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Montag, 16. August 2021

Drug Tiger Review

Drug Tiger

Story:

 

Gangster (u.a. Tai Bo, Chang Shan, Chu Kwan-Yeung) töten an einer Kinder-Geburtstagsfeier die Eltern (u.a. Shing Fui-On) von Tang (Vincent Chiu Yan-Chun). Tang überlebt. Viele Jahre später: Durch Zufallen geraten Tang und sein Kumpel (Chiu Ying-Hong) zwischen die Fronten der Gangster/Killer seiner Eltern, einem Rächer (Lam Wai) und der Polizei (Cynthia Lam Ban-Gwan)

 

Meine Meinung:

 

Drug Tiger war ein Zufallskauf. In meinem Südkorea Urlaub kaufte ich mit meinem Korea-Dealer in einer Videothek einige VHS – darunter war auch City War II. Es handelt sich jedoch bei Drug Tiger, der, und da hatte ich Glück, wegen Alexander Lo Rei (Ninja Kids, Secret Rivals 3, Shaolin Vs. Ninja) so oder so auf meiner Wunschliste stand. Win Win Situation!

 

Doch leider hat mir dieser Film aus Taiwan (einige Datenbanken geben auch Hong Kong an, aber es sieht definitiv mehr nach Taiwan aus) nicht sonderlich gefallen. Hauptproblem: der Film hat zu viele Längen, viele der Figuren nerven oder sind uninteressant und der Humor und das Overacting waren doof und nicht lustig.

 

Bis auf Cynthia Lam überzeugen die meisten Figuren nicht. Chiu Ying-Hong nervt wie Hölle (à la Ng Man-Tat in Taxi Driver). Tai Bo (Miss Magic) und Shing Fui-On (The Killer) überzeugen, sterben aber schnell. Wu Ma (Ti Lung – Die tödliche Kobra), Eric Tsang (Lucky Stars Go Places) und Lam Wai (à la Chow Yun-Fat in A Better Tomorrow) werden total verschenkt. Shaolin Vs. Lama Bösewicht Chang Shan war solide. Leider wird er im Finale nicht im Kampf besiegt.

 

Das Beste war wirklich Cynthia Lam und ihre wenigen Kampf-Szenen. Auch sonst gibt es solide Action-Szenen zu sehen, aber im Grossen und Ganzen waren diese zu billig und zu wenig vorhanden. Stark waren viele (teilweise total unlogische) Explosionen. Ein Stunt hat dabei an Mirage und Devil Hunters erinnert.

 

Zu Alexander Lo Rei: dieser hat leider nur einen Mini-Part von ca. fünf Minuten und bekommt keine Action-Szene spendiert. Schade, wenn man bedenkt, dass er und Chang Shan, welche bereits beide in Shaolin Vs. Lama zu sehen waren, dort einige der besten Kampfszenen überhaupt abgeliefert haben! Immerhin hat der Film als Nebeneffekt etwas Positives: von Cynthia Lam Ban-Gwan werde ich mir sicherlich Madman Hunt auf die Wunschliste setzen. Hätte man sie Ende der 80er entdeckt, wäre sie sicher bekannt wie Moon Lee, Cynthia Khan oder Yukari Oshima geworden!

 

Fazit: Kann man gut einmal gucken - aber aufgrund der uninteressanten, teilweise nervenden Figuren und Humor kein Film für die Sammlung (zumal Action auch nichts Besonderes)…

 

Infos:

O: '93 jie tou ba wang

 

HK/TW 1993

 

R: Philip So Yuen-Fung

 

D: Vincent Chiu Yan-Chun, Chiu Ying-Hong, Cynthia Lam Ban-Gwan, Chang Shan, Chu Kwan-Yeung, Tai Bo, Lam Wai, Shing Fui-On, Wu Ma, Eric Tsang, Alexander Lo Rei

 

Laufzeit der koreanischen VHS: 84:42 Min.

 

Gesehen am: 08.05.21

 

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Asia Video vor = Wahrscheinlich Uncut, wahrscheinlich O-Ton (Angaben sind ja unterschiedlich ob HK oder TW-Produktion – für mich sieht es mehr nach einer taiwanesischen Produktion aus = Mandarin O-Ton) Mandarin mit koreanischen Subs, Vollbild, Titel: City War II.  Das HK-VHS ist in Canto und hat englische Subs. Die Tai Seng US-DVD ist Englisch Dubbed. Eine Blu-Ray oder deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2021).

Sonntag, 15. August 2021

Mirage Review

Mirage

Story:

 

China in den 30ern, Krieg & Schlacht um die Seidenstrasse: Fotograph Tong (Yu Rong-Guang) erblickt eine Fata Morgana einer mysteriösen Frau auf einem Pferd und macht es sich zum Ziel, diese zusammen mit einem Kumpel (Tsui Siu-Ming) zu suchen. Doch als er sie findet, stellt sich heraus, dass es sich bei ihr (Pasha Romani) um eine Anführerin einer Gangster-Bande handelt…

 

Meine Meinung:

 

Mirage ist eine 1987er Produktion aus Hong Kong, in China gedreht (Wüsten-Setting) und sehr aufwändig. Es ist daher eine kleine Schande, dass dieser qualitativ hochstehende Film scheinbar bisher weder auf DVD noch Blu-Ray veröffentlicht wurde. Warum weiss ich nicht.

