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Samstag, 30. April 2022

BRUGGGORE Horror Movie Festival 2022 Spezial: 2. Tag

Nach dem 1. Tag in Brugg hatte ich einen Tag Pause, den ich Zuhause verbrachte. In diesem schrieb ich für den Blog, habe die halbe Wohnung geputzt (damit Cat-Sitter eine ordentliche Wohnung vorfindet), einen Film* zu Ehren von Kenneth Tsang, der am 27.04.22 verstarb geschaut (plus Review geschrieben) und am Abend gabs das "Spitzenspiel" Manchester United Vs. Chelsea.  *Paragon of Sword and Knife

 



 

Als Belohnung für meine Reinigungsarbeiten und weil ich zu faul war zu kochen oder Brot zu schneiden (was auch nur wieder Dreck gegeben hätte!) habe ich Fast-Food bestellt und mir eine feinen Burger gegönnt! Vertrage ich schliesslich mit meinen 66.6kg problemlos:-) Dass Karma meinte es auch gut mit mir: eine Blu-Ray aus Hong-Kong kam an, via Einschreiben und ich war natürlich zu Hause und konnte den Film (An Eye for an Eye) in Empfang nehmen. Sehr schön:-)

 




Am Freitagmorgen packte ich, zockte (Ghosts 'n Goblins Resurrection im 2. Durchgang) und startete, bereits für nächste Woche, wenn ich fünf Nächte habe (Nachtwache in der Pflege), eine neue Serie: A Nightmare on Elm Street: Freddy's Nightmares. Sicher nichts allzu Aufregendes, aber immer noch erträglicher als viel Mist, der aktuell auf Netflix und Co. zu sehen ist. Zudem kann ich Serien in der Schweiz gratis streamen - sogar vom Gesetz her legal (im Gegensatz zu Deutschland!). 

 




Danach hiess es von meinen Katzen Filet und Geschnetzeltes Abschied nehmen und ab nach Brugg. Ich ging etwas früher, da ich auf der Bank noch eine Einzahlung tätigen wollte. Grund: in meinem Postfach in Hong Kong wartet eine Laserdisc auf ihren Versand. Da ich aber das Konto dort nicht aufgefüllt habe, kann ich nicht versenden. Also heute die Zahlung aufs Bankkonto getätigt, so dass ich das nicht nächste Woche, wenn ich fünf Nächte am Stück arbeite, tun gehen muss. Vorarbeit geleistet;-)



 

Während Sonnenschein (in Bern und Brugg) via 1. Klasse Zug-Ticket (Sparticket) nach Brugg gereist. Danach das Hotel gesucht und eingecheckt. Ich las im Internet einige negative Bemerkungen, z.B. dass es keinen Einbauschrank gäbe oder nur eine Steckdose im ganzen Zimmer. Meinungen, die ich nicht teilen kann. Ich habe bis Sonntag im Hotel Gotthard gebucht, welches auch ein eigenes Restaurant führt (Schnitzeria der Name). Mein Plan war es, heute Abend dort zu essen, da lange Pause und am Sa und So keine Zeit für Restaurantbesuche und/oder richtiges Essen. 

 




 

Ich bin mit dem Hotel bisher zufrieden: habe ein Zimmer mit eigener Dusche/Bad gebucht. Vielleicht sind jene ohne kleiner. Storen gibt es keine. Aber seit ich als Nachtwache arbeite, kann ich i.d.R. schlafen ohne Storen runter zu lassen (wenn ich Frei habe und wenn keine störenden Gartengeräusche). Das WLAN funktioniert sogar besser und schneller als im Hotel in Neuchatel (NIFFF Zeiten). Schön ist auch, und das meine ich ernst, dass eine viel befahrene Strasse neben dem Hotel hat. Das ist für mich Lärm der entspannend ist (wie z.B. Regenprasseln, Gewitter-Lärm oder das Rauschen einer Geschirrspülmaschine). 

