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Dienstag, 12. September 2023

The Twin Dragons

The Twin Dragons

Story:

Zwillinge werden als Babys getrennt. Viele Jahre später treffen sie (Jackie Chan in einer Doppelrolle) unbewusst aufeinander und sorgen für Chaos. Der Meister-Musiker und Dirigent wird für einen Kleinganoven gehalten und umgekehrt. Auch zwei Mädels (Nina Li Chi, Maggie Cheung) werden unabsichtlich in die Sache reingezogen, während Dritte (Teddy Robin Kwan) im Krankenhaus von Gangstern (Johnny Wang Lung-Wei) als Druckmittel benutzt werden. Gangster, die nun hinter den Zwillingen her sind…

Meine Meinung:

The Twin Dragons ist eine Anfang 90er Jahre Action-Komödie mit Jackie Chan als Zwilling in einer Doppelrolle im modernen Setting. Der Film ist ok, aber im Grossen und Ganzen nur Durchschnitt. Es gab zu wenig Action und den Humor mochte ich vereinzelt nicht mehr. Auch die ganzen Musik-Nummern entsprechen nicht meinem Geschmack. Die Rollen nimmt man Chan nicht ab. Der Humor war mir zu zahm. Es wird zu viel Zeit mit den zwei Chans und dem Chaos, welches sie veranstalten, verschwendet.

Der Film von Ringo Lam (Burning Paradise) und Tsui Hark (Dragon Inn) ist gutes Mittelmass. Ich fand den Film zudem zu lang. Die obligatorische Love-Story zwischen den beiden Jackie Chans (Police Story) und Nina Li Chi (Stone Age Warriors) und Maggie Cheung (The Seventh Curse) nehmen zu viel Platz ein. Und am Ende bleibt nicht Mal Platz für Patzer und Outtakes im Abspann, wie es sonst in den Filmen von/mit Jackie Chan üblich ist. Schade! Von Teddy Robin Kwan (Lucid Dreams) hätte ich gerne mehr gesehen. Wo ich hingegen richtig Freude hatte war die grosse und auch Action betonte Rolle von Shaw Brothers Legende Johnny Wang Lung-Wei (Dirty Ho).

Die Action-Szenen bestehen aus Kampfszenen, die für Chan typisch akrobatisch und mit Einsatz von Gegenständen, integriert wurden. Zudem macht der Film auch Gebrauch von der Tatsache, dass der eine Chan-Zwilling nicht kämpfen kann. Dass sich Bewegungen von einem Chan auf den anderen übertragen, fand ich dämlich, da fantastisches Element = unpassend für diese Art Film. Die besten Action-Szenen gibt es am Anfang im Club und am Ende in der Autowerkstatt. Daneben gibt es noch eine Verfolgungsjagd auf dem Meer.

Was schön war, war die Hülle an Stars, die Gastauftritte hingelegt haben. Da erkannte ich nicht alle, aber viele und das hat hingegen richtig viel Spass gemacht. Nebst den Regisseuren Ringo Lam und Tsui Hark sind u.a. Kirk Wong (The Club), Alfred Cheung (On the Run), Phillip Chan (Widow Warriors), Shaw Brothers Legende David Chiang (Shaolin Abbot), Chor Yuen (The Convict Killer), Eric Tsang (The Last Blood), Liu Chia-Liang (The Eight Diagram Pole Fighter), Wong Jing (Magic Crystal), Ng See-Yuen  (The Good and the Bad), John Woo (A Better Tomorrow), Stephen Tung Wai (Killer Wears White), Andrew Kam (The Big Heat), Lau Kar-Wing (The Odd Couple), Mars (The Legendary Strike), Tony Ching Siu-Tung (A Chinese Ghost Story), Gordon Chan (Fist of Legend), Fung Hak-On (Edge of Darkness) oder Ann Hui (The Story of Woo Viet) zu sehen.

Fazit: Geschmackssache – für mich nur noch ein durchschnittlicher Jackie Chan Film, der aus der Sammlung fliegt. Der Film bietet zu wenig, um ganzheitlich zu überzeugen!

