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Dienstag, 18. Februar 2025

Twins of Kung Fu

Twins of Kung Fu

Story:

Michelle Yim und ihr Vater (Lam Kau) erreichen ein kleines Dorf. In diesem sorgen sie mit kunstvollen Auftritten und auf der Suche nach einem Ehemann für Michelle für spassiges Aufsehen. Weniger spassig ist die Tatsache, als später im Wald Leichen gefunden wird. Als Bösewicht Jason (Jason Pai Piao) mit seinem Vater (Leung Pasan) auftaucht, nehmen die Helden (u.a. Addy Sung Gam-Loi, Michelle Yim, Jacky Liu Hong-Yi, Simon Yam) den Kampf gegen die Bösewichte auf…

Meine Meinung:

Aka Twins. Ich besuchte Mitte Dez. meinen Kumpel. Wohl der grösste Kung-Fu Fan, den ich kenne. Auch jener, mit dem grössten Fachwissen. Ich schickte ihm Wochen vor dem Treffen einige Titel, wovon ich zwei gerne schauen würde. Ich habe mich da einfach an Stars, die mich interessieren, orientiert. Ich schickte ihm einige Titel mit u.a. Chang Yi (The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue), Chen Kuan-Tai (Gang Master, Blood Brothers) und Jason Pai Piao (Kung Fu Gang Busters, Portrait in Crystal, Men from the Gutter).

Und aus mehreren Filmen durfte ich dann zwei auswählen. Zum einen The Ming Patriots mit Chang Yi, zum anderen Twins of Kung Fu mit Jason Pai Piao. Von Twins of Kung Fu, der in Datenbanken auch lediglich nur Twins heisst (der On-Screen-Titel lautet jedoch Twins of Kung Fu), wusste ich im Vorfeld nichts. Der Kollege informierte mich nur, dass es andere Fassungen gibt, die kürzer sind (ca. 75 Minuten) und dass es sich um eine Kung Fu Komödie handelt. Der Film ist zudem wenig bekannt, wenn ich in Datenbanken nach Reviews suche.

Durch den Erfolg der Jackie Chan Filme Drunken Master und Co. waren ab 1979 Kung Fu Komödien auf dem Markt gefragt. Leung Pasan und Lam Yee-Hung, warum beide als Regisseur gelistet werden ist mir nicht bekannt, haben schlussendlich einen soliden Beitrag mit etwas wirrer und konfuser Story auf die Menschheit losgelassen. Leung Pasan hat den Low-Budget Film auch produziert, spielt den Bösewicht und war auch für die Choreographie zuständig. Laut Datenbank ist dies sein Regie-Debüt, wobei Leung Pasan immer wieder auch als Darsteller (The Twin Dragons) und Choreograph (The Death of Bruce Lee) tätig war.

Er kommt aber erst ab ca. einer Stunde erstmals vor. Der Plot ist, wie bei vielen anderen Kung Fu Komödien aus der Zeit, nicht gradlinig. Lange hat der Zuschauer keinen Plan, um was es geht. Es geht im Film zuerst um örtliche Figuren und viel unlustigen Klamauk. Für den "Humor" ist die Truppe um den schielenden Yue Tau-Wan (Shaolin Prince), den auch schielenden Addy Sung Gam-Loi (The Informer), Hon Kwok-Choi (der mich schon in anderen Filmen nervte), Jacky Liu Hong-Yi (mutiert dann zum Helden) und, und das ist die grösste Überraschung, mit einem sehr jungen Simon Yam (Run and Kill) zuständig.

Simon Yam sah ich, wenn ich mich nicht irre, noch nie in einem Old-School Kung Fu Film. Erst mit dem Auftauchen von Michelle Yim (Dress Off for Life) wird der Film besser. Die bringen bessere Kampfszenen in den Film. Die Qualität nimmt zu. Dazu gibt es à la Fong Sai Yuk eine Sequenz, in welcher Michelle Yim Zuschauer zum Kampf auffordert und der Gewinner bekommt als Preis eine Heirat mit ihr spendiert. Jason Pai Piao, auch als Bösewicht mit dabei, taucht auch erstmal kurz vor der 60. Minute auf. Er spielt also nur im letzten Viertel des Filmes mit. Er spielt nebst Leung Pasan den Bösewicht. Ab diesem Zeitpunkt wird der Film richtig gut. Es folgen Trainingsszenen und danach das Finale. Und diese Szenen machen richtig viel Spass, sind spektakulär choreographiert und mit viel Wucht inszeniert.

Fazit: Fans von günstigen Wald-und-Wiesen Kung Fu Komödien können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Mong Lung Fok Sing

HK 1981

R: Leung Pasan, Lam Yee-Hung

D: Michelle Yim, Jason Pai Piao, Yue Tau-Wan, Addy Sung Gam-Loi, Hon Kwok-Choi, Jacky Liu Hong-Yi, Simon Yam, Leung Pasan, Lam Kau

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 11.12.24

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Omni Video (= Ocean Shores vor) = Englisch Dubbed (schlechter Dub), Vollbild, gute Bildqualität, Uncut. Mit ca. 90 Min. läuft es z.B. länger, als die ca. 75minütige DVD aus Holland. Eine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024).

