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Samstag, 5. August 2023

Amityville II: The Possession

Amityville II: The Possession 

Story:

 

Eine neue Familie (u.a. Burt Young, Rutanya Alda, Jack Magner, Diane Franklin) zieht ins Amityville Haus. Der älteste Sohn wird von einem Dämon besessen und das Grauen beginnt erneut…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem sehenswerten Erstlingswerk war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Wer konnte ahnen, dass die Amityville Reihe eine der erfolgreichsten Horrorreihen überhaupt werden würde? Der Film hat mir genau so gut gefallen wie der Vorgänger. Beide haben einzelne Stärken. The Amityville Horror fand ich z.B. stimmungsvoller und spannender. Dafür war Amityville II: The Possession schmuddeliger und effektgeladener. Beides mag ich.

 

Regie führt Damiano Damiani, der damit sein US-Debüt als Regisseur feierte. Von Damiano Damiani kenne ich ansonsten einige seiner sehenswerten Ital. Film-Arbeiten wie Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert, Das Verfahren ist eingestellt: Vergessen Sie's! oder Allein gegen die Mafia (Serie). Ansonsten haben noch Namen wie Tommy Lee Wallace (Halloween III – Season of the Witch), Dino De Laurentiis (Death Wish) oder die echten Ed & Lorraine Warren mitgearbeitet (Conjuring 3 hatte, im Nachhinein betrachtet, klare Amityville 2 Vibes).

 

Der Film hat mir gefallen. Ich fand den Streifen unterhaltsam. Viele Dinge wusste ich nicht mehr. Die 1. Hälfte spielt fast ausschliesslich im Gruselhaus. Die 2. Hälfte dann an mehreren Orten, z.B. auch auf der Polizeistation, vor Gericht oder im Krankenhaus. Das Ende hatte The Sentinel Vibes. Die Spezialeffekte sind gelungen. Es wird mit aufblasbaren "Luftballons" gearbeitet. Solche Effekte waren damals in Mode (The Ghost Informer, The Beast Within). Der beste Effekt ist aber das Dämonengesicht, welches zur Geltung kommt, nachdem sich die Haut in Fetzen vom Schädel löst. Sehr cool und genau nach meinem Geschmack!

 

Der Film, der ursprünglich schmuddeliger gewesen sein soll (Rape-Szene, Inzest-Sex-Szene), überzeugt durch einen guten Cast. Jack Magner gibt den besessenen Sohn glaubhaft, Diane Franklin zieht auch in ihrem damals zweiten Film blank und auch die Cops oder Priester agieren gut. Leicht stereotypisch vielleicht, aber das mag ich. Abstriche gibt es beim Filmvater: ein gewaltbereiter Tyrann. Warum hat der Dämon nicht diesen ausgewählt? Seine Wahl wäre aus Sicht des Dämonen nachvollziehbarer gewesen.

 

Zudem hat es mehr Reiz, wenn eine intakte Familie durch den Dämon «zerfällt». In Amityville II war die Familie schon von Beginn an zerrüttet = weniger Reiz. In der Hinsicht gefiel mir der 1. Film besser. In Sachen Effekte und Schmuddel stellt die 1. Fortsetzung jedoch einen der besten Filme der Reihe dar!

 

Fazit: Sehenswerter Spukhaus- und Dämonen-Film!  

 

Gefolgt von: Amityville 3-D

 

Infos:

 

O: Amityville II: The Possession

 

USA, Mexiko 1982

 

R: Damiano Damiani

 

D: Burt Young, Rutanya Alda, Jack Magner, Diane Franklin, James Olson

 

Laufzeit der US-DVD: CA. 104 Min.

 

Neusichtung am: 26.06.23

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs. Gab es lange Zeit nur zensiert in Deutschland. Von NSM nun aber auch in Deutsch auf Blu-Ray zu haben (Deutsch/Englisch mit Subs).

