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Sonntag, 23. Mai 2021

Doctor Vampire Review

Doctor Vampire

Story:

Dr. Chiang Ta-Tsung (Bowie Lam Bo-Yi) wird durch Alice (Ellen Chan Nga-Lun) zum Vampir. Sie lässt ihn danach entkommen.  Chiang Ta-Tsung bekommt daraufhin mit seiner Freundin (Sheila Chan Suk-Lan) und Ärzten (Lawrence Lau Sek-Yin, David Wu Dai-Wai, Lawrence Lau Sek-Yin), Patienten (Shing Fui-On) und Krankenschwestern (Crystal Kwok Gam-Yan) Probleme, als er sich, da nun ein Vampir, verändert. Alice wird losgeschickt, um Chiang zu ihrem Grafen (Peter Kjaer) zu bringen…

Meine Meinung:

Doctor Vampire ist eine 1990er Hong Kong Vampir-Komödie und Genre-Mix. Dazu gesellen sich Genres wie Grusel, Action/Martial Arts und Liebesgeschichte. Aber vor allem ist und bleibt der Film eine Vampirkomödie.

Damit reiht sich der Film unter viele solcher Komödien ein, die in Hong Kong (The Musical Vampire) oder Taiwan (Mr. Vampire aus 1990 mit Ben Lam) nach dem Erfolg der Mr. Vampire Filme entstanden sind.

Interessant ist, dass in Doctor Vampire die Vampire nach westlichem Bild gezeichnet wurden und die bösen Vampire auch durch Ausländer verkörpert werden (Peter Kjaer und Lorraine Kibble). Hüpfende Vampire nach chinesischem Vorbild? Ausser in einer parodistischen Sequenz = Fehlanzeige.

Mir hat Doctor Vampire gut gefallen. Der Film ist sympathisch, amüsant, einfach kurzweilig und unterhaltsam. Dazu kommt ein sympathischer Cast. Ausser Shing Fui-On (Nebenrolle selbstverständlich) kenne ich von den Namen her keinen der Darsteller. Sie sind aber alle, bis die in kleinsten Rollen, gut gecastet und sympathisch. Die Harmonie stimmt definitiv.

Der Humor gefiel mir sehr gut. Wie oft im HK-Kino der Zeit, ist dieser teilweise derb und geschmacklos. Dazu kommt das Krankenhaus/Spital-Setting = viele bizarre Ideen und Einfälle erwarten den Zuschauer. Von richtigem Horror oder gar Grusel kann kaum die Rede sein. Peter Kjaer gibt einen guten Grafen ab und im Film gibt es etwas Martial Arts zu sehen, so dass in der Sequenz auch Kung Fu Film-Fans auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Wer an damaligen 90er Jahren HK-Filmen (und dessen Humor) gefallen fand, sollte sich den Film nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Geung See Yee Saang

HK 1990

R: Jamie Luk Kim-Ming

D: Bowie Lam Bo-Yi, Ellen Chan Nga-Lun, Sheila Chan Suk-Lan, Lawrence Lau Sek-Yin, David Wu Dai-Wai, Lawrence Lau Sek-Yin, Shing Fui-On, Crystal Kwok Gam-Yan, Peter Kjaer, Lorraine Kibble, James Wong, Ni Kuang, Lee Hin-Ming, Yu Miu-Lin

Laufzeit der HK-LD: Ca. 94 Min.

