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Samstag, 15. Februar 2025

Enter Three Dragons Review

 

Enter Three Dragons

Story:

Sammy (Samuel Walls) ist in Gangster-Geschichten verwickelt und wird mit dem Tod bedroht. Er lässt sich Hilfe aus den USA einfliegen. Am Ende bekommt er sogar mehr Unterstützung, als erwartet. Er bekommt in Form von Dragon Lee, Bruce Lai und Nick Cheung Unterstützung, um gegen die Bösewichte (u.a. Phillip Ko, Bolo Yeung) bestehen zu können...

Meine Meinung:

Aka The Dragon on Fire. Rein von der Qualität der Kampfszenen, vor allem in der 2. Filmhälfte, ist Enter Three Dragons einer der besseren Bruceploitation-Streifen. Eigentlich. Warum eigentlich? Ich war zum einen durch Lärm in meinem Wohnblock abgelenkt und genervt. Es war allgemein ein sehr mühsamer Tag. Der Hauptgrund ist aber der Englische Dub. Dieser ist grauenhaft schlecht, nervt und wertet den Film qualitativ ab. Das hat so wirklich nicht Spass gemacht. Und leider sind praktisch alle Filme (in der The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) nur Englisch Dubbed.

Der Film von Joseph Kong (Bruce and the Shaolin Bronzemen, Concord of Bruce Lee, The Furious Killer) vereint gleich zwei Bruce Lee Klone in dem Film: Südkoreaner Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Kung Fu Fever, Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache), wenn ich nicht irre in seinem ersten HK-Film, und Bruce Lai (Fury in Shaolin Temple, Braveful Police, The Challenge of the Lady Ninja). Zusammen mit einer dritten Person, gespielt von Nick Cheung Lik (The Kung Fu Cook, Killer of Snake, Fox of Shaolin, Bruce Lee the Invincible), helfen sie Samuel Walls (der frühere «Michael Woods») gegen die Bösewichte.

Der Plot, kaum vorhanden und wirr, ist unwichtig. Die US-Fassung basiert leider auch auf einer leicht zensierten, wie es scheint, Export-Fassung. Es handelt sich hauptsächlich um Handlung, wobei auch eine Trainingsszenen fehlt. Einige Szenen des Filmes, u.a. jene mit Bolo Yeung (Master Killers, Bolo), wurden für den Film The Blazing Ninja "geborgt". Nebst Bolo Yeung wird der Hauptbösewicht und Endboss von Phillip Ko Fei (The Gold Connection) gespielt. Und der macht das, einmal mehr, toll. Vor allem seine Kampfszenen in der 2. Hälfte sind spektakulär choreographiert und werten den Film deutlich auf. Auch die Kampfszene des 2024 verstorbenen Lee Hoi-Sang (Fists and Guts) war stark und sehenswert. In einer Nebenrolle ist noch Chiang Tao (Disciples of Shaolin) zu sehen.  

Fazit: Ein Film, der mir in Mandarin (oder ggf. Deutsch) mehr Spass machen wird! Aktuell bin ich dran, mir eine Mandarin Version zu besorgen. Aber in Englisch kann ich den Film eigentlich kaum empfehlen, da einfach nervend, mühsam und abwertend. Schade um die Action in der 2. Filmhälfte…

Infos:

O: Faai Kyun Gwaai Ziu

HK 1978

R: Joseph Kong

D: Dragon Lee, Bruce Lai, Nick Cheung Lik, Phillip Ko Fei, Tiger Yang Seong-Oh, Chiang Tao, Bolo Yeung Sze, Samuel Walls, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 09.12.24 / 2. Sichtung: 01.02.25