Montag, 17. Februar 2025

The Ming Patriots




Von Gordon Liu signiert

The Ming Patriots

Story:

Bösewicht Prince Yu (Chang Yi) jagt einer entflohenen Prinzessin und deren Meister nach. Diese sind im Besitz von Perlen und einer Liste, welche sie einem General der Opposition (Roy Chiao) übergeben wollen. Später werden die Gejagten von weiteren Bösewichten gejagt (u.a. Michael Chan Wai-Man, Lung Fei). Auf der Gegenseite werden die Prinzessin und ihr Meister von Zhao Yu-Jun (Judy Lee) und Li Tia-Long (Bruce Lai) begleitet, welche sie beschützten und gegen die Bösewichte ankämpfen…

Meine Meinung:

The Ming Patriots steht schon länger, vor allem aufgrund Michael Chan Wai-Man (The Big Boss Part II, Blooded Treasury Fight, Dragon Lord), auf der Wunschliste. Und jetzt kommt es: ich habe den Film schon in der Sammlung und den Streifen im Jahr 2009 schon gesehen! Doch das wusste ich bis Mitte Dez. 2024 nicht (mehr). Ich sah mir den Film sogar beim Kollegen an (mehr dazu unter Fassungen) und ich erinnerte mich nicht, den Film 2009 schon gesehen zu haben. Ob ich an Demenz leide? Oder zu viele gleiche Eastern schaue? Wohl letzteres plus die unterschiedlichen (Alternativ)Titel und Fassungen…

The Ming Patriots von Ulysses Au-Yeung Jun (The Nude Body Case in Tokyo, King of the Children, Island Warriors), eine Produktion von First Films, 1975 gedreht (zusammen mit anderen Klassikern wie u.a. The Secret Rivals, The 18 Bronzemen) ist ein sehenswerter Eastern. Der Plot ist weder originell noch neu. Im Grossen und Ganzen kann der Plot als eine lange Verfolgungsjagd beschrieben werden. Es gibt viele Kampfszenen. Nur vor dem Finale gibt es 2-3 kleinere Hänger. Abgesehen davon wird ein hohes Tempo mit vielen Kampfszenen an den Tag gelegt. Einzelkämpfe aber auch Gruppenkämpfe. Dazu: z.T. mit Italo-Western Musik, cool!

Die Kampfchoreographie stammt von Lau Kar-Wing (The 36th Chamber of Shaolin, Master of the Flying Guillotine, His Name Is Nobody) und Liu Chia-Liang (Shaolin and Wu Tang, Executioners from Shaolin, Dirty Ho). Das ist auch der Grund, warum der Film in der US-DVD-Collection Gordon Liu and the Lau Family zu finden ist (mehr dazu unter Fassungen). Der Film hat einen grossartigen Cast mit Namen wie Michael Chan Wai-Man, Chang Yi (Shaolin Traitorous, The Shaolin Kids, Profile in Anger), Bruce Lai (Dragon Force, The Gold Connection, The New Game of Death), Judy Lee (The Unique Lama, Imperial Sword, The Legend of Mother Goddess), Lung Fei (Story in Temple Red Lily, Right Overcomes Might), Carter Wong (The Mysterious Heroes), Roy Chiao (Good Bad & Losers) oder Lung Fong (The Rebellious Reign). Carter Wong und Roy Chiao haben nur kleine Rollen am Anfang bzw. am Ende.

Ich hatte vor allem an Michael Chan Wai-Man als Bösewicht, an Chang Yi als Endboss und Bösewicht (ich könnte schwören, dass er im gleichen Outfit schon in einem anderen Film als Bösewicht zu sehen war), an Judy Lee als toughe Kämpferin und Heldin und an Bruceploitation-Star Bruce Lai als Held Freude, der hier ausserhalb des Bruceploitation eine starke Performance bietet. Nebst den lahmen Hängern vor dem Finale wird der Film durch einen Comic-Charakter, der leider dann auch im Finalkampf mitmischt (plus das überraschende Auftauchen von Roy Chiao und seinen Männern) «gestört». Ich hätte mehr Freude gehabt, wenn der schier unbesiegbare Chang Yi durch Judy Lee und Bruce Lai besiegt worden wäre. Desweitern gibt es, ganz im Stil von Ital. Kannibalenfilme, eine unschöne Tiersnuff-Szene mit einem Schwein zu sehen. Abgesehen davon aber sehenswert!

