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Donnerstag, 23. Juni 2022

Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown Review

Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown

Story:

 

Die 19jähige Hsiao (Sharon Yeung Pan-Pan), von Freunden Samtpfötchen genannt, und dessen Kollege Chen (John Cheung Ng-Long) gelangen durch Zufall an Diamanten. Bösewichte (u.a. Thompson Kao Kang) wollen diese zurück…

 

Meine Meinung:

 

Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown aka Kung Fu Master Named Drunk Cat ist eine 1978er HK-Goldig Films Produktion. Nach den Jackie Chan Hits Drunken Master sowie Die Schlange im Schatten des Adlers waren Kung Fu Komödien populär. Unzählige versuchten, auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen. So auch Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown, eine Kung Fu Komödie im modernen Gewand.

 

Genau das, die Tatsache, dass der Film im modernen Alltag Hong Kong spielt, mochte ich. Abgesehen davon handelt es sich um eine 08/15 Kung Fu Komödie, die solide unterhält. Nicht mehr, nicht weniger. Der Plot ist ausserordentlich dünn und zuerst episodenhaft angesiedelt. Bis sich der Hauptplot dem Zuschauer nähert, dauert es. Klischees wie Schüler-Meister oder Racheplot komme diesmal nicht vor.

 

Die Musik war cool: fetzig und sicherlich auf westlichen Filmen gestohlen. Der Humor war grenzwertig - teilweise amüsant und originell, teilweise doof wie auch das Overacting der Bösewichte. Die waren alle nicht wirklich «böse» und lächerlich skizziert (Schielen, Hautbeulen etc.). Gängige Klischees des damaligen HK-Kinos. Besser dargestellt waren die Helden.

 

Die zwei Hauptfiguren werden von Sharon Yeung Pan-Pan (Way of the Lady Boxers) und John Cheung Ng-Long (2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange) gespielt. Beide sind mir sympathisch. Von Sharon Yeung Pan-Pan hätte ich gerne noch mehr gesehen. Phasenweise gerät sie etwas in den Hintergrund. In einer Nebenrolle ist Drunken Master und Die Schlange im Schatten des Adlers Star Simon Yuen Siu-Tin (The Six Directions Boxing) zu sehen.

 

Die Kampfszenen sind cool anzusehen, die Choreographie besser als erwartet und vor allem im Finale dauern die Kämpfe länger und kommen vermehrt vor. Dranbleiben lohnt sich also! Fazit: Für Kung Fu Filmfans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Zui Mao Shi Fu

 

HK 1978

 

R: Cheung Sum

 

D: Sharon Yeung Pan-Pan, John Cheung Ng-Long, Simon Yuen Siu-Tin, Thompson Kao Kang, Candice Yu On-On, Chiu Chi-Ling

 

Laufzeit der deutschen DVD: 84:04 Min.

 

Gesehen am: 22.05.22

 

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor: die deutsche DVD von Imperial Pictures und die indonesische Betamax. Die DVD ist zu empfehlen da nebst Englischem Dub vor allem der Deutsche Dub überzeugt, da hochwertige Qualität, die den Film zusätzlich aufwertet. Die Bildqualität ist gut, der Film Uncut und liegt in Widescreen vor. Die Betamax aus Indonesien war ein Geschenk. Diese Fassung bleibt als Sammelstück in der Sammlung. Die Fassung ist in Englisch, Vollbild und die Betamax hat wenig Schimmel. Eine O-Ton Fassung ist mir nicht bekannt. Ebenso wenig eine Blu-Ray Fassung (Stand: Mai 2022).

Mittwoch, 22. Juni 2022

Death Wish 2 Review

Death Wish 2

Story:

 

Paul Kerseys (Charles Bronson) Haushälterin (Silvana Gallardo) und Tochter (Robin Sherwood) werden von Gangstern (u.a. Laurence Fishburne) vergewaltigt und getötet. Grund genug, Jagd auf die Verbrecher zu machen…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem grossen Erfolg von Death Wish war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Nebst Regisseur Michael Winner kehrten Charles Bronson und Vincent Gardenia zurück. Kerseys Tochter wird von einer neuen Schauspielerin (Robin Sherwood) gespielt und Charles Bronsons Ehefrau Jill Ireland ist auch im Film als dessen Partnerin zu sehen. Sie würde noch in vielen Filmen mit Charles Bronson vor der Kamera auftreten.

 

Wer den ersten Film mochte, wird auch den 2. mögen. Die Ereignisse aus Teil eins liegen länger zurück, dennoch schliesst der Film an dessen Handlung an. Dies macht den Film interessant. Einerseits ist es ein aufwärmen des Inhaltes (wobei Selbstjustiz Inhalte immer funktionieren), andererseits ist es eine neue Rolle für Charles Bronsons Figur, der nun nicht mehr zögert, den Abzug zu drücken.

 

Die Idee, den Cop aus Teil eins in die Handlung zu verknüpfen, sorgt für einige amüsante Szenen und einen leichten Anflug für Spannung. Was klar zugenommen hat sind Actionszenen und der Bodycount. Zudem die Brutalität. Der Film ist deutlich derber als der Vorgänger, sowohl was blutige Shoot-Outs aber vor allem sexuelle Gewalt angehen. Lange Zeit gab es den Film in den USA nur in einer zensierten Form zu sehen. Die Gewaltakte an Kerseys Haushälterin und Tochter sind sehr explizit und fies in Szene gesetzt.

