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Mittwoch, 1. Juli 2020

Wes Craven's New Nightmare Review

Wes Craven's New Nightmare

Story:

B-Horror Star Heather Langenkamp hat Alpträume und ist mit den Nerven am Ende (ständige Erdbeben, seltsames Verhalten des Sohnes, Stalker der sie am Telefon belästigt). Dass ihr Ehemann heimlich an den Effekten zu einem neuen A Nightmare on Elm Street arbeitet und Wes Craven und Robert Shaye sie gerne nebst Robert Englund wieder im Film als Star dabeihaben wollen, sorgen für zusätzliche Spannungen. Es kommt schlimmer, nachdem ihr Ehemann tödlich «verunglückt»…

Meine Meinung:

Nach dem Flop-Vorgänger konnte auch Wes Craven (The Hills Have Eyes), der Mann und Meister hinter dem Original A Nightmare on Elm Steet, nicht länger zusehen und nahm es sich zur Aufgabe, die Reihe mit der sechsten Fortsetzung zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Und dies tat Wes Craven erfolgreich und auf eine originelle Art und Weise:

mit dem Inhalt des Filmes sagt er sich von den Fortsetzungen, die nicht von ihm stammten ab, und verdonnert diese als «Filme» in einer angeblichen Realität. Von solchen Film-im-Film Elementen hat Wes Craven auch später, in seiner Scream-Reihe, Gebrauch gemacht. Daher sind Stars wie Heather Langenkamp, Robert Englund, Wes Craven oder Robert Shaye auch als sich selbst zu sehen und sie spielen keine «Rollen».

Nach dem miesen Vorgänger ist Freddy zurück – und endlich wieder böse, düster und unheimlich. Dies sieht man auch seinem neuen Make-Up an und der Film ist ernst, düster und böse. Es geht um Erwachsene, nicht mehr um Teens. Humor und Spass weichen einem psychologischen, erwachsenem Horror. Änderungen waren nach den letzten Fortsetzungen nötig.

Das Schauspiel, vor allem Beteiligten (sogar vom Kind), waren erste Sahne. Es gibt viele Hommagen und Zitierungen an die Teile eins und drei. Im Ende dürften die Figuren dann in ihrem Film-Rollen schlüpfen, wenn Nancy ihren Sohn sucht und vor Freddy retten und diesen besiegen muss. Das Traum-Setting empfand ich als sehenswert und sehr stimmungsvoll. Auch die Effekte (wie Freddy versucht, den Jungen zu fressen oder seine Aktion mit der Zunge) sagten mir zu.

Nur bei seiner Tötung im Feuer sind die Effekte weniger gut gelungen…Der Bodycount ist sehr klein– aber die Morde haben es in sich. Da der Film nicht spassig in Szene gesetzt ist, sind die Morde viel intensiver und auch dramatisch (Verlust des Ehemannes, Mord vor Kind). Besonders die Mordszene im Krankenhaus (erneut tolle Hommage an Teil eins) empfand ich als hart.

Fazit: Nach den Teilen eins und zwei der beste Film der Reihe!

Infos:

O: Wes Craven's New Nightmare

USA 1994

R: Wes Craven

D: Heather Langenkamp, Robert Englund, Robert Shaye, Wes Craven, Miko Hughesm, David Newsom, Tracy Middendorf

Laufzeit der US-DVD: 112:11 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 30.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von New Line vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs, englischer O-Ton, enthalten in der A Nightmare on Elm Street Box. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray, ebenso auch in Deutschland. Gerüchte, dass eine längere Fassung existiert (stand damals in einem Art of Horror Schnittberichte X-Rated Buch) haben sich nicht bewahrheitet (das angebliche VHS stellt die reguläre Fassung dar, keine Ahnung was die da vergleichen haben wollen!).

Shaw Brothers Juni 2020 Reviews

 

The Avenging Eagle 

The Chinese Boxer 

Corpse Mania 

Hero 

Kuan - Der unerbittliche Rächer 

Heaven and Hell 

The Treasure Hunters 

Chinatown Kid 

Clan of the White Lotus 

Rendezvous with Death 

Men from the Gutter 

Five Superfighters 

Mobfix Patrol 

My Young Auntie 

Shaolin Prince 

King Boxer 

The Boxer’s Omen 

The Delinquent 

The Fighting Fool 

Die Eroberer 

Five Element Ninjas 

The Eight Diagram Pole Fighter 

Disciples of Shaolin 

Challenge of the Masters 

Boxer Rebellion 

Super Inframan 

The Bamboo House of Dolls 

The Duel 

Die 13 Söhne des gelben Drachen 

Heroes of the East 

Dienstag, 30. Juni 2020

Heroes of the East Review


Webmaster mit Gordon Liu in Amsterdam, wo die DVD signiert wurde
Heroes of the East

Story:

