Zu Ehren von Treat Williams, der am 12.06.23 verstorben ist, gibt es Reviews zu:
RIP
Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
Deep Rising
Story:
Juwelendiebe (Wes Studi, Jason Flemyng, Cliff Curtis, Clifton Powell, Trevor Goddard) bekommen es auf einem Kreuzfahrtschiff mit einem Ungeheuer des Meeres zu tun…
Meine Meinung:
Die Neusichtung von Deep Rising, in Deutschland bekannt als Octalus – Deep Rising oder Octalus - Der Tod aus der Tiefe (On Scren Titel), war mit viel Nostalgie verbunden. Der Film hat die Neusichtung bestanden, auch wenn vereinzelte CGI-Szenen schlecht gealtert sind (wobei das CGI in heutigen Filmen noch billiger aussieht, als in dieser 1998er Produktion!). Deep Rising ist ein sehenswerter und einfach cooler Tier- und Monsterhorror auf einem Kreuzfahrtschiff.
Der Film ist unterhaltsam und bietet mit dem Kreuzfahrtschiff ein Setting, welches viele Orte bietet, die für Action- und Horrorparts "missbraucht" werden können. Das nötige Kleingeld war vorhanden, was auch für einen tollen Cast sorgt: Treat Williams (Dead Heat), Famke Janssen (Lord of Illusions), Anthony Heald (Das Schweigen der Lämmer), Kevin J. O’Connor (No Escape) oder Jason Flemyng (Snatch) sind genug bekannte Gesichter, um zu überzeugen.
Der Film, der mit viel Ironie, Machogehabe und Coolness in Szene gesetzt wurde, überzeugt vor allem durch einen ultracoolen Treat Williams in der Hauptrolle. Sehr charmant, cool, sympathisch. Das gilt auch für seine Sprüche. Famke Janssen spielt die sexy Frau und der mehrheitliche restliche Cast wird für die 08/15 Gangster gebraucht. Deren Darstellung sind hübsche 90er Jahre Stereotypen, die man als Filmfan einfach mögen muss. Stark war auch die Musik von Jerry Goldsmith (Total Recall). Hat mir gepasst. Die Sprüche und Augenzwinkern wie der Schlussgag, gefielen mir auch.
Schade, dass es nie eine Fortsetzung gab. Der Film hält die Regeln des Tierhorrorfilmes ein. Das Monster ist lange nicht zu sehen, um eine Art Spannung zu generieren. Wo das Vieh aus dem Rechner kommt, kommt der Gore hingegen vom legendären Rob Bottin (Squirm, Piranha, Maniac, The Thing, The Incredible Melting Man, RoboCop) und seinem Team: angefressene, halb verweste Leichen, blutige Shoot-Outs, ein Schädel, der von einer Axt gespalten wird – die Effekte-Crew durfte sich da austoben und schon damals waren viele erstaunt, dass der Film in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben wurde.
Fazit: Grosse Bühne für Treat Williams und jedem Tierhorrorfilm- und Monster-Fan zu empfehlen!
Infos:
O: Deep Rising
USA, Kanada 1998
R: Stephen Sommers
D: Treat Williams, Famke Janssen, Anthony Heald, Kevin J. O’Connor, Wes Studi, Jason Flemyng, Cliff Curtis, Clifton Powell, Trevor Goddard, Una Damon
Laufzeit der deutschen DVD: 102:15 Min.
Neusichtung am: 16.06.23
Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von BMG / UFA vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs (gute deutsche Synchro), gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in den USA auf Blu-Ray.
Dead Heat
Story:
Zwei Cops (Treat Williams, Joe Piscopo) bekommen es in einem sonderbaren Fall mit Zombies zu tun…
Meine Meinung:
Dead Heat ist ein untypischer Film da Mix aus 80er Jahre Actionfilm mit Buddy-Movie Motiven und Zombiefilm inklusive Horror-Ton und Make-Up Effekten und Masken von Steve Johnson (Howling IV: The Original Nightmare, A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master, Videodrome, Predator, The Dentist, Necronomicon, Night Angel), der, wie man sieht, vor allem im Horror-Genre aktiv war. Die letzte Sichtung von Dead Heat ist unendlich viele Jahre her.
Zu Ehren von Treat Williams, der bei einem Motorrad-Umfall am 12.06.23 ums Leben kam, gab es eine Neusichtung. Dead Heat hat mir gut gefallen. Der Mix aus 80er Jahre Action, flotten Sprüchen und Horror- und Make-Up Effekten inklusive Humor machen Dead Heat zu einem abwechslungsreichen, unterhaltsamen und kurzweiligen Vergnügen. Treat Williams und Joe Piscopo harmonieren prächtig. Den Film, den Inhalt und die Dialoge dürfen nicht ernst genommen werden. In einem Gastauftritt ist Vincent Price (From a Whisper to a Scream) zu sehen.
Die Chinatown-Sequenz hat ein wenig an John Carpenters Big Trouble in Little China erinnert, an welcher Effekte-Künstler Steve Johnson auch beteiligt war. Die Sequenz ist eine der besten in Dead Heat, da fantasievoll und horrorgeladen. Die Verwesungs-Effekte, lebenden Leichen, blutigen Shoot-Outs oder die Schmelz-Szene sind einige der Highlights des Filmes. Die Action-Szenen (Prügeleien, Shoot-Outs, Krankenwagen Crash und Explosion) sind souverän und solide in Szene gesetzt. Leider wurde der Film für die R-Rating Freigabe zensiert. In einigen Szenen wirkt es so, als hätte man ursprünglich mehr gesehen. Schade um den Fleiss von Steve Johnsons Effekt-Kreationen.
Fazit: Interessanter Mix aus Action- und Horror vom Regisseur von The Punisher. Fans von 80er Jahre Filmen zu empfehlen!
Infos:
O: Dead Heat
USA 1988
R: Mark Goldblatt
D: Treat Williams, Joe Piscopo, Lindsay Frost, Darren McGavin, Vincent Price, Clare Kirkconnell, Keye Luke
Laufzeit der schweizerischen DVD: 79:48 Min.
Neusichtung am: 15.06.23
Fassungen: Mir lag die DVD aus der Schweiz von Atlantis Film vor = Liegt in Deutsch und Englisch vor (ohne Subs). Es gibt exklusive Extras, u.a. einen Bonusfilm (Cut) und geschnittene und erweiterte/alternative Szenen eines VHS aus Norwegen. Der Film wurde für die R-Rating Freigabe in den USA in Gewaltszenen zensiert. Eine "echte Uncut Fassung" gibt es nicht. Die qualitativ beste Fassung dürfte die US-Blu-Ray und UHD aus den USA sein (Vinegar Syndrome). Die deutsche DVD von Paragon Movies / Edel bietet eine Langfassung (Szenen der norwegischen VHS sind im Film enthalten). Ob diese Szenen in der US-Blu-Ray im Film oder nur im Bonus zu sehen sind, ist mir nicht bekannt.