Dieses Blog durchsuchen

Montag, 22. Januar 2024

Desperate Crisis

Desperate Crisis

Story:

Wie Sing How (Kao Chiang) ist ein Undercover-Cop. Mit Geschick gelingt es ihm, sich in eine Gangsterbande (u.a. Miao Tian) zu integrieren und das Vertrauen des Bosses (u.a. Tsao Chien) zu erschleichen. Ziel ist es, die Geldfälscher-Bande unschädlich zu machen…

Meine Meinung:

Desperate Crisis ist ein wenig bekannter Mitte der 70er Jahre Basher aus Taiwan. Solche Filme gab es zu unzähligen. Deshalb sind viele auch wenig bekannt. Im Fall von Desperate Crisis sticht auch nichts aus der Masse heraus. Soll heissen: Desperate Crisis hat es auch nicht verdient, bekannter zu sein, zumal auf bekannte oder grosse Namen verzichtet wurde.

Der Film von Yang Shih-Ching zeigt Kao Chiang, Tsao Chien, Huang Man-Miao und Miao Tian in den Hauptrollen. Yang Shih-Ching drehte einige Filme mit der Sängerin und Schauspielerin Polly Shang-Kuan Ling-Feng (General Stone). Darunter sind The Grand Passion, A Girl Fighter und The Ghostly Face. Letzterer dürfte weltweit am bekanntesten sein. Die drei Filme sind alle in meiner Sammlung und um einiges interessanter und sehenswerter als Desperate Crisis.

Der Held wird von Kao Chiang gespielt. Solide Leistung. Von ihm liegt mir u.a. noch Fists for Revenge vor. Ungesehen. Als Bösewichte stechen Tsao Chien (Tsu Hong Wu) und Miao Tian (Shadow Girl) hervor. Huang Man-Miao spielt die einzige, mehr oder weniger, wichtige Frauenrolle im Film. Wo ich nicht neutral betrachten kann, war der englische Dub. Der war fürchterlich und hat das Sehvergnügen negativ beeinflusst.

Der Plot war nur Mittel zum Zweck aber auch losgelöst davon lahm und unspektakulär. Zudem hier und da naiv. Die erste Hälfte des Filmes was zudem relativ lahm und unspektakulär. Hier und da wurden interessante Kameraeinstellungen gewählt, die sogar an Toei-Produktionen aus den 70ern erinnern. Die Kampfszenen sind solide. Aber mehr auch nicht. Unblutig. Es wird meist ohne Waffen gekämpft. Die zweite Hälfte des Filmes machte dann viel Spass, da grosse Anzahl von Kampfszenen. Settings wie gehabt (Kiesgrube, Baustellen etc.).

Fazit: Wer Basher mag, kann einen Blick riskieren, auch wenn Desperate Crisis sicherlich nicht zu den Highlights solcher Filme gehört.

Infos:

O: Hu dan zhui hun

Taiwan 1974

R: Yang Shih-Ching

D: Kao Chiang, Tsao Chien, Huang Man-Miao, Miao Tian, Hsueh Han, Chen Hui-Lou

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 11.12.23

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Suma Video vor = Vollbild statt Widescreen, Englischer Dub statt Mandarin, feste indonesische Subs, gute Bildqualität. Der englische Dub ist furchtbar und unerträglich schlecht. Kaum auszuhalten. Auf dailymotion.com gibt es, gesplittet in zwei Videos, einen 35mm Print in Mandarin. Diesen habe ich zum Selbstgebrauch runtergeladen. Eine 2. Sichtung wird später in dieser Form erfolgen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).

Sonntag, 21. Januar 2024

Rise of the Footsoldier

Rise of the Footsoldier

Story:

Der Film erzählt vom echten Ex-Hooligan- und Gangster Carlton Leach (Ricci Harnett).

Meine Meinung:

Rise of the Footsoldier bekam ich geschenkt. Den Film, von welchem ich noch nie was hörte und der mehrere Fortsetzungen nach sich zog, ist quasi eine True-Crime Verfilmung von Carlton Leach. Laut Cover einem Hooligan, Bouncer, Gangster und Legende. Laut Wikipedia ein ehemaliger Hooligan und eine bekannte Person aus der englischen Unterwelt. Heute Schriftsteller. Rise of the Footsoldier basiert auf Carlton Leachs eigenem Roman Muscle. Eine Biographie über sein Leben.

Ob im Film alles 1:1 identisch ist, mit dem Roman, ist mir nicht bekannt. Ich denke aber schon. Der Film endet mit dem Mord an drei Kollegen von Carlton Leach und Schrifttafeln über die Verurteilung der potenziellen Täter und dem Abtauchen des Zeugen ins Zeugenschutzprogramm. Ich mag Gangster-Filme und Gangster-Settings. Vor allem wenn es britische und französische Filme- und Serien sind. Aber auch aus den USA oder Italien gibt es sehenswerte Serien mit Gangster/Mafia-Settings.

Ich denke da an Titel wie Gangs of London (nur 1. Season, die 2. war in allen Belangen massiv schwächer), Kin (irische Serie), Snatch (von Guy Ritchie), Bube, Dame, König, Gras (erneut von Guy Ritchie), Bank Job (Jason Statham), Ganglands (zwei Staffeln), Braquo (von den vier Staffeln sah ich bisher nur zwei), Fargo (die ersten vier Staffeln fand ich hervorragend, die 5. noch nicht gesehen), Suburra (drei Staffeln), Allein gegen die Mafia (eine der besten Serien überhaupt), Romanzo criminale (zwei Staffeln), Gomorrha (fünf Staffeln), Avengement (Scott Adkins), Tschugger (kenne bisher nur die ersten beiden Staffeln) oder Tulsa King (Sylvester Stallone). Auf der Wunschliste steht zudem noch Blood Coast (neue Serie aus Frankreich).