 





 

Danach ruhte ich mich kurz im Hotel aus und las Stephen Kings Roman weiter, ehe es mich in die erste Vorstellung zog. Und erneut: keine Kontrolle von Ticket und Co. Da hätte einfach jeder reinlaufen können. Die Vorstellung war ruhiger (Publikum) als am 1. Tag. Das Kino nicht ausgebucht. Alte Bekannte erneut gesehen und danach, da lange Pause, eingekauft und im Hotel gegessen. Ich kaufte Diverses für das Hotel, für Samstag und Sonntagmorgen, da das Hotel-Restaurant dann geschlossen hat und am Wochenende auch kein Frühstück angeboten wird. Im Restaurant ass ich dann Falsche Schnecken mit Brot (Rindsfiletwürfeli mit Kräuterbutter überbacken) ohne Brot als Vorspeise und als Hauptgang Schweinsrahmschnitzel (mit Teigwaren an Champignons-Rahmsauce). War beides sehr lecker! Danach ging es, bevor um 22.00 Uhr die nächste Vorstellung starten sollte, ins Hotelzimmer zum Review Schreiben von Hellbender und dem Starten dieses Berichtes. Vor der Hellbender Vorstellung gabs eine kurze Video-Sequenz der Macher zu sehen. Verspätungen gab es bisher keine.

 




Die Pause war lang, ich wurde nach dem Abendessen sehr müde, so dass ich noch ein Powernap einlegte, bevor es mich wieder ins Kino zog. The Sadness war sehr gut besucht, fand ich. Danach blieb ich gleich sitzen, um den irischen Fun-Splatter Let the Wrong One In zu schauen da «nur» 15 Minuten Pause dazwischen. Ausserdem ist im Kinosaal coole Film-Musik zu hören: From Dusk Till Dawn, Friday the 13th, A Nightmare on Elm Street, Jaws, Halloween. The Sadness und Let the Wrong One In waren die bisher besten Werke. The Sadness stand so oder so auf der Wunschliste und als ich hörte, dass der in Brugg gezeigt würde, war der Besuch beschlossene Sache. Um 02.00 Uhr ging es, es regnete nun leicht, nach Hause ins Hotel, wo ich eine gute, ruhige Nacht verbrachte. 

 




 

Freitag, 29. April 2022

Update

Neues Review

 

Zu Ehren von Kenneth Tsang, der am 27.04.22 verstarb (RIP), gab es eine Erstsichtung und damit eues Review zu:

 

- Paragon of Sword and Knife



Paragon of Sword and Knife Review


Paragon of Sword and Knife

Story:

 

Die Tso Familie wird seit acht Jahren vor diversen Clans und Bösewichten gejagt. Grund: den Tso Eltern wurden Morde angelastet. Siu-Pak (Connie Chan, die eine Mann spielt) überlebt als einziger und lernt bei diversen Meistern (Ling Mung, Ko Lo-Chuen) diverse Kampftechniken. Mit diesen und einem Trupp Verbündeter (Suet Nei, Kenneth Tsang, Tang Ti, Sze-Ma Wah-Lung) werden sie zur Golden Blade Gang. Sein Ziel: Rache an den Hintermännern, die seinen Eltern Morde angelastet haben und den Tod seiner Eltern und Geschwister rächen…

 

Meine Meinung:

 

Kenneth Tsang, seit mind. 1955 im Filmgeschäft Asiens aktiv und mehr als 200 Rollen gespielt, ist am 27.04.22 verstorben. Er spielte in unzähligen Filmen, Klassikern und auch neuen Produktionen mit: Chasing the Dragon, Combat at Heaven Gate, The Plot, To Be Number One, Queen's High, The Killer, A Better Tomorrow, Royal Warriors oder Bravest Fist. Ungesehen liegt noch The Awaken Punch vor und zuletzt guckte ich A Better Tomorrow II und Police Story III, in welchen Kenneth Tsang mitwirkte (Reviews dazu kommen demnächst). 

 

Ihm zu Ehren gab es nun eine Erstsichtung: den Mitte der 60er Jahre Canto-Schwertkampffilm Paragon of Sword and Knife. Eine Hong Kong Produktion von Sin Hok Gong Luen, die viele ähnliche Filme und auch ganze Film-Reihen mit mehreren Fortsetzungen realisiert haben. Nicht selten war ein junger Kenneth Tsang mit von der Partie. So auch hier in Paragon of Sword and Knife, der es auf zwei Filme brachte.