Fassungen: Gesehen via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1 = basiert scheinbar nur auf einer in Handlung leicht zensierten Export-Fassung, wobei auch eine Trainingskampfszene fehlt. Bild- und Tonqualität (dazu Englische Subs) sind zwar sehr gut, der Englische Dub ist aber grauenhaft schlecht, wertet den Film ab und nervt. Leider kein O-Ton vorhanden. Die deutschen Fassungen (Bruce Lee - Die Todesklaue des Tigers) basieren auch auf dieser leicht zensierten Version. Uncut ist die UK-DVD (franz. Print, Englisch Dubbed). Legale O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024). Auf taiwanesischen Auktionshäusern finde ich mind. zwei Bootleg-DVDs in Mandarin und in China fand ich eine VHS (leider mit ziemlich viel Schimmel) und eine VCD. Letztere versuche ich, in der Hoffnung eine Mandarin Ausgabe zu erhalten, zu bestellen. Nachtrag Feb 2025: The Dragon on Fire (On-Screen Titel der VCD aus China) sah ich vorletzten Monat als US-Blu-Ray. Aufgrund des miesen Englischen Dubs war die Sichtung wenig befriedigend. Daher in China nach einer Mandarin Fassung gesucht und fündig geworden. Zum Glück war auf der VCD der richtige Film drauf (Bilder stammen u.a. aus In the Line of Duty 4) Der Film kommt in Mandarin definitiv besser und angenehmer. Das Vollbild war halt schade, aber was will man machen? Der Film ist sehr actionreich. Es gibt fast alle fünf Minuten einen Kampf zu bestaunen, kaum Plot (so oder so etwas wirr) und am besten waren die Kampfszenen von Bösewicht Phillip Ko. Das letzte Viertel hatte dann fast schon Old School Kung Fu Qualitäten statt Bruceploitation-Feeling. Die Kämpfe von Bolo Yeung und Lee Hoi-Sang waren auch solide. Ggf. fehlt Handlung in der Mandarin Fassung, die nur 77 Minuten läuft. Alles in allem macht der Film in Mandarin definitiv mehr Laune und ich bin froh, die VCD gefunden zu haben.

Freitag, 14. Februar 2025

Kung Fu Rascals

Kung Fu Rascals

Story:

Die Kung Fu Rascals Lao Ze (Troy Fromin), Chen Chow Mein (Steve Wang) und Reepo (Johnnie Saiko) geraten an eine Schatzkarte. Auch böse Mächte wie Raspmutant the Mad Monk (Wyatt Weed) oder Sherriff of Ching Wa County (Les Claypool) sind hinter diesem her und machen es sich zur Aufgabe, die Kung Fu Rascals zu stoppen…

Meine Meinung:

Steve Wang, ursprünglich in Taiwan geboren, dürfte Fans aufgrund seiner Arbeiten in The Guyver und vor allem seinem späteren Drive mit Mark Dacascos ein Begriff sein. Laut dem US-Blu-Ray Label Visual Vengeance, welche Kung Fu Rascals eine Blu-Ray-Weltpremiere spendiert haben, handelt es sich bei Kung Fu Rascals um das Regie-Debüt von Steve Wang. Bevor er den Spielfilm drehte, drehte er bereits eine Kurzversion. Einen Super 8 Film (ca. 34 Minuten), ebenso mit den Titel Kung Fu Rascals.

Ich kaufte den Film, da mir der Trailer gefiel. Ich sah sofort die Detailverliebtheit zum Old School Kung Fu Kino, welches auch Steve Wang zu mögen scheint. Zudem mochte ich seine Arbeit in The Guyver und ich stellte mir den Film in diese Richtung vor, auch wenn laienhafter. Dazu charmante Effekten und Gummimasken und Monster. Der Film kann gut als Hommage ans Old School Kung Fu Genre, an Serien à la Kamen Rider und an japanische Kaiju-Streifen angesehen werden. Die Monster am Ende haben mich an die Daimajin Filme erinnert.

Der Kurzfilm soll angeblich schon in den frühen 80ern realisiert worden sein (à la Bad Taste). Der Spielfilm lässt auf eine Fortsetzung hoffen, welche jedoch nie realisiert wurde. Ich empfand den Film, vor allem in der 1. Hälfte, als relativ lahm. Zudem hat mich der Klamauk nicht abgeholt, auch wenn Dinge wir Urin oder Fürze vorhanden sind. Mit einer Laufzeit von 102 Minuten ist der Film zu lang. Es wurde langweilig. Zudem ist die Qualität (des Bildes, des Ursprungmaterials) doch mehr schlecht als recht. Sehr eigen und gewöhnungsbedürftig.