 

In der Hinsicht überzeugt auch das Gesindel, welches direkt aus Troma-Filmen stammen könnte. Kamen im ersten Film die Täter davon, räumt Charles Bronson im 2. Film mit den Tätern auf und rächt sich - nebst vielen anderen "Muggers", die er ins Jenseits befördert (Highlight: die Jesus Szene!). Die Täter werden schön überzeichnet "nervend" dargestellt, so dass man es richtig geniesst, wenn sich Bronson an ihnen rächt. Als einer der Haupttäter war der damals unbekannte Laurence Fishburne (Matrix) zu sehen, der später zum gefragte Hollywood-Star aufsteigen sollte.

 

Fazit: Starke Fortsetzung und jedem Charles Bronson Fan zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Death Wish 3

 

Infos:

 

O: Death Wish 2

 

USA 1982

 

R: Michael Winner

D: Charles Bronson, Jill Ireland, Vincent Gardenia, Anthony Franciosa, Silvana Gallardo, Robin Sherwood, Laurence Fishburne

 

Laufzeit der franz. DVD: 87:56 Min.

 

Neusichtung am: 18.05.22

 

Fassungen: Siehe Death Wish! Inzwischen gibt es den 2. Teil auch in D und den USA auf Blu-Ray und als Unrated Fassung!

Dienstag, 21. Juni 2022

So Sweet... So Perverse Review

So Sweet... So Perverse

Story:

 

Jean (Jean-Louis Trintignant) und seine Frau (Erika Blanc) leben seit zwei Jahren in unterschiedlichen Wohnungen. Als Jean die mysteriöse Nicole (Carroll Baker) kennenlernt, die von einem Mann (Horst Frank) belästigt wird, ändert sich sein Leben, so wie er und sein Umfeld es sich nicht vorgestellt hätten…

 

Meine Meinung (Achtung SPOILER):

 

Zu Ehren von Jean-Louis Trintignant, der am 17.06.22 verstarb, kam es zur Erstsichtung des Umberto Lenzi (Die Gewalt bin ich) Krimis/Thriller So Sweet... So Perverse. Von Jean-Louis Trintignant kenne ich nur wenige Filme: den sonderbaren Death Laid an Egg, den grandiosen Italo-Western Leichen pflastern seinen Weg und den Film Das weiße Band (in der franz. Fassung spricht er die Stimme des Erzählers).

 

Nach dem Erfolg von Orgasmo drehte Umberto Lenzi, erneut mit Carroll Baker (Baba Yaga), einen weiteren Film, der ähnlich konzipiert wurde: Thriller-Elemente, Paranoia, Twists, ein Hauch Erotik. Nebst Carroll Baker sind in den Hauptrollen eben besagter Jean-Louis Trintignant, Horst Frank (Cat O'Nine Tails) sowie Erika Blanc (Kill Baby Kill) zu sehen.

 

Das Schauspiel ist stark. Die Musik von Riz Ortolani (Seven Deaths in the Cats Eye) fand ich hingegen relativ schwach und unspektakulär. Kein Theme, welches mich fesselte, begeistert oder in Erinnerung bleiben wird. Schade. Leider gilt das auch für den Film als Ganzes an sich. So Sweet... So Perverse, der nie eine deutsche Veröffentlichung erlebte, kommt definitiv nicht an den Vorgänger (Orgasmo) heran.

 

Zwar ist das Schauspiel der Beteiligten gut und der Film besonders schön gefilmt (wohl seine grösste Stärke), aber die 2. Film-Hälfte war schwach. Die 1. Filmhälfte war gut: fesselnd, spannend, unterhaltsam. Doch mit dem Ausscheiden von Hauptfigur Jean (Jean-Louis Trintignant) geht viel Qualität und auch Spannung verloren. Es ist danach vorhersehbar, wohin die Reise geht. So richtig viel Punkteabzug gab es für das doofe Ende, welches mir sehr missfiel.

 

Wäre der Film nicht in der Box von Severin Films (siehe mehr dazu unter Fassungen), würde der Film sogar aus der Sammlung fliegen. Natürlich ist das nur Geschmackssache. Wenn ich z.B. auf Youtube Reviews zum Film anhöre, sind praktisch alle gut bis solide, niemand mochte den Film nicht. Ich hoffe, dass mir die weiteren Filme (A Quiet Place to Kill & Knife of Ice) mit Umberto Lenzi & Carroll Baker mehr zusagen werden.

 

Infos:

 

O: Così dolce... così perversa

 

Deutschland, Frankreich, Italien 1969

 

R: Umberto Lenzi

 

D: Carroll Baker, Jean-Louis Trintignant, Erika Blanc, Horst Frank, Helga Liné, Ermelinda De Felice

 

Laufzeit der US-Blu-Ray: 93:24 Min.

 

Gesehen am: 18.06.22

 

Fassungen: Siehe Orgasmo! Was So Sweet... So Perverse angeht gib es nur eine Film-Fassung. Der Ital. Dub ist klar besser (Musik kräftiger), der Englische Dub ist sehr leise (Musik etc.). Zum Ital. Ton gibt’s englische Subs. Es gibt diverses an Bonusmaterial. Region All Blu-Ray. Alternative: UK Blu-Ray von 88 Filmes (hat ebenso beide Dubs und exklusives Bonusmaterial). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2022).