Infos:

O: Seong Lung Wui

HK 1992

R: Ringo Lam, Tsui Hark

D: Jackie Chan, Nina Li Chi, Maggie Cheung, Teddy Robin Kwan, Johnny Wang Lung-Wei

Laufzeit der HK-DVD: 99:45 Min.

Neusichtung am: 21.08.23

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Gute Bild- aber schwache Tonqualität. Geräusche und Musik sehr leise abgemischt. Ton sehr dumpf. Uncut. O-Ton & englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland von Splendid auf Blu-Ray. Kommt auch bald in England von 88 Films (auf Blu-Ray).

Montag, 11. September 2023

Die Todesengel des Kung Fu

Die Todesengel des Kung Fu

Story:

Eine Spezialeinheit von Frauen (Evelyne Kraft, Dana, Nancy Yen Nan-See, Kim Jeong-Ran, Siu Yam-Yam) begibt sich Undercover ins Schmuggel- und Drogengeschäft, um einer Gangster-Bande das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

Die Todesengel des Kung Fu aka Deadly Angels war einer dieser seltenen Shaw Brothers Filme, die in den 2000ern nicht von Celestial restauriert veröffentlicht wurden. Es gab also davon weder eine HK-VCD noch DVD. Der Film reihte sich somit zu anderen Shaw Produktionen wie I Will Finally Knock You Down, Dad!, Curse of Evil, Schweig oder stirb, Crazy Nuts of Kung Fu, Shadow Girl, Karate King, The Imperial Tomb Raiders, Spirit of the Raped, Revenge of the Corpse, Misfire, The Gambling Syndicate, Die Bande des gelben Drachen oder Die Wilden Engel von Hong Kong. Von verschollenen Titeln ganz zu schweigen (Tiger Boy, The Psychopath, Godfather's Fury).

Restauriert, im korrekten Bildformat und dank grandioser deutscher Synchronisation überzeugt der Film in der 2. Sichtung deutlich mehr als früher. Besonders die deutsche Synchronisation gibt dem Film etwas ganz Besonderes. Hochwertig, viele bekannte Sprecher und perfekt für den schmuddeligen Frauenpower-Agenten-Film. Wer auf nackte Haut, Sleaze, böse Typen und Action abfährt, macht mit Die Todesengel des Kung Fu, der im modernen Setting angesiedelt ist, alles richtig.

Wahrscheinlich beeinflusst von westlichen Serien wie Charlie’s Angels und Co., sprangen auch die Asiaten auf den Zug auf. Nebst Shaw Brothers versuchten sich auch andere Länder an diesem Phänomen (siehe 5 Deadly Angels). Daher auch der internationale Cast:  Hong Kong (Siu Yam-Yam), Südkorea (Kim Jeong-Ran), China (Nancy Yen Nan-See), Schweiz (Evelyne Kraft). Evelyne Kraft wurde vor allem durch den King Kong Shaw Brothers Film The Mighty Peking Man weltbekannt. Ich finde es cool, dass es eine Schweizerin ins Shaw Brothers Universum geschafft hat, auch wenn sie in Die Todesengel des Kung Fu mehr eine Nebenrolle spielt und nur im Finale richtig in Actionszenen glänzen darf. Aber auch aus kommerzieller Sicht ein kluger Schachzug der Shaw Brothers. Was die Männer angehen gibt es Namen wie Lee Hoi-Sang, Fung Hak-On, Lau Wing oder Yuen Biao zu sehen, wenn auch teilweise nur in kleinen und unwichtigen Rollen.

Der Film war schmuddeliger und blutiger, als ich in Erinnerung hatte. Allerdings war die VHS aus Griechenland, welche ich als Bootleg-DVD dazumal als Medium für die Erstsichtung brauchte, auch etwas zensiert. Die Action-Szenen bestehen aus Martial Arts, blutigen Shoot-Outs, Explosionen und blutiger Messer-Action. Die «Angels» haben innovative, coole Waffen und Gimmicks à la James Bond. Mit nackten Tatsachen wird sich nicht zurückgehalten, so dass auch Sleaze- und Exploitation-Fans voll auf ihre Kosten kommen!

