorstellungen. Und da wären schon paar interessante Titel dabei gewesen:

 

Filme die ich verpasse und die ich mir sonst sicher angesehen hätte:

- Eight Eyes

- Aberrance

- Stopmotion

- Best Wishes to All

- How to Kill Monsters (so halb)

- Le Vourdalak (so halb)

- Vermines

- Minore



Werde ich am BIFFF schauen:

- Abigail

- Canceled

- The Deep Dark

- Love Lies Bleeding

- Destroy All Neighbors

- Humanist Vampire Seeking Consenting Suicidal Person (mit dem holländischen Filmtitel)

- When Evil Lurks

- The Sin

 

Gehe ich nicht schauen, da ich die Filme schon kenne/habe:

- Buio Omega

- Feast

- The Burning

- Hell Comes to Frogtown

- The New York Ripper

- Zombie Holocaust

- The Wicker Man

- Picking Up the Pieces

- Evil Aliens

- Mad Foxes

 

 

Ich habe mich nun dazu entschieden, am 1. Tag die Vorstellungen zu besuchen, wo es mir möglich ist, auch wenn ich sagen muss, dass mich die Filme nicht 100% interessieren d.h. ich erwarte nicht, dass es Filme sein werden, die ich mir in die Sammlung stellen würde. Natürlich lasse ich mich gern eines Besseren belehren. Aber ich will das Brugggore Filmfestival auch unterstützen und wer weiss, vielleicht sehe ich Claudio Simonetti von Goblin schon zufällig am Vortag = Autogramme (siehe Cover-Bilder unten)! Eight Eyes kommt leider nicht in die Liste, denn das hätte bedeutet, aufgrund eines Filmes ein Hotel zu mieten und wieder jemand für meine Katzen aufzubieten. Und in letzter Zeit habe ich zu viel Geld ausgegeben und bald kommen ja noch die Steuerrechnungen auf mich zu. Zudem kann es sein, dass ich auf meiner Reise nach Brüssel einen Anschlusszug nicht bekomme. Im schlimmsten Fall müsste ich also eine Verbindung neu kaufen = mehr Geld als geplant ausgeben. In Paris habe ich nur wenig Zeit und muss zwischen zwei Bahnhöfen mit einem internen Zug, wo ich noch ein Ticket kaufen muss, von Bahnhof A nach Bahnhof B reisen und die Zeit ist knapp berechnet. So habe ich mich entschieden, dass ich am 2. Tag keine Film-Vorstellungen besuchen gehe, sondern abends einfach mit dem Kumpel zum Suspiria-Konzert anreise. Ich will ja dann auch noch über die Filme vom Vortag schreiben und somit habe ich dann auch gleich an diesem Tag Zeit dafür.

So gibt es 2024 nur ein Kleines-Spezial zum Brugggore Filmfestival. Ich kann mir vorstellen, 2025 drei statt zwei Wochen Ferien im April zu beziehen. Dann könnte ich theoretisch das ganze BIFFF und das ganze Brugggore Filmfestival besuchen. Das wäre eigentlich ziemlich cool! Was Goblin angeht, habe ich mir alle Filme herausgesucht, wo Goblin und/oder Claudio Simonetti Solo die Musik beigesteuert haben. Einen HK-Film muss ich noch schauen (um es zu bestätigen): To Hell with the Devil. Der wird zumindest laut imdb auch gelistet bei Goblin. Spannend sind die DVDs zu Die Hölle der lebenden Toten und Dangerous Encounter - 1st Kind - da hat Goblin nicht offiziell die Musik für gemacht, die beiden Filme haben aber ihre Musik aus Dawn of the Dead gestohlen. Mal schauen, ob er das trotzdem signieren würde, wäre cool. 