Ich dachte schon, dass dieser Blindkauf ein totaler Reinfall wäre, als der Film nach und nach und in der 2. Filmhälfte bis zum Ende aufdreht. Die Kostüme, Effekte (der Monster), die Arbeit der Kamera oder die Choreographie der Kampf Szenen lässt das spätere Talent von Steve Wang bereits erahnen. Soll heissen: Längen verschwinden, die Action nimmt zu und als dann am Ende der Wechsel geschieht (vom Kung Fu Film zum Kaiju-Film) hatte ich doch recht Freude. Da trübten mich ggf. falsche Erwartungen. So gebe ich dem Film gerne in Zukunft nochmal eine Chance, mich zu überzeugen. 

Infos:

O: Kung Fu Rascals

USA 1992

R: Steve Wang

D: Troy Fromin, Steve Wang, Johnnie Saiko, Wyatt Weed, Les Claypool

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 08.12.24

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Visual Vengeance vor = Poster, Schuber, weltweit erste Blu-Ray zum Film (In Englisch mit englischen Subs, VHS-Master), unzählige exklusive Extras wie Audiokommentar, Making of, der Original Super 8 Kurzfilm etc. Region-All-Disc. Die Bildqualität ist aber wirklich nicht toll und am Anfang stark gewöhnungsbedürftig. Das liegt aber auch schlechten Ausgangsmaterial der ursprünglichen Produktion. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).

Donnerstag, 13. Februar 2025

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers

Story:

Eine Gruppe von neuen Krankenschwestern, unter strenger Beobachtung von ihrer Vorgesetzten, erleben im Krankenhaus «feuchtfröhliche Zeiten» mit Patienten und Ex-Freunden, die sich, unter welchen Vorwänden auch immer, vor allem nachts, ins Krankenhaus schleichen oder sich als Patienten ausgeben…

Meine Meinung:

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers ist eine solide aber wenig spektakuläre Nikkatsu-Erotikkomödie im Krankenschwestern-Setting. Ich habe nicht wirklich viele Erotikfilme der Nikkatsu-Studios in der Sammlung. Und ich denke, nach Neusichtungen werden 90% dieser Titel verkauft/entsorgt werden. Mir gefallen eigentlich nur jene Titel, die auch einen Horror, Fantasy, de Sade (Woods Are Wet), Arthouse (Flower & Snake, Exzesse im Folterkeller) oder WIP (Fairy in a Cage) Bezug haben.

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers ist einer von unzähligen Filmen im Krankenschwestern-Setting. So spielt der Film auch vor Ort. Der Film hat mich an die Shaw Brothers Komödie Carry On Doctors and Nurses erinnert, nur mit einer starken Zunahme von Nackt- und Sexszenen. Bei Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers, der auch den Titel Nurse Girl Dorm: Assy Fingers trägt (passt aufgrund der einen Szene auch besser zum Film), handelt es sich um eine harmlose Erotikkomödie. Der Film bietet kaum Plot und mehr eine Aneinanderreihung von Sketchen.

Obwohl der Film Unmengen an nackter Haut und Sexszenen parat hält, ist der Film absolut nicht erotisch. Dies liegt vor allem an der humorvollen Note des Filmes. Das Gezeigte kann nicht ernst genommen werden, es ist übertrieben wie auch das Overacting sämtlichen Figuren. Und die Szenen sind repetitiv. Das heisst das Sehvergnügen ist langweilig, obwohl der Film nur knapp 60 Minuten läuft. Jun Izumi (Curse of the Dog God) spielt die Hauptrolle. Regisseur Yoshihiro Kawasaki hat mind. zwei Erotiktitel gedreht, welche vielleicht mehr meinem Geschmack entsprechen könnten (zudem grossartige Plakate): Hell in a Bottle (1986) sowie Madame de Sade: She Beast in Hell (auch 1986).

Fazit: Kein Kracher, aber Fans der Nikkatsu-Erotikfilme können dennoch einen Blick riskieren!

Infos:

O: Kango joshiryô: Ijiwaru na yubi

Japan 1985

R: Yoshihiro Kawasaki

D: Jun Izumi, Chiaki Kitahara, Yukari Takeshita, Reiichi Ibuki, Yoko Ishido

Laufzeit der US-DVD: Ca. 63 Min.

Gesehen am: Sept. 2014 / Neusichtung: 07.12.14

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Impulse Pictures vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Jap. O-Ton, englische Subs, Booklet. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).