Chinese Ho To (Gordon Liu) heiratet seine japanische Freundin Kung Zi (Mizuno Yuko). Dies führt bald zu Konflikten aufgrund ihrer Traditionen betreffend Rituale, Lebensgewohnheiten aber auch vor allem die Frage stellend, welche Kampfkünste besser sind – jene aus China oder diese aus Japan. Es kommt so weit, dass sich Ho To gegenüber mehreren japanischen Meistern (Omae Hitoshi, Nakazaki Yasutaka, Yana Nobuo, Shirai Manabu, Sumi Tetsu, Harada Riki, Yasuaki Kurata) im Kampf beweisen muss, um Kung Zi zurückzuerobern…

Meine Meinung:

Nebst Five Element Ninjas der Shaw Brothers Klassiker schlechthin, der chinesische und japanische Kampfkünste miteinander vereint und dabei auf Klischees à la dem Kino eines Wang Yu verzichtet (alle Japaner sind böse und gilt es zu bekämpfen, Chinesische Darsteller à la Lo Lieh als Japaner und Co.). Beiden Nationen und ihren traditionellen Kampfkünsten wird in dem Film von Liu Chia-Liang (My Young Auntie) Respekt gezollt.

Der Film ist einer der besten Shaw Brothers Filme, die ich kenne. Liu Chia-Liang, der einen kleinen Gastauftritt hinlegt (fast nicht erkannt) und für die Action-Szenen zuständig war, hat spektakuläre Arbeit geleistet. Die Kampf-Choreographie ist schlicht der Wahnsinn! Star Gordon Liu (Treasure Hunters), hier mit Haarpracht zu sehen (Welch Seltenheit), war selten besser als hier.

Den Film kann man in zwei Hälften unterteilen: In der ersten Hälfte geht es um die Konflikte, die zwischen Gordon Liu und seiner Film-Frau entstehen. In der 2. Filmhälfte kommen de diversen japanischen Meister ins Spiel, die sich nacheinander mit Gordon Liu duellieren. Ab diesem Zeitpunkt folgen pausenlos absolut sehenswerte, abwechslungsreiche und spektakuläre Kampfszenen bis zum Ende. Der Martial Arts Fan wird bestens bedient.

Schön ist auch, dass man sich echte Japaner an Bord holte, um die japanischen Meister zu verkörpern (oder Gordon Lius Film-Ehefrau). Etwas, was im chinesischen Kino nicht immer der Fall war. Yasuaki Kurata (Fist of Legend) spielt quasi der Endgegner von Gordon Liu, nachdem dieser zuvor alle anderen japanischen Meister besiegte. Auch Yasuaki Kurata macht in den Kampfszenen eine gute Figur und braucht sich hinter Gordon Liu nicht zu verstecken. Es überrascht nicht, dass der Japaner oft im HK-Kino gecastet wurde.

Einziges Manko: Nur der doofe Klamauk durch Sidekick Cheng Kang-Yeh schmälert das Sehvergnügen leicht (war aber weniger schlimm als ich das in Erinnerung hatte). Abgesehen davon jedoch ein absoluter Kracher und wahres Highlight (eines mehr) der Shaw Brothers!

Fazit: Jedem Shaw Brothers und Gordon Liu Fan uneingeschränkt zu empfehlen! 

PS: Die Auftritte von Wilson Tong (Daggers 8) & Norman Tsui (Blood Ritual) sind nicht wirklich erwähnenswert!

Infos:

O: Zhong Hua Zhang Fu

HK 1978

R: Liu Chia-Liang

D: Gordon Liu, Mizuno Yuko, Omae Hitoshi, Nakazaki Yasutaka, Yana Nobuo, Shirai Manabu, Sumi Tetsu, Harada Riki, Yasuaki Kurata, Liu Chia-Liang, Wilson Tong, Norman Chu, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der US-DVD: 105:10 Min.

Gesehen am: Juli 2008 / Review überarbeitet am: 30.05.20 / Neusichtung der UK-Blu: 23.03.25

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Dragon Dynasty vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs vorhanden. Es gibt bisher keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2020) und eine Blu-Ray scheint es bisher nur in Japan zu geben (Stand: Dito). Nachtrag März 2025: Der Film wurde nun als UK-Blu-Ray von Arrow Video gesehen (Shawscope Vol. 2 Limited Edition) = O-Ton, Englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus darf Tony Rayns über den Film sprechen. Ihn mag ich meistens. Hier hingegen fand ich seine Links und Theorien uninteressant (über Patriarch und Gender-Quatsch). Dafür war das Interview mit Yasuaki Kurata toll und absolut sehenswert. Informativ und sympathisch. Zum Film = Klassiker von Liu Chia-Liang mit Gordon Liu und Yasuaki Kurata in den Hauptrollen, der den Chinesischen und den Japanischen Kampfkünsten huldigt. Die 1. Hälfte ist in der Tat etwas lahm und der Humor zündet wenig, zumal Cheng Kang-Yeh sehr nervt. In der 2. Hälfte gibt es dann jedoch die ganzen Duelle zwischen den Japanern und Gordon Liu = Absolut sehenswert!