 

Mein geplantes Programm am Brugggore Filmfestival sieht so aus:

 

Mi 24.4

 

13.15 Uhr: Clawfoot

15.30 Uhr: Trim Season

18.00 Uhr: You’ll Never Find Me

 

 

Do. 25.4

 

20.00 Uhr (Türöffnung 19.00 Uhr): Suspiria (Salzhaus, Brugg 5200)










Donnerstag, 4. April 2024

Forbidden World

Forbidden World

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Bei Forbidden World handelt es sich um einen französischen Mondo à la Mondo Cane und Co. Der Mondo ist jedoch deutlich jünger und stammt aus dem Jahr 1986. Dennoch erinnert er an Mondos wie Mondo Cane, Shocking Asia oder Shocking Africa. Wer Mondos mag, kann sicherlich einen Blick riskieren. Ich selbst fand Forbidden World ziemlich langweilig und nicht wirklich sehenswert. Der Mondo ist aber selten, daher war es schon ok, den Mal zu sehen. Zudem lässt sich damit auch gut Geld verdienen (die VCD findet man für 171 CHF auf Ebay).

Es gibt keine wirklichen Highlights und die Sichtung war zäh. Zudem gibt es viele Passagen, in denen sogar der Kommentator schweigt. Die Musik war auch gar nicht mein Fall. Die Ital. Mondos waren da besser: optisch meist wunderschön gefilmt und mit wunderbarer Musik auskommend, so dass einzelne Szenen immerhin in Sachen Bild- und Ton zu gefallen wussten. So nicht in Forbidden World. Die Inhalte der Doku sind auch nicht weiter spektakulär: Afrikanische Stämme (mit Tier-Snuff), Sex-Shows (Rauchende Vaginen), religiöse Riten (Jesus ans Kreuz nageln Rollenspiel und Geisselungen) bis hin zu gestellten Szenen (Bordell für Frauen, satanische Riten, die Episode mit nekrophilem Inhalt).

Das Ganze ist, wenig überraschend da franz. Produktion, sehr Sex lastig. Aufgrund zwei Fakten ist Forbidden World dennoch nicht uninteressant. Zum einen entnehme ich einem Review, dass der Mondo in Frankreich bei der Uraufführung von der Zensur geschützt und bewahrt wurde. Dafür soll sich der damalige Kultur- und Bildungsminister (und Politiker) Jack Lang gross gemacht haben. Er, der sich u.a. für die Entkriminalisierung der Pädophilie oder für Rechte von Schwulen stark machte (laut Wikipedia). Das französische Kulturgut gilt es schliesslich zu beschützen.

Der zweite informative Aspekt ist die Tatsache, dass Forbidden World von einer Regisseurin realisiert wurde. Regie führte nämlich Chantal Lasbats. Mondos werden meist von einem Kommentator begleitet. Im Fall von Forbidden World war das, zumindest im Original, auch eine Frau. Françoise Vatel ist die Erzählerin. Auch das ist beachtlich und sicher kein Zufall. In der mir vorliegenden englischen Sprachfassung kommentiert hingegen ein Mann. Und die dritte Frau im Bunde ist Monique Pantel, welche für das Drehbuch zuständig war. Zeitgeist pur!

Fazit: Für Sammler von Mondos nicht uninteressant!

Infos:

O: Les interdits du monde

Frankreich 1986

R: Chantal Lasbats

D: Françoise Vatel (Erzählerin)

Laufzeit der HK-VCD: 1. VCD 48:23 Min., 2. VCD 33:49 Min.

Gesehen am: 15.02.24

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = Englische Sprachfassung mit chinesischen Subs, mittelmässige VHS-Bildqualität (Vollbild), in Sex- und Nackt-Szenen stark zensiert. Im Vergleich zu einer Italienisch gesprochenen Online-Fassung wird eine Sequenz an einer anderen Stelle gezeigt. Jedoch bietet auch die VCD eine ganze Sequenz, die in der Ital. Online-Fassung komplett fehlt. Es gibt noch eine VHS in Frankreich, eine HK-LD (gleiches Label) und eine HK-VHS von Silver City. Es gibt weder eine deutsche Fassung, noch eine DVD oder Blu-Ray (Stand: Feb. 2024).