Gesehen am: Jan. 2009 / Review überarbeitet am: 26.02.21

Fassungen: Mit der HK-DVD (Joy Sales/Fortune Star) hatte ich Probleme (Asynchronität im Finale, störend) so dass ich die DVD entsorgte und den Film nun auf Laserdisc kaufte. Mir lag für die aktuelle Sichtung also die HK-LD von Mei Ah vor = Uncut, gute Bildqualität, Widescreen, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2021). Nachtrag Nov. 2024: Das US-Label Shout Factory haben dem Film nun weltweit die erste Blu-Ray spendiert. Der Film befindet sich in der US-Box Golden Harvest Vol. 1: Supernatural Shockers zusammen mit anderen Filmen wie Robotrix, Sex and Zen & Erotic Ghost Story 1-3. Das Upgrade von der HK-LD zu US-Blu-Ray hat sich gelohnt. Bild- und Tonqualität sind hervorragend, es gibt O-Ton und englische Subs, der Film ist Uncut und als Extras gibt es drei coole Interviews als Bonus (nebst Trailer und Bildergalerie). Peter Kjaer, der den englischen Dracula (The Count) spielt, gibt in einem ca. 17minütigen sympathische Einblicke in die Drehzeit. Als 2. Interview ist Sean Tierney dran. Den kannte ich nicht. Der versteht aber sein Fach und sein Wissen zum Jiangshi-Genre ist informativ und unterhaltsam. Ihm hätte ich problemlos länger zuhören können (ca. 15minütiges Interview). Das 3. Interview steuert Gilbert Po bei. Auch er versteht sein Fach. Das Interview läuft ca. 12 Minuten und er spricht über das allgemeine Hong Kong Horror Genre. Auch informativ. Doctor Vampire ist eine unterhaltsame und solide Vampir-Action-Komödie aus HK. Inzwischen hat EUREKA auch eine Blu-Ray in England angekündigt (mit anderen Extras). 

Mission to Kill Review

Mission to Kill

Story:

Ein Diebesraub (Juwelen) läuft nicht wie geplant und diverse Personengruppen (Norman Tsui, Wong Ching, Melvin Wong, Lau Dan) wollen sich danach an den Kragen, halten Versprechungen nicht ein, wechseln die Seiten, haben Hintergedanken und/oder betrügen sich. Dazu werden auch Killer (Fung Hak-On, Wilson Tong) engagiert während die Polizei (Kent Cheng, Simon Yam, Wang Chung) ermittelt…

Meine Meinung:

Auf den seltenen Anfang der 80er Jahre HK-Film wurde ich nur dank einer FB-Auktion aufmerksam (mehr dazu unter Fassungen). Als ich den Cast des Filmes sah, musste ich staunen: Norman Tsui (That’s Money), Wong Ching (The Chinese Boxer), Melvin Wong (The Rape After), Fung Hak-On (The Iron-Fisted Monk), Wilson Tong (The Club), Kent Cheng (The Beasts), Simon Yam (The Informer), Wang Chung (The Delinquent), Lily Li (Meister aller Klassen) oder John Ladalski (A Man from Holland).

Kann ein solcher HK-Film nicht gut sein? Leider ja! Ich fand nur ein Review zum Film im Netz und ich kann diesem im Grossen und Ganzen zustimmen: Mission to Kill lohnt sich nicht wirklich, speziell nicht für einen Preis für 230 Euro (mehr dazu unter Fassungen). Trotz des gutes Casts hat mir der Film nur mässig gefallen, so dass es der Film nicht Mal auf die Wunschliste schafft.

Und das will schon was heissen bei einer HK-Produktion und dem Cast. Die Gründe lauten wie folgt:

1. Es gibt viel zu wenig Action. Für den Cast absolut enttäuschend. Zudem gibt es nicht eine Actionszene, die ich als sehr gut betiteln würde. Es gibt nach einer Stunde eine ca. 4-6minütige Actionszene, die ich als gut bezeichnen würde. In dieser kämpft Norman Tsui, u.a. mit einem Degen (à la Blood Ritual) gegen zwei Killer (Wilson Tong & Fung Hak-On). Das war die beste Szene des ganzen Filmes. Ansonsten gibt es paar kurze Schlägereien und paar blutige Shoot-Outs.

2. Längen, Längen und Längen. De Film ist lahm, die Füllszenen sind uninteressant. Vor allem die ganzen Szenen mit den Cops hätte man streichen können, da diese bis auf die Szene nach dem Finale zur Handlung kaum was Wichtiges beitragen.

3. Konfuse Story (ok, meine Fassung hatte keine Subs aber Story soll wirklich nicht besonders durchdacht sein).

4. Einige der Darsteller überzeugen wenig (ein junger Simon Yam), kommen vielleicht 1x vor (Lily Li), haben kaum bis keine Action-Szene spendiert bekommen (Wang Chung) und/oder kommen in der ersten Stunde vielleicht nur 3-4 vor (Norman Tsui). Am besten fand ich Wong Ching und Wilson Tong & Fung Hak-On als Killer.

Das sind die Gründe, warum mir Mission to Kill zu wenig zusagte, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Selten hin oder her.