Freitag, 4. August 2023

Revengeful Swordswoman

Revengeful Swordswoman 

Story:

 

Hsiang Ying (Judy Lee), dessen Eltern getötet werden, wird von ihrem Meister (Wang Hsieh) verstossen und eine Klippe runtergeworfen. Sie überlebt und sinnt danach auf Rache. Sie trifft auf einen Verbündeten (Chang Ching), der sie bei ihrem Rachefeldzug begleitet. Auf ihrem Weg tauchen viele Feinde (Wang Chi-Sheng, Cheng Sai-Gang, Phillip Ko Fei) auf…

 

Meine Meinung:

 

Revengeful Swordswoman ist ein etwas wirrer Wuxia aus Taiwan, der einige Figuren aus anderen Filmen zusammentrommelt und jedem einen kleinen Kampf gegen unsere Heldin, toll gespielt von Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel), ermöglicht. Ähnlich wie Bruce Leung als Bruce Lee in The Dragon Lives Again, als dieser (in der Hölle) gegen Figuren wie The Godfather, Zatoichi, Clint Eastwood, Dracula, James Bond, den One-Armed Swordsman oder Popeye kämpft.

 

Apropos One-Armed Swordsman: dieser ist in Revengeful Swordswoman auch zu sehen und wird von Phillip Ko (Dreadnaught) gespielt. Weitere Figuren: Golden Swallow (vom Shaw Brothers Film Golden Swallow), Meng Sheng Wen (Killer Clans, erneut Shaw Brothers), Killer Eunuch (Dragon New Inn) oder Fu Hung Hsueh (wird in The Magic Blade von Ti Lung gespielt). Und viele weitere. Revengeful Swordswoman ist ein Film mit Licht und Schatten.

 

Judy Lee war cool und einige der Kämpfer, deren Gimmicks und Waffen waren cool. Meng Sheng Wen gefiel mir fast am besten, ebenso der Typ mit den Messerfingern oder den fliegenden Totenschädel im Finale. Cool ist auch die Tatsache, dass der Film kaum Längen hat: es gibt etwa alle fünf Minuten Action. Hat schon fast Videospielcharakter. Die schönen und abwechslungsreichen Naturaufnahmen aus Taiwan sind ebenfalls eine Augenweide. Die Kampfszenen werden jedoch erst im Verlauf des Filmes qualitativ besser und sehenswerter. Die ersten Kampfszenen waren nur solide und nichts Herausragendes.

 

Schlecht war der wirre Plot. Die Inhaltsangabe der US-Blu-Ray wird innerhalb zehn Minuten erzählt. Es tauchen so viele Figuren auf und/oder betrügen sich am Ende, dass es etwas schwerfällt, dem ganzen logisch zu folgen, zumal ausser Judy Lee keine wirklich bekannteren Stars in anderen Hauptrollen zu sehen sind. Desweitern war die Musik billig. Nervige und billige 08/15 Mucke aus dem Archiv. Schade. Und ein grosser Punkt, der mir auch missfiel, war der debile Humor. Vor allem Judy Lee Sidekick, gespielt vom mir unbekannten Chang Ching, hat höllisch genervt. Es überrascht nicht, dass er laut hkmdb nur in drei Filmen mitwirkte. Ohne ihn wäre der Film massiv besser gewesen. 

 

Fazit: Definitiv kein Kracher, aber nicht uninteressant! Dürfte mit angepassten Erwartungen in Zukunft mehr gefallen! Für Judy Lee Fans aber definitiv sehenswert!

 

Infos:

 

O: Wan Shi Tian Jiao

 

Taiwan 1978

 

R: Artis Chow A-Chi

 

D: Judy Lee, Chang Ching, Wang Hsieh, Wang Chi-Sheng, Cheng Sai-Gang,

 

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 93 Min.

