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Samstag, 29. August 2026

Friedhof der Kuscheltiere

Friedhof der Kuscheltiere

Story:

Das Ehepaar Louis (Dale Midkiff) und Rachel Creed (Denise Crosby) ziehen mit Katze Church sowie ihren zwei Kindern (Miko Hughes, Blaze Berdahl) in ein neues Haus. Als Katze Church überfahren wird, zeigt Nachbar Jud (Fred Gwynne) Louis ein Geheimnis, welches dramatische Folgen nach sich ziehen sollte…

Meine Meinung:

Friedhof der Kuscheltiere ist eine Kind- und/oder Jugenderinnerung für mich. Der Film, eine Stephen King Verfilmung des Romans mit dem gleichnamigen Titel, ist daher mit viel Nostalgie verbunden. Ich kenne auch die Fortsetzung, das Remake und den Roman. Das Remake finde ich schlecht und auch den Roman fand ich eher mässig. Diesen 1989er Film von Regisseurin Mary Lambert finde ich hingegen sehr stark. Mary Lambert sollte auch im 2. Teil Regie führen. Mit weiteren Horrorfilmen wie Urban Legends: Bloody Mary blieb sie dem Horrorgenre treu.

Ich mag eigentlich praktisch alles an dem Film, was ich besagter Nostalgie zu verdanken habe. Ich weiss nicht mehr, ob ich den Film als Kind oder Jugendlichen erstmals sah. Ich hatte aber grosse Angst und dieses Gruselgefühl war damals herrlich. Sich bei Horrorfilmen zu gruseln, ist das höchste aller Filmgefühle. Ich mag den langsamen Aufbau des Filmes und die Konsequenzen, die der Verlauf des Filmes mit sich bringt. Ich empfinde den Film als stimmungsvoll, unterhaltsam und nicht als langweilig. Zwar gibt es nicht sonderlich viele Effekte im Film zu sehen, doch die wenigen Make-Up-Effekte sind sehr gut getrickst.

Und Horrorparts gibt es auch abgesehen von der Haupthandlung genug. Man denke da z.B. an den Unfalltod des Mannes, dessen Geist danach mehrfach zu sehen ist, an den Suizid der Haushälterin, die Flashbacks, die Jud zum Besten gibt oder die Traumata von Rachel, als sie von ihrer kranken Schwester Zelda erzählt (ich habe übrigens mehrere Jahre mit Menschen, die an MS erkrankt sind gearbeitet, und die filmische Darstellung ist höchst unrealistisch aber für einen Horrorfilm natürlich immer gut). Und Themen wie Tod und Verlustängste sind essenziell im Leben. Die Schickale der Familie und was für Folgen ein dramatischer Tod haben kann, wird intensiv dargestellt. Die Schauspieler waren überzeugend und die Musik gefiel auch. Stimmungsvoll und passend.

Fazit: Nebst Es und Schlafwandler eine der besten Stephen King Verfilmungen!

Gefolgt von: Friedhof der Kuscheltiere 2

Infos:

O: Pet Sematary

USA 1989

R: Mary Lambert

D: Dale Midkiff, Denise Crosby, Miko Hughes, Blaze Berdahl, Fred Gwynne, Brad Greenquist

Laufzeit der deutschen DVD: 98:29 Min.

Gesehen am: Kind- und Jugendzeit / Neusichtung: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Paramount = Deutsch/Englisch mit Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen, auch in Deutschland, als Blu-Ray oder UHD.

Operation: Broken Arrow

Operation: Broken Arrow

Story:

Bei einer Übung stiehlt Vic Deakins (John Travolta) zwei Atombomben, um den Staat damit erpressen zu können. Sein ehemaliger Kumpel Riley Hale (Christian Slater) und eine Park-Rangerin (Samantha Mathis) versuchen, ihn aufzuhalten…

Meine Meinung:

Operation: Broken Arrow war nach Harte Ziele der zweite US-Film von HK-Meisterregisseur John Woo (The Killer, Bullet in the Head, The Young Dragons) und die erste Zusammenarbeit zwischen John Woo und John Travolta (In a Valley of Violence) und zwischen John Woo und Christian Slater (True Romance). Beide würden später in Im Körper des Feindes sowie Windtalkers erneut in einem John Woo Film vor der Kamera stehen. Operation: Broken Arrow ist sehenswerte 90er Jahre Action und Actionfans zu empfehlen.

Der Plot ist dünn und es gibt, vor allem im Vergleich zu John Woos HK-Filmen, weitaus weniger Charakterentwicklung was aber auch daran liegt, dass John Woos erster Rohschnitt (soll 120 Minuten gelaufen sein) angepasst werden musste. Ich denke, seine ursprüngliche Vision hätte anders ausgesehen. Doch ähnlich wie in Harte Ziele ist es mehr als verschmerzbar, dass die Figuren weniger tief charakterisiert werden, als in seinen anderen Filmen. Auch der dünne Plot ist für mich kein Nachteil. Im Gegenteil.

Der Film wird dadurch zu keiner Sekunde langweilig. Die Action und die Kameraarbeit, vor allem im Vergleich zum heutigen Actionfilm, ist eine Wohltat. Übersichtlich, Slow-Mo Aufnahmen, nicht verwackelt, «altmodische» Effekte d.h. echte Züge, echte Hubschrauber, echte Autos und echte Explosionen. Und davon gibt es eine Menge. Es gibt jede Menge Stunts, Crashs, Shoot-Outs und ein-zwei kürzere Kämpfe. Ich glaube ganze vier Helikopter werden im Film in die Luft gejagt. Das hat schon was und die Actionszenen sind absolut sehenswert und abwechslungsreich inszeniert. Ich hatte daran grosse Freude, denn ein Actionfilm sieht sich der Fan aufgrund der Actionszenen an.