PS: in einer Szene kommt Musik aus Twin Peaks (oder Musik, die später für die kultige Serie gebraucht wurde) vor = rares Highlight des Filmes!

Fazit: Bevor ihr viel Geld für den Film ausgeben wollt, sollte der Film zuvor Online oder als Kopie gesichtet werden.

Infos:

O: Huo Pin You Jian Ou

HK 1983

R: Huang Ha

D: Norman Tsui, Wong Ching, Melvin Wong, Lau Dan, Fung Hak-On, Wilson Tong, Kent Cheng, Simon Yam, Wang Chung, John Ladalski, Lily Li Li-Li

Laufzeit der Online-Fassung: 86:09 Min.

Gesehen am: Ca. Mitte Feb. 2021:

Fassungen: Der Film ist selten: mir ist nur das HK-VHS von Mei Ah bekannt, welches ich nur einmal zum Kaufen sah (FB Auktion = Film wurde am Ende für 230 Euro verkauft). Die Fassung ist Uncut, im O-Ton und bietet englische Subs. Mein Review basiert auf der Youtube-Fassung = Wahrscheinlich Uncut, nur Mandarin Dubbed statt Canto-Ton und ohne Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2021). Nachtrag 22.05:21: es gibt noch ein US-VHS von Tai Seng (Englisch Dubbed).

T-Force Review

T-Force

Story:

Die T-Force Einheit sind Roboter, die in unterschiedlichen Einsatzgebieten und Berufsgruppen operieren. Bei einer Geiselnahme gab es tote Zivilisten = das Projekt soll beendet und die Roboter zerstört werden. Doch diese fliehen bis auf Roboter Cain (Bobby Johnston) und lassen einen Leichenberg zurück. Lt. Jack Floyd (Jack Scalia) muss nun zusammen mit Cain die geflohenen Roboter aufhalten…

Meine Meinung:

T-Force ist grundsolide, actionreiche und kurzweilige B-Action-Unterhaltung aus der Schmiede von PN Entertainment. Die Filme aus deren Schmiede geniessen, gerade bei B-Actionfans, einen kleinen Kultstatus.

Der Film ist zwar nicht originell und erinnert an Filme wie RoboCop, The Terminator, Universal Solider oder Die Hard, dennoch kann T-Force mit Abstrichen gut unterhalten. Von den genannten Werken The Terminator und Die Hard wurde bewusst 1:1 geklaut und genau diese Szenen empfand ich als schlecht.

Am Anfang war ich skeptisch, vor allem da die Terroristen doch relativ hölzern agiert haben (sind aber nur am Anfang zu sehen und sowieso nur Kanonenfutter). Die Figuren in diesen Szenen zu Beginn empfand ich als billig und unglaubwürdig, vor allem der Hans Gruber Verschnitt. Doch mit dem Verlauf der Story wird die Figurenzeichnung besser.

Ja, diese ist nur 08/15 und es bestimmt ein gewissen Overacting die Szenerie. Doch genau das wird von dieser Art Film auch erwartet. Jack Scalia und Bobby Johnston geben ein sympathisches, ungleiches Duo ab und sorgen mit manch einer Szene und Dialog für amüsante Lacher und/oder regen zum Schmunzeln an, während Evan Lurie und Deron McBee als Bösewichte überzeugen.

Zum Wichtigsten, der Action: diese besteht aus Kampfszenen, aus blutigen Shoot-Outs, politisch unkorrekten Szenen (weibliche Geisel die aus dem Hochhaus in den Tod geworfen wird), Roboter-Action-Effekte (Roboter-Arm ohne Haut etc.), Verfolgungsjagden, Auto-Crashs und jeder Menge echter Explosionen. Mit anderen Worten: B-Actionfans werden bestens bedient!

Fazit: Für B-Actionfans sehenswert!

Infos:

O: T-Force

USA 1994

R: Richard Pepin

D: Jack Scalia, Evan Lurie, Erin Gray, Bobby Johnston, Deron McBee

Laufzeit der holländischen DVD: 96:54 Min.

Gesehen am: Mitte Feb. 2021

Fassungen: Mir lag die DVD aus Holland von indies vor = Gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, feste holländische Subs, Uncut. Gibt es in Deutschland von diversen Anbietern Uncut auf Blu-Ray (Deutsch/Englisch mit deutschen Subs).