 

Mirage stammt nicht von einem grossen Film-Studio (Golden Principal Film Co.) aber in Sachen Action, Ausstattung und vor allem Stunts ist der Film überdurchschnittlich und eine Wucht! In der Hinsicht erinnert der Film an Film wie Armour of God 2 und Co. Ohne zu übertreiben. So werden im Abspann als Outtakes auch Stunts gezeigt (und Nacharbeit dessen) und an den Hong Kong Film Awards wurde der Film bzw. Tsui Siu-Ming auch für die beste Action nominiert.

 

Es gibt viele Massenszenen, die mir persönlich weniger gut gefallen als Einzel-Action-Sequenzen. Dennoch gibt es viele tolle kurze Kampfszenen, Verfolgungsjagden, viele Stunts mit Fahrzeugen, Crashs und unendlich viele Explosionen und/oder Feuer-Stunts. Ein Stunt im Finale erinnert gar an den HK-Film Devil Hunters (wo der Stunt die Stars ins Krankenhaus brachte). Dazu hier und da einen blutigen Shoot-Outs.

 

Die Action-Highlights waren für mich die Kampfduelle von Yu Rongguang gegen Pasha Romani. Letztere spielt die irre Gangster-Braut, die auch vor einem Mord an einem Pferd (oder an Yu Rongguangs Kollegen) nicht zurückschreckt, sehenswert. Sehenswert sind auch ihre Kampfszenen. Sie scheint fast unbesiegbar und Yu Rongguang muss viel einstecken. Schade, dass Pasha Romani nicht in mehr HK-Produktionen mitwirkte und schade, dass sie im Finale nicht im Kampf besiegt wird.

 

Nebst Yu Rongguang und Pasha Romani überzeugt auch Tsui Siu-Ming. Der Regisseur und Action-Choreograph des Filmes spielt die 3. grosse Hauptrolle im Film. Er macht als Multitalent eine sehr gute Figur – in allen Teilen. Die Action rockt (die Nominierung an den Hong Kong Film Awards war absolut verdient), er spielt gut und nimmt selbst an einigen total verrückten Stunts teil (mit dem Feuer und Motorrand im Finale, man beachte die Szene im Abspann dazu!).

 

Fazit: Die Story ist zwar total banal (zum Glück hat der Film einen ernsten Ton!), dafür rockt in diesem Mix aus Abenteuer- und Action-Film die Action und Stunt-Szenerie in spektakulärer, aufwändiger und abwechslungsreicher Art und Weise! Pflichtprogramm für jeden HK-Actionfan!

 

Infos:

 

O: Hoi See San Lau

 

HK 1987


R: Tsui Siu-Ming

 

D: Yu Rongguang, Tsui Siu-Ming, Pasha Romani, Connie Khan, Fan Dung-Yue, Cho Wing

 

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 92 Min.

 

Gesehen am: 07.05.21

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea vor = Wahrscheinlich Uncut, Mandarin (soll laut einigen Datenbanken definitiv O-Ton sein – auch die jap. LD soll in Mandarin sein), leider nur Vollbild und leider nur mässige (Nacht-Szenen) bis durchschnittliche Bildqualität. In Deutschland als Das Reich der 1000 Abenteuer auf VHS erschienen. Die beste Fassung, was das Bildformat angeht, ist nach wie vor die Fassung aus Japan (Mandarin mit jap. Subs). In Japan ist der Film mind. auf VHS und LD erschienen. Es gibt weder eine DVD noch Blu-Ray Fassung (Stand: Mai 2021). Nachtrag: für eine 2. Sichtung lag mir bereits die jap. Laserdisc von Towa Video vor = Mandarin Ton, jap. Subs, bessere Bildqualität als beim VHS und ebenso ein besseres Bildformat. Gibt es auch als World Video VHS mit englischen Subs (k.A. ob in Mandarin oder Kantonesisch). 2. Nachtrag 24.07.22: Für eine 3. Sichtung lag mir neu die deutsche DVD von Imperial Pictures vor. Diese hat drei Vorteile gegenüber den anderen Fassungen:


1. Englische Subs zum O-Ton

2. Extras englisch untertitelt 

3. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen!


Es gibt aber auch zwei Nachteile:


1. Die Bildqualität ist nicht wirklich viel besser als bei der jap. LD, vor allem die Nacht-Szenen sind noch immer zu dunkel. 

2. Das Bildformat ist im Vergleich zur jap. LD an allen vier Seiten beschnitten. Es geht also Bildmaterial verloren. Siehe Vergleichsbilder unten. Schade, da sich z.B. auf YT, so wie es aussieht, ein 35mm Print zum Film finden lässt. 