 

Kenneth Tsang spielt aber nicht die Hauptrolle. Diese spielt Connie Chan. Regie führte Chan Lit-Ban. Chan Lit-Ban hat viele Filme mit gleichem Cast realisiert: Connie Chan, Kenneth Tsang, Tien Feng oder Sammo Hung als Extra (auch in Paragon of Sword and Knife dabei, aber nicht erkannt). Auch Connie Chan spielte in über 200 Produktionen mit, und das in einem Zeitraum von knapp zehn Jahren – praktisch alles 60er Jahre HK-Produktionen. Eine ihrer letzten Arbeiten war dann sogar für die Shaw Brothers (The Lizard).

 

Paragon of Sword and Knife ist ein Zweiteiler. Der Film bietet unzählige Figuren, Twists, viel Handlung und ist sehr dialoglastig. Wer nicht aufpasst, ist schnell raus aus dem Plot. Daher erinnerte mich der Film an spätere Shaw Brothers Gu Long-Verfilmungen, die ähnlich wirr und wild in Szene gesetzt waren. Wenn man bei der Sache ist, kann man Paragon of Sword and Knife jedoch folgen. Englische Subs sind aber unbedingt nötig (ausser ihr versteht Kantonesisch). 

 

Trotz oben genannten Eigenschaften hat mir Paragon of Sword and Knife gefallen. Der Plot bietet eine solide Spannung. Die Studio-Settings sind abwechslungsreich, hübsch und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Da gibt es hohe Brücken, Schluchten, Felsen oder unheimliche Wälder (Feuer-Spektakel im Finale). Die wenigen Action-Szenen und deren Inszenierung fand ich auch gut und interessant. Die wenigen Effekte sind simpel, aber cool getrickst.

 

Am Cast hatte ich Freude, vor allem an den Mädels: Connie Chan agiert stark. Sie spielt zwar einen Mann (war halt damals so) aber sieht nicht aus wie einer. Die Stimme ist weiblich, ihr langes Haar, das Aussehen. Lediglich in den Subs wird dies erwähnt und eine potenzielle Love-Story wird, wohl für Teil zwei, offen gehalten (Film bietet ein offenes Ende). Ähnlich wie z.B. in The Child of Peach: Lin Hsiao-Lu spielt zwar Peach-Boy, wirkt aber alles andere als ein Junge…

 

Und auch an Suet Nei hatte ich Freude. Sie spielt toll, bringt Charme und Humor in den Film (Schmollmund). Sie war auch in den 60ern am meisten aktiv. Allgemein hat der Film, wenn auch wenig, hier und da guten Humor zu bieten. Ansonsten wird der klassische Plot von Gut gegen Böse erzählt. Von einer Truppe Gefährten, die sich aufmachen, die Wahrheit herauszufinden. Sogar im Finale stösst noch ein neuer Verbündeter ins Team – dass da nicht jeder gleich viel Screentime oder Action-Szenen spendiert bekommt (Kenneth Tsang kämpft z.B. kaum und muss sich hinter den zwei Mädels anstellen), ist logisch.

 

Da das Ende offen und der Plot komplex und voller unzähliger Clans und Figuren besteht, sollte Teil zwei bzw. dessen Sichtung nicht zu lange auf sich warten lassen! Schade, dass diese 60er Jahre Filme nicht bekannter und dem Fan zugänglicher sind!

 

Gefolgt von: Paragon of Sword and Knife (Grand Finale)

 

Infos:

 

O: Tin Kim Chuet Do

 

HK 1967

 

R: Chan Lit-Ban

 

D: Connie Chan, Ling Mung, Ko Lo-Chuen, Suet Nei, Kenneth Tsang, Tang Ti, Sze-Ma Wah-Lung,

 

Laufzeit der DVD-R Fassung: 95:03 Min.

 

Gesehen am: 28.04.22

 

Fassungen: Mir lag eine DVD-R Fassung vor = O-Ton, gute Bildqualität und englische Subs, die mein deutscher Kumpel C. erstellt hat. Den Film gibt es nämlich nur ohne Subs (HK DVD, HK VCD). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2022).