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Qiao Tan Nu Jiao Wa

HK 1977

R: Pao Hsueh-Li

D: Evelyne Kraft, Dana, Nancy Yen Nan-See, Kim Jeong-Ran, Siu Yam-Yam

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 91:07 Min.

Gesehen am: Aug. 2015 / Neusichtung am: Mitte Aug. 2023

Fassungen: Sah ich den Film früher nur als Bootleg (VHS-Kopie aus Griechenland), so lag mir nun eine klar bessere Fassung vor: die deutsche Blu-Ray vom Shamrock Media. Der Film ist Uncut (das Celestial Master war leicht zensiert) und wurde aus dem Celestial Master und aus 35mm Kopien angefertigt. Die Bild- und Tonqualität sind der Wahnsinn! So gut sah man den Film, der zuvor nie durch Celestial vertrieben wurde, nie. Der Film liegt in Deutsch/Mandarin/Englisch mit mehreren Untertitel-Optionen vor. Die deutsche Synchronisation ist ein absoluter Hochgenuss!

Sonntag, 10. September 2023

Born to Fight

Born to Fight

Story:

US-Soldat Sam Wood (Brent Huff) kehrt zusammen mit der Reporterin Maryline Kane (Mary Stavin) nach Vietnam zurück, um Gefangene US-Soldaten vor den sadistischen Militärs (u.a. Werner Pochath) zu befreien…

Meine Meinung:

Ähnlich wie der vor kurzem gesehen Deep Blood (1990) ist dieser Ital. Vietnam-Actioner aus dem Jahr 1989 zu billig, um zu überzeugen. Ich hatte nie ein grosses Interesse an dem Film und er kommt nach der Sichtung auch nicht in die Filmsammlung. Ggf. wäre der Film in Deutsch noch etwas besser, aber ich denke nicht, dass das gross was ausgemacht hätte. Den Film würde ich qualitativ schlecht auf der Stufe von Robowar einordnen.

Beides sind billige Trash-Filme im Kriegs-Setting von Bruno Mattei (Rats: Night of Terror, Die Hölle der lebenden Toten, Women’s Camp 119). Zwar ist der Film nicht langweilig und es gibt richtige Explosionen zu sehen, aber der Film sprach mich einfach nicht an. Das Budget war zu klein. Der Film ist zu billig. Es gibt keine Effekte, zu 99% unblutige Shoot-Outs mit zugegebenermassen hier und da schicken Zeitlupen-Aufnahmen, aber sonst sind Highlights rar gesät.

Action repetitiv, lahm, harmlos. War es in Robowar vor allem Predator, aus welchem geklaut wurde, so erinnern hier im Finale viele Szenen an Commando mit Arnold Schwarzenegger. Nur eben ohne Aufwand, Härten und/oder blutige Shoot-Outs. Die Musik, sonst oft toll im Italo-Kino dieser Zeit, war billig und belanglos. So auch Lead Brent Huff. Mir unbekannt. Null Ausstrahlung und Charisma. Schade. Nur Werner Pochath (Blood Lust, Der Alte, Die Zuhälterin, Cat O'Nine Tails) reist mit seinem Overacting etwas, kann den Film aber schlussendlich auch nicht besser machen.

Fazit: Zu billig, um zu überzeugen!

Infos:

O: Nato per combattere

Italien 1989

R: Bruno Mattei

D: Brent Huff, Mary Stavin, Werner Pochath, John Van Dreelen, Luciano Pigozzi, Claudio Fragasso

Laufzeit der US-Bootleg-DVD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 11.08.23

Fassungen: Vom Kollegen eine Bootleg-DVD aus den USA geschenkt bekommen = Kopie der japanischen VHS = Englisch, japanische Subs, Uncut, Widescreen. Gibt es inzwischen auch in Deutsch auf Blu-Ray (als Born to Win – In der Hölle des Dschungels von Cinestrange Extreme).