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Zhong Yuan Biao Ju

HK 1976

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Michael Chan Wai-Man, Chang Yi, Bruce Lai, Judy Lee, Lung Fei, Roy Chiao, Carter Wong, Lung Fong, Jack Long Shi-Chia,

Laufzeit der libanesischen Betamax: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung: 11.12.24

Fassungen: Ich sah den Film beim Kumpel, nachdem ich einmal nicht erfolgreich versuchte, aus einem Auktionshaus in Hong Kong, einem VHS zu dem Film zu kaufen (Der Verkäufer fand die VHS angeblich in seinem Warenhaus nicht mehr). Mein Kumpel hat drei Versionen zu dem Film: Das US-VHS von World Video (Mandarin mit festen englischen & chinesischen Subs, 1,33:1), das deutsche VHS mit klarer Gewalt-Zensur (Titel: Stärker als 1000 Drachen) und eine Betamax aus dem Libanon (Englisch mit französischen und arabischen, gelben Subs, beste Qualität und an den Seiten am meisten Bild). Dazu kommt, dass bei der US-VHS, bei einem Rollenwechsel, längere Sequenzen am Stück fehlen, die auch Kampfszenen betreffen. Bei der Fassung aus dem Libanon fehlt auch eine Mini-Sequenz, aber im Grossen und Ganzen sah dort die Sequenz praktisch am komplettesten aus. Und am meisten Bild. Und die beste Qualität. Und davon habe ich sogar noch eine DVD von VideoAsia (als Revenge of the Patriots) = gemäss meinem alten Reviewe in einer schlechten Bildqualität (sogar von Work-Print Qualität spreche ich da oder längeren Sequenzen ohne Bild). Englisch. K.A. ob Uncut/Cut. Habe die Fassung verglichen. Die in der US-VHS fehlende Sequenz ist bei der DVD einfach ca. acht Sekunden schwarz (schwarzes Bild). Die Bildqualität ist deutlich schlechter als beim US-VHS oder der libanesischen Betamax. Die DVD wurde von Gordon Liu signiert (siehe Foto). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Dez. 2024).

Sonntag, 16. Februar 2025

A Quiet Place to Kill

A Quiet Place to Kill

Story:

Helen (Carroll Baker) erhält nach einem Racing-Unfall eine Notiz von ihren Ex-Ehemann (Jean Sorel), sich bei ihm zu melden. Als Helen aus dem Krankenhaus entlassen wird, sucht sie ihn auf, nur um zu erfahren, dass die Meldung gar nicht von ihm, sondern seiner neuen Ehefrau (Anna Proclemer) kam…

Meine Meinung:

Umberto Lenzi (Das Schlitzohr und der Bulle, Der Berserker, Nightmare Beach), vor allem für seine Kannibalenfilme Eaten Alive und Cannibal Ferox bekannt, drehte auch mehrere Filme mit der amerikanischen Schauspielerin Carroll Baker (Baba Yaga, The Fourth Victim). Von vier Filmen (aus der Severin Films Box) habe ich nun drei Streifen gesehen: Orgasmo, So Sweet... So Perverse und nun A Quiet Place to Kill.

Und leider sind das in meinen Augen bisher alle keine Kracher oder Must Have Titel. Die Filme sind alle sehr ähnlich (plus auch The Fourth Victim, den ich verkauft/entsorgt habe), was sie langweilig und wenig interessant macht. Am besten war noch Orgasmo. Aber bereits So Sweet... So Perverse fand ich mässig und dasselbe gilt auch für A Quiet Place to Kill, dessen Originaltitel besser zum Inhalt passt: Paranoia. Eine Co-Produktion zwischen Frankreich, Italien und Spanien.

Carroll Baker steht hier zusammen mit Jean Sorel (Malastrana, In the Eye of the Hurricane) und Marina Coffa vor der Kamera. Auch In the Eye of the Hurricane geht in diese Richtung: irgendwie waren solche Filme mit solchen Plots in der Zeit gern gesehen. Aber hat man einen davon gesehen, hat man quasi alle davon gesehen. A Quiet Place to Kill bietet zwar paar nette Bilder und ein nettes Ende, aber (abgesehen von einigen harmlosen und nicht erwähnenswerten Nacktszenen) bietet der Film absolut keinen Mehrwert. Für mich sind das per se auch keine Gialli, sondern mehr erotische Mystery-Thriller. Aber mit dem Giallo Genre kann natürlich gewinnbringender geworben werden…

Fazit: Lahm und eigentlich nicht zu empfehlen…

Infos:

O: Paranoia

Frankreich, Italien, Spanien 1970

R: Umberto Lenzi

D: Carroll Baker, Jean Sorel, Luis Dávila, Alberto Dalbés, Marina Coffa, Anna Proclemer

Laufzeit der US-Blu: 95:37 Min.

Gesehen am: 10.12.24

Fassungen: Gesehen via Lenzi/Baker Giallo Collection von Severin Films = Englisch/Ital., Englischer Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es sind noch drei andere Filme in der Box enthalten. In Deutschland unter dem Originaltitel Paranoia von X-Rated zu haben (Uncut, Blu-Ray, Deutsch/Ital. mit Subs). Die Severin Films Blu-Ray scheint Macken zu haben: im Finale fehlt plötzlich Englischer Ton und die englischen Subs stellen sich nach jedem Kapitel wieder ab. Mühsam.