 


 



 



Zum Film an sich: der Film rockt auch nach der 3. Sichtung nach wie vor: krasse, tödliche Stunts, Explosionen, Shoot-Outs, knackige Fights und eine irre Killerbraut, was will man mehr? Absolut sehenswert! Die 1. Hälfte des Filmes guckte ich in Deutsch, danach Wechsel auf Mandarin mit Subs da ich die hohe Kreischstimme der Killerbraut im O-Ton mag:-)

 

 

 


 

 

 

Samstag, 14. August 2021

The Mid-Night Review

The Mid-Night

Story:

 

Eine Familie wird in ihrem Anwesen von einem unbekannten Täter erstochen und ermordet. Später zieht eine neue Familie (Mutter, Sohn, Hund, Haushaltshilfe) ins selbe Haus ein. Schon kurze Zeit später geschehen mysteriöse Ereignisse. Ob das Haus von Geistern heimgesucht wird?

 

Meine Meinung:

 

Bei The Mid-Night handelt es sich um einen seltenen Gruselfilm aus Taiwan aus dem Jahre 1981, der in mehrere Datenbanken (ofdb, Hong Kong Cinemagic) nicht gelistet ist. Solche seltene Filme sind nur schon deshalb (und vom Genre her) für mich persönlich interessant. The Mid-Night mag zwar kein Kracher sein, aber für Fans des Genres ist der Film gut schaubar. The Mid-Night startet interessant:

 

Ein unbekannter Killer, schwarze Handschuhe, Messer als Tatwaffe und bereits innerhalb von den ersten zehn Minuten sind drei Morde, darunter zwei relativ blutig (war ich überrascht) = mein Interesse war geweckt! Ob es sich bei The Mid-Night um einen Giallo handelt? Wenn man nur die ersten zehn Minuten betrachtet, könnte man dies meinen.

 

Es handelt sich jedoch um einen Gruselfilm und nicht um einen Giallo. Die neue Familie wird von den Geistern gestört, terrorisiert und vereinnahmt (Geist dringt in Person ein und steuert diese). Die Fassung, welche ich sah, hat keine Subs, so dass gewisse Motive nur Interpretationssache sind. Die Geister scheinen die Familie a) warnen und vor dem Täter schützen zu wollen oder b) versuche mit Hilfe der Familie ihren eigenen Mörder von dazumal zu finden und unschädlich zu machen.

 

Das ist der Plot des Filmes. The Mid-Night ist kein Meisterwerk aber absolut grundsolide und okay. Teilweise aufgrund einiger Blut-Effekte gar besser als manch andere Filme dieser Art. Teilweise bietet der Film stimmungsvolle Bilder, hier und da etwas Blut oder einen Make-Up Effekt. Auf der anderen Seite gibt es teilweise eine billige Soundkulisse und billige Kamera-Zooms à la Jess Franco, ohne dessen Qualität zu erreichen.  

 

Teilweise wirkten die Szenen dadurch statt gruselig mehr unfreiwillig komisch, zumindest in der Kantonesisch synchronisierten Fassung (vielleicht wären einige Szenen in Mandarin besser gekommen). Der Familien-Hund überlebt, dafür stirbt ein echtes Huhn bei einer Zeremonie, in welcher augenscheinlich ein Taoist-Priester versucht, das Zuhause von den «bösen Geistern» zu säubern.

 

Fazit: Wer alte und seltene Gruselfilme aus HK oder Taiwan mag, kann sich den Film gut ansehen.

 

PS: Regisseur Yao Feng-Pan hat noch weitere Gruselfilme realisiert: All in the Dim Cold Night, The Blue Lamp in Winter Night (gibt es in Indonesien als VHS/Beta in Englisch), Ghost Under the Cold Moonlight, The Old House (gibt es in Indonesien als VHS/Beta in Englisch), The Midnight Song, The Old Lock, Horror Inn, Keep Out of Danger, Shocking! (liegt mir ungesehen als US-VHS rum), Nightmarish Highway oder Ghost Rapist. Die dürften alle sehr selten sein...

 

Infos:

 

O: Bànyè rén

 

Taiwan 1981

 

R: Yao Feng-Pan

 

D: Fang Cheng, Tang Lan-Hua, Chiang Hou-Jen, Pai Yu, Liu Meng-Yan, Tin Ping-Chun, Wang Wei-Chiang 

 

Laufzeit der US-VHS: 84:54 Min.

 

Gesehen am: 06.05.21

 

Fassungen: Mir lag das US-VHS von World Video vor = Uncut, Dubbed in Canto statt O-Ton Mandarin, keine Subs, Vollbild, gute Bildqualität. Alternativen: es gibt eine VHS aus Indonesien (weltweit einzig bekannte Englisch Dubbed Fassung) und auf Youtube gibt es zumindest die ersten 45 Min. in Mandarin mit festen englischen Subs. Dafür ist dort die Bildqualität im Vergleich zur US-VHS so stark abgedunkelt, dass man teilweise fast nichts erkennt. Eine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung existieren nicht (Stand: Mai 2021).