Und die Actionszenen rocken. Was zudem auch gefällt ist die Musik von Hans Zimmer. Die gefällt mir extrem gut und so empfand ich es als sehr gelungen, dass genau diese Musik auch ein Jahr später für Scream 2 verwendet wurde. Toll. Toll war auch der Cast. Zwar stimme ich einigen kritischen Stimmen zu, wenn sie sagen, dass Christian Slater gegen John Travolta abstinkt, dennoch hat er seine Sache, vor allem an der Seite von Samantha Mathis (Pet Sematary: Bloodlines), sehr ordentlich gemacht. Ein absoluter Genuss war hingegen John Travolta, der hier einen extrem coolen Bösewicht spielen durfte. Mit viel Overacting. Er hatte sichtbar Freude an seiner Rolle und ich auch. In meinen Augen eine seiner besten Darbietungen.

Fazit: Pflichtprogramm für Actionfans!

Infos:

O: Broken Arrow

USA 1996

R: John Woo

D: John Travolta, Christian Slater, Samantha Mathis, Kurtwood Smith, Howie Long, Vyto Ruginis, Vondie Curtis-Hall, Bob Gunton, Delroy Lindo

Laufzeit der deutschen DVD: 103:57 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Aug. 2026

Fassungen: Mit lag die deutsche DVD von 20th Century Fox vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, solide Bild- und gute Tonqualität (Bild relativ unscharf). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray. Ein früherer Cut von John Woo (120 Min.) soll gekürzt worden sein (mehr Charaktertiefe und Gewalt in den Actionszenen). Es gibt nur diese reguläre Kinofassung (Stand: Aug. 2026).

Return of the 18 Bronzemen

 

Return of the 18 Bronzemen

Story:

Yong Zhen (Carter Wong) mogelt sich als neuer Kaiser auf den Thron. Als er erfährt, wie gut die Shaolin Mönche kämpfen können, will er dessen Wissen absorbieren. Doch er wird abgelehnt. Danach nimmt er eine neue Identität an, um sich als neuer Schüler ins Shaolin Kloster schleichen zu können. Dort beginnt er, zu trainieren…

Meine Meinung:

Return of the 18 Bronzemen ist die Fortsetzung von 18 Bronzemen. Abgesehen vom teilweise gleichen Cast und Crew und Setting hat der Film inhaltlich aber nicht wirklich etwas mit dem Vorgänger zu tun. Im ersten Film spielte Carter Wong (The Legendary Strike, Killer of Snake, Fox of Shaolin, The Mysterious Heroes) einen Rächer, hier spielt er den Bösewicht und Hauptcharakter und, und das ist etwas vom wichtigsten, endet der Film total offen und nicht zu Ende erzählt. Es folgte, zumindest nicht offiziell, kein dritter Teil. The Blazing Temple soll jedoch eine Art nicht offizielle Fortsetzung sein, die den weiteren Plot aufzeigt (Kaiser, der die Shaolin Tempel zerstören lässt).

Für alle Filme zeichnete sich Joseph Kuo (Sorrowful to a Ghost, Mission Impossible, The Unbeaten 28) zuständig, der viele Filme dieser Art drehte. Zwar ist der Plot in Return of the 18 Bronzemen sehr dünn, aber das lag eben auch daran, dass der Plot in einem dritten Teil weitergesponnen werden sollte. Carter Wong ist im Film nicht sympathisch. Er spielt den Hauptbösewicht, doch mit der Zeit denkt der Zuschauer gar nicht mehr daran, wenn sich Carter Wong als Mönch tarnt um die Geheimnisse der diversen Shaolin Kammern zu erforschen. Diese Szenen nehmen die Mehrheit des Filmes ein. Stars wie Tien Peng (Pai Yu Ching) oder Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Little Hero) haben nur kurze Auftritte.

Carter Wong lässt zwar Charisma vermissen, aber ich sehe ihn definitiv lieber als Bösewicht statt als Helden. Und in den ellenlangen und unzähligen Kampf- und Trainingsszenen vermag er absolut zu überzeugen. Und davon gibt es in Return of the 18 Bronzemen jede Menge zu sehen, so dass der Film problemlos zu überzeugen vermag. Ja, dass offene Ende störte mich, was aber auch daran lag, dass ich das nicht mehr wusste und so nicht erwartet habe. Mit angepassten Erwartungen wäre das Gefühl im Finale ein anderes gewesen. Immerhin motiviert das offene Ende, mir demnächst The Blazing Temple anzusehen.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Yong Zheng Da Po Shi Ba Tong Ren

Taiwan 1976

R: Joseph Kuo

D: Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Tien Peng, Chiang Yu, Yueh Feng, Sun Peng-Wan, Wu Ho

Laufzeit der UK-Blu: 92:06 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Eureka (Cinematic Vengeance!) = Uncut, O-Ton, englische Subs und hervorragende Bild- und Tonqualität. Koch Media haben den Film nebst der zensierten deutschen Kinofassung als Die Rückkehr der 18 Bronze-Kämpfer auch als Uncut-Fassung in Mandarin mit deutschen Subs als Bonus auf die Disc geklatscht (DVD).