Zurück zu Rise of the Footsoldier: der Film sagte mir nicht sonderlich zu. Vom Ablauf her hat mich der Film an HK-Filme aus den 90er Jahren erinnert. Aufstieg und Fall eines Gangsters. Der Fall wird mit dem Tod der drei Freunde von Carlton Leach erreicht. Der Aufstieg beginnt in der Hooligan-Szene, die früher in England gewütet hat und heuer in anderen Ländern problematischer ist. Obwohl ich englischen Fussball mag (bin Manchester United Fan), mochte ich den Film nur wenig. Das lag hauptsächlich daran, dass mir die Figuren egal waren. Die Schicksale waren mir gleichgültig und praktisch alle Figuren waren durch die Bank unsympathisch und Arschlöcher.

Sollen sich die Gangster doch gegenseitig foltern und erledigen = weniger Abschaum auf der Welt, perfekt! Das Menschliche und Emotionale blieb total auf der Strecke. Eine Spannung war auch kaum gegeben, da ich wusste, dass Carlton Leach später auf der Szene ausstieg. Soll heissen eine Spannung war nie gegeben, wenn Carlton Leach im Film bedroht wurde, da klar, dass ihm nichts passieren würde. Die Kameraführung fand ich grauenhaft, die teils mehrjährigen Zeitsprünge sorgten nie dafür, dass sowas wie eine Stimmung oder Atmosphäre aufkommt (sondern alles unzusammenhängend wirkt) und die Gewalt-Momente waren selbstzweckhaft und übertrieben sadistisch/brutal.

Fazit: Nicht empfehlenswert!

Gefolgt von: Return of the Footsoldier

Infos:

O: Rise of the Footsoldier

Großbritannien 2017

R: Julian Gilbey

D: Ricci Harnett, Terry Stone, Craig Fairbrass, Roland Manookian, Frank Harper, Billy Murray, Neil Maskell

Laufzeit der österreichischen DVD: 114:18 Min.

Gesehen am: 10.12.23

Fassungen: Mir lag die Dopple-DVD von NSM (Österreich) vor = Uncut, 2. Disc mit Extras, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (Ascot Elite).

Samstag, 20. Januar 2024

The Nun II


The Nun II

Story:

1956 Frankreich:

nachdem ein Priester ermordet wurde, nimmt Schwester Irene (Taissa Farmiga) den Kampf gegen den Dämon (Bonnie Aarons) auf…

Meine Meinung:

The Nun war dazumal eine Enttäuschung. Wie bereits The Nun habe ich nun auch die Fortsetzung gratis via Stream gesichtet, damit ich kein Geld verschwende (ok, den ersten sah ich auf Netflix, als ich es noch hatte). In der Schweiz ist das vom Gesetz her legal. The Nun II ist nicht so schlecht wie der Vorgänger, aber per se auch kein wirklich toller Film. Das Conjuring-Universum und die neuen Filme wirken ausgelaugt, wenig originell und austauschbar. Wenn es nach mir geht, sind «nur» noch Insidious, The Conjuring 1-3 und Annabelle 2 sehenswert. Den Rest kann man getrost ignorieren.

The Nun II wartet erneut mit Taissa Farmiga und Bonnie Aarons auf. Aus The Conjuring kehren noch Vera Farmiga und Patrick Wilson zurück - diesmal nur kurz ganz am Ende. Die neuen Figuren kann man vergessen. Dass die Kinder zum Beispiel alle überleben, ist klar. Und somit wird dem Plot Spannung geraubt. Stimmungsvoll wird es kaum, gruselig ist The Nun II, der viel zu oft dunkel und karg wirkt, nie. Dazu wirken Action-Szenen à la Marvel Comic-Verfilmungen mit übertriebene CGI-Effekten und Rumfliegerei zu unpassend für einen Horrorfilm.

Desweitern sind die Gruselmomente vorhersehbar. Die Nonne wirkt überhaupt nicht mehr gruselig. Zuweilen wirkt der Film in einigen Momente fast mehr wie ein 08/15 Slasher (unblutig). Was man The Nun II zu guten Halten kann sind immerhin paar optisch schicke Szenen. Warum nicht mehr davon? Und die Tatsache, dass der Film vor allem nicht langweilig ist. Für einen lahmen, anspruchslosen Abend, um gleichzeig noch zu lesen oder zu zocken (Broforce) ist der Film ok. Am besten und stimmungsvollen war übrigens der optisch extrem sehenswerte Abspann. Schade, dass der Film nicht in dem Look gehalten wurde…

Fazit: Das «Conjuring Universum» ist tot!

Infos:

O: The Nun II

USA 2023

R: Michael Chaves

D: Taissa Farmiga, Jonas Bloquet, Storm Reid, Anna Popplewell, Bonnie Aarons, Katelyn Rose Downey, Suzanne Bertish

Laufzeit der Originalversion: Ca. 110 Min.

Gesehen am: 09.12.23

Fassungen: Via Stream gesehen (O-Ton, Uncut). Der Film läuft aktuell noch in den Schweizer Kinos, obwohl seit 07.12.23 auch auf DVD, Blu-Ray und UHD zu haben (in Deutsch).