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Mittwoch, 1. Juli 2020

Frankensteins Kung-Fu Monster Review

Frankensteins Kung-Fu Monster

Story:

Aliens wollen die Menschheit in die Knie zwingen, doch die vier Super Rider stellen sich ihnen in den Weg…

Meine Meinung:

Die Taiwanesen haben anhand einer japanischen Serie (Kamen Rider V3) einen Film zusammengeschnitten und den Cast durch taiwanesische Schauspieler nachgedreht / ersetzt und diesen so in die Kinos gebracht. Dies taten sie später erneut und/oder auch mit anderen Serien (aus Sûpâ robotto Reddo Baron und Sûpâ robotto Mahha Baron wurde z.B. Roboter der Sterne).

Der Film, der in Deutschland auch im Kino lief, entwickelte sich, auch gerade wegen der deutschen Sprachfassung, zum Kult. Da ich ohne Kamen Rider und Co. aufwuchs, fehlt mir dieses Nostalgie-Detail, welches ältere Fans haben könnten. Im Gegensatz zu Roboter der Sterne empfand ich Frankensteins Kung-Fu Monster als schwächer.

Ich mag lieber Riesen-Monster à la Godzilla als Monster in Menschengrösse. Mir fehlte die Abwechslung in Frankensteins Kung-Fu Monster. Dass man aus einer Serie einen Film machte merkt man dem Film auch negativ an:

die Story ist wirr, es gibt trotz kurzer Laufzeit auch Längen und wie ich bereits sagte: die Action-Szenen sind immer dasselbe. Es wird wenig Abwechslung geboten. Auf der anderen Seite kann man mit dem Film auch seinen Spass haben, wenn man sich darauf einlässt. Zudem sind die vielen Monster-Kostüme und Masken absolute Klasse.

Fazit: für Fans von japanischen Tokusatsu Filmen/Serien zu empfehlen!

Infos:

O: Shan Dian Qi Shi V3

Taiwan 1975

R: Lin Chung-Kuang

D: Wen Chiang-Long, Li Yi-Min, Lu Bi-Yun, Chang Feng, Wu Kuo-Liang

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 74 Min.

Gesehen am: 30.03.20

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Retrofilm vor = Mediabook, DVD/Blu-Ray, Booklet, neues Master in erstklassiger Bildqualität, Deutscher Ton, englische Subs. Film liegt auch unrestauriert vor (läuft ca. 15 Sek. länger = quasi ohne Frame-Cuts) und exklusive Extras (z.B. Vergleich mit der Original-jap. Serie). Besser wird man den Film nie zu Gesicht bekommen.

Wes Craven's New Nightmare Review

Wes Craven's New Nightmare

Story:

B-Horror Star Heather Langenkamp hat Alpträume und ist mit den Nerven am Ende (ständige Erdbeben, seltsames Verhalten des Sohnes, Stalker der sie am Telefon belästigt). Dass ihr Ehemann heimlich an den Effekten zu einem neuen A Nightmare on Elm Street arbeitet und Wes Craven und Robert Shaye sie gerne nebst Robert Englund wieder im Film als Star dabeihaben wollen, sorgen für zusätzliche Spannungen. Es kommt schlimmer, nachdem ihr Ehemann tödlich «verunglückt»…

Meine Meinung:

Nach dem Flop-Vorgänger konnte auch Wes Craven (The Hills Have Eyes), der Mann und Meister hinter dem Original A Nightmare on Elm Steet, nicht länger zusehen und nahm es sich zur Aufgabe, die Reihe mit der sechsten Fortsetzung zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Und dies tat Wes Craven erfolgreich und auf eine originelle Art und Weise:

mit dem Inhalt des Filmes sagt er sich von den Fortsetzungen, die nicht von ihm stammten ab, und verdonnert diese als «Filme» in einer angeblichen Realität. Von solchen Film-im-Film Elementen hat Wes Craven auch später, in seiner Scream-Reihe, Gebrauch gemacht. Daher sind Stars wie Heather Langenkamp, Robert Englund, Wes Craven oder Robert Shaye auch als sich selbst zu sehen und sie spielen keine «Rollen».

Nach dem miesen Vorgänger ist Freddy zurück – und endlich wieder böse, düster und unheimlich. Dies sieht man auch seinem neuen Make-Up an und der Film ist ernst, düster und böse. Es geht um Erwachsene, nicht mehr um Teens. Humor und Spass weichen einem psychologischen, erwachsenem Horror. Änderungen waren nach den letzten Fortsetzungen nötig.

Das Schauspiel, vor allem Beteiligten (sogar vom Kind), waren erste Sahne. Es gibt viele Hommagen und Zitierungen an die Teile eins und drei. Im Ende dürften die Figuren dann in ihrem Film-Rollen schlüpfen, wenn Nancy ihren Sohn sucht und vor Freddy retten und diesen besiegen muss. Das Traum-Setting empfand ich als sehenswert und sehr stimmungsvoll. Auch die Effekte (wie Freddy versucht, den Jungen zu fressen oder seine Aktion mit der Zunge) sagten mir zu.

Nur bei seiner Tötung im Feuer sind die Effekte weniger gut gelungen…Der Bodycount ist sehr klein– aber die Morde haben es in sich. Da der Film nicht spassig in Szene gesetzt ist, sind die Morde viel intensiver und auch dramatisch (Verlust des Ehemannes, Mord vor Kind). Besonders die Mordszene im Krankenhaus (erneut tolle Hommage an Teil eins) empfand ich als hart.

Fazit: Nach den Teilen eins und zwei der beste Film der Reihe!

Infos:

O: Wes Craven's New Nightmare

USA 1994

R: Wes Craven

D: Heather Langenkamp, Robert Englund, Robert Shaye, Wes Craven, Miko Hughesm, David Newsom, Tracy Middendorf

Laufzeit der US-DVD: 112:11 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 30.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von New Line vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs, englischer O-Ton, enthalten in der A Nightmare on Elm Street Box. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray, ebenso auch in Deutschland. Gerüchte, dass eine längere Fassung existiert (stand damals in einem Art of Horror Schnittberichte X-Rated Buch) haben sich nicht bewahrheitet (das angebliche VHS stellt die reguläre Fassung dar, keine Ahnung was die da vergleichen haben wollen!).

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