 

Gesehen am: 24.06.23

 

Fassungen: Mir lag die Region All US-Blu-Ray von Gold Ninja Video vor = Booklet, new 2K transfer from a 35mm Print, O-Ton mit englischen Subs, sehr gute Bildqualität, Uncut. Dazu gibt es einige Extras und einen Bonusfilm (Against the Drunken Cat's Paw = nur Englischer Dub). Liebevolle Vö zu einem bisher seltenen Taiwan-Film! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2023). Nachtrag: Als versteckter Bonusfilm soll noch The Escape vorliegen (Englisch Dubbed).

Donnerstag, 3. August 2023

High-Rise

High-Rise 

Story:

 

London 1975:

 

In London steht ein topmodernes Hochhaus mit 40 Stockwerken. Für jede Gehaltsklasse gibt es dort Wohnungen. Als Dr. Laing (Tom Hiddleston) dort einzieht, bemerkt er Probleme an der Einrichtung und Spannungen zwischen den Bewohnern: das Chaos, die Gewalt und Anarchie nehmen mehr und mehr zu…

 

Meine Meinung:

 

High-Rise war eine spontane Sichtung eines Besuchs an einem Filmabend. Teilweise gingen wir mit falschen Erwartungen an den Film. Ich hatte mich vor dem Schauen nur kurz über den Plot informiert. Ich wusste nur, dass ich von Ben Wheatley zwei Filme kenne und diese nicht uninteressant finde (Kill List & In the Earth). Von daher wusste ich, was Ben Wheatley kann, auch wenn der Inhalt/Setting von High-Rise weniger meinem Geschmack entsprach.

 

Was wir nicht wussten ist die Tatsache, dass Ben Wheatley mit High-Rise den Roman High-Rise von James Graham Ballard aus dem Jahr 1975 verfilmt hat. Ob die Verfilmung gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich den Roman nicht kenne. Was High-Rise als Film und vom Roman losgelöst angeht, hat uns der Film nicht gefallen. Ich fand den Film zwar technisch und optisch gelungen, aber mehr auch nicht. In Reviews habe ich von einem style over Substance Faktor gelesen. Das trifft es relativ gut. 

 

Zudem sind viele der Inhalte in dem zweistündigen Film zu lang, zu sinnlos und vor allem zu repetitiv. Es stellten sich Längen ein. Der Film will auch weniger den Kampf zwischen den sozialen Schichten zeigen, sondern wirkt mehr wie eine Holzhammer-Kritik am Kapitalismus. Dazu passen dann auch versteckte Details wie ein Che Guevara-Plakat oder die Rede am Ende von Margaret Thatcher. Das Chaos und die Anarchie wirkten ermüdend und wenig glaubhaft. Warum werden am Ende alle verrückt? Teilweise hatte es fast Die 120 Tage von Sodom Vibes, was das Overacting der Figuren angehen.

 

Zwar sind bekannte Hollywood-Namen wie Tom Hiddleston, Jeremy Irons (Stirb langsam – Jetzt erst recht), Luke Evans oder Elisabeth Moss (nur Nebenrolle) dabei, aber die Figuren sind zu uninteressant und eindimensional gezeichnet und dem Zuschauer sind deren Schicksale völlig gleichgültig. Somit ist auch keine wirkliche Spannung oder ein Mitfühlen gegeben. Der Film und Plot fesseln nicht. Es stellt sich eine grosse Gleichgültigkeit ein.

 

Fazit: Nicht lohnenswert. Besser Kill List oder In the Earth nochmal schauen!

 

Infos:

 

O: High-Rise

 

Großbritannien 2015

 

R: Ben Wheatley

 

D: Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Luke Evans, Daniel Renton Skinner, Bill Paterson, Sienna Miller, Elisabeth Moss

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 119:01 Min.

 

Gesehen am: 23.06.23

 

Fassungen: Besuch brachte die deutsche Blu-Ray zu einem Filmabend mit. Die Disc von Universum Film ist Uncut, kommt in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs daher und die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Es handelt sich um ein Wendecover.