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Donnerstag, 12. Juni 2025

Fingers That Kill

Fingers That Kill

Story:

Arbeiter Ya Long (Tony Lou Chun-Ku) findet heraus, dass seine Arbeitskollegen und ein Dorf von einer Gangsterbande geschlagen, misshandelt, terrorisiert und gefoltert werden. Die Bösewichte verschleppen und vergewaltigen sogar Yas Freundin, als sich dieser auflehnt. Zu viel für Ya. Er steht für die Gerechtigkeit ein und sagt den Bösewichten an Kampf an…

Meine Meinung:

Regisseur Hui Gwok, der laut der Hong Kong Filmdatenbank nur vier Filme realisiert hat, sorgt mit Fingers That Kill für einen unterhaltsamen, schlagfreudigen und Action reichen Basher. Der Film, dessen Plot vor allem an den Bruce Lee Klassiker The Big Boss und hier und da an den Shaw Brothers Film King Boxer mit Lo Lieh erinnert, ist Basher Fans zu empfehlen. Wie in The Big Boss kämpft unser Held hier gegen kriminelle Arbeitgeber, die ihre Angestellten ausnutzen, die über Leichen gehen und heimlich Drogen schmuggeln.

Wie The Big Boss wurde auch Fingers That Kill teilweise in Thailand gedreht, was dem Film ein exotisches Flair gibt. Somit hebt sich der Film nur schon aufgrund dieser Settings leicht von anderen 70er Jahre Bashers ab. Tony Lou Chun-Ku (Kung Fu Gang Busters) spielt den Helden. Er macht das solide. Seine Waffe ist die Iron Finger Technik, welche er über Jahre entwickelt hat. In einer frühen Kampf- Trainingsszene ist zu sehen, wie Tony Lou Chun-Ku gegen seinen Freund Jason Pai Piao (Killer Constable) kämpft. Letzterer, ein Star aus dem Shaw Brothers Universum, ist nur in dieser einen Szene im Film zu sehen.

Nebst einigen nackten Tatsachen, die für feuchtfröhlichen Sleaze sorgen (auf Seite der Gangster versteht sich) gefallen vor allem Leung Pasan (Twins of Kung Fu) und Thompson Kao Kang (Ol' Dirty & the Bastard) als fiese Bösewichte. Thompson Kao Kang spielt quasi den Endgegner. Der Endkampf gegen Tony Lou Chun-Ku ist lang und hart ausgefallen. Aber auch der Kampf gegen Leung Pasan, der die rechte Hand des Oberbosses spielt, ist sehenswert. Leung Pasan hat eine spezielle Waffe, die der Kampfszene einen gewissen Reiz gibt. Der Film ist ohne Klamauk und mit relativ viel harter Basher Action inszeniert.

Fazit: Für Basher Fans sehr zu empfehlen!

Infos:

O: Tie Zhi Tang Shou

HK 1974

R: Hui Gwok

D: Tony Lou Chun-Ku, Leung Pasan, Kao Yuen, Fong Lap-Man, Thompson Kao Kang, Jason Pai Piao

Laufzeit der HK-VCD: Disc 1 (44:21 Min.) / Disc 2 (45:04 Min.)

Gesehen am: 20.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = Canto/Mandarin ohne Subs. Solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Vollbild. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2025). In Deutschland auf VHS/DVD (zensiert & ohne O-Ton) erhältlich (Die Tödlichen Finger des Kung Fu).

Mittwoch, 11. Juni 2025

NIFFF 2025 Spezial


- Vorbericht und Gedanken

 

- 1. Tag

- 2. Tag

- 3. Tag und Fazit

 


Reviews NIFFF 2025

- Bokshi

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Tiger

Tiger

Story:

Chinese Shih Tien (Yasuaki Kurata), der in Japan Kampfkunst studierte, und seine japanische Ehefrau, kehren nach Shanghai zurück. Shanghai wird von den Japanern besetzt. Shih Tien findet heraus, dass seine Eltern von den Japanern getötet wurden und schwört Rache…

Meine Meinung:

Nach Filmen wie The Big Boss, The Chinese Boxer oder King Boxer waren Kung Fu Filme mit Fäusten populärer und lösten eine Welle von sogenannten Basher-Streifen aus. Es wurde nun weniger mit Waffen und Schwertern gekämpft, sondern mit Kicks und Schlägen. Das sollte bis 1979 dominieren, ehe Jackie Chan über Nacht zum Weltstar werden sollte (mit Die Schlange im Schatten des Adlers und Co.). Tiger ist eine taiwanesische Produktion vom Regisseur von Kung Fu Mama, Chien Lung (Boxers of Loyalty and Righteousness).

Tiger ist solide, aber für mich kein Kracher. Der Film erinnert stark an den Bruce Lee Klassiker Fist for Fury und ist eine Produktion, die aufgrund dessen Erfolg produziert wurde. Die Macher wollten den Erfolg von Fist of Fury für eigene Zwecke auszunutzen. So erinnert der Plot und viele Momente an das grosse Vorbild. Bruce Lees Figur wird diesmal von Yasuaki Kurata (The Golden Triangle, The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread) gespielt, der im Fist of Fury Remake Fist of Legend in den 90ern mitwirkten sollte.

Yasuaki Kurata, ein Japaner, spielt hier einen Chinesen, der sein Land vor den bösen Japanern retten muss. Seiner Film-Ehefrau ist auch Japanerin, was für Spannungen sorgt. Zu gestohlener Musik (die Musik aus dem Vorspann soll aus dem US-Film Shaft stammen) prügelt sich Yasuaki Kurata durch den Film und sorgt für Gerechtigkeit. Es gibt einzelne Action-Parts, die aus der Masse herausstechen und in denen Yasuaki Kurata sein Können eindrucksvoll beweisen darf.

Leider gibt es aber auch Längen und Action-Sequenzen mit Shoot-Outs (unblutig) und Soldaten. Diese Szenen fand ich lahm. Leider nehmen solche Szenen auf der 2. VCD viel Platz ein. Da wurde dann auch weniger gekämpft und die Soldaten sind schwach gespielt. Keine wirkliche Bedrohung. Der Finalkampf war ok. Leider war Lung Fei (Eunuch of the Western Palace) nicht der Hauptbösewicht. Das wäre die bessere Wahl gewesen. Im Film wird die von Yasuaki Kuratas gespielte Figur von Kang Kai unterstützt, der dann teilweise die Stellvertretung übernimmt, wenn Yasuaki Kurata z.B. durch die Soldaten festgenommen wird.

Fazit: Solide, aber kein Kracher!

Infos:

O: Pa Shan Hu

Taiwan (HK, je nach Quelle) 1972

R: Chien Lung

D: Yasuaki Kurata, Kang Kai, Sun Chia-Lin, Liu Chu, Lu Ping, Shan Mao, Lung Fei

Laufzeit der HK-VCD: Disc 1 (46:51 Min.) / Disch 2 (44:33 Min.)

Gesehen am: 20.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Worldtrade vor = Canto/Mandarin ohne Subs. durchschnittliche Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Vollbild. Es gibt keine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